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  1. Avatar von Funkelnde
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie sollte hier die Scharia stattfinden? Wir haben Gesetze - jeder der dagegen verstößt macht sich strafbar!
    Die Scharia findet aber statt. Nicht nur in den Parallelgesellschaften, die Druck auf Gemeindemitglieder ausüben, ihre Rechtsangelegenheiten intern regeln zu lassen, sondern auch - ich find´s echt entsetzlich - an deutschen Gerichten:

    Scharia hält Einzug in deutsche Gerichtssäle


    Grundgesetz oder Scharia in Deutschland
    Goldmünzen für die Exfrau


    Beim Aufeinandertreffen verschiedener Rechtssysteme entstehen immer Grauzonen und Gestaltungsspielräume, die manchmal bizarr ausgelegt werden. Mit dem Verweis auf den Koran hat 2007 eine Familienrichterin in Frankfurt einem prügelnden marokkanischen Ehemann ein "Züchtigungsrecht" zugestanden und eine vorzeitige Scheidung von seiner Frau abgelehnt. Das Urteil sorgte bundesweit für Aufregung. Antimuslimische Aktivisten sahen sich in ihrer These von der Islamisierung der deutschen Justiz bestätigt. Die damalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) beeilte sich, schleunigst von einem Einzelfall zu reden.

  2. Avatar von Saphire
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Wenn wir uns also nicht entspannt zurücklehnen, wie gehen wir damit um? Ganz konkret im alltäglichen Zusammenleben?

    saphire

  3. Inaktiver User

    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Funkelnde Beitrag anzeigen
    Die Scharia findet aber statt. Nicht nur in den Parallelgesellschaften, die Druck auf Gemeindemitglieder ausüben, ihre Rechtsangelegenheiten intern regeln zu lassen, sondern auch - ich find´s echt entsetzlich - an deutschen Gerichten:

    Scharia hält Einzug in deutsche Gerichtssäle


    Grundgesetz oder Scharia in Deutschland
    Goldmünzen für die Exfrau


    Beim Aufeinandertreffen verschiedener Rechtssysteme entstehen immer Grauzonen und Gestaltungsspielräume, die manchmal bizarr ausgelegt werden. Mit dem Verweis auf den Koran hat 2007 eine Familienrichterin in Frankfurt einem prügelnden marokkanischen Ehemann ein "Züchtigungsrecht" zugestanden und eine vorzeitige Scheidung von seiner Frau abgelehnt. Das Urteil sorgte bundesweit für Aufregung. Antimuslimische Aktivisten sahen sich in ihrer These von der Islamisierung der deutschen Justiz bestätigt. Die damalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) beeilte sich, schleunigst von einem Einzelfall zu reden.
    Das meinte ich - es sollte nicht sein, aber klar siehe hier.... da werden Richter bedroht etc....

    DA müssen wir aufpassen....die Richterin hätte ich des Amtes enthoben..sowas eben....

    Es darf keine Parallel Gesellschaften geben - DARAN müsse wir arbeiten...

  4. Inaktiver User

    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Saphire Beitrag anzeigen
    @letstalk: Die Aufmerksamkeit lenkt sich automatisch in diese Richtung, weil wir eben jetzt verstärkt mit der Rolle der Frau aus islamisch geprägten Ländern konfrontiert werden. Bisher wurde dieser Rolle hier in D wenig Aufmerksamkeit geschenkt, auch wenn es Parallelgesellschaften gibt. Ist es möglich, unsere Gesellschaft losgelöst von diesen Rollenbildern zu betrachten?
    Ja, ich gebe Dir Recht, dass wir den Einfluss von Parallelgesellschaften ansehen sollten. Ich bin aber der Meinung, dass wir uns erst einmal über unsere Rolle und unser Frauenbild in 'unserer' Gesellschaft zum jetzigen Zeitpunkt klar werden müssten, bevor wir schauen können, welche Einflüsse es geben könnte. Deshalb bin ich auch sofort auf das Stichwort Frauengeschichte angesprungen.

