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  1. Inaktiver User

    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich meine mehr:

    Am (erweiterten, also auch Nachbarn usw.) Küchentisch meiner Eltern wird ab und an über angeblich typisch männliche/weibliche Eigenheiten geflaxt, nicht böse gemeint, für alle Beteiligten in Ordnung.
    Verstehe. Sowas würde mich allerdings auch nerven und vor allem langweilen. Das hat doch alles einen riesenlangen Bart und wird auch bei der trillionsten Wiederholung nicht aufregender.

    Allerdings muss man gar nicht an Nachbars Küchentisch - mit sowas wird man auch in der Bri zugeschmissen. Hier ist es aber anscheinend oftmals ernst gemeint.

  2. Inaktiver User

    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Ebenso wie die Tatsache, dass bestimmte Kulturen einfach Frauen aus der Geschichtsschreibung ausgeklammert haben - das wurde in meinem Geschichtsunterricht dann so vermittelt, als haben sie keine Rolle gespielt.
    Gibt es denn in unserer Kultur eine nennswerte Geschichtsschreibung, die die Frauengeschichte enthält?

    Mich deucht, unsere Geschichtswissenschaft ist weitestgehend männlich.

  3. Avatar von Saphire
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    In künftiger Geschichtsschreibung wird man zumindest nicht um Frau Merkel herum kommen

    In Jordanien, Syrien, dem Libanon kommt man nach einer Vergewaltigung straffrei davon, wenn man das Opfer danach heiratet und damit seine Ehre wieder herstellt. In Marokko wurde dieser Paragraf abgeschafft, wenn Minderjährige betroffen sind. In Afghanistan zählt eine Vergewaltigung für das Opfer als außerehelicher GV und zieht Bestrafung nach sich. Da besteht m.E. schon Handlungsbedarf, Menschen aus diesen Ländern unser Rechtsverständnis und Menschenbild nahezubringen. Wir empfinden das als absurd, aber das Absurde ist woanders normal. Es geht immer wieder um Die "Ehre". Was ist denn die "Ehre" und warum ist sie so wichtig, dass dem Ehrbegriff alles unterworfen wird? Was bedeutet denn für uns "Ehre"? Meine Ehre beziehe ich daraus, meine Kinder zu (nach unserem Kulturverständnis) anständigen Menschen zu erziehen und von meiner Umgebung geachtet zu sein. Es geht nicht gegen meine Ehre, wenn die Fenster nicht geputzt sind. Meine Ehre leidet auch nicht, wenn meine Nichte einen unpassenden Freund hat. Manche Männer sehen ihre Ehre darin, die Familie ernähren zu können und leiden, wenn es nicht so geht. (siehe sasapis Post) Worin definiert sich eigentlich für uns ein Ehrbegriff?

    saphire

  4. Inaktiver User

    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Saphire Beitrag anzeigen
    In künftiger Geschichtsschreibung wird man zumindest nicht um Frau Merkel herum kommen
    Nein, das sicher nicht. Aber reicht uns das aus, wenn Frau Merkel in die Geschichtsbücher eingeht?

    Leider lenkst Du die Aufmerksamkeit wieder hin zu der Rolle der Frau in islamisch geprägten Gesellschaften. Wie aber sieht es denn in unserer Gesellschaft aus? Ist denn die Gleichberechtigung schon so tief verankert, dass wir uns entspannt zurücklehnen könnten? Oder bewegen wir uns bisher selbst nur auf dünnem Eis und empfinden wir die Einwanderungsbewegung, die ja größtenteils ein anderes Rollenbild mitbringt, auch deswegen als bedrohlich?

  5. Inaktiver User

    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Müssen wir anderen Ländern immer unsere Moral aufzwingen? Das hat schon in Kolonialländern nicht wirklich funktioniert...

    Mir scheint manchmal wir können einfach nicht akzeptieren, dass andere Länder andere Sitten haben....

    Ja manches ist brutal und für uns völlig unvorstellbar aber wir bügeln jedem unsere Art zu leben einfach auf....ganz korrekt das nicht.

