Eine Familie kämpft ja sozusagen an zwei Fronten: nach außen Erwerbsarbeit, Geld ranholen und nach innen Hausarbeit, Kinder begleiten, betreuen, erziehen. Das muss man sich als Paar irgendwie aufteilen. Früher war die Aufteilung meist klar: die Frau ist zu Hause, der Mann geht arbeiten. Heutzutage ist einiges im Fluss, da Frauen sich zunehmend beruflich engagieren.
Um das ganz wieder passend zu machen, müssten sich, in dem Maße in dem sich die Frauen nach außen orientieren (= mehr und besser bezahlt arbeiten), die Männer nach innen orientieren das heißt mehr Hausarbeit übernehmen und aktiv (Zeit investieren!) an der Kinderbetreuung und -erziehung mitwirken. Meine Vermutung ist: viele Männer wollen das nicht.
Gegen das zusätzliche Gehalt, das die Frau reinholt haben sie nix aber sich dafür zu Hause mehr engagieren – och nö. Das führt dann dazu, dass Mütter mittlerweile beide Fronten beackern während sich an den Väteraufgaben so gut wie nix geändert hat (bis auf die zwei Alibimonate vielleicht). Dazu haben viele Frauen keinen Bock und viele Männer lassen sich auf was anderes nicht ein.
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08.11.2013, 14:15
AW: "Immer mehr Frauen bleiben kinderlos" - Die Männer nicht?
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08.11.2013, 14:16
AW: "Immer mehr Frauen bleiben kinderlos" - Die Männer nicht?
Das muesste man mal diese Maenner fragen. Fuer ein Kind ist man sehr lange verantwortlich, das will gut ueberlegt sein. Der eine oder andere sieht ja vielleicht seine heissgeliebte Freiheit dahin schwinden.
Die erforderlichen Prozeduren, um die Biologie zu ueberlisten sind nun mal aufwendig und teuer. Diejenigen, die das bezahlen muessen sind keine Politiker sondern Unternehmer, die haben ganz andere Interessen als die Frage ob die Deutschen irgendwann aussterben. Kinder kriegt man haeufig nicht mehr, indem man einfach mit seinem Partner Sex hat (ohne zu verhueten, versteht sich), sondern eher so wie eine Milchkuh... durch kuenstliche Besamung.
Merkwuerdig, dass manche Frauen bei der Frage nach Kindern abwinken, waehrend andere sich ueblen Strapazen und Hormonbehandlungen unterziehen, nur weil sie sich sehnlichst Nachwuchs wuenschen.
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08.11.2013, 14:19
AW: "Immer mehr Frauen bleiben kinderlos" - Die Männer nicht?
Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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08.11.2013, 14:21Inaktiver User
AW: "Immer mehr Frauen bleiben kinderlos" - Die Männer nicht?
So seh ich das auch.
Nur fürchte ich, dass sich nicht alle Frauen einen Gefallen damit tun wenn sie dann auf Kinder verzichten. Das mag zwar die logische Reaktion sein auf die männliche Drückebergerei, wer aber einen tiefen Kinderwunsch hat straft sich ja damit selbst.
Ich für mich bin froh dass ich mich für meine Kinder entschieden habe, auch wenn ich sie so gut wie allein großgezogen habe. Ich weiß dass ich heute furchtbar unzufrieden wäre, wenn ich darauf verzichtet hätte. Und so scheint es ja einigen zu gehen - wer gut damit leben kann der hat ja kein Problem, für den passt es ja dann so wie es ist.
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08.11.2013, 14:23Inaktiver User
AW: "Immer mehr Frauen bleiben kinderlos" - Die Männer nicht?
Ich weiß Du willst es nicht hören aber Männer sind nicht interessant in unserer Gesellschaft, werden wegignoriert. Das siehst schonmal am Namen unseres Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Kinder.
In diesem Dokument werden Deine Fragen beantwortet.
http://www.diw.de/documents/publikat...rn04-01-34.pdf
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08.11.2013, 14:25Inaktiver User
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08.11.2013, 14:44
AW: "Immer mehr Frauen bleiben kinderlos" - Die Männer nicht?
Ich habe glücklicherweise einen Mann gefunden, der sich zur Erfüllung unseres Kinderwunsches gemeinsam mit mir in die Teilzeitfalle begeben hat. Wir fühlen uns sehr wohl darin übrigens und haben momentan keinerlei Ambitionen, zwei kleine Kinder und Vollzeit zu stemmen. Mein Kinderwunsch war nicht sehr ausgeprägt aber ich bin sehr froh, ihm trotzdem nachgegeben zu haben.
Ich kenne aber auch das klassische Modell, in dem sie ne Teilzeit-Stelle hat und zusätzlich sämtliche zeitintensiven Haushaltsaufgaben + Kinderbetreuungsorga übernimmt. Sie rotiert den ganzen Tag und er lässt sich dafür feiern, dass er zusätzlich zu seinem natürlich enorm stressigen und verantwortungsvollen Job abends noch die Spülmaschine anwirft und den Müll rausbringt. Und meine kinderlosen Freudinnen kennen diese Familien ebenfalls. Es bringt sie erheblich ins Grübeln und ich kann das verstehen. Wenn der Kinderwunsch dann nicht allzu präsent ist lässt frau sich darauf nicht ein.
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08.11.2013, 14:53
AW: "Immer mehr Frauen bleiben kinderlos" - Die Männer nicht?
Ich frag mich ja auch, wieso "für sich selber sorgen können, eigenes Geld verdienen" nur bei Frauen "Selbstverwirklichung" oder "Karriere" heißt. Als wenn Männer nicht mehr sie selbst würden, wenn sie auf eigenen Füßen stehen, oder als wenn jede Frau beruflich die Erfolgsleiter hochrollen würde...
Wie die Mutter schon sagte, " 'Wer zahlt dann unsere Rente?' Ja, die Arbeitslosen, oder was?"
Die Produktivität geht nicht zurück. Das Sozialprodukt schrumpft nicht. Das Geld wird erwirtschaftet. Es landet nur nicht bei den Leuten, die mehr als die Hälfte der Rentenkosten bezahlen. Wird es in 20, in 30, in 50 Jahren bei den Leuten sein? Keine Ahnung...
Ich seh das schon, daß Frauen überlegen, wie sie ihr Leben mit Kind organisieren könnten, und alle satt, bekleidet und in geheizten Räumen halten. Und wenn sie nicht sehen, wie das gehen soll, sehen sie eben keine Kinder in ihrem Leben. Das ist selten eine Punkt-für-Punkt Kalkulation, mehr eine Impression des gesellschaftlichen Umfeldes.
Die Wahrnehmung tendiert natürlich dazu, Vorurteile und Denkgewohnheiten zu bestätigen, deswegen wird es selbst unter richtig guten Umständen ein bißchen dauern, bis sich ein Grundgefühl von "das ist gar nicht so schwierig, das ist zu wuppen" einstellt.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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08.11.2013, 14:54Inaktiver User
AW: "Immer mehr Frauen bleiben kinderlos" - Die Männer nicht?
Das hatten wir doch schon: vermutlich weil sie ihre Freiheit (sexuell, ökonomