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  1. Avatar von Rowellan
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    AW: Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?

    Gerade Bahnhöfe empfand ich auch schon immer als sehr unangenehm; Nachts wäre ich da nur in ausgesprochenen Notsituationen alleine durchgelaufen.

    Ich bin aufgewachsen mit dem Ruf des Frankfurter Hauptbahnhofes (wer das Bahnhofsviertel da kennt, weiß, was ich meine - schon immer der Frankfurter Prostitutions- und Drogensumpf mit entsprechender Klientel und Kriminalität) und ich werde auch nie vergessen, wie ich am scheinbar so friedlichen Essener Hauptbahnhof am frühen Morgen auf dem Weg zu einer Dienstreise direkt in eine benutzte, blutige Drogenspritze trat. Die Schuhe hab ich am Ende des Tages weggeworfen...

    Blöd angequatscht wurde ich schon am hellichten Vormittag auf der Hauptstraße meines Kaffs und angegrabbelt auf so "harmlosen" Veranstaltungen wie der Frankfurter Buchmesse. In einer Situation hab ich genauso blöd zurückgequatscht im Sinne von "verpiss dich, Alter", in der zweiten war es einfach zu voll, um den Übeltäter zu erkennen.

    Ich werde darum weder die Hauptstraße noch die Buchmesse meiden, in beiden Fällen hab ich mich zwar belästigt, aber nicht gefährdet gefühlt.
    Bahnhöfe bei Nacht dagegen (besonders, wenn das Rotlichtviertel um die Ecke liegt) - nee, nicht wirklich.

    Leider gibt es einen gewissen Prozentsatz Idioten in jeder Menschengruppe, da kann auch noch so viel Aufklärung nichts gegen tun. Als Frau bleiben mir zwei Dinge: Zum einen, so traurig das ist, genau überlegen, wann ich alleine wohin gehe und zum anderen an meinem Selbstbewusstsein und meinen Selbstverteidigungsfähigkeiten arbeiten.
    *lost in the woods*

  2. Inaktiver User

    AW: Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?

    Und noch jemand, passenderweise auch aus Frankfurt, der nicht mit dem Märchen vom allzeit sicheren Deutschland kommt.

  3. Avatar von FrauE
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    AW: Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?

    Zitat Zitat von bittersweet0403 Beitrag anzeigen
    Wann wird man denn kontrolliert? Habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt.
    Abgesehen davon hätte ich kein Problem damit, Pfefferspray als Abwehrwaffe gegen einen menschlichen Angreifer zu richten. Er hat diese Aktion mit seinem Verhalten selbst verschuldet. Da wäre mir die Gesetzeslage egal, denn es geht um meine Sicherheit. Wer mich angreift muß mit massiver Gegenwehr rechnen.

    Ich hätte auch kein Problem der Polizei zu erklären, dass ich das Pfefferspray zum Schutz vor Hunden bei mir tragen würde. Die müssen dann erst einmal das Gegenteil beweisen.
    Das wird als Info gerade überall raus gehauen, es scheint eine Angst zu grassieren, dass zuviel Pfefferspray eingesetzt wird bzw. wollen die Experten wohl darauf hinweisen, dass das gar nicht so ohne ist.

    Mein Sohn hat immer ein Spray dabei und der wird auf Grund seines etwas auffälligen Äußeren sehr oft von der Polizei kontrolliert und von kleinen Scheißern, die meinen, mit so einem Großen muss man sich mal angelegt haben um als Mordswurst zu gelten schräg angemacht (Also nicht nur die armen südländisch aussehenden Männer - auch die blonden mit blauen Augen trifft es, wenn sie irgendwie anders rumlaufen als der Rest...)

