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  1. Inaktiver User

    AW: "Immer mehr Frauen bleiben kinderlos" - Die Männer nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Und dann wundert mich eben, dass Frauen sich das heute so wenig zutrauen.

    Ich seh da keinerlei Zugewinn an weiblicher Stärke und Selbstvertrauen, das find ich so traurig.
    Ich sehe das nicht unbedingt als ein "Sich nicht trauen" und eher als ein "Nicht Wollen". Das ist ein bedeutsamer Unterschied.

  2. Inaktiver User

    AW: "Immer mehr Frauen bleiben kinderlos" - Die Männer nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich sehe das nicht unbedingt als ein "Sich nicht trauen" und eher als ein "Nicht Wollen". Das ist ein bedeutsamer Unterschied.
    Ich beziehe mich auf das: Mit-Mann-schon-wollen, ohne-Mann-nicht, nicht auf die die so und so lieber ohne Kind leben wollen.

    Das kann ich wirklich schwer nachvollziehen, wie man sich so abhängig machen kann von etwas, was keiner voraussagen kann und was angesichts der Scheidungszahlen doch völlig unrealistisch ist. Ich meine, ich kenne keine Frau die schon bei der Zeugung wußte, der Typ macht sicher die Biege, fast jede geht doch davon aus dass er bleibt.

    Aber die Wahrscheinlichkeit ist eben eine andere, und deshalb würde ich mich darauf eben nicht verlassen wollen. Kind ja, wenn der Mann bleibt - das ist für mich eine Milchmädchenrechnung!

  3. Moderation

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    AW: "Immer mehr Frauen bleiben kinderlos" - Die Männer nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das seh ich eben genau andersrum. Ich plädiere wirklich nicht für die vaterlose Gesellschaft, aber wenn ich die Realität betrachte dann muss ich doch genau davon ausgehen, dass es mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit so kommen wird und ich mir zwei konstante Elternteile als Ideal wünschen, aber keineswegs einplanen kann.
    Ich komme eben bei der Betrachtung der Realität zu einem anderen Schluss - nähmlich zu dem, dass mir persönlich diese Realität nicht gefällt und ich sie gerne anders hätte. Für mich selber kann ich die Gestaltung der Realität gut beeinflussen. Für die Gesellschaft allgemein natürlich nicht, aber ich fände es wünschenswert, wenn sich die Zuständigkeit bei Kindern etwas gleichmäßiger über die Geschlechter verteilen würde.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde das geradezu naiv, sich heute noch bei egal welchem Kindsvater darauf zu verlassen.

    Und dann wundert mich eben, dass Frauen sich das heute so wenig zutrauen.

    Ich seh da keinerlei Zugewinn an weiblicher Stärke und Selbstvertrauen, das find ich so traurig.
    Es hat doch gar nichts damit zu tun, dass die Frauen es sich selber nicht zutrauen. Ganz im Gegenteil. Zum Vertrauen in die eigene Stärke kommt als Voraussetzung noch das Vertrauen in die Stärke des Partners dazu. So, dass mögliche Kinder statt nur einer Person eben zwei Personen hätten, auf die sie sich voll verlassen können. Siehst Du da tatsächlich eine Verlust für die Frauen, wenn sie die Verantwortung nicht mehr komplett übernehmen wollen? Betonung liegt auf wollen, nicht auf können. Können müssen sie es im Zweifelsfall ja sowieso - wie auch die Väter, wenn es zum worst case kommt.
    “You can tell how smart people are by what they laugh at.”

    ― Tina Fey

  4. Moderation

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    AW: "Immer mehr Frauen bleiben kinderlos" - Die Männer nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich beziehe mich auf das: Mit-Mann-schon-wollen, ohne-Mann-nicht, nicht auf die die so und so lieber ohne Kind leben wollen.

    Das kann ich wirklich schwer nachvollziehen, wie man sich so abhängig machen kann von etwas, was keiner voraussagen kann und was angesichts der Scheidungszahlen doch völlig unrealistisch ist. Ich meine, ich kenne keine Frau die schon bei der Zeugung wußte, der Typ macht sicher die Biege, fast jede geht doch davon aus dass er bleibt.

