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  1. Avatar von Sprachlos
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen

    Ich lege es nicht darauf an die nächste Christine Lagarde zu werden, falls das die Frage war. Andererseits glaube ich, dass man es auf so einen Lebenslauf auch nicht wirklich anlegen kann.
    Planen sicher nicht, aber eine so außergewöhnliche Karriere bahnt sich sicher sehr zeitig an und es braucht außergewöhnliche Begabung und Power.

    Finnland: Sozialdemokratin Sanna Marin soll neue Regierungschefin werden - SPIEGEL ONLINE

    Inspirierend ...

    https://www.zeit.de/politik/2019-12/gleichstellung-finnland-sanna-marin-emanzipation-deutschland
    Geändert von Sprachlos (10.12.2019 um 19:19 Uhr)

  2. Avatar von Kikiri
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Ich finde, die Gleichberechtigung ist noch nicht vollständig umgesetzt. Oft merkt man es gar nicht, welche Nebenblasen es gibt.
    Mal sind es Schützenvereine, die Frauen nicht teilnehmen lassen, mal Studentenvereine. Auf dem Dorf noch die Freiwillige Feuerwehr, Sport-, Fussball- oder Sängervereine. Die Arbeitenden sind die normalen Männer; die Politiker, Handwerksmeister, Kaufmänner,... sind Mitglieder und treffen dann am Stammtisch dazu. Da kommt dann das Netzwerk und die Vetternwirtschaft. Meist frauenlos. Die sind eher beim DRK Blutspendedienst oder Kaffeenachmittag involviert (arbeitend).

    Gestern las ich etwas hanseatisches. Es gibt in Bremen das Schaffermahl und die Eiswette. Beides sind absolute Traditionsveranstaltungen und beides waren den Männern vorbehaltene Treffen (Altherrenklubs). Nur Geschlecht, Rang und Namen zählte.

    Das Schaffermahl ist seit 2004 auch einem geringen Anteil von Frauen erlaubt.
    In 2020 ist es erstmals erlaubt gewesen, dass an der Eiswette auch Frauen teilnahmen. Letztes Jahr gab es ziemlichen Unmut und Proteste, weil der Bürgermeister (m) nicht konnte, und seine Stellvertreterin (w) nicht teilnehmen durfte.

    Es handelt sich um die besten Netzwerke aus Seefahrt, Kaufmannschaft und Politik. Auch Wohltätigkeit wird groß geschrieben. Leider sehr männlich dominiert. In diese Netzwerke konnten Frauen jahrzehntelang nicht eingewirkt werden, nur wegen ihres Geschlechts.

    Immerhin hat es jetzt endlich (unglaublich, im Jahr 2020!!!) eine kleine Verbesserung gegeben.
    Am Ende meines Lebens will ich nicht sagen: Allen hat mein Leben gefallen, nur mir nicht!


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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Ich denke, es wird kaum noch frauenlose Freiwillige Feuerwehren geben, denn in vielen Orten ließe sich der Brandschutz sonst kaum aufrecht erhalten. Niedersachsen hat seit etlichen Jahren die Initiative "Frauen an den Brandherd", die Kinder und Jugendfeuerwehr ist in aller Regel mindestens 50/50, und das schon deutlich länger als ein Jahrzehnt.

    Schwierig wird es erfahrungsgemäß immer im jungen Erwachsenenalter, wenn die jungen Frauen feste Partner haben, die nichts damit zu tun haben und das dann nicht so gut finden, weil "da so viele Männer sind".

    Es hilft dann manchmal, eine passive Mitgliedschaft anzubieten und zu warten, bis sich diese Beziehung tot gelaufen hat.

    Anfang Januar wurden auf der Jahreshauptversammlung übrigens gleich 5 Frauen mit dem Rang einer Oberlöschmeisterin für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

    Und fürs DRK kann ich sagen (Da bin ich ja selbst), wir sind überwiegend weiblich. Zumindest im Rettungsdienst.

    Die Verpflegung beim DRK Blutspendedienst wird in den meisten Orten von den Ehefrauen und Partnerinnen der Feuerwehrmitglieder übernommen. Die Feuerwehr selbst arbeitet dabei übrigens auch mit.

