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  1. Moderation
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    AW: Frauenrolle heute

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie seid Ihr jetzt eigentlich auf die TZ-Diskussion gekommen? Im EP ging es ja eher darum, warum Frauen den Hauptteil der Hausarbeit und Kinderbetreuung übernehmen.
    Gute Frage.

    Ich hoffe, die Frauen, die irgendwann denken, die Luxusmännchen, von denen die TE redet, hätten genug gute Eigenschaften, um mit ihnen was anzufangen, nehmen besagte Männer ernst wenn die sagen, "ich such eine Mischung aus Mama, Gelieber und Kindermädchen, aber es darf nichts kosten" und richten sich ihr Leben so ein, daß sie ein Luxusmännchen unterhalten können, ohne sich zu ruinieren... finanziell oder nervlich.

    Zu oft *glauben* Frauen den Männern einfach nicht.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  2. Registriert seit
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    AW: Frauenrolle heute

    Zitat Zitat von schnitte_85 Beitrag anzeigen

    Sind wir frauen hier am ende der emanzipation angelangt?
    Eher ist der von dir beschriebene Typ Mann am Ende der Fortpflanzung angelangt. Hoffe ich.


  3. Registriert seit
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    AW: Frauenrolle heute

    Wir haben uns vor den Kindern die Hausarbeit geteilt. Dann haben wir abwechselnd Elternzeit genommen und arbeiten seitdem mit gleichem Beschäftigungsumfang Teilzeit. Hausarbeit und Verantwortung für die Kinder waren gleich nach den Elternzeiten wieder hälftig geteilt.

    Vor ein paar Jahren hab ich mal überschlagen, dass die Rente reichen müsste, selbst wenn wir beide bis zum Renteneintritt weiter nur 3/4 arbeiten. Falls es nötig wäre, könnte jeder von uns von jetzt auf gleich auf Vollzeit und die Familie alleine unterhalten. Soweit so komfortabel.

    Meiner Erfahrung nach "lernt" man während der Elternzeit unglaublich viel in Sachen Haushaltsführung. Nimmt nur die Frau eine komplette Auszeit, wird sie künftig zu Hause immer die Erfahrenere sein. Dass sie wieder zunehmend beruflich einsteigt und er den Haushalt zunehmend gleichberechtigt übernimmt, obwohl sie das doch inzwischen viel besser kann, stelle ich mir konfliktreich vor. Mit geteilter Elternzeit und anschließendem Wechsel zu Teilzeit in gleichem Umfang war die geteilte Haushaltsführung eher naheliegend.

    Frauen, die nach der Elternzeit und in anschließender Teilzeit viel mehr machen in Sachen Haushalt und Kinder, finde ich deshalb gar nicht unbedingt unemanzipiert; ihre Männer auch nicht. Diese Paare sind halt in die Elternzeit-Falle getappt. Passiert vielen.
    Unverständlich ist für mich, wenn schon vor den Kindern eine Ungleichverteilung besteht. Da könnte ich weder vor dem Mann noch vor der Frau, die das mit sich machen lässt, Respekt haben. Solche Ansichten finden sich aber in meinem Umfeld auch nicht - bzw. es traut sich keiner, das in meiner Anwesenheit zu artikulieren.

  4. Avatar von Amelie63
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    AW: Frauenrolle heute

    Zitat Zitat von zilpzalp70 Beitrag anzeigen
    Eher ist der von dir beschriebene Typ Mann am Ende der Fortpflanzung angelangt. Hoffe ich.
    Frommer Wunsch. Dummheit hat sich schon immer fortgepflanzt
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  5. Avatar von lisamsara
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    AW: Frauenrolle heute

    Ich halte es definitiv für wichtig, in unseren Köpfen einen vernünftigen Zugang zur persönlichen Rolle zu finden. Das ist halt eben leichter gesagt als getan. Mir kommt vor, es ist vernünftig, vorzeitliches Frauenverständnis aus der Matriarchatsforschung und die wissenschaftliche Radikalität der 60er-Bewegung miteinander zu kombinieren. Mit letzterer alleine habe ich oft das Problem, dass mir vorkommt, wir sollen uns den Männern gleichmachen und so werden wie die Männer selbst. Also auch kriegführen wie die großen Daddies können und zum Heer gehen. Da bin ich aber vehement dagegen. Die moderne Frau von heute entdeckt ihre Weiblichkeit auf andere Arten neu.

  6. Inaktiver User

    AW: Frauenrolle heute

    Damit gewinnst Du aber nirgends mehr Blumentöpfe.
    Die Einstellung, dass die Jungs doch bitte zur Armee sollen, die Frauen aber nicht, dürfte unter U35ern nicht mehr viele Anhänger haben.


