Naja, sie bringen ihr Kind eben in die Krippe und später in die Kita... Allerdings müssen dann die Öffnungszeiten auch passen, das funktioniert nicht überall. Hier bei uns (Ostdeutschland) haben Krippen und Kitas teilweise von 6 - 18 Uhr geöffnet - aber eben auch nicht alle Einrichtungen.
Oder man hat Großeltern vor Ort, die die Kinder eben abholen. Aber das ist natürlich der Idealfall... Will nur zeigen: Ja, es gibt Eltern, die mit kleinen Kindern VZ arbeiten - wären sie aber schön blöd, wenn man für nix tun dasselbe Geld bekäme...
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Thema: Frauenrolle heute
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23.03.2016, 08:32
AW: Frauenrolle heute
Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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23.03.2016, 08:47Inaktiver User
AW: Frauenrolle heute
Die Sache hat nur einen Haken. Der AN wird vom AG für seine Arbeitsleistung bezahlt. Angenommen, "der Staat" würde bis zu 3 Jahre Kinderbetreuung bezahlen (theoretisches Geplänkel, aber egal), dann müsste doch die Tätigkeit der Kinderbetreuung an sich bezahlt werden und nicht die Tätigkeit, die der zuhausebleibende AN gar nicht ausführt. Gleiches Geld für gleiche Arbeit und diese Arbeit ist in dem Fall die Kinderbetreuung, egal, ob sie von einer Friseusin, einer Ingenieurin, einer Bankerin oder sonstwem ausgeführt wird.
Oder anders ausgedrückt: Warum sollte "dem Staat" die Kinderbetreuung durch die Friseursin weniger wert sein als die durch die Ingenieurin, die Bankerin oder - um mal geschlechterübergreifend zu werden - warum sollte "dem Staat" die Kinderbetreuung durch eine Technikerin weniger wert sein als die durch einen Techniker? Oder die Kinderbetreuung durch eine Bürokauffrau, die in einem Kleinstunternehmen arbeitet, weniger wert sein als die einer Bürokauffrau, die z. B. bei Thyssen-Krupp arbeitet? Die Arbeit ist immer dieselbe!
Klar, das Erziehungsgeld richtet sich auch nach dem Verdienstausfall, aber das ist zumindest zeitlich begrenzter. Wirklich fair - im o. g. Sinn - ist es aber auch nicht.
Wenn du also argumentierst, dass die Kinderbetreuung doch was wert sein soll (finanziell gesehen - über den Rest müssen wir nicht diskutieren), dann muss sie auch gleich viel wert sein.
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23.03.2016, 08:51
AW: Frauenrolle heute
Betrachtet man es so, ist aber die Einzelbetreuung durch Ingenieurinnen totaler Luxus. Wirtschaftlicher wäre es doch, die Betreuung durch Fachkrafte in Gruppen zu organisieren. Also z.b. eine Erzieherin/Kinderpfleger für 6 Kinder. Was woanders ja auch so läuft.
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23.03.2016, 08:55
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23.03.2016, 09:00
AW: Frauenrolle heute
Kinder betreuen ist ja nicht "nichts tun". Die Leute in den Krippen und Tagesheimen kriegen dafür ja auch Lohn bezahlt - und Renentansprüche erarbeitet, etc. - für genau dieselbe Tätigkeit, die als "nichts tun" gilt, wenn Eltern sie an den eigenen Kindern ausführen... finde den Fehler.

um neue Frauen (und auch Männer-)Aufgaben zu definieren, ist wohl ein ausführlicher Schlenker nötig zum Thema "was ist Geld, was ist Wert, wie hängen sie zusammen und ist das sinnvoll so, wie es ist?" - aktuell finde ich es nicht sinnvoll. Das kann im Extremfall zu der absurden Situation führen, dass Mutter A ihr Kind in die Tagesstätte X bringt, wo es gegen Bezahlung von Mutter B betreut wird, die dort arbeitet; während Mutter B ihr Kind in die Tagestätte Y bringt, wo es gegen Bezahlung von Mutter A betreut wird, die dort arbeitet. Aber wenn jede das eigene Kind bei sich selbst betreuen täte, dann ist das "nix tun". ähem.
gruss, barbara
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23.03.2016, 09:03
AW: Frauenrolle heute
Genau solche Überlegungen haben zur Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens geführt: alle kriegen gleich viel Geld, und alle machen dann, was sie wollen eigene Kinder erziehen oder zusätzliche Erwerbsarbeit oder kranke/alte Verwandte pflegen... und das, ohne dass der Staat das im Detail verwalten muss.
Sprich das ist eine ziemlich schlaue Kombi zwischen sozial (alle haben genug zum Leben) und liberal (kein Mikromanagement, schlanke Verwaltung)
gruss, barbara
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23.03.2016, 09:04Inaktiver User
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23.03.2016, 09:10
AW: Frauenrolle heute
Was ich nicht gefordert habe.
Ich halte es für eine höchstprivate Entscheidung. Und sie beinhaltet die Überlegung, dass es sich zumindest etwas auf die Rente auswirkt.
Das ist doch jeder Frau bewusst. Allerdings bei einer Lebensarbeitszeit von über 40 Jahren im Übrigen kaum relevant.
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23.03.2016, 09:49Inaktiver User
AW: Frauenrolle heute
Ich stelle mich zur Zeit der Frage: was ist eigentlich "Vollzeit"? Je nach Job kann das, flapsig formuliert, zwischen 32 und 52 Stunden pro Woche bedeuten.
Noch komplizierter wird es, wenn die Beschäftigung Reisetätigkeit und regelmäßige mehrtätige Veranstaltungen beinhaltet. Kann ich regelmäßig oder zumindest mehrfach im Jahr unter der Woche über Nacht weg sein, wenn ich kleine Kinder zuhause habe? Wie oft? Väter machen das, soweit ich sehe, regelmäßig und ohne groß darüber nachzudenken. Ich hab, typisch Mutter, ein schlechtes Gewissen der Familie gegenüber, wenn ich nur daran denke.
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23.03.2016, 09:51Inaktiver User
AW: Frauenrolle heute
Anders ausgedrückt es funktioniert fast überall nicht. 7-16 Uhr sind durchaus übliche Kitazeiten, und das ist bei uns schon ein Fortschritt, in meiner Kindheit gab es: 8-12:30, und das auch erst ab 3.
Es ist ja nicht so, als wäre die Möglichkeit (die rein zeitliche, vom Emotionalen rede ich noch gar nicht) für 2x Vollzeit + Kind auch nur halbwegs flächendeckend gegeben.
Dazu kommt, ja ich weiß, wird keiner machen weil klingt so nach Mutterkreuz, ich würde ab einer gewissen Anzahl Kindern tatsächlich Extrageld oder Extrarentenpunkte dazugeben: Einfach weil ich der Ansicht bin, dass bei wirklich vielen Kindern (>4) es selbst bei guten Betreuungsmöglichkeiten fast unmöglich ist, den Kindern mit 2 Vollzeitjobs noch gerecht zu werden.
Naja, wieso?Oder man hat Großeltern vor Ort, die die Kinder eben abholen. Aber das ist natürlich der Idealfall... Will nur zeigen: Ja, es gibt Eltern, die mit kleinen Kindern VZ arbeiten - wären sie aber schön blöd, wenn man für nix tun dasselbe Geld bekäme...
Ich bin ja nur dafür die Rentenpunkte auszugleichen, noch nicht mal zwingend das aktuelle Gehalt.
Die Karrierechancen ruiniert sich der daheimgebliebene ja immer noch.




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