    Und nein ich finde vieles nicht in Ordnung, die Scharia z.B. oder die Beschneidung von Frauen und Mädchen in Afrika - aber diese Entwicklung muss langsam vorangehen, mit Aufklärung und Alternativen ....nicht mit Gewalt

  6. Avatar von Binneuhier2009
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Müssen wir anderen Ländern immer unsere Moral aufzwingen? Das hat schon in Kolonialländern nicht wirklich funktioniert...
    Ich möchte das z.B. nicht. Sehe auch gar keine Notwendigkeit dafür. Ich sage da: Leben und leben lassen.

    ABER: Ich möchte auch, dass das für uns genauso gilt. Dass wir uns nicht eine Moral von anderen Ländern überstülpen lassen, die so gar nichts mit uns zu tun hat.


    LG, BNH2009

  7. Avatar von Saphire
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    @dharma09

    Genau das meine ich doch unter anderem: Wenn Scharia, Beschneidung und ähnliches nicht fernen Ländern stattfinden, sondern hier, mischen wir uns dann ein oder lassen wir es dabei?

    @letstalk: Die Aufmerksamkeit lenkt sich automatisch in diese Richtung, weil wir eben jetzt verstärkt mit der Rolle der Frau aus islamisch geprägten Ländern konfrontiert werden. Bisher wurde dieser Rolle hier in D wenig Aufmerksamkeit geschenkt, auch wenn es Parallelgesellschaften gibt. Ist es möglich, unsere Gesellschaft losgelöst von diesen Rollenbildern zu betrachten? Du schreibst immer "wir" und "die", dabei sind sie doch ein Teil Deutschlands und werden es in noch größerem Maße sein. Weiter schreibst du selbst, sie bringen ein anderes Rollenbild mit. Wie ist denn deine Meinung dazu - einfach machen lassen ? Was glaubst du denn, was dieses Rollenbild mit unserer Gesellschaft macht?
    Bitte betrachtet diese Überlegungen nicht sofort wieder unter dem Schlagwort "Islamisierung", mir geht es um Frauenrechte. Hat eine nichtbiodeutsche Frau hier im Land nicht grundsätzlich genau die gleichen Rechte auf Selbstbestimmung wie eine Eingeborene?

    saphire

  8. Inaktiver User

    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Binneuhier2009 Beitrag anzeigen
    Ich möchte das z.B. nicht. Sehe auch gar keine Notwendigkeit dafür. Ich sage da: Leben und leben lassen.

    ABER: Ich möchte auch, dass das für uns genauso gilt. Dass wir uns nicht eine Moral von anderen Ländern überstülpen lassen, die so gar nichts mit uns zu tun hat.
    Sicher... davon gehe ich aus. Ich sehe aber auch, dass wir dabei sind viel zu tolerant zu sein... hier in Bremen besonders, da wird darüber diskutiert ob wir Weihnachten Ostern etc. aus Rücksicht einen anderen Namen geben wollen ...geht's noch? Wieso müssen wir in unserem Land unsere Kultur entschuldigen?

    Streng genommen partizipieren z.B. Moslems von unseren Feiertagen, denn da wird hier nicht gearbeitet, aber an moslemischen Feiertagen wie dem Zuckerfest haben wir nicht frei...

  9. Inaktiver User

    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Wie sollte hier die Scharia stattfinden? Wir haben Gesetze - jeder der dagegen verstößt macht sich strafbar!

    Und tja die Schächtung von Tieren ist bei uns verboten...und dennoch wird sie praktiziert.... DA sind wir doch gefragt das zu unterbinden, wir der Staat. Die Judikative eben.

  10. Avatar von Funkelnde
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie aber sieht es denn in unserer Gesellschaft aus? Ist denn die Gleichberechtigung schon so tief verankert, dass wir uns entspannt zurücklehnen könnten? Oder bewegen wir uns bisher selbst nur auf dünnem Eis und empfinden wir die Einwanderungsbewegung, die ja größtenteils ein anderes Rollenbild mitbringt, auch deswegen als bedrohlich?
    Ich würde sagen, das trifft den Nagel auf den Kopf
    Gleichwertigkeit von Frauen und Männern ist längst noch nicht in der Tiefe angekommen. Vor einigen Jahren habe ich die Generation meiner Tochter (Jahrgang 88) gefeiert als eine, die nicht mit Diskriminierung wegen ihres Geschlechtes konfrontiert ist und sein wird.
    Aber der kulturelle Lack ist irgendwie noch nicht trocken, scheint mir.

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