  7. Registriert seit
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    AW: Frauenrolle heute

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    Oder die vielen Frauen, die sich in der Hausfrauenrolle privatisieren und damit dem Haifischbecken Erwerbstätigkeiten entgehen. Emanzipation ist dabei für mich eine Frage der Entscheidungsmöglichkeiten und des Selbstverständnisses, mit dem die Frauen hinter ihrem selbstgewählten Leben stehen und dafür auch die Verantwortung übernehmen.
    So sehe ich das auch.
    Hausfrau und Mutter sein, ist nach einem anstrengenden Arbeitstag und der Aussicht auf eine Nacht- und Sonntagsschicht am Schreibtisch auch irgendwie verlockend. Ich habe viele Bekannte aus dem Studium, die nach dem Studium bzw. diversen unbezahlten Praktika keinen Job finden und dann erst mal Kinder bekommen, weil sie Zeit haben und danach jahrelang Halbtagstätigkeiten ausführen, für die sie nicht x Semester Kulturwissenschaft und Medienpädagogik hätten studieren müssen.
    Das sieht zumindest für mich nach dem Weg des geringsten Widerstandes aus. Sie begeben sich damit aber meistens in starke Abhängigkeit ihres Mannes und sind, spätestens wenn sie sich dessen bewusst sind, auch mit dem Umstand unzufrieden.

    wir stehen gerade vor dem Problem zwei Vollzeitjobs, einen großen Haushalt und ein Baby unter einen Hut bringen zu müssen. Und zwar so, dass wir beide unsere individuellen Bedürfnisse befriedigen können und den finanziellen Aspekt nicht aus den Augen verlieren.
    Das ist anstrengend und bedarf immer wieder Diskussionen und aushandeln von Aufgaben (wer übernimmt was, wer arbeitet wie viel, haben beide ausreichend Zeit für sich, ist die Beziehung okay?).
    Das kann ja durchaus bei anderen Paaren dazu führen, dass die Frau komplett zuhause bleibt. Aber dann bitte selbst gewählt und nach Abwägen aller Konsequenzen und nicht aus der Not oder Bequemlichkeit heraus.

    Das ist für mich keine primär emanzipatorische Frage, sondern die des individuellen Angehens. Man hat die Möglichkeit Kompromisse zu finden. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass man noch geächtet wird, wenn man sein Kind fremdbetreuen lässt oder als Mutter schnell wieder Vollzeit arbeiten geht.
    Ich denke Frauen, die es als Selbstverständlichkeit hinnehmen die gleichen Möglichkeiten wie ihre Männer zu haben, geraten erst gar nicht an Männer, die dem Rollenbild des letzten Jahrhunderts hinterhertrauern. Bzw. bleiben dann nicht bei ihnen.

  8. Avatar von Lukulla
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    AW: Frauenrolle heute

    Ich verstehe immer noch nicht, warum das Modell, was man aushandelt, zusammen bespricht nicht auch finanziell zusammen gewuppt wird.

    Wenn es Konsens ist, dass einer von den zwei Eltern zuhause bleibt, zahlt der andere dafür in seine Rentenkasse mit ein.
    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  9. Avatar von marylin
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    AW: Frauenrolle heute

    meine Rolle als Frau sehe ich so: ICH kann mir aussuchen, wie ich leben möchte. Ich kann vollzeit arbeiten, Karriere machen, ich kann mich mehr um die Familie kümmern, dafür weniger arbeiten - ganz wie ich es will. Und wenn mir ein gutverdienender Ehemann ein schönes Leben finanziert, kann ich auch das annehmen.
    ICH habe das Recht zu entscheiden und ich muss mir von niemanden sagen lassen, was gut oder schlecht ist.
    Ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt, dass mir persönlich jemand einen Vorwurf gemacht hat, egal, ob ich 40h gearbeitet und mein Kind eben dementsprechend lange in die Kita geben musste oder ob ich auf Teilzeit gegangen bin, um mehr Zeit zu haben.
    Allerdings bin ich auch ein Mensch, der sich derlei Kritik verbittet. Vielleicht sieht man mir´s ja an?
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  10. Inaktiver User

    AW: Frauenrolle heute

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Allerdings bin ich auch ein Mensch, der sich derlei Kritik verbittet. Vielleicht sieht man mir´s ja an?
    Ich glaube eher, daß kommt daher, daß Dir das Ganze auch sehr bewusst ist und das Du auch um die Nachteile weißt, die diese Freiheit mit sich bringen kann. Und da Du dafür die Verantwortung übernimmst gibts auch keine Kritikpunkte.

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