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  1. Avatar von drafty
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Galah3 Beitrag anzeigen
    ...
    Die Aussage mancher Frauen, sie würden keine Quotenjobs wollen, erscheint mir oft nicht wirklich glaubwürdig.
    Ist sicher ein wenig, wie auch bei Prüfungen. Vor der Prüfung hofft und betet man, sie möge milde und gnädig ausfallen. Hat man sie dann hinter sich gebracht, möchte man natürlich, daß es den Anschein hat, man hätte etwas wirklich Anspruchsvolles gemeistert.
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  2. Avatar von agathe13
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Vielleicht wäre es auch mal eine Überlegung wert, dass andere Frauen sich einfach nicht in irgendwelche Schubladen pressen lassen und einfach das sind, was sie sein wollen und nicht was man ihnen von feministischer Seite unterstellt, sein zu sollen.
    Das hatten wir ja schon weiter vorne, schade, dass du es ignorierst.
    Mir für mein Teil ist es herzlich egal, wenn eine Frau ihr Kind bis zum Eintritt in den Kindergarten stillen will und dann bis zum Abschluss seines Studiums Vollzeitmutter sein möchte (ja, das ist überspitzt).
    In entsprechenden Diskussionen darüber werde ich allerdings darauf hinweisen, dass das finanziell sehr bös nach hinten losgehen kann für sie.
    Problematisch wird es dann, wenn mit der "Natur" der Frau argumentiert wird, so wie du es ja auch gerne tust, damit suggerierend, andere Verhaltensweisen als die, die du richtig findest, wären irgendwie "wider die Natur" oder "Gleichmacherei".

    (Die Frage ist doch nicht, was ist naturgegeben, sondern inwiefern sollten mögliche naturgegebene Unterschiede eine Rolle für das Zusammenleben spielen. Augen-, Haut- und Haarfarben, die Blutgruppe etc. sind auch naturgegeben, nur da leitet (fast) keiner mehr ab, dass es Auswirkungen auf das Zusammenleben haben sollte, wie jemand da ausgestattet ist.)

    Ich bin so empanzipiert, dass mir weder ein Mann und auch keine Frau in irgendeiner Form zu sagen hat, wie ich zu sein habe und was ich zu denken habe,
    Und warum erbost es dich dann so, wenn jemand z.B. auf mögliche finanzielle Nachteile langer Teilzeitarbeit hinweist?

    Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass Feminstinnen die eigentichen Frauenhasserinnen sind, da sie Frauen nicht so nehmen wie sie sind, wie sie sein wollen, sondern ihnen unterstellen, nicht selbst denken zu können und für sich Entscheidungen zu treffen in unseren modernen Zeiten.
    Nunja, es existieren natürlich sehr wohl Menschen, Männer wie Frauen, die uninformiert sind und unklug handeln. Aber wie gesagt: ich drücke gewiss niemandem ungefragt meine Meinung auf.

    Im Übrigen war es früher das katholische Arbeitermädchen vom Lande, die bildungsbenachteiligt waren.
    Heute ist es der muslimische städtische Migrantensohn.
    Auch die Schulstruktur ist auf Mädchen ausgerichtet, so dass Jungs viel häufiger schlechtere Abschlüsse und viel häufiger gar keinen Abschluss machen.
    Dann hoffe ich mal, du arbeitest als Grundschullehrerin entsprechend dagegen an. Wie denn eigentlich?


  3. Registriert seit
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Galah3 Beitrag anzeigen

    Wenn männlicher und weiblicher Bewerber gleich gut sind, und die Frau die Stelle qua Quote erhält, mag vielleicht am Anfang getuschelt werden, aber sehr schnell geht es nur noch darum, ob sie gut ist oder nicht.
    Und? Die Frau selbst weiß es doch.
    Mich würde es interessieren, wie ich an den Job gekommen bin, egal wieviel andere reden.


    Ganz konkret fällt mir auch ein Beispiel ein (Professorin), die Dame hat den Job schon ein Jahrzehnt, Männerdomäne, sie ist in ihrem Bereich auch sehr erfolgreich, noch dazu beliebt bei den Studenten, fast jeder der sie kennt, attestiert ihr hohe Kompetenz und hält sie für einen Glücksfall für die Uni - aber immer mit dem Zusatz "naja, es ist ja seht gut dass wir sie haben, aber bekommen hat sie den Job schon weil sie eine Frau ist."