    Die Kostenerstattung für die Verpflegung vom DRK kommt dann der jeweiligen Feuerwehr zugute, wird in aller Regel für die Jugendarbeit verwendet.

    Ich finde deinen Beitrag, Kikiriki, etwas klischeehaft.

  4. Avatar von Kikiri
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Hallo Sasapi,

    ich meine nicht die niederen Ränge (also die aktiv arbeitenden) bei der Feuerwehr und beim DRK oder beim Sport- oder Schützenverein.
    Ich meine die eher einflussreichen Ränge. Vorstände, Geschäftsführer oder sonstwie nicht aktiv mitwirkenden. Da findet sich selten eine Frau. Ich kenne hier jedenfalls nirgends eine. Die Bilder in der Zeitung sprechen Bände.

    Und darum geht es mir. Netzwerken und Wirken kann man nicht als Angestellter, sondern als Kaufmann (in der Kaufmannschaft) oder Meister (bei den Stammtischen). Oder beim Schaffermahl und der Eiswette...

    Das ist für mich kein Klischee, sondern die hiesige Realität.
    Turnerinnen, Sängerinnen und Feuerwehrfrauen haben wir hier auch. Auch Rettungssanitäterinnen (aber sehr wenige).

    Wir haben eher aneinander vorbeigeredet.
    Am Ende meines Lebens will ich nicht sagen: Allen hat mein Leben gefallen, nur mir nicht!


  5. Registriert seit
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Die "Geschäftsführer" der Freiwilligen Feuerwehren sind die Ortsbrandmeister, beim DRK die Ortsgruppenleiter.

    Um diese Position zu bekommen muss man etliche Lehrgänge absolvieren, neben dem Beruf, in diversen "Landesschulen", von denen es in jedem Bundesland nur ein paar Einrichtungen gibt.

    Und da liegt der Hund begraben - ich habe in den 30 Jahren zuviele Frauen in diesem Bereich kennengelernt, die sich ausserstande sahen, Haushalt, Kind, Job, Beruf... für einige Wochen von Montag bis Freitag allein zu lassen.

    Das ist schon eine Holschuld.

  6. Avatar von Zwekke
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    ...
    Um diese Position zu bekommen muss man etliche Lehrgänge absolvieren, neben dem Beruf, in diversen "Landesschulen", von denen es in jedem Bundesland nur ein paar Einrichtungen gibt.

    Und da liegt der Hund begraben - ich habe in den 30 Jahren zuviele Frauen in diesem Bereich kennengelernt, die sich ausserstande sahen, Haushalt, Kind, Job, Beruf... für einige Wochen von Montag bis Freitag allein zu lassen.

    Das ist schon eine Holschuld.
    Es ist m. E. eine Bringschuld der Partner, endlich mal genauso viel unbezahlte Arbeit in Haushalt, Erziehung und Pflege zu leisten, wie ihre Frauen, und ihnen den Rücken freizuhalten für zum Beispiel Lehrgänge.

    In Paarhaushalten ohne Kinder verbringen Frauen demnach unter der Woche doppelt so viel Zeit mit Kochen und Haushalt wie ihre männlichen Partner. Bei Paaren, deren jüngstes Kind bis zu sechs Jahre alt ist, würden Frauen sogar dreimal so viel Zeit in diese Tätigkeiten investieren. Quelle Dagegen ist laut Zahlen aus 2017 (aktuellere habe ich erstaunlicherweise nicht finden können) die wöchentliche bezahlte Arbeitszeit von Männern mit 8,4 Stunden nur knapp 20 Prozent höher als die der Frauen. Quelle

    Interessant in diesem Zusammenhang auch die jüngste Oxfam-Studie zur sozialen Ungleichheit weltweit: Frauen und Mädchen in aller Welt leisteten jeden Tag mehr als zwölf Milliarden Stunden unbezahlt Arbeit. Oxfam rechnet vor: Würde man den Frauen für diese Arbeit auch nur den Mindestlohn zahlen, dann entspreche das einem Gegenwert von über elf Billionen US-Dollar pro Jahr. Das sei 24 Mal mehr als der Umsatz der Technologie-Riesen Apple, Google und Facebook zusammen. Quelle

