+ Antworten
Seite 5 von 26 ErsteErste ... 3456715 ... LetzteLetzte
Ergebnis 41 bis 50 von 258

  1. Registriert seit
    03.07.2005
    Beiträge
    33.832

    AW: Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?

    Zitat Zitat von bittersweet0403 Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon hätte ich kein Problem damit, Pfefferspray als Abwehrwaffe gegen einen menschlichen Angreifer zu richten.
    Ich seh da ein paar praktische Probleme.

    Wenn dich einer angreift, ist er wohl schon sehr nah in dem Moment - zB dass er dich umklammert. Kommst du da noch an den Spray ran? Kannst du sicher sein, dass du die Kontrolle über deine Waffe behältst? Kannst du sicherstellen, dass du dich nicht selbst besprayst? Kannst du sicher sein, dass der Spray nicht nach einem Jahr, oder nachdem er Hitzte ausgesetzt war, oder generell in der Handtasche lag, so funktioniert, wie er funktionieren sollte?

    Und wenn du das alles sicherstellen kannst, wenn du diese Kompetenz hast... dann hast du nicht schon genug Kompetenz, um dich ohne Spray, sondern einfach handgreiflich (Knie, Ellenbogen, Zähne...) gegen einen Angreifer zu wehren?

    Angreifer nähern sich ja oft ganz lieb - fragen zB nach einer Zigarette, nach der Uhrzeit, nach dem Weg zu Bahnhof... und sind erst als Angreifer erkennbar, wenn sie schon sehr nahe sind.

    Wer mich angreift muß mit massiver Gegenwehr rechnen.
    ja.


    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  2. Inaktiver User

    AW: Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?

    Und, ganz wichtig, Bluff.

    Natürlich komme ich als unsportliche Frau nicht gegen 5 Männer an, realistisch auch nicht unbedingt gegen einen, und wenn der eine 30 Sekunden nachdenken würde, wüsste er das auch.

    Darum gehts aber nicht.


    Ein Beispiel aus der Tierwelt:

    Wir hatten mal eine kleine dicke Katze.

    Ich habe diese Katze niemals in Rauferein erlebt, die anderen, erheblich größeren Katzen schon.

    Sie war wie gesagt klein und dick, sie hätte bei einem Kampf keine Chance gehabt.


    Und sie hat es ohne Probleme geschafft alle anderen jungen schlanken fitten Katzen mit Kampferfahrung, die bei uns durch Haus und Gärten turnten, einzuschüchtern.

    Sie machten einen Bogen um sie und rannten bei einem kurzen Fauchen davon.
    Alle.

    Reines Auftreten, mehr war das nicht.



    Klar habe ich verloren, wenn der oder die Gegner
    -bereit ist ein paar blaue Flecke in Kauf zu nehmen und
    -sich die 30 Sekunden nimmt um dran zu denken dass ich unterlegen bin

    Wird er aber in ganz vielen Fällen nicht.

    Und für diese Fälle ist selbstsicheres Auftreten gut.


  3. Registriert seit
    15.11.2014
    Beiträge
    5.334

    AW: Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?

    Ich kann nicht beurteilen, wie ich mich einer brenzligen Situation verhalten würde. Sexuelle Belästigung (in der Öffentlichkeit) würde ich sicher entsprechend abwehren bzw. mich deutlich laut bemerkbar machen.

    Habe mal so für mich entschieden, sollte ich wirklich in eine Situation geraten, die in Richtung Vergewaltigung geht, dass ich ganz ruhig sage (hoffentlich gelingt das dann auch in dieser Schock-Situation), dass ich AIDS hätte und er sich gut überlegen soll, ob es nicht besser wäre, die Biege zu machen.

    Von Gegenwehr (zumindest wenn es richtig eng wird) wird ja seitens der Polizei sogar abgeraten, weil der Täter merkt, dass er nicht an sein Ziel kommt und dann vollkommen durchdreht.
    Man lebt nur einmal. Stellt man's richtig an, reicht das auch.

  4. Moderation Avatar von Charlotte03
    Registriert seit
    03.05.2010
    Beiträge
    18.390

    AW: Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?

    Die Schwierigkeit ist.. betreibst du keine Gegenwehr, kannst du dem Gericht nicht nachweisen, dass du es nicht willst.

    Zumindest habe ich das so im Hinterkopf. Weiß da jemand mehr?

  5. Inaktiver User

    AW: Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?

    Zitat Zitat von Charlotte03 Beitrag anzeigen
    Die Schwierigkeit ist.. betreibst du keine Gegenwehr, kannst du dem Gericht nicht nachweisen, dass du es nicht willst.

    Zumindest habe ich das so im Hinterkopf. Weiß da jemand mehr?
    Das wird zwar immer gern so behauptet, ist aber so pauschal Nonsens.

    Du musst ganz sicher nicht nachweisen dass du nicht einverstanden warst wenn dich ein Wildfremder vergewaltigt. Davon geht auch ein Gericht aus!

