Stimmt, auch Männern sind ja gewissermaßen Rollen zugedacht - Versorger, Beschützer, der starke Part. Denen gefällt das sicher auch nicht immer - ich kenne keinen Mann, der sich drum reißt, als Alleinverdiener den Rest der Familie durchzufüttern.
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Thema: Frauenrolle heute
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07.03.2016, 18:44
AW: Frauenrolle heute
Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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07.03.2016, 23:03
AW: Frauenrolle heute
Bis eine hingeht und sagt, "wir machen 50/50". Dann ist es auf einmal total wichtig, daß er Vollzeit arbeitet, und sie arbeitet so viel oder wenig, daß sie den Rest wuppen kann. Daran ist es bei allen Paaren, die ich kenne, wo der urspüngliche Plan, war, die Arbeit im "Unternehmen" Beziehung und Hausstand gleichzuverteilen. Da schlägt irgendein Reflex bei den Männern zu.
Da ich mich selber auch nicht traue, Teilzeit zu machen (Das Geld könnte knapp werden! Ich könnte nur noch langweilige Sachen zu tun kriegen! Die Leute könnten reden! Ich könnte wie eine arbeitsscheue Warmduscherin aussehen! Gaaah!) kann ich das sogar nachvollziehen, daß die Männer bei dem Gedanken an weniger Arbeit ihre Hosen gürten, eine grimmige Miene aufsetzen, und zur 48-Stunden-Woche antreten.
Wahrscheinlich liegen mir Beziehungen deswegen so wenig. Ich hab keine Lust auf einen, der sich durchfüttern läßt (vor allem habe ich irgendwie Zweifel, daß er dann den Haushalt macht mit der Katze zum Tierarzt fährt, und das Essen fertig hat, wenn ich nach Hause komme), und keine Traute, halbe Sachen zu machen.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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08.03.2016, 09:38
AW: Frauenrolle heute
Siehste - wenn ein Frau zuhause bleibt, dann ist sie zu bedauern - der böse Ehemann macht Karriere auf Kosten seiner Frau! Wenn der Mann zuhause bleibt, dann läßt er sich durchfüttern.
Wen wundert´s da, dass das klassische Modell eben noch so oft praktiziert wird?
Mal ganz davon abgesehen, dass ich auch keinen Mann daheim haben will, der den ganzen Tag nix macht, außer einkaufen und putzen. Das machen wir nebenbei. Dafür braucht es keine 8 h am Tag (Kinder haben wir nicht mehr zuhause)Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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08.03.2016, 11:02
AW: Frauenrolle heute
Weil's für Männer respektabler ist, böse zu sein?
Gibt ja auch Männer, die zuhause den Laden schmeißen, da gilt dann, gutes Geld für gute Arbeit. Den anderen Typus, der, wenn er schon kein Geld verdient, emotional um so sehr darauf angewiesen ist, zuhause keinen Handgriff zu tun, habe ich leider mindestens genausoft gesehen, und soziologischen Untersuchungen gemäß ist er auch häufiger.
Da beißen die Geschlechterrollenerwartungen wieder alle guten Vorsätze in die Waden.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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08.03.2016, 12:31Inaktiver User
AW: Frauenrolle heute
Es gibt auch die Variante, dass beide Vollzeit arbeiten UND 50/50 machen. Jedenfalls jenseits des Babyalters und mit entsprechender Betreuungssituation.
Wenn ich die Wahl zwischen Teilzeit plus Haushalt und Vollzeit minus Haushalt hätte, würde ich auch lieber Vollzeit arbeiten gehen; daher kann ich jeden Mann verstehen, der sich so entscheidet.