    Er muss den Polizisten immer glaubhaft versichern, dass er das nur zur Hundeabwehr dabei hat. Ich finde es zum Kotzen, dass man lügen muss, aber wenn die oberen Entscheider das so wollen, dann ist das halt so. Frauen trifft so eine Taschenkontrolle aber wahrscheinlich wirklich nicht, da haben wir wohl wieder einen kleinen Vorteil...
    Halts Maul - ich bin voll nett !

  4. Inaktiver User

    AW: Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?

    Bin ich hier die Einzige die noch ohne Pfefferspray rumläuft weil ich das wirklich brandgefährlich finde?

  5. Inaktiver User

    AW: Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?

    Nein, bist Du nicht. Ich habe auch kein Pfefferspray.

    Aber nicht, weil ich es gefährlich finde, eines zu haben, sondern weil ich es nicht gefährlich finde, keines zu haben.

  6. Inaktiver User

    AW: Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?

    Und ich gestehe hier mal, dass ich mich durch die furchtbaren Ereignisse in Köln keineswegs plötzlich nicht mehr sicher fühle.
    Würde ich jedesmal, wenn in Deutschland/der Welt was Schreckliches passiert, mich nicht mehr sicher fühlen, könnte ich mich gleich einschließen.
    Alles in allem finde ich die derzeitigen Reaktionen hysterisch und kein bisschen dazu angetan, die vielen Probleme zu lösen, die wir haben.

  7. Inaktiver User

    AW: Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?

    schorle, Danke, danke , danke!

  8. Avatar von FrauE
    Registriert seit
    22.01.2009
    Beiträge
    12.418

    AW: Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bin ich hier die Einzige die noch ohne Pfefferspray rumläuft weil ich das wirklich brandgefährlich finde?
    Ich habe auch keins, renne aber Nachts auch nicht mehr draußen rum muss ich sagen. Abtun als Hysterie finde ich aber eine merkwürdige Ansicht.

    Ich kann die um sich greifend Angst sehr gut verstehen.
    Halts Maul - ich bin voll nett !

  9. Inaktiver User

    AW: Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?

    Ich gehe dieses Jahr gezielt zu Fastnacht (was ich die letzten Jahre aus Zeitmangel gelassen habe), gerade WEGEN der Übergriffe.


    Und ich bin wie Rowellan mit dem alten Frankfurter Hauptbahnhof aufgewachsen, wohl deswegen denke ich so an Hysterie.


  10. Registriert seit
    03.07.2005
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    33.834

    AW: Umgang mit sexuellen Übergriffen, wie verhindern?

    Zitat Zitat von fritzi72 Beitrag anzeigen
    Wendest Du die Selbdtverteidigungstechniken mit einem Messer am Hals oder einer Pistole am Kopf wirklich an?
    Klar. Dann bietet sich die Selbstverteidigungstechnik "beschwichtigen und verhandeln" an - vielleicht hat man ja was, das man dem Bedroher ohne grössere Probleme geben kann, Geld zum Beispiel? und wartet auf eine gute Gelegenheit, um wegzukommen.

    Wer allerdings mit Messer und Pistole rumläuft, ist bereit zu töten, oder zumindest bereit, Tote in Kauf zu nehmen, das ist dann schon sehr extrem. Vor allem Messer sind übel.



    Ich denke auch, dass Frauen wehrhaft sein sollen.
    Aber dass sie sich gegen alles zu Wehr setzen können, ist eine Illusion (gilt für Männer gleichermassen). Und wenn man diese Illusion befeuert, ist es leider nur noch ein kleiner Schritt dazu, dass die Frau selbst schuld ist, sie hätte sich besser wehren sollen.
    Zwischen "Frauen/Menschen sind total wehrlos" und "Frauen/Menschen sind Superheld/innen, die alles können" gäbe es noch das realistische Einschätzen von Situationen, realistische Handlungsweisen, Kenntnisse über Psychologie... die man mal öffentlich und ausgiebig diskutieren kann, in Form von fundierten Empfehlungen verteilen kann, generell unter die Leute bringen kann.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

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