    Diese merkwürdige Eitelkeit, auf Vorteile verzichten zu wollen, hat sich meiner Beobachtung nach noch keiner wirklich geleistet, wenn er vor die Situation gestellt war. Das wird allenfalls hypothetisch geäußert.
    Mag daran liegen dass Du keinen kennst der sich das geleistet hat.


  4. Registriert seit
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Und? Die Frau selbst weiß es doch.
    Mich würde es interessieren, wie ich an den Job gekommen bin, egal wieviel andere reden.
    Mich interessiert nach erfolgter Einstellung kaum noch, warum ich eingestellt wurde. Stattdessen interessiert mich, wie ich mich in den neuen Job einfinde, und nach kurzer Zeit nur noch meine Leistung (und mein Wohlbefinden dort), nicht die Einstellungshistorie.
    Sein (- wie bewähre ich mich, was leiste ich konkret für meinen Arbeitgeber) ist wichtiger als Schein (- aufgrund von welchem Eindruck von mir wurde ich eingestellt?, oder, wie im Nachbarstrang diskutiert: Wie wirkt mein Überstundenverhalten?).

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ganz konkret fällt mir auch ein Beispiel ein (Professorin), die Dame hat den Job schon ein Jahrzehnt, Männerdomäne, sie ist in ihrem Bereich auch sehr erfolgreich, noch dazu beliebt bei den Studenten, fast jeder der sie kennt, attestiert ihr hohe Kompetenz und hält sie für einen Glücksfall für die Uni - aber immer mit dem Zusatz "naja, es ist ja seht gut dass wir sie haben, aber bekommen hat sie den Job schon weil sie eine Frau ist."
    Durch Zitieren dieses Beispiels machst Du Dich m.E. fast schon zur Komplizin, mind. zur Mitläuferin.
    Da die Frau, wie Du schreibst, sehr gut ist, ist die Quotenäußerung ein Ausdruck von Missgunst und Neid (vielleicht von Schlechteren oder von nicht zum Zuge Gekommenen).
    Schon aus Solidarität würde ich mich an solchem Klatsch nicht beteiligen.

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Mag daran liegen dass Du keinen kennst der sich das geleistet hat.
    Ja, so blöd ist ja auch kaum einer.
    The sky is always blue above the clouds.


  5. Registriert seit
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Galah3 Beitrag anzeigen


    Durch Zitieren dieses Beispiels machst Du Dich m.E. fast schon zur Komplizin, mind. zur Mitläuferin.
    Da die Frau, wie Du schreibst, sehr gut ist, ist die Quotenäußerung ein Ausdruck von Missgunst und Neid (vielleicht von Schlechteren oder von nicht zum Zuge Gekommenen).
    Schon aus Solidarität würde ich mich an solchem Klatsch nicht beteiligen.
    Oho, es wird immer besser, jetzt darf man bestimmte Beispiele nicht einmal mehr nennen, wenn man sich nicht selbst in Misskredit bringen will!

    Wenn ich Dir also nicht zustimme, dass es schon kurz nach der Einstellung egal ist, warum man eingestellt wurde, darf ich meinen Eindruck nicht belegen, denn tue ich das, "mache ich mich zur Komplizin".



    Ja, so blöd ist ja auch kaum einer.

    Wenn das Blödheit ist, hoffe ich , ich werde immer den Anstand haben, so blöd zu sein.

    Ich befürchte allerdings, dass ich so anständig leider auch nicht bin - ich bedaure das.

  6. AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Und? Die Frau selbst weiß es doch.
    Mich würde es interessieren, wie ich an den Job gekommen bin, egal wieviel andere reden.
    Wenn wir hier eh schon mythen auseinandernehmen (er steht für m/w/d, firma für werk, büro, uni etc.):
    Die leistung eines bewerbers/ beförderten sind in den meisten fällen nicht der wichtigeste grund.
    Wichtiger sind ganz andere faktoren. Passt er ins firmenprofil, kann er eine ganz bestimmte stelle gut ausfüllen, wird er gemocht, kennt 'man' sich aus einem netzwerk, nützt er der karriere anderer, kann man mit ihm glänzen, quoten erfüllen, sich selber den rücken freihalten, eine strategie wirksam umsetzen ...

