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  1. Inaktiver User

    AW: Frauen und ihre Interessen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In Diskussionen um Frauen und Gesellschaft wird regelmäßig von der Prämisse ausgegangen, dass Männer und Frauen grundsätzlich die gleichen Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe mitbringen. Vielleicht sollte man diese Prämisse neu diskutieren, denn ich habe den Eindruck, dass Männer sich für alle möglichen Themenbereiche interessieren, während Frauen ihre politischen Interessen oft auf traditionelle "Frauen-Felder" beschränken.
    Wenn man für etwas die Voraussetzungen mitbringt, ist man in der Lage, es zu erfassen/auszuüben/umzusetzen. Das bedeutet aber nicht, dass man sich dafür automatisch auch interessiert. Du kannst zum Beispiel imstande sein, den Fahrplan der Bundesbahn auswendig zu lernen, also dazu in der Lage sein, es interessiert Dich aber möglicherweise gar nicht.

    Du wirfst allerdings in dem von mir zitierten Absatz beides in einen Topf. Voraussetzungen werden wohl nicht mitgebracht, weil (Deiner Meinung nach) kein Interesse bekundet wird.

    Wenn Du eine vernünftige Diskussion auf die Beine stellen möchtest, solltest Du erst einmal darüber nachdenken, was genau Du uns sagen willst.

    Und noch etwas: Ich wäre sehr vorsichtig damit, Kinder in die Rubrik "Frauenthemen" einzuordnen. Denk nur einmal an die sehr aktiven Männerverbände, die sich für ihre Umgangsrechte nach Trennungen einsetzen...

  2. Inaktiver User

    AW: Frauen und ihre Interessen

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Rosa und lila sind erst seit dem letzten Jahrhundert in unserem gesellschaftsteil der Welt eine Frauenfarbe. Früher war es anders herum…

    z.B.
    blau ist die klassische Marienfarbe und wurde ewig als traditionelle Frauenfarbe der Malerei verwendet
    die Söhne von Adligen haben früher nur rot getragen…

    sind alles trends...
    Rosa und lila stehen einfach für weiblich und Emanzipation der Frauen. Das wird heute so benutzt und jeder versteht, was damit gemeint ist. Jetzt über Farben zu reden ist schon auch typisch Frau, mich interessieren Farben ehrlich gesagt auch wesentlich mehr als Bundeswehrreform, irgendwelche Panzer, Granaten und auch noch Drohnen und all so'n Schreckenszeugs.

    von Kai-Nobori:
    In deinem ersten Eintrag zeigst du selber auf, was ich behaupte:
    schon wieder eine Frau, die nur typische Frauen-Themen im Kopf hat.

    Da tritt eine Verteidigungsministerin an und stellt in diesem Amt nicht Panzer und Soldaten, Friedensmissionen und Kriegseinsatz, Bundeswehrreform und Beschaffungswesen (siehe Drohnen-Debakel) in den Vordergrund, sondern wieder nur das Thema Kinderbetreuung.
    Als sie gewählt war, habe ich als erstes mal gefragt, wie sie wohl "die Kinnder" in dieses Thema wird einbringen können. Nun weiß ich's.


  3. Registriert seit
    15.11.2013
    Beiträge
    7.511

    AW: Frauen und ihre Interessen

    Wozu benötigen wir eine neue Frauenbewegung?
    Es geht doch um das Verhalten jeder einzelnen Frau. Ich kann doch dafür sorgen, dass meine Interessen umgesetzt werden und ich mir das Leben so gestalten kann, wie ich das gerne möchte.

    Frauen machen sich das Leben teilweise selbst schwer, indem sie einfach das heute immer noch im Kopf vieler Menschen verankerte Frauenklischee umsetzen.

    Es gibt immer noch etliche männliche Modelle, die der Meinung sind, dass die Frau an den Herd gehört. Dummerweise haben diese Männer immer noch nicht mitbekommen, dass sich die meisten Frauen heutzutage selbst ernähren können und somit garnicht mehr auf den Mann angewiesen sind.

    Aber solch ein Modell muß man sich als Frau nicht aussuchen. Gibt auch genügend andere, die das mittlerweile begriffen haben.

    Die Berufsproblematik, z.B. weniger Geld für dieselbe Arbeit die männliche Kollegen ausführen ist doch heutzutage auch oft nur noch deshalb praktiziert, weil viele Frauen sich nicht wehren.

    Wie sagen manche? Die Frau gehört HINTER den Herd. Meine Antwort: So ein Unfug, was soll ich HINTER dem Herd, wenn die Knöpfe doch vorne sind.

