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  1. Avatar von agathe13
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von drafty Beitrag anzeigen
    Sag das nicht! Manchmal habe ich schon das Gefühl, mir wird so eine Art Verräterschaft am Feminismus vorgeworfen, nur weil ich mich in die heilige Front gegen alles Männliche einordne.
    Ich weiß nicht, wen du mit "Front gegen alles Männliche" meinst, ich jedenfalls bin nicht Teil einer solchen Front und lese auch hier nichts dergleichen. Das Problem sind nicht Männer, sondern Strukturen, Vorstellungen, Verhaltensweisen etc., die darauf abzielen, Frauen wie Männer (!) gemäß Geschlechterstereotypen auf bestimmte Dinge festzunageln und in Bezug auf andere Dinge einzuschränken.

    Ich bin aber der Meinung, daß wir heute gesellschaftlich in einer Situation sind, wo diese Probleme nicht mehr allumfassend gruppenbezogen, im großen Kampf gegen einen klar definierten Gegner gelöst werden können, sondern wir sollten dazu kommen, mehr und mehr das Individuelle zu sehen.
    Es gibt keinen klar definierten Gegner, siehe oben - der "Gegner" ist überall, auch in unseren Köpfen. Aber eben nicht nur dort.
    Es ist weder ein rein individuelles noch ein rein gesellschaftliches Problem, sondern ein wüstes Konglomerat.


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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen

    Männer, die urplötzlich nach der Geburt eines Kinders nicht mehr als 2 Monate Elternzeit machen können oder Teilzeit, die werden aber verteidigt. Die bekommen Verständnis, mehr als ein schnöder SEitenspringer.
    Zeig mir mal einen Beitrag wo das verteidigt wird.

  3. Avatar von agathe13
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Zeig mir mal einen Beitrag wo das verteidigt wird.
    Es freut mich, wenn du zu meinen letzten Beiträgen sonst keine Einwände hast. ;-)
    Einen solchen Beitrag verlinke ich dir, wenn ich mal wieder auf so etwas stoße, recherchieren werde ich jetzt nicht danach.
    Wenn du mir nicht glaubst, kann ich auch damit leben.

  4. Avatar von 2believe
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, wen du mit "Front gegen alles Männliche" meinst, ich jedenfalls bin nicht Teil einer solchen Front und lese auch hier nichts dergleichen. Das Problem sind nicht Männer, sondern Strukturen, Vorstellungen, Verhaltensweisen etc., die darauf abzielen, Frauen wie Männer (!) gemäß Geschlechterstereotypen auf bestimmte Dinge festzunageln und in Bezug auf andere Dinge einzuschränken.



    Es gibt keinen klar definierten Gegner, siehe oben - der "Gegner" ist überall, auch in unseren Köpfen. Aber eben nicht nur dort.
    Es ist weder ein rein individuelles noch ein rein gesellschaftliches Problem, sondern ein wüstes Konglomerat.
    Genau das!!!

    Die Dinge bedingen sich gegenseitig. Man kann den Einzelnen nicht isoliert sehen.


  5. Registriert seit
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Es freut mich, wenn du zu meinen letzten Beiträgen sonst keine Einwände hast. ;-)
    .
    Ich muss nicht jeden Einwand den ich habe unbedingt hier aufschreiben.

  6. Avatar von 2believe
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von drafty Beitrag anzeigen
    Ich bin aber der Meinung, daß wir heute gesellschaftlich in einer Situation sind, wo diese Probleme nicht mehr allumfassend gruppenbezogen, im großen Kampf gegen einen klar definierten Gegner gelöst werden können, sondern wir sollten dazu kommen, mehr und mehr das Individuelle zu sehen.
    An der Stelle ist wahrscheinlich das Missverständnis.

    Die Männer sind für mich nicht die klar definierten Gegner. Allenfalls bestimmte Männer. Eigentlich gibt es auch gar keinen Gegner.

    Es geht vielmehr darum zu lernen die Mechanismen und Vorurteile zu verstehen, damit jede einzelne in der Lage ist möglichst freie Entscheidungen zu treffen.

    Vieles an der Diskussion (nicht nur hier) ist Ideologisch. Es wird z. B. darum gestritten, wieviel Natur in der Frau ist, sich natürlicherweise mehr auf die Kinder zu fokussieren als Männer. Es wird sich darüber gewundert warum manche Frauen sich so viel gefallen lassen und beim Mann bleiben, wenn er nicht 50% Erziehungsarbeit macht. Es wird sich über die ach so Schwachen gewundert, die nicht mal Tacheles reden und stark genug sind an mehreren Fronten zu kämpfen.

    Auf der anderen Seite kenne und lese ich (z.b. hier) viele starke Frauen, die Durchsetzungstark sind und einen klaren Kopf haben und die komplette Erreichung der Emanzipation reklamieren.