    Aber die Wahrscheinlichkeit ist eben eine andere, und deshalb würde ich mich darauf eben nicht verlassen wollen. Kind ja, wenn der Mann bleibt - das ist für mich eine Milchmädchenrechnung!
    Ich glaube, wir reden hier ein bißchen aneinander vorbei. Es geht (zumindest mir) nicht primär darum, dass der Mann als (Ehe-)Partner bleiben muss. Es geht viel mehr darum, ob er als voll verantwortlicher Vater anwesend ist bzw. sein wird.

    Es läßt sich schon ganz gut vorher erkennen, ob der Mann bereit ist, vollen Einsatz zu bringen, oder eben doch lieber alles was direkt mit dem Kind zu tun hat der Mutter überlassen will und sich weitgehend nur auf's Kohle-Ranschaffen konzentrieren möchte.

    Einen engagierten Vater haben Kinder auch nach einer möglichen Trennung der Eltern noch greifbar, der fällt nicht einfach komplett weg.
    “You can tell how smart people are by what they laugh at.”

    ― Tina Fey

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    AW: "Immer mehr Frauen bleiben kinderlos" - Die Männer nicht?

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    Ich war schon im Grundschulalter sicher, keine Kinder zu wollen. Mir wurde dann allerdings immer prophezeit, dass ich mir das noch anders ueberlegen wuerde, "wenn erstmal der richtige kommt".

    Mr. Right hat aber offenbar irgendwo die falsche Ausfahrt genommen und ist bis heute nicht hier aufgetaucht, darum liess sich die Theorie leider nicht ueberpruefen. Im Falle einer unbeabsichtigten Schwangerschaft waere es ja eh keine Frage gewesen, da haette ich dann halt Nachwuchs bekommen, auch wenn kein expliziter Wunsch dahinter steckte. Aber so wurde es eben nichts.
    Bei mir genau das gleiche. Ich wußte als Kind schon, dass ich keine Kinder haben wollen würde. Die Erwachsenen fanden das alle niedlich, und es gab natürlich die wortgleichen Antworten von "Das wächst sich noch raus" bis zu "Das kommt von selbst, wenn du groß bist". Mein Mr Right kam knapp rechtzeitig vorbei, aber der Kinderwunsch hat sich nie eingestellt.
    Wie gesagt habe ich mit 40 ungefähr ein Jahr lang intensiv drüber nachgedacht, ob ich das nur jetzt nicht will, aber immer, wenn ich mich zu einem schwachen "Vielleicht" durchgerungen hatte, war wieder Familientreffen bei der Familie meines Mannes mit vielen kleinen Kindern, und das schwache Vielleicht wandelte sich dann sofort wieder zu einem sehr starken Nein.
    Ich bin einfach nicht der Typ dafür.
    Die ganze Diskussion mit Elterngeld, Betreuungsplätzen etc. geht bei mir total ins Leere, weil ich einfach keinen Kinderwunsch habe, Umstände egal. Gottseidank sieht das bei mr petrolia auch so aus.

    Übrigens ist es in meiner Familie sowohl mütterlicher- als auch väterlicherseits so, dass fast niemand von den Kindern (also meine Generation, alle um die 40 - 45 Jahre alt) Kinder bekommt. Meine Eltern sind beides Flüchtlingskinder und gehören zur Generation der Kriegskinder (beide 1939 geboren). Damit gehören mein Bruder, unsere Cousins / Cousinen und ich zu den sogenannten Kriegsenkeln (wen es interessiert: die Autorin Sabine Bode hat zu diesem Themenkomplex einige Bücher verfaßt).
    Unter diesen gibt es anscheinend sehr viele Kinderlose. Vielleicht ein Randaspekt, der mit reinspielt.

  6. Inaktiver User

    AW: "Immer mehr Frauen bleiben kinderlos" - Die Männer nicht?

    Zitat Zitat von Joker Beitrag anzeigen
    Siehst Du da tatsächlich eine Verlust für die Frauen, wenn sie die Verantwortung nicht mehr komplett übernehmen wollen? Betonung liegt auf wollen, nicht auf können. Können müssen sie es im Zweifelsfall ja sowieso - wie auch die Väter, wenn es zum worst case kommt.
    Wenn das dazu führt dass man sich gegen Kinder entscheidet: ganz klar ja.

    Das ist für mich eben der Knackpunkt: wer keine Kinder will, für den passt es ja. Was ich nicht verstehe ist, dass man Kinder will, aber die dann nicht kriegt weil man sich auf den Partner nicht verlassen kann. Weil ich denke: im Endeffekt kann ich mich eh nur auf mich verlassen.

