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  1. Registriert seit
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Was hindert Frauen daran, diese Netzwerke ebenfalls zu nutzen?


    Es ist ja nicht so, dass das gar nicht möglich wäre, wenn es so wäre, gäbe es ja gar keine Frauen in Führungspositionen.

  2. Inaktiver User

    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Was hindert Frauen daran, diese Netzwerke ebenfalls zu nutzen?
    Das Geschlecht.
    In eine Männer-Führungs-Clique kommen Frauen i.d.R. nicht rein.
    Frauen in Führungsrollen sind in männerlastigen Firmen fast immer innerhalb ihrer Peergruppe isoliert (und können sich daher oft auch weniger lange und gut halten).

    Du hattest weiter oben geschrieben, dass Du in solchen Cliquen seist.
    Ich vermute, da bist Du in der Buddy-Rolle. Die Rolle kenne ich gut, da komme ich auch immer schnell rein. Das hat aber gar nix mit Führungsclique zu tun.

    (Zur Buddy-Rolle: Da muss frau auch der Typ für sein. Du bist es offenbar, ich bin es auch. Das macht für uns vieles leichter als für Frauen, die einfach nicht der Typ dafür sind. Aber eben immer nur auf Arbeitsalltag bezogen, mit Karriere hat das nichts zu tun.)


  3. Registriert seit
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Geschlecht.
    In eine Männer-Führungs-Clique kommen Frauen i.d.R. nicht rein.
    Frauen in Führungsrollen sind in männerlastigen Firmen fast immer innerhalb ihrer Peergruppe isoliert (und können sich daher oft auch weniger lange und gut halten).
    Kenne ich wohl die falschen Einzelfallbeispiele.

    Der Punkt ist, die Tatsache, dass ich überhaupt Einzelfallbeispiele kenne (in dem Fall sogar eins ohne familiäre Verbindungen oder Ähnliches) beweist, dass es geht.


    Du hattest weiter oben geschrieben, dass Du in solchen Cliquen seist.
    Ich vermute, da bist Du in der Buddy-Rolle. Die Rolle kenne ich gut, da komme ich auch immer schnell rein. Das hat aber gar nix mit Führungsclique zu tun.
    Ich meine auch nicht mich - ich habe eine Verwandte die etwas Entsprechendes studiert hat als das noch sehr ungewöhnlich war und sich seit Beginn des Studiums in genau diese Männercliquen reingearbeitet hat.

    Erfolgreich.

    Keinerlei vorher bestehende Verbindungen oder Ähnliches. Die Frau ist heute bereits in Rente.

  4. Inaktiver User

    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Einzelne Ausnahmen gibt es immer.
    (War das ÖD? ÖD tickt diesbezüglich schon sehr anders als die Wirtschaft.)

    Die richtig erfolgreichen Führungsfrauen, die ich, sowohl im ÖD als auch in der Wirtschaft erlebt habe, waren Frauen, die Angst verbreitet haben. Das waren interessanterweise die robustesten im Sinne von Sich-oben-halten-können.

    Ansonsten:
    Die meisten auf sehr hoher Ebene waren Alibi-Führungsfrauen, die bald wieder gegangen sind oder wurden. (Bsp.: Dax-Vorstände)
    Die meisten auf hoher Ebene, die sich länger halten konnten, weil sie Dinge weggeschafft hatten, waren Fleissarbeiterinnen.

    Intellektuelle Brillianz (Bsp. Christine Lagarde) oder Charisma (Bsp. Sheryl Sandberg) setzen sich nur sehr vereinzelt durch.

    Von allen genannten Gruppen ist keine Teil der Männer-Führungscliquen.
    Wo das auch gut zu beobachten ist, sind die deutschen Parteien.

  5. Avatar von drafty
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gilt dieses Statement auch für Männer, die via Vitamin B oder Seilschaft (neutral formuliert: Netzwerk) in eine Position gekommen sind? Denn ein Netzwerk ist ja auch ein Schema.
    Nicht in demselben Maße, da die Quote eine auf mathematischer Härte basierende und dann pauschal durchgesetzte Ungerechtigkeit ist, während "Seilschaften", sogar wenn es sie vereinzelt geben mag, kein allgemeines Gesetz unter staatlichem Zwang (wie eben eine Quote) darstellen.
    " To say 'I love you' one must know first how to say the 'I.' "
    Ayn Rand (admired and stolen by drafty)


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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Geschlecht.
    In eine Männer-Führungs-Clique kommen Frauen i.d.R. nicht rein.
    Das ist nicht der Fall für mich. ich komme in solche Cliquen rein. und werde auch als Chefin akzeptiert, meine Anweisungen befolgt und umgesetzt.

    Es fällt mir auch nicht irgendwie schwer oder so, es geschieht ganz natürlich. Wo wirst oder wurdest du denn ausgebremst?




    Frauen in Führungsrollen sind in männerlastigen Firmen fast immer innerhalb ihrer Peergruppe isoliert (und können sich daher oft auch weniger lange und gut halten).
    nein, wieso sollten Frauen isoliert sein?


    Ich vermute, da bist Du in der Buddy-Rolle. Die Rolle kenne ich gut, da komme ich auch immer schnell rein. Das hat aber gar nix mit Führungsclique zu tun.
    doch, ich meine, gerade die Buddy-Mentalität ist es, was es in männlich geprägten Gruppen braucht. Sei korrekt, sei loyal, heul nicht rum - mehr braucht es eigentlich nicht.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  7. Registriert seit
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Einzelne Ausnahmen gibt es immer.
    (War das ÖD? ÖD tickt diesbezüglich schon sehr anders als die Wirtschaft.)
    Nein, war nicht ÖD.
    Die richtig erfolgreichen Führungsfrauen, die ich, sowohl im ÖD als auch in der Wirtschaft erlebt habe, waren Frauen, die Angst verbreitet haben. Das waren interessanterweise die robustesten im Sinne von Sich-oben-halten-können.
    Wow.

