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  1. Inaktiver User

    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei welchen Frauenrechten sind wir denn im Alltag, also nicht nur auf dem Papier, so furchtbar viel besser gestellt, als die Frauen aus partiarchalisch(er)en Ländern?
    Partnerwahl.
    Die Freiheit, mehrere Partner unterschiedlichen Geschlechts hintereinander und sogar gleichzeitig zu haben.
    Im schlimmsten Fall wirst Du dumm angeschaut dafür, aber strafrechtlich passiert Dir nichts.

  2. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zum Weltfrauentag listet Aftenposten heute eine(unvollständige) Chronik der öffentlichen norwegischen Frauendiskriminierung auf.

    1971 wurde erstmals öffentlich die Frage diskutiert, inwieweit intimer Kontakt in der Ehe Pflicht sein darf, 1972 ein entsprechender Paragraph verabschiedet; 1974 wurde erstmals ein Ehemann vor dem Obersten Gericht wegen Vergewaltigung in der Ehe verurteilt.



    Bis in die 60er Jahre sollten Mädchen weniger Mathe und andere Theorie lernen (im Laufe der Schulzeit 432 weniger Schulstunden in den Theoriefächern als Jungen, dafür mehr Handarbeit und Kochen). Erst 1971 kam die erste Programmerklärung über Gleichstellung in der Schule, ab 1974 wurde dies umgesetzt.


    Umgedrehtes Ehegattensplitting bzw. Ehegatten-"Plussing": Frauen verdienten bis 1959 weniger für die gleiche Arbeit. Dazu wurden sie nicht selbst steuerlich veranlagt, sondern auf das Einkommen des Mannnes draufgeschlagen, so dass sie in die höhere Progression kamen. Diese gemeinsame Veranlagung wurde abgeschafft und ab 1961 vereinbarten die Gewerkschaften ein Rahmenabkommen für likelønn=Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Trotzdem ist das noch immer in Norwegen ein Thema, da nicht vollständig erreicht. (Wohingegen das deutsche Splitting noch heute die Frauenerwerbsarbeit behindert...)

    Und erst durch das Gleichberechtigungsgesetz von 1978 wurde es verboten, Stellenanzeigen auf das Geschlecht hin zu begrenzen.



    Alles noch nicht sooo lange her - aber in der heutigen Wirklichkeit scheint es eine Ewigkeit her zu sein. Aber wichtig, sich klarzumachen, sowohl, wie schief die Haltungen noch vor ein paar Jahrzehnten auch im Musterland des Feminismus waren, und wie schnell Änderungen gehen können.
    Geändert von maryquitecontrary (08.03.2016 um 19:03 Uhr)

  3. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Ich war gestern in dem Film Sufragette und auch das hat mich wieder daran erinnert, dass Frauenrecht auch in Europa noch nicht mal auf dem Papier schon lange selbstverständlich sind/waren.

    Und manche Äußerung oder Handlung wäre in manchen Regionen auch heute noch denkbar - sicherlich verboten - aber das hindert nicht jeden daran und nicht jede Frau wehrt sich auch dagegen, auch wenn sie es könnte.


    Am Ende des Film gab es dann eine Zusammenfassung, ab wann es in welchen Ländern das Frauenwahlrecht gab ... es waren für ich Überraschungen dabei, in Frankreich zB erst ab 1944. Die Schweiz folgte bekanntermaßen erst 1971.


    Also auch hier im Westen eine Tradition, die deutlich weniger als 100 Jahr alt ist.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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  4. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Vor vielen Jahren habe ich den Satz gehört "zufriedene Sklaven sind die größten Gegner der Freiheit" auch dass ging mir gestern im Kino und auch sonst häufiger in letzter Zeit durch den Kopf.

    Denn für mein Empfinden sind es in der heutigen Zeit zum großen Teil die Frauen, die sich mit der eigenen Benachteiligung zufrieden geben und nicht aktiv für mehr Freiheit kämpfen und damit den Traditionalisten in die Hände spielen.
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  5. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Vor vielen Jahren habe ich den Satz gehört "zufriedene Sklaven sind die größten Gegner der Freiheit" auch dass ging mir gestern im Kino und auch sonst häufiger in letzter Zeit durch den Kopf.

    Denn für mein Empfinden sind es in der heutigen Zeit zum großen Teil die Frauen, die sich mit der eigenen Benachteiligung zufrieden geben und nicht aktiv für mehr Freiheit kämpfen und damit den Traditionalisten in die Hände spielen.

    Es besteht ja leicht die Tendenz, gesellschaftlich "nahegelegte" Entscheidungen wie zum Beispiel diejenige, bei unzureichender /qualitativ schlechter Kinderbetreuung länger Zuhause zu bleiben, als persönliche Wahl zu sehen und daher auch die damit verbundenen Probleme als private Probleme zu verstehen, mit denen dann im Zweifelsfall jede betroffene Frau sich alleine herumschlägt.


    Daher ist Gleichstellung als Thema wichtig, damit gesellschaftliche Dimensionen deutlich werden.

  6. Avatar von Saphire
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Letzteres erinnert mich gerade an die Herdprämie. Obwohl...wenn es ein Hausfrauengehalt gäbe, würde ich wahrscheinlich meinen Job an den Nagel hängen und meine Feminismusparolen noch mal überdenken. Der Gedanke, ohne was entscheiden zu müssen als zufriedener Sklave einfach zu Hause im Kochtopf zu rühren, hat momentan für mich durchaus Charme. Nee, war nur Spaß...oder zumindest teilweise.

    Saphire

  7. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"

  8. Inaktiver User

    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Wenn es einen Arbeitslohn von mehr als 1000 Euro fürs Hausfrauendasein gäbe wäre ich vermutlich nicht erwerbstätig.

  9. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Ich erinnere mich an den Tag, an dem die Sonne schien Kind 1 war im Kindergarten, Kind 2 schlief, Mann war bei der Arbeit.

    Ich hing die weiße Wäsche auf die Leine. Die Sonne zwitscherten. Ich sh die weißen kleinen Socken und Bodys und dachte: Ist das schön.

    Im nächsten Moment schoß es mir ducrh den Kopf: Sockenschuss. Das soll es gewesen sein?

    Nur zu Hause - nix für Charlie.
    Genieße deine Zeit.
    Denn du lebst nur jetzt & heute.
    Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher, als du denkst.
    Moderatorin in "Schule, Uni, Studium und Ausbildung" "Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?" und...Userin

  10. Avatar von Saphire
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w



    Aber es ist ein schöner Moment, ich sehe es regelrecht vor mir. Man fühlt sich mal kurz wie die tolle Hausfrau/ Mutter aus der Waschmittelwerbung...ist doch schön.

    Saphire

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