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08.03.2016, 15:15
AW: Frauenrolle heute
Ich auch! Ich bin auch in Haushaltsdingen dermaßen und sowas von untalentiert - was aber auch eher bemerkt wird als dies bei Männern der Fall ist/wäre. Manche Männer entscheiden sich wohl auch dafür, lieber nicht soviel zu Hause zu sein (denn dann wird man ja auch noch gelobt, wenn man mal die Wäsche aufhängt), aber ich bleibe dabei, politisch/gesellschaftlich ist das eben auch so gewünscht, sei es das Steuersystem, der Druck auf die "gute Mutter" und und und. Man muss vielleicht mehr Mut und Kraft haben, sich aufzubäumen, als uns StrangschreiberInnen hier klar ist. Denn hier machen es ja viele "anders".
Ich schreibe das auch, weil ich auch oft eher streng mit meinen lieben Schwestern (und Brüdern) bin
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08.03.2016, 15:23
AW: Frauenrolle heute
Der Alleinverdiener ist doch aber auch ganz klar auf dem Rückzug. Selbst in der Generation meiner Eltern, kenne ich aus meinem Umfeld allerhöchstens den Hauptverdiener der Familie aber nicht den Alleinverdiener.
Letztlich bleibt das immer eine ganz persönliche Entscheidung bzw. eher eine angelegte Charakterfrage und bei mir würde es schon mal daran scheitern, dass sich mein beruflicher Ehrgeiz extrem in Grenzen hält.
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08.03.2016, 15:31
AW: Frauenrolle heute
Das ist eine persönliche Entscheidung, ok, aber ich bin mir zum einen nicht sicher, ob es immer so freiwillig passiert (von Seiten des Zuverdieners, meistens die Frau), und zum zweiten hat es eben doch gesellschaftliche Auswirkungen für alle. Männer müssen sich zB immer noch blöde Sprüche anhören, wenn sie (lange) Elternzeit nehmen und solche Sachen.
Ich finde, es liegt noch viel im Argen und alles andere als das traditionelle Bild gehört nicht zur Normalität.Geändert von JeanneD (08.03.2016 um 15:31 Uhr) Grund: Tippfehler
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08.03.2016, 15:38Inaktiver User
AW: Frauenrolle heute
DerJunge das Problem ist dass diese persönliche Entscheidung zumindest bei Menschen die Kinder wollen lange Jahre bevor sie relevant wird getroffen wird.
Man entscheidet irgendwann zwischen 15 und 20 für einen Ausbildungsweg, und so 2-3 Jahre nach Ende dieses Weges will man Kinder - und DANN stellt sich oft raus dass es rentabler ist wenn die Frau beruflich zurücktritt, weil sie weniger verdient als der Mann oder weil ihr Beruf einfacher mit Teilzeit vereinbar ist.
An dem Punkt ist der Drops gelutscht, aber könnte Frau (und Mann?) an der Stelle die Uhren zurückdrehen würde die Person vielleicht einen anderen Ausbildungsgang wählen.
Die Konsequenzen sind im jungen Alter vielfach noch nicht so klar, und selbst wenn, wer mit 18 keine "ganz sicher" niemals Kinder will will vielleicht mit 25 doch welche, wem mit 18 das "Gehalt egal" ist, bei dem kann sich das bis 30 ändern.
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08.03.2016, 15:43
AW: Frauenrolle heute
WER verlangt denn von den Frauen konkret, beruflich zurück zu stecken? WER befiehlt, wie eine MUTTER zu sein hat?
Niemand!
Von daher sehe ich es schon so, dass jede Frau sich entscheiden kann. Klar, immer zusammen mit dem Partner - aber auch das muss man eben innerhalb der Beziehung ausmachen. Da redet einem doch niemand rein - keine "Gesellschaft", keine Politik...
Und es gilt auch: Man kann nicht alles haben. Wenn beide Partner die große Karriere machen wollen und das viel Arbeitszeit, Reisen u.s.w. erfordert, dann passen Kinder eben nicht in deren Leben. Das ist nun mal so. Aber auch dafür kann keiner was, das entscheiden die Partner ganz allein. Und man muss sich nun manchmal für irgendwas entscheiden. Und das verbietet auch Frau niemand.Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?



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