    Da passt doch schon mal nicht zusammen 😉.

    Sind die anderen nun unfähig und unwillig?

    Ich denke, dass ein Teil der Frauen noch immer nicht ihr volles Potential kennen, ich denke, dass wir als Gesellschaft immer noch im Prozess sind.

    Jede Frau muss zwar individuell ihren Weg gehen, ist dabei aber niemals völlig losgelöst von ihrem Umfeld. Und genau das können wir doch beobachten.


  7. Registriert seit
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Ich wüsste gern wie denn hier von einigen "starke Frau" charakterisiert wird.

  8. Avatar von 2believe
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Ich wüsste gern wie denn hier von einigen "starke Frau" charakterisiert wird.
    Meine Definition:
    Letztendlich so wie ich starke Menschen generell Charakterisiere.
    Menschen, die sich ihrer Stärken und Schwächen voll bewusst sind und bereit sind Verantwortung zu übernehmen.

    Weiter: Menschen, die sich ihren Wünschen voll bewusst sind und bereit sind ohne Angst dafür einzutreten.

    Wenn man es auf die Spitze treibt: Menschen ohne Angst irgendetwas zu verlieren.

    Aber dennoch Verantwortung dafür übernimmt.

    Aber man wird nur zum Teil so geboren. Da Kinder extrem beeinflussbar sind, ist es schon mal so eine Sache sich seiner Stärken und Schwächen voll bewusst zu sein. Und wenn es da schon hapert dann wundern mich so einige Dinge nicht.
    Geändert von 2believe (13.11.2019 um 22:54 Uhr)


  9. Registriert seit
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Für mich bedeutet "stark sein", unabhängig vom Geschlecht, herauszufinden, was der eigene Weg ist, der kann auch gern beim Gehen entstehen und mehrfachen Korrekturen unterliegen, Entscheidungen zu treffen, die für sich und die eigene Entwicklung als richtig und gut erachtet werden und daher auch vertreten werden können, wenn es ordentlich Gegenwind gibt.

    Um beim Beispiel mit der Friseurin und dem Techniker zu bleiben :

    Eine Friseurin, die ihren Beruf liebt, gut darin ist, kann z. B. ihren Meister machen.
    Dann sind nicht nur höhere Verdienstmöglichkeiten drin, sondern auch andere Berufswege (Selbstständigkeit, Ausbildung von Azubis in Berufsschulen oder an sog. Akademien).
    Sie wird vermutlich immer weniger als der Techniker verdienen. Aber vermutlich deutlich mehr als die 700 Euro.

    Zudem hat sie den Vorteil, die Ausbildung früh gemacht zu haben, sie kann bis zum ersten Kind (mit etwa 30) etliche Jahre Berufserfahrung sammeln.

    Der besser verdienende Techniker könnte ihr, quasi als "Vergütung" einer zeitweiligen Berufspause wegen Kindererziehung die Meisterschule zahlen. Die gibt es übrigens in Vollzeit und Teilzeitform, so dass sogar die Absprache "An den Tagen x und y bin ich so pünktlich zu Hause, dass ich dir die Kinder abnehme. Und am Wochenende hast du Ruhe zum Lernen." ob er die Kids dann selbst betreut oder eine gute stundenweise Betreuung organisiert, wenn es doch nicht passt (von seiner Seite aus) ist einerlei.

    Das wäre für mich" fair ". Den verschiedenen Einkünften und der Situation Rechnung getragen, aber ihre Bedürfnisse berücksichtigt.

    Wer hingegen beim ersten Kind feststellt, er geht in der Hausfrauenrolle bzw als Vollzeitmutter voll auf sollte sich der Risiken bewusst sein, da ist mit dem Ehemann /Partner eine passende Absicherung zu klären, aber sollte auch den Mumm haben zu sagen - Ich will das so.

    Und sich nicht hinter dem Ehemann, der ja beruflich unabkömmlich ist, verstecken.

    Man sollte nicht drauf warten, dass jemand Beifall klatscht. Das muss man schon für sich selbst tun.

    Die Frauenriege, die nur arbeitet weil man das halt tut und die Kinder als Notausstieg nutzt, bitte, um die muss man sich nicht sorgen.

    Die Frauen, die gern beides möchten, Familie und Beruf, den sie mögen, gern ausüben und auch ausbauen möchten, die aber zwischen dem Rabenmutter Gezeter links und dem "Ich verdien doch genug, nun bleib doch zu Hause, dann haben wir es alle bequemer" Gejammer des Ehemannes rechts und den eigenen Wünschen hin und her gerissen sind, denen sollte man als Zuschauerin beispringen und sie unterstützen.

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