  4. Inaktiver User

    AW: Frauen und ihre Interessen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn man für etwas die Voraussetzungen mitbringt, ist man in der Lage, es zu erfassen/auszuüben/umzusetzen. Das bedeutet aber nicht, dass man sich dafür automatisch auch interessiert. Du kannst zum Beispiel imstande sein, den Fahrplan der Bundesbahn auswendig zu lernen, also dazu in der Lage sein, es interessiert Dich aber möglicherweise gar nicht.

    Du wirfst allerdings in dem von mir zitierten Absatz beides in einen Topf. Voraussetzungen werden wohl nicht mitgebracht, weil (Deiner Meinung nach) kein Interesse bekundet wird.
    Für mich liegen Interesse und Voraussetzungen zur Umsetzung sehr eng beieinander. Und das ist genau der Punkt, an dem man m.E. ansetzen muss, wenn man volle Teilhabe und Augenhöhe mit Männern einfordert.

    Wer für ein Thema lediglich unterdurchschnittliches Interesse mitbringt, wird in aller Regel scheitern oder bestenfalls halbherzig dafür eintreten. Wenn einem ein Themenbereich völlig egal ist, wird man Entscheidungen nicht beeinflussen, geschweige denn mitbestimmen. Ohne Engagement geht es eben nicht, und Engagement setzt entweder extreme Leidensfähigkeit oder eben Interesse voraus.

    Wenn Du eine vernünftige Diskussion auf die Beine stellen möchtest, solltest Du erst einmal darüber nachdenken, was genau Du uns sagen willst.
    Um es kurz und etwas plakativ zu sagen: wenn den Frauen alles wurst ist, was außerhalb des klassisch weiblichen 4 K liegt (Küche, Kleiderschrank, Kosmetik und Kinder), dann können sie lange von gleicher Augenhöhe träumen.

    Und noch etwas: Ich wäre sehr vorsichtig damit, Kinder in die Rubrik "Frauenthemen" einzuordnen. Denk nur einmal an die sehr aktiven Männerverbände, die sich für ihre Umgangsrechte nach Trennungen einsetzen...
    Vielleicht sind wir alle viel zu "vorsichtig", legen uns Denkverbote zu und spinnen uns in ein Netz von Gesprächs-Tabus und falschen Annahmen ein.

    Kinder sind ein "klassisches Frauen-Thema" (immer gewesen, deshalb "klassisch" genannt), auch wenn es inzwischen Männerverbände gibt, die sich für ihr Umgangsrecht nach Trennungen einsetzen.

  5. Inaktiver User

    AW: Frauen und ihre Interessen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Rosa und lila stehen einfach für weiblich und Emanzipation der Frauen.
    Genau so hatte ich das gemeint: rosa für "traditionell weiblich" (wie bei der Babywäsche), lila für "emanzipatorisch".
    Rosa und Lila Themen - damit meine ich die Beschränkung auf Frauenthemen aller Art - von Kosmetik und Schönheitsoperationen bis Quotenregelung. Du hast das ganz richtig verstanden.


  6. Registriert seit
    19.03.2012
    Beiträge
    2.306

    AW: Frauen und ihre Interessen

    @Koi-Nobori: Frauen können durchaus auch an klassischen Männerthemen interessiert sein und sie dann auch sachlich gut vertreten.

    Aber warum, das frage ich dich, können sie die Umsetzung nicht auf eine/ihre weibliche Art machen? Ich frage mich, warum Augenhöhe heißen muss "Frau muss machen und denken wie Mann". Wenn Frauen etwas "wie Männer" machen müssen, welchen Nutzen hätte die Gesellschaft dann davon?
    Kann nicht Augenhöhe heißen, Frau oder Mann füllt ein Amt aus, wie sie/er es für richtig hält und man schaut dann, ob es am Ende lösungs-/ergebnisorientiert war?

    Ich erwarte von einem männlichen Gynäkologen auch nicht, dass er sich wie eine Frau verhält, nur weil er sich mit Frauengesundheit befasst.
    - Virginia Satir / Ich bin ich, ein Stück Lebensphilosophie -

  7. Inaktiver User

    AW: Frauen und ihre Interessen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    vielleicht sind Frauen in Wirklichkeit noch immer mit rosa oder lila Themen voll ausgelastet und erheben zwar den Anspruch Schulter an Schulter mit Männern die Gesellschaft zu gestalten, sind dazu aber in Wirklichkeit (noch) gar nicht bereit.
    Die Anzahl der Menschen (Frauen und Männer), die bereit sind, bei den großen Gesellschaftsthemen aktiv mitzuwirken, schätze ich nicht sonderlich hoch ein. Damit möchte ich keinesfalls ehrenamtliches Handeln abwerten, das ist ja Mitgestaltung im kleinen Rahmen und hat sehr viel Wirkung in einem begrenzten Rahmen.

