Hallo Zusammen, in der aktuellen BRIGITTE fragt eine Redakteurin, Jg. 1951, warum die jüngeren Frauen das offenstehende Tor der Gleichberechtigung (meine Worte, aus dem Kopf zitiert) nicht durchschritten und sich das, was ihnen heute immer noch fehlt, erkämpft haben: Gleiche Gehälter, gleiche Karrierechancen, gleiche Führungspositionen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf etc. Sie fragt auch, warum so viele Frauen aktuell nach langem und vom Staat finanzierten teuren Studium Vollzeithausfrau werden.
Ich, Jg. 60. fühle mich da voll angesprochen, finde die Fragen, sind ja nicht neu, interessant und grüble gerade über meine individuellen Antworten....
aber jetzt ruft das Kind (kein Scherz...)
Was meint ihr?
Bis später! MM
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04.01.2007, 18:48
Emanzipationschancen verstrichen?
Einen Menschen zu lieben heißt, ihn so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat. (Fjodor Dostojewski)
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04.01.2007, 19:38
AW: Emanzipationschancen verstrichen?
lies "das dämliche geschlecht". da stehts drin.
emanzipation kann u.u. anstrengender sein als geschirr spülen.
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04.01.2007, 19:48Inaktiver User
AW: Emanzipationschancen verstrichen?
Hallo MM,
Zitat von MM
ich glaube, es ist Bequemlichkeit und das Risiko zu scheitern, das beim klassischen deutschen Nachkriegsweg als Frau kaum zu befürchten ist, denn selbst geschieden (wenn man eine Scheidung denn als Scheitern sieht) ist man mittlerweile in überaus zahlreicher Gesellschaft, was man über einen Aufstieg kaum sagen kann.
Frauen scheinen nicht sehr risikoreich zu sein und lieber zu Hause vom Geld eines anderen zu leben, als zu schauen, was sie aus ihren jahrelang erworbenen Fähigkeiten machen können.
Gruss
vita
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04.01.2007, 19:53
AW: Emanzipationschancen verstrichen?
Hi MM!
Hihihihi, lies dir doch mal (wenn du ganz viel Zeit hast) den Strang durch, den Gerrimee (glaub ich?) aufgemacht hat. Da geht's im groben und ganzen darum, dass alles emanzipiert ist, ob nu Vollzeithausfrau oder Karrierfrau oder oder oder - es kommt halt nur auf die Sichtweise an...
Bin bissel gespannt ob hier dazu noch was rüber kommt...
Viele Grüsse
von Baufrau
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04.01.2007, 19:56
AW: Emanzipationschancen verstrichen?
Ich nochmal, hab geguckt, der Strang hiess: Hausfrau oder berufstätig? Und da kannst du dir die Finger wund schreiben, wenn sich jemand emanzipiert fühlt - tja, dann ist er/sie es auch egal wie die Lebensumstände sind...
teilweise doch recht interessant was so vom Stapel gelassen wird und wie die jeweils eigene Interpretation von Emanzipation aussieht - ich halte mich da doch ganz pragmatisch an die Duden-Definitation und nach der bin ich wohl emanzipiert? Naja, oder auch nicht...
Grüssle von Baufrau
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04.01.2007, 19:59Inaktiver User
AW: Emanzipationschancen verstrichen?
Da scheint es Menschen zu geben, die bestimmte Lebensumstände und deren mögliche Entwicklung in dem Zusammenhang als kritisch erachten. Hier ein Auszug aus der aktuellen Brigitte.
Zitat von Baufrau
Mir ist es nach wie vor nicht egal.
Beste Grüsse
vita
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04.01.2007, 20:10
AW: Emanzipationschancen verstrichen?
Hi Vita!
Jo! Genau das ist es - juchu! Der Artikel trifft den Nagel auf den Kopf...aber glaub bitte nach wie vor nicht, dass "finanziell eigenständig" auch nur in irgend einer Weise etwas mit emanzipiert zu tun haben könnnte - wo käme frau denn da hin? Hab grad in diesem anderen Thread wieder so schöne Sachen gelesen von wegen Klima im Forum - Deutschland und auch der ganzen Welt...da schreib ich echt nix mehr zu und bewunder dich, dass du noch Lust hast auf die immer wieder kehrenden Einwände einzugehen und diese auch "noch" ernsthaft beantwortest und das auch noch sehr sachlich etc.pp.