    Dann hat man also einen Kinderwunsch und traut sich den aber nicht zu erfüllen? Für mich ist das tatsächlich ein hoher Preis - und ein Abhängigmachen vom Mann.

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    AW: "Immer mehr Frauen bleiben kinderlos" - Die Männer nicht?

    @schnellschnell
    Meinst Du diese Einstellung ist auch im Sinne der späteren Kinder?
    Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
    -
    Schau auf deine Haut und lies
    Such wo meine Zunge war
    Such mein Lied in deinem Haar
    Willst Du mein Gefühl verstehen
    Mußt Du Dich in Dir ansehen
    Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
    (c) ASP
    -

  8. Moderation

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    AW: "Immer mehr Frauen bleiben kinderlos" - Die Männer nicht?

    Zitat Zitat von Petrolia Beitrag anzeigen
    Übrigens ist es in meiner Familie sowohl mütterlicher- als auch väterlicherseits so, dass fast niemand von den Kindern (also meine Generation, alle um die 40 - 45 Jahre alt) Kinder bekommt. Meine Eltern sind beides Flüchtlingskinder und gehören zur Generation der Kriegskinder (beide 1939 geboren). Damit gehören mein Bruder, unsere Cousins / Cousinen und ich zu den sogenannten Kriegsenkeln (wen es interessiert: die Autorin Sabine Bode hat zu diesem Themenkomplex einige Bücher verfaßt).
    Unter diesen gibt es anscheinend sehr viele Kinderlose. Vielleicht ein Randaspekt, der mit reinspielt.
    Das finde ich einen interessanten Punkt, daran habe ich in dem Zusammenhang noch gar nicht so gedacht. Kann ich mir gut vorstellen, dass sich die Problematik der Kriegskinder in dieser Form auf die (fehlende?) Familienplanung der Kriegsenkel auswirkt.

    Übrigens kann ich mir nicht so recht vorstellen, dass der Kinderwunsch bei den Menschen wie bei allen Lebewesen von Natur aus zwangsläufig gegeben ist. Immerhin haben sich sehr viele Menschen damit beschäftigt, Mittel zu finden, um den Kindersegen einzudämmen. Die können wohl kaum alle un-normal gewesen sein.
    “You can tell how smart people are by what they laugh at.”

    ― Tina Fey

  9. Moderation

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    AW: "Immer mehr Frauen bleiben kinderlos" - Die Männer nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn das dazu führt dass man sich gegen Kinder entscheidet: ganz klar ja.

    Das ist für mich eben der Knackpunkt: wer keine Kinder will, für den passt es ja. Was ich nicht verstehe ist, dass man Kinder will, aber die dann nicht kriegt weil man sich auf den Partner nicht verlassen kann. Weil ich denke: im Endeffekt kann ich mich eh nur auf mich verlassen.

    Dann hat man also einen Kinderwunsch und traut sich den aber nicht zu erfüllen? Für mich ist das tatsächlich ein hoher Preis - und ein Abhängigmachen vom Mann.
    Du gehst davon aus, dass Frauen, die Kinder nicht grundsätzlich für sich ablehnen, generell einen Kinderwunsch haben. Dem ist aber nach meiner Beobachtung absolut nicht so. Es dürfte viele Frauen geben, die Kinder weder generell ablehnen noch abgrundtief unglücklich sind, wenn sie keine Kinder haben.
    “You can tell how smart people are by what they laugh at.”

    ― Tina Fey

  10. Inaktiver User

    AW: "Immer mehr Frauen bleiben kinderlos" - Die Männer nicht?

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    @schnellschnell
    Meinst Du diese Einstellung ist auch im Sinne der späteren Kinder?
    Ich denke, die Frage zeigt dass auch du hier Ideal und Wirklichkeit verwechselst.

    Dass eine gelebte Elternschaft das Allerbeste ist bestreite ich nicht, und auch nicht dass man alles dafür tun sollte.

    Wenn die späteren Kinder aber gar nicht erst geboren werden, dann seh ich das schon eher als nachteilig. Außer man ist der Ansicht, ein Leben mit einem alleinerziehenden Elternteil ist nicht lebenswert und sollte dann besser gar nicht entstehen...

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