    Schwieriger wird es in Situationen wo für den Beschuldigten nicht klar erkennbar gewesen sein könnte, dass du das nicht willst, z.B. weil du schon (freiwillig) mit ihm im Bett warst, aber nur schmusen wolltest und nicht mehr. Da wird dann schon nachgefragt ob du das wirklich so deutlich gemacht hast dass es bei ihm eindeutig angekommen sein muss - sonst gilt halt, im Zweifel für den Angeklagten. Da kommt dann auch die Nötigung oder Drohung ins Spiel, wenn das nicht der Fall war wird man dich sicher fragen, wieso du nicht einfach aufgestanden und gegangen bist. Hatte der ein Messer in der Hand ist das wiederum klar wieso du lieber still warst.

    Dass jemand unterstellen würde, ein fremder Täter hätte glauben können dass dir sein Übergriff durchaus willkommen war, das hab ich noch nie gehört.

  6. Moderation Avatar von Charlotte03
    Registriert seit
    03.05.2010
    Beiträge
    18.390

    AW: Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?

    Wahrscheinlich gilt das andere mehr für den Beziehungsbereich, indem ja auch die meisten Sexualdelikte passieren.

  7. Inaktiver User

    AW: Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?

    Zitat Zitat von Charlotte03 Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich gilt das andere mehr für den Beziehungsbereich, indem ja auch die meisten Sexualdelikte passieren.
    Ja, und da ist es ja auch wirklich wahnsinnig schwierig. Das wird auch kein Gesetz der Welt ändern können.

    Ich kann ja auch nur von meinen Erfahrungen berichten: es wurde z.B. ein Freier wegen Vergewaltigung verurteilt, weil er eine Prostituierte anal vergewaltigt hat und die Frau glaubhaft versichert hat sie hätte das nicht gewollt und nein gesagt.


  8. Registriert seit
    21.04.2014
    Beiträge
    11.198

    AW: Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?

    Nein, man muß sich nicht wehren, um später belegen zu können, man habe etwas nicht gewollt.

    Schon gar nicht, wenn Täter und Opfer sich quasi "durch Zufall" begegnen, bei einem Überfall z.B. und sich nicht kennen/kannten.

    Schwierig wird es immer dann, wenn Täter und Opfer zum Tatzeitpunkt in einer Beziehung standen- im Schlafzimmer gibts keine Zeugen, sollte der Angeklagte dann behaupten- na, sie sagt halt immer "Nein, ich will nicht", aber das heißt im Normalfall- los, überrede mich bzw. ist nicht ernst gemeint- da ist es dann sicher für das Opfer von Vorteil, wenn es ärztlich bestätigte Verletzungen gab, die darauf hinweisen, dass dieses Nein sehr wohl ernst gemeint war....

    Und ob man sich bei einem Überfall wehren soll oder nicht- ich habe mal von einem Polizisten gehört, dass es da keinen Königsweg gibt. Es gibt Täter, die von ihrem Vorhaben absehen, wenn sie merken, dass sie es mit einem doch nicht so hilflosen Opfer wie gedacht zu tun haben- aber auch Vergewaltigungsopfer, die sich "tot stellten", woraufhin der Täter von ihnen abließ- so hat ein Mädchen als einziges Opfer eines Serientäters, der später gefasst wurde, überlebt.

    Im Zweifelsfall weiß man aber nicht, mit welcher "Sorte" Täter man es zu tun hat.


  9. Registriert seit
    15.11.2014
    Beiträge
    5.334

    AW: Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?

    Zitat Zitat von Charlotte03 Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich gilt das andere mehr für den Beziehungsbereich, indem ja auch die meisten Sexualdelikte passieren.
    Das glaube ich auch. Aber wie hilfskonstruktion schon geschrieben hat: Wenn keine Täter/Opfer-Beziehung da ist (welche Art auch immer), dann kann man nicht davon ausgehen, dass eine Frau damit einverstanden ist, auf freier Wildbahn ins Gebüsch gezerrt zu werden. Von dieser Situation ging ich zumindest aus.

    Wobei ich selbst nachts noch nie allein unterwegs war, sondern immer in Gemeinschaft und mich vom Taxi nach Hause bringen ließ und den Fahrer bat, doch bitte so lange zu warten, bis ich im Haus war (sie haben es getan ).

    Etwas mulmig wird mir allerdings immer, wenn ich morgens um kurz nach 6 auf meinen Garagenhof muss, um das Auto zu holen. Da denke ich schon oft: Oh hoffentlich steht da jetzt keiner und bin immer sehr aufmerksam und habe seit geraumer Zeit eine Taschenlampe. Ob die jetzt im Fall der Fälle der "Bringer" wäre, wage ich zu bezweifeln, aber so blöd das klingt, aber irgendwie gibt sie mir ein bisschen Sicherheit (es ist zumindest nicht mehr so dunkel).
    Man lebt nur einmal. Stellt man's richtig an, reicht das auch.

  10. Moderation Avatar von Charlotte03
    Registriert seit
    03.05.2010
    Beiträge
    18.390

    AW: Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?

    Ich habe mal gelernt nie um Hilfe rufen, sondern immer "Feuer".

+ Antworten
Seite 5 von 26 ErsteErste ... 3456715 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •