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  1. Registriert seit
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    Frauenrolle heute

    Hallo ihr lieben,

    immer wieder lese ich hier wie frauen (die nicht weniger arbeiten als die männer) trotzdem alles oder den grossteil rund um haushalt und kinder machen.

    Mit dem neuen scheidungsrecht muss frau ja beruflich schauen dran zu bleiben, also ist ja vermutlich schon die entscheidung zu tz ein risiko.

    Ist das mit dem haushalt einfach noch in den köpfen verankert von früher? Mein mann war ja vor mir auch zb nie lebensmittel kaufen oder so etwas. (man notiere: hat sich geändert. )

    Warum das jetzt in meinem kopf rumgeht? Unser lehrling in der firma plant eher früher als später vater zu werden. Seine freundin soll dann von ihrem gespartem leben und dann wieder arbeiten und sich selbst finanzieren + hh und kinder. Mein kollege will keine kinder, weil er seine freundin nicht mitfinanzieren möchte. Denn sie sollte schon zu hause bei den kids sein. Zu ihr sagt er noch nicht.

    Sind wir frauen hier am ende der emanzipation angelangt?

  2. Inaktiver User

    AW: Frauenrolle heute

    Zitat Zitat von schnitte_85 Beitrag anzeigen
    Ist das mit dem haushalt einfach noch in den köpfen verankert von früher? Mein mann war ja vor mir auch zb nie lebensmittel kaufen oder so etwas. (man notiere: hat sich geändert. )
    Hat er vor Dir nichts gegessen?


  3. Registriert seit
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    AW: Frauenrolle heute

    Sicher. Mama, oma oder der aktuellen freundin. Ich hab soooo :-o geguckt!

  4. Avatar von Doro8
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    AW: Frauenrolle heute

    Mein Mann hatte einen ausgeprägteren Kinderwunsch als ich. Wir haben zwei Kinder, 4 und 7. Mittlerweile arbeiten wir beide wieder Vollzeit. Das geht aber nur, weil er wirklich die Hälfte an allen Pflichten übernimmt, angefangen von Haushalt über einen Tag Home-Office, Kinder betreuen wenn sie krank sind und und und. Und wir haben noch meine Eltern im Rücken. Wahrscheinlich paradiesische Zustände für mich. Sein "Lohn" besteht darin, dass er für die Kinder eine ebenso starke Bezugsperson ist wie ich und später wahrscheinlich nicht sagen wird: ich hab die Entwicklung meiner Kinder irgendwie verpasst.

    Interessanter Strang jedenfalls!

  5. Avatar von Kaktus
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    AW: Frauenrolle heute

    Meine Erfahrung ist, dass es sehr auf Region und Bekanntenkreis ankommt.

    Ich kenne keine einzige Hausfrau in meinem Alter, die wegen der Kinder (länger als ein Jahr) zu Hause geblieben ist oder Stunden reduziert hat. Schon in der Schule (Berlin) haben fast alle Eltern meiner Klassenkameraden immer voll gearbeitet.

    Mein Mann und ich haben das auch vor der Ehe ganz klipp und klar geklärt: Ich will nicht zu Hause bleiben und er will das ebenfalls nicht. Mir ist es wichtig, finanziell unabhängig zu sein, mich beruflich weiterzuentwickeln und auch bei Rente etc. keine Abstriche zu machen. Es fühlt sich in diesem Moment besser an und wer weiß, ob diese Ehe überhaupt hält (auch wenn wir heute natürlich frisch verheiratet davon überzeugt sind und das Beste hoffen).
    Bisher funktioniert es (noch ohne Kind) seit 10 Beziehungsjahren sehr gut: Haushalt wird 50/50 aufgeteilt, wobei er sogar ein bisschen mehr macht, weil ich häufig länger arbeite. Bei meinen Eltern war das vor 25-30 Jahren genauso: Beide waren arbeiten bzw. studieren, beide haben sich um Kind und Haushalt gekümmert. Ein Einernährer-Modell wäre bei ihnen nicht in Frage gekommen, weil meine Mutter schon immer Karriere machen wollte und sich mit zarten 19 das Recht auf Studieren und Arbeiten in den Ehevertrag hat eintragen lassen (im Herkunftsland absolut unüblich, aber sehr notwendig). Mein Vater war von zu Hause aber auch nichts anderes gewöhnt: Seine Mutter war Schuldirektorin (in den 50-80er Jahren) und hat immer voll gearbeitet, trotz 9 Kindern! Nach jedem Kind gab es 2 Monate Pause, dann ging es direkt weiter.
    Die Mutter meines Mannes war alleinerziehend und hat ebenfalls immer voll gearbeitet. Und auch seine Oma, obwohl nicht alleinerziehend und in den 50 & 60er Jahren in Deutschland, ebenfalls - schon damals als Ärztin.

    Sollte jemand in meinem Bekannten- oder Familienkreis mit ähnlichen Aussagen wie Deine Kollegen ankommen, würde er vermutlich sehr schiefe Blicke und vermutlich den ein oder anderen Spruch ernten.

    Wie gesagt, ich glaube, das wird regional geprägt und ist nicht zuletzt abhängig von der eigenen Familiengeschichte. Nichtsdestotrotz gibt es auch noch viel zu tun: Ein Grund, warum es meinem Mann und mir vor einer Rückkehr nach Deutschland graut und wir das immer weiter hinausschieben, ist die grauenhafte Kinderbetreuung.


  6. Registriert seit
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    AW: Frauenrolle heute

    Kaktus, seid ihr beide in d aufgewachsen?

    Ich komme ja aus ö und hier (ländlich) gibt es nur vormittagsbetreuung. Ganztags zu oma ist bei uns nicht machbar.

  7. Inaktiver User

    AW: Frauenrolle heute

    Zitat Zitat von schnitte_85 Beitrag anzeigen
    Ich komme ja aus ö und hier (ländlich) gibt es nur vormittagsbetreuung. Ganztags zu oma ist bei uns nicht machbar.
    Ist denn in Ö auch das Scheidungsrecht analog zu D geändert worden?

    Ich höre aus Österreich aber öfters, dass es da doch noch stärker traditionell zugeht und sich viele Frauen sogar eine reine Hausfrauenrolle wünschen.


  8. Registriert seit
    01.05.2011
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    AW: Frauenrolle heute

    Auch in Österreich gibt es Ganztagsbetreuungseinrichtungen für Vorschulkinder und Schulkinder.
    In Niederösterreich ist die Vorschulbetreuung am Vormittag gratis und für die Kinder ein Jahr vor der Schule sogar verpflichtend.
    Ausserdem gibt es Tagesmütter und andere Möglichkeiten.
    Generell zu schreiben dass es unmöglich ist zu arbeiten ist nicht realistisch.

  9. Avatar von Kaktus
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    AW: Frauenrolle heute

    Zitat Zitat von schnitte_85 Beitrag anzeigen
    Kaktus, seid ihr beide in d aufgewachsen?
    Ja, wir sind beide in Berlin aufgewachsen. Er im Osten, das war da sehr viel einfacher, weil fast alle Mütter wieder arbeiten waren und die Betreuung von klein auf ganztags gewährleistet war. Meine Eltern gehörten zu den Glücklichen mit einem Hortplatz für mich. Wobei ich dann ab 8 (also 3. Klasse) einen Hausschlüssel hatte, selbstständig nach Hause kam, etwas aß und dann entweder im Hof gespielt habe oder zum Schwimmen/Ballett/Klavierunterricht gegangen bin. Meine Eltern habe ich selten vor 18.30/19.00 Uhr gesehen, aber ich fand das nie schlimm oder habe was vermisst.


  10. Registriert seit
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    AW: Frauenrolle heute

    Oh nein, das meinte ich nicht generell. Denn 2 städte weiter gibt es das. Nur kommt da zuerst wer dort wohnt.

    Ich habe auch das gefühl, das es hier noch seeehr wie früher ist. Obwohl viele frauen schon nach 1 jahr wieder arbeiten, aber eben nur 20 stunden.

    Meine in scheidung lebende freundin bekommt keinen unterhalt. Ich denke, frau ist dann auf sich alleine gestellt. Und dann kommt die altersarmut.

    Heidpofferl, ich bräuchte noch ganztags-krippe u3. Und vm arbeite ich ja ;-) gratis ist es ab 30 monaten.
    Geändert von schnitte_85 (27.09.2015 um 19:05 Uhr)

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