    Alice Schwarzer hat vor kurzem mal in einem Interview gesagt:

    "Aber viele Ihrer Generation fangen trotzdem wieder da an, wo wir schon längst waren. Das ist das Tragische. Die beste Waffe gegen den Feminismus ist seine Geschichtslosigkeit."

    Und daher wäre es schön, wenn wir wüssten, wo unsere Wurzeln als Frauen sind, dass wir gar nicht die Ersten sind, die diesen Gleichberechtigungskampf ausfechten, wenn wir auch in der Geschichte verortet wären. Dann müssten nicht alle immer wieder von vorne anfangen und wir hätten möglicherweise auch mehr Verständnis dafür, wo die muslimischen Frauen gerade stehen und wie wir sie möglicherweise abholen könnten.

  5. Avatar von Binneuhier2009
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sicher... davon gehe ich aus. Ich sehe aber auch, dass wir dabei sind viel zu tolerant zu sein... hier in Bremen besonders, da wird darüber diskutiert ob wir Weihnachten Ostern etc. aus Rücksicht einen anderen Namen geben wollen ...geht's noch? Wieso müssen wir in unserem Land unsere Kultur entschuldigen?
    Das kann ich auch nicht verstehen. Und das macht mir Angst. Angst, dass wir unsere Kultur - zumindest auf lange Sicht - aufgeben, sie verleugnen. Das geht doch gar nicht!


    LG, BNH2009

  6. Inaktiver User

    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Verstehe. Sowas würde mich allerdings auch nerven und vor allem langweilen. Das hat doch alles einen riesenlangen Bart und wird auch bei der trillionsten Wiederholung nicht aufregender.
    NERVIG kann man das ja durchaus finden, aber ich muss ja nun auch nicht gleich die pc-Keule rausholen.

    Wie gesagt ich spagatiere zwischem einem Umfeld das wirklich davon ausgeht dass heute niemand mit durchschnittlicher Intelligenz links der AfD und unter 85 mehr von Negerküssen spricht und einem Umfeld wo die Verwendung dieses Wortes heute noch ganz normal ist - und das letztere Umfeld sind die, die keine Partei mehr finden, die sie vertritt.

  7. Inaktiver User

    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Bei welchen Frauenrechten sind wir denn im Alltag, also nicht nur auf dem Papier, so furchtbar viel besser gestellt, als die Frauen aus partiarchalisch(er)en Ländern? Gewalt in der Ehe/Beziehung? Gibt es in erschreckendem Ausmaß, ist aber außerhalb der theoretischen Diskussion ein Tabuthema. So genannter Ehrenmord? Nennt sich Beziehungstat. Ist es ein Unterschied, ob der Bruder seine Schwester umbringt, weil sie den Traditionen nicht gehorcht, oder der Partner, weil seine Frau ihn verlassen will, obwohl sie doch "ihm gehört"?

    Nach einem Blick hinter die Fassade frage ich mich manchmal, wie die Forderung begründet werden soll, neu Angekommene hätten sich bei der Behandlung von Frauen dem bundesdeutschen Alltag anzupassen? Nahezu all das, was wir den ausländischen Patriarchen vorwerfen gibt es hier auch. Ob das Ausmaß wirklich so viel geringer ist angesichts der Dunkelziffern z. B. bei sexualisierter Gewalt? Ich kann die Frage nicht zweifelsfrei beantworten.

    Sicher ist für mich allerdings, dass wir von Frauen aus anderen Ländern und Kulturkreisen noch eine Menge lernen können. Nämlich dann, wenn es um Frauensolidarität geht. Die erkenne ich hier immer seltener.

  8. Inaktiver User

    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    NERVIG kann man das ja durchaus finden, aber ich muss ja nun auch nicht gleich die pc-Keule rausholen.
    Nee, lieber die Laufschuhe anziehen und aus solchen "Diskussionen" verschwinden. Schade um die Zeit.