Naja, mal schaun was hier noch so kommt....
Grüssel
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04.01.2007, 20:23Inaktiver User
AW: Emanzipationschancen verstrichen?
Nein, liebe Baufrau, da ich lernfähig bin, habe ich nach dem 76.sten Aufklärungsposting auch verstanden, dass ich mich geirrt habe und fordere nun von der Emma, meinen Eltern und meinem Ex-Prof sämtliche Auslagen zurück.
Zitat von Baufrau
Ich bin froh und dankbar, dass sich das doch noch aufklären liess, bevor ich meinem Grundschulkind da einen Floh ins Ohr setze.
Ach, ich sitze hier (natürlich an meinem Küchenrechner - schon allein des Themas wegen hab ich den gewählt) ein bisschen rum und geniesse die Ruhe nach dem anstrengenden Urlaubstag... da kann ich auch mal ein bisschen schauen, was in der Welt da draussen so los ist.Hab grad in diesem anderen Thread wieder so schöne Sachen gelesen von wegen Klima im Forum - Deutschland und auch der ganzen Welt...da schreib ich echt nix mehr zu und bewunder dich, dass du noch Lust hast auf die immer wieder kehrenden Einwände einzugehen und diese auch "noch" ernsthaft beantwortest und das auch noch sehr sachlich etc.pp.
Naja, mal schaun was hier noch so kommt....
Grüssel
Schliesslich bringen die öffentlich rechtlichen Sender auch nur Wiederholungen im Fernsehen - das nimmt sich dann nicht so viel und TV ist hier nicht.
Wir schauen was kommt und Dir noch nachträglich ein gutes neues Jahr
Deine vita
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04.01.2007, 20:36Inaktiver User
AW: Emanzipationschancen verstrichen?
Weil sie ihre kleinen Kinder nicht von Fremden erziehen lassen möchten. Weil sie auf sich vertrauen, auch nach der Auszeit wieder anknüpfen zu können an den Beruf, auch wenn die erste Zeit nach dem Wiedereinstieg härter sein kann. Vielleicht auch, weil ihnen der Job nicht die gleiche Erfüllung geben konnte, wie es das andere Leben vermag.
Zitat von MM
Ich sehe nicht, dass eine Frau nicht mehr "gleichberechtigt" sein sollte, weil sie ihre Kinder selbst erzieht. Das ist mitunter eine wohlüberlegte Lebensentscheidung.
Ich würde meinen Blick lieber mal auf die Mädels wenden, die durchaus von berufstätigen Müttern, auch Vollzeit, erzogen wurden und trotzdem mit 14 oder 15 "Idolen" wie Nicole Ritchie oder Lindsay Lohan nacheifern, so Gott will nur optisch, da Lohan wohl mit knapp 20 schon oft wegen Drogen/Alkohol behandelt werden musste und Ritchie magersüchtig ist. Ok, diese Mädels sind natürlich berufstätig, es geht aber in den Medien nur darum, wie schlank sie sind, wieviele Lover sie hatten, welche Klamotten getragen wurden.
An einer jungen Frau, die sich freiwillig einer schweren Operation unterzieht, damit sie den Männern besser gefällt (Stichwort Körbchengrösse), ist meiner Meinung nach die Emanzipation mehr vorbeigegangen als an einer "gestandenen" Frau, die sich freiwillig für die Kindererziehung entscheidet.
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04.01.2007, 20:43Inaktiver User
AW: Emanzipationschancen verstrichen?
Zitat von Inaktiver User
Tja, da eröffnet sich die Frage, wie geht man mit operierten Hausfrauen um?
Und dann die, die zu Hause sitzen und nicht erziehen, sondern schlicht anwesend sind, während der Fernseher läuft.
Ich sehe da keinen Zusammenhang, der sich in Sachen Emanzipation erkennen lässt.
Und was ist eine "gestandene" Frau? Eine die "Es" geschafft hat oder hätte und sich zurück gezogen hat?


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