    Wenn sie so weit oben war muss sie ja Angst verbreitet haben. Weil nicht sein kann...

    Ansonsten:
    Die meisten auf sehr hoher Ebene waren Alibi-Führungsfrauen, die bald wieder gegangen sind oder wurden. (Bsp.: Dax-Vorstände)
    Das war sie nicht.
    Die meisten auf hoher Ebene, die sich länger halten konnten, weil sie Dinge weggeschafft hatten, waren Fleissarbeiterinnen.

    Ich vermute Fleiß wird auf der Ebene jeder brauchen, aber ihren Erzählungen nach war auch einiges an Biss gegenüber durchaus auch Leuten noch eins höher dabei.

    Wo das auch gut zu beobachten ist, sind die deutschen Parteien.
    Inwiefern das?


  8. Registriert seit
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen

    Es fällt mir auch nicht irgendwie schwer oder so, es geschieht ganz natürlich. Wo wirst oder wurdest du denn ausgebremst?
    Das Ausbremsen gibt es bestimmt. Dann aber vermutlich weniger wegen des biologischen Frauseins, sondern mehr wegen des entsprechenden erlernten Sozialverhaltens.





    doch, ich meine, gerade die Buddy-Mentalität ist es, was es in männlich geprägten Gruppen braucht. Sei korrekt, sei loyal, heul nicht rum - mehr braucht es eigentlich nicht.

    Nicht nur das. Was es dann auch noch braucht, und das ist das was mir wirklich aktiv beigebracht wurde: "Wenn Du was willst (z.B. eine Fortbildung) musst Du es aktiv sagen!"


  9. Registriert seit
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Das Ausbremsen gibt es bestimmt. Dann aber vermutlich weniger wegen des biologischen Frauseins, sondern mehr wegen des entsprechenden erlernten Sozialverhaltens.
    Dass Männer gern einen auf Gockel machen, müssen sie nicht lernen, die können das meist ganz von alleine.

    Frauen können es lernen, wenn sie wollen.





    Nicht nur das. Was es dann auch noch braucht, und das ist das was mir wirklich aktiv beigebracht wurde: "Wenn Du was willst (z.B. eine Fortbildung) musst Du es aktiv sagen!"
    ja, man muss sagen, was man will. Klar, eindeutig, deutsch und deutlich.

    Grosszügigkeit (mal eine Runde spendieren...) und Humor helfen auch.

    Aber das wichtigste scheint mir: nie wehleidig sein. Wer sich durchbeisst, wird respektiert.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  10. Inaktiver User

    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    @Saetien, meine Ausführungen waren doch nicht auf Deine Verwandte bezogen, sondern ein Resumée dessen, was ich in meinem Berufsleben hierzu beobachtet habe.
    Wenn Du eine Zeitlang im Job warst, wirst Du die Wahrscheinlichkeiten besser einschätzen können.

    Beim Schreiben des letzten Satzes fiel mir gerade auf, wie wenig sich hier geändert hat. Die männlichen geschlossenen Führungszirkel sind meinem Gefühl nach in den letzten drei Jahrzehnten nicht weniger geworden. Besser ist hier (nur) geworden, dass die Geschlechterdurchmischung in ehemals rein männerdominierten Branchen zumindest auf den unteren Hierarchie-Ebenen größer geworden ist.

    Zur Frage nach Beispielen aus der Politik: War die ernst gemeint? Für einen längeren Prosaerguss dazu habe ich jetzt keine Zeit, daher nur: Schau mal genauer auf die CDU, da sieht man es m.E. am besten. Die SPD, die ich von innen sehr gut kenne, ist da nicht besser, aber noch sichtbarer dürfte es bei der CDU sein.


    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Das ist nicht der Fall für mich. ich komme in solche Cliquen rein. und werde auch als Chefin akzeptiert, meine Anweisungen befolgt und umgesetzt.

    Es fällt mir auch nicht irgendwie schwer oder so, es geschieht ganz natürlich. Wo wirst oder wurdest du denn ausgebremst?
    Ich denke, wir sprechen hier von zwei verschiedenen Situationen.
    Wo Frauen immer zum Zug kommen ist, wo Arbeit gemacht werden muss, die wenig prestigeträchtig oder spannend ist, sprich, um die nicht konkurriert wird.
    Sobald eine Konkurrenz um eine Position besteht, sieht es ganz anders aus, da wird dann mit harten Bandagen gekämpft und dazu gehört, das eigenen Netz gegen außen abzuschotten.

    Ein Beispiel, das für alle Situationen, ob hohe Führungsebene oder Vereinsvorstand oder Boxclub, passt:
    Da ist eine Gruppe, die aus lauter Gleichgestellten besteht, und ein Chef. In der Gruppe ist nur eine Frau. Es gibt eine langweilige, ungeliebte, nicht lukrative Aufgabe zu verteilen. Meine Einschätzung: In 95% aller Fälle trägt der Chef zuerst der Frau diese Aufgabe an. Bei hypothetischer völliger Gleichheit der Gruppenmitglieder (also auch gleiche Sympathie, gleiches Alter, etc.) läge der Grad bei fast 100%.
    Gut, frau kann sich weigern, oft auch erfolgreich.
    Aber keiner kann mir erzählen, dass dieser zuerst gemachte Unterschied irrelevant sei.

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