  9. Avatar von Saphire
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Also so weit her ist es mit der Frauensolidarität woanders auch nicht. Wie kommst du denn darauf, dass die so bemerkenswert ist? Und was hast du da speziell im Blick?

    Saphire

  10. Avatar von EatDrinkManWoman
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei welchen Frauenrechten sind wir denn im Alltag, also nicht nur auf dem Papier, so furchtbar viel besser gestellt, als die Frauen aus partiarchalisch(er)en Ländern? Gewalt in der Ehe/Beziehung? Gibt es in erschreckendem Ausmaß, ist aber außerhalb der theoretischen Diskussion ein Tabuthema. So genannter Ehrenmord? Nennt sich Beziehungstat. Ist es ein Unterschied, ob der Bruder seine Schwester umbringt, weil sie den Traditionen nicht gehorcht, oder der Partner, weil seine Frau ihn verlassen will, obwohl sie doch "ihm gehört"?
    [...]
    Da muss ich widersprechen! Das verbriefte Recht auf ein selbstbestimmtes Leben existiert hier für jede Frau - und kann real gelebt werden.
    Mein bisheriges Leben hätte ich in einer patriarchalisch geprägten Welt auf jeden Fall nicht so leben können; ich fasse kurz (und wegen der Anonymität ein wenig abgewandelt) zusammen:

    Bis auf wenige Momente hatte ich keinen Ehe- und Kinderwunsch. Dann, mit Ende Zwanzig, bin ich aber doch eine "politisch motivierte Ehe" eingegangen. Will sagen, es ging ausschließlich um die Aufenthaltsgenehmigung für den Mann (übrigens habe ich dafür kein Geld bekommen). Ich war zu der Zeit politisch sehr weit links orientiert. Für mich war das ein reiner Akt der Solidarität.
    Vor und nach dieser "Ehe" gab es innige Beziehungen und Zusammenleben mit Frauen. Nun habe ich seit einigen Jahren eine Liebesbeziehung mit einem Mann. Aber ein Zusammenziehen mit ihm kommt nicht in Frage! Finanziell geht es mir gut, ich lebe selbstbestimmt und frei von jedweder Gewalt durch Männer.

    In welchem patriarchalisch geprägten Land hätte ich dieses selbstbestimmte, frauenuntypische Leben führen können, ohne rechtliche oder soziale Konsequenzen fürchten zu müssen? Höchstens, wenn ich einer dort herrschenden Oberschicht angehören würde - aber ansonsten neverever!


    Und ein "Ehrenmord" ist mit einer Beziehungstat nicht so einfach gleichzusetzen.
    "Der Begriff „Ehrenmord“ versteht sich als die vorsätzliche Tötung eines Menschen, durch die – aus Sicht des Täters – die Ehre des Getöteten, des Täters oder einer dritten Person oder Personengruppe wieder hergestellt werden soll. Dabei handelt es sich um einein archaischen Gesellschaftsordnungen verwurzelte Form der Selbstjustiz, welche im östlichen Mittelmeer in vorislamische Zeit zurückreicht und sich dort nicht auf muslimische Familien beschränkt. Allerdings treten die Ehrenmorde in Deutschland wohl ausschließlich in muslimischen Familien auf."
    http://geb.uni-giessen.de/geb/vollte...08-137-157.pdf
    Beziehungstaten sind zumeist Gewalttaten / Tötungen im Affekt, die wenig mit Widerherstellung irgendeines Ehrbegriffs zu tun haben.


    Ich kann die Sorgen der TE vollkommen verstehen. Und es geht in der Tat nicht nur um islamisch geprägtes Patriarchat, auch Vertreter anderer Kulturen / Religionen, die eine ausgeprägte Männlichkeits-Orientiertheit aufweisen, lassen mich um den Weiterbestand unserer Errungenschaften im Hinblick auf die Rechte von Frauen bangen.
    Geändert von EatDrinkManWoman (08.03.2016 um 16:08 Uhr)

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