    Was du als Frauenthemen dargestellt hast, gibt es mit Autos, Sport etc. äquivalent bei Männern. Ich denke, dass hat etwas mit einer generellen Bereitschaft zur Mitgestaltung zu tun und weniger mit einer geschlechtsspezifischen.

  8. Inaktiver User

    AW: Frauen und ihre Interessen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für mich liegen Interesse und Voraussetzungen zur Umsetzung sehr eng beieinander. Und das ist genau der Punkt, an dem man m.E. ansetzen muss, wenn man volle Teilhabe und Augenhöhe mit Männern einfordert.
    Bitte gib doch ein konkretes Beispiel für diese Forderungen bei gleichzeitig mangelndem Engagement/Interesse/Voraussetzungen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kinder sind ein "klassisches Frauen-Thema" (immer gewesen, deshalb "klassisch" genannt), auch wenn es inzwischen Männerverbände gibt, die sich für ihr Umgangsrecht nach Trennungen einsetzen.
    Diskutieren wir über Geschichte oder Gegenwart?

  9. Inaktiver User

    AW: Frauen und ihre Interessen

    Zitat Zitat von Singingintherain Beitrag anzeigen
    @Koi-Nobori: Frauen können durchaus auch an klassischen Männerthemen interessiert sein und sie dann auch sachlich gut vertreten.
    Sie könnten, aber meist tun sie es nicht. Und weil sie es nicht tun, können sie es auch nicht. Das ist jedenfalls meine Ausgangsthese.

    Aber warum, das frage ich dich, können sie die Umsetzung nicht auf eine/ihre weibliche Art machen? Ich frage mich, warum Augenhöhe heißen muss "Frau muss machen und denken wie Mann". Wenn Frauen etwas "wie Männer" machen müssen, welchen Nutzen hätte die Gesellschaft dann davon?
    Kann nicht Augenhöhe heißen, Frau oder Mann füllt ein Amt aus, wie sie/er es für richtig hält und man schaut dann, ob es am Ende lösungs-/ergebnisorientiert war.
    Es geht doch nicht um Stilfragen, sondern um inhaltliche Fragen.
    Den sogenannten weiblichen Führungsstil finde ich z.B. sehr interessant und halte ihn für eine echte Bereicherung.
    Und dass weibliche Gynäkologen sich besser in Frauen hineinversetzen können, erscheint zumindest einleuchtend, auch wenn es nicht meinen Erfahrungen entspricht.

    Natürlich kann frau sich für typisch weibliche Themenbereiche interessieren. Sie sind wichtig. Aber wenn man sich für Finanzthemen nur insoweit interessiert, als es darum geht mit dem Haushaltsgeld auszukommen oder eine gute Altersversorgung für Hausfrauen und Familienmütter zu finden, dann klammert sie viele Dinge aus und wird auf ewig sagen müssen "mit Gelddingen kenne ich mich nicht aus, das macht mein Mann".

    Natürlich kann frau anstreben Soldatenberuf und Familie besser zu vereinbaren, aber geht das überhaupt? Männer können das auch nur sehr begrenzt, z.B. bei Einsätzen oder im Manöver. Und auch hier bleiben die Kernthemen außen vor. Vielleicht unterschätze ich Von der Leyen, aber dieser Einstieg in ihr neues Amt könnte düstere Befürchtungen bei den Soldaten nähren, die sich ohnehin oft von der Politik unverstanden und alleingelassen fühlen.

    Wenn eine Frau in allen Lebensbereichen ernstgenommen werden will, dann muss sie sich für diese Lebensbereiche eben auch interessieren. Das ist meines Erachtens die erste und wichtigste Voraussetzung für Engagement und Kompetenz.

  10. Inaktiver User

    AW: Frauen und ihre Interessen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bitte gib doch ein konkretes Beispiel für diese Forderungen bei gleichzeitig mangelndem Engagement/Interesse/Voraussetzungen.
    Wirtschaft und Finanzen. Frauen interessieren sich in der Regel maximal dafür, wie sie mit ihrem Haushaltsgeld auskommen, vielleicht noch für ihre Altersabsicherung. Das war's. Aber in Aufsichtsräten von Aktiengesellschaften eine Quotenregelung einführen wollen.


    Diskutieren wir über Geschichte oder Gegenwart?
    Über die Gegenwart natürlich. Das ist ja das Problem.

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