    Frauen und Mädchen seien auch besonders benachteiligt, weil sie oftmals unbezahlte Pflege- und Fürsorgearbeit leisten müssten. Weltweit können laut Oxfam 42 Prozent der Frauen daher keinen Job antreten, während dies nur für sechs Prozent der Männer gelte. Quelle

  7. Avatar von drafty
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Zwekke Beitrag anzeigen
    ...
    Interessant in diesem Zusammenhang auch die jüngste Oxfam-Studie zur sozialen Ungleichheit weltweit:[COLOR="#0000CD"] Frauen und Mädchen in aller Welt leisteten jeden Tag mehr als zwölf Milliarden Stunden unbezahlt Arbeit. Oxfam rechnet vor: Würde man den Frauen für diese Arbeit auch nur den Mindestlohn zahlen, dann entspreche das einem Gegenwert von über elf Billionen US-Dollar pro Jahr...
    Hast du das mal überschlägig nachgerechnet?
    " To say 'I love you' one must know first how to say the 'I.' "
    Ayn Rand (admired and stolen by drafty)

  8. Avatar von Zwekke
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von drafty Beitrag anzeigen
    Hast du das mal überschlägig nachgerechnet?
    Nein.


  9. Registriert seit
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Zitat Zitat von Lizzy1234 Beitrag anzeigen
    Ein gewisser Prozentsatz wird immer unangepasst sein. Damit wird unsere Gesellschaft weiterhin leben müssen und kann sie auch.

    Fragen, egal wie unbequem, Hinweise, egal wie lästig, werden daran selten etwas ändern. Noch nicht mal entsprechend starker Druck wird zu 100 % zum wie auch immer gewünschten Ergebnis führen.
    Hm, das wage ich mal zu bezweifeln. Die Geburtenrate ist bei ca 1,3 Kindern pro Frau, rechnet man die kinderreichen Staatsbürgerinnen mit Migrationshintergrund raus, dürften wir uns Richtung 0,x bewegen. In der Form wird die Gesellschaft rein mathematisch in ein paar Jahrzehnten eine völlig andere sein. Die Demographie haben Feministinnen bzw Frauen, die nur im hier und jetzt leben, überhaupt nicht auf dem Schirm. Der Feminismus dürfte rein demographisch bedingt in den nächsten jahrzehnten als unbedingt zu vermeidendes abschreckendes Beispiel in die Geschichtsbücher eingehen.

    Eine ganze Generation quasi kinderloser Frauen, die sich haben einreden lassen, dass sie frei, modern und selbstbestimmt sind, wenn sie lieber den ganzen Tag für fremde Arbeitgeber einen Gewinn erwirtschaften, statt eine Familie zu gründen, mit einem Mann (der ja wohl eher das wohlergehen seiner gebliebten im sinn hat als ein fremder Arbeitgeber), Kinder zu kriegen und diese selbst zu erziehen und die Gesellschaft damit aufrechtzuerhalten. Eine ganze Generation Frauen, die ihren Wert als Mensch nur darüber definieren, wie viel Geld sie verdienen und wie hoch ihre Position in einem Konzern ist.

    Nun gibt es keine Kinder, die sie später, wenn sie 65+ sind, besuchen kommen und sich um sie kümmern, sie werden völlig einsam sein. Rente wird es auch nicht geben, da die Babyboomer-Generation kaum Kinder bekommen hat, die eine Rente für sie erwirtschaften könnte. Als alte Frauen mit Grundsicherung (wenn es die dann noch gibt) werden sie sich fragen, wozu sie so gelebt haben. Verbittert werden sie sich fragen, wie Männer diese Entwicklung zulassen konnten und nicht eingeschritten sind. Wieder sind die Männer schuld. Nur die 10 Katzen, die sie sich angeschafft haben, können sie noch etwas trösten.

    Dumm gelaufen.
    Geändert von Ace121 (04.02.2020 um 18:20 Uhr)


  10. Registriert seit
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    AW: Feminismus im Umgang mit patriarcharlisch geprägten Zeitgenossen m/w

    Das ist Frauenfeindlicher Quatsch.
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!

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