    Ich habe überwiegend bei frauen beobachtet, dass sie meinen, es käme allein auf sie selber an bei der 'karriere'.
    Dabei gibt es unendlich viele andere gründe, die selber gar nicht beeinflusst werden können.

    Dewegen wäre es mir völlig egal, ob ich als quotenfrau gehandelt würde.
    nichts ist wie es scheint


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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Manchmal werden Menschen mit Behinderung bevorzugt eingestellt.

    Kann mir vorstellen, dass man einen Wunsch haben kann, zu beweisen, dass man eine gute Besetzung ist und sich deswegen so richtig ins Zeug legt.

  8. Avatar von drafty
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von daggy5gram Beitrag anzeigen
    ...
    Ich habe überwiegend bei frauen beobachtet, dass sie meinen, es käme allein auf sie selber an bei der 'karriere'.
    Dabei gibt es unendlich viele andere gründe, die selber gar nicht beeinflusst werden können.

    Dewegen wäre es mir völlig egal, ob ich als quotenfrau gehandelt würde.
    Alles relativ. Es kommt so gut wie nie NUR auf einen selber an, aber auch so gut wie nie GAR NICHT auf einen selber. Wer glaubt, auf sich selber schon keinerlei Einfluß zu haben, der kann doch nicht ernsthaft erwarten, daß er in einem Unternehmen zur Führungskraft emporgehoben wird.
    " To say 'I love you' one must know first how to say the 'I.' "
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  9. Registriert seit
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Und? Die Frau selbst weiß es doch.
    Mich würde es interessieren, wie ich an den Job gekommen bin, egal wieviel andere reden.
    nein. Wenn ich eine Chance kriege, die unter anderem im Glück begründet ist, dass ich grad dem Zeitgeist entspreche und ein zufälliges, nicht veränderbares Merkmal besitze, das mir hilft, andere zu überflügeln - dann nutze ich diese Chance. (es passiert ja auch oft genug, dass ich aus ebenso unveränderbaren Gründen etwas NICHT tun kann...)

    Würde ich auch machen, wenn es nicht "Frauenquote" wäre, das mir den Job verschafft, sondern "Nichte des Generaldirektors" oder "war beste Schulfreundin der CEO" oder sonst was.


    und hält sie für einen Glücksfall für die Uni - aber immer mit dem Zusatz "naja, es ist ja seht gut dass wir sie haben, aber bekommen hat sie den Job schon weil sie eine Frau ist."
    ja, dann ist es halt so. "Glücksfall für die Uni" würde ich da höher bewerten als "hat den Job bekommen wegen Frauenquote".

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  10. Registriert seit
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Wenn ich Dir also nicht zustimme, dass es schon kurz nach der Einstellung egal ist, warum man eingestellt wurde, darf ich meinen Eindruck nicht belegen, denn tue ich das, "mache ich mich zur Komplizin".
    ich denke, dass die Stelleninhaberin durch das eigene Denken sehr dazu beiträgt, ob und wie es wahrgenommen wird.

    Wenn jemand gar nicht qualifiziert wäre für einen Posten - käme die Person ja auch trotz Quote nicht rein. Die Quote ist da der letzte Schubser, der übers letzte Hindernis hilft, dass man vo nden letzten drei oder fünf Bewerber/innen halt jene ist, die den Zuschlag kriegt, obwohl die andern (Männer) auch gut qualifiziert sind.


    Wenn das Blödheit ist, hoffe ich , ich werde immer den Anstand haben, so blöd zu sein.
    Es gibt durchaus Bereiche, wo ich auf Vorteile verzichte, die mir zustehen - und ja, ich wurde auch schon "blöd" genannt deswegen (wo ich nicht widersprach, dann bin ich halt blöd, ich trag die Folgen davon ja selbst) - aber den Zuschlag zu einem Job in einem kapitalistischen Umfeld, da habe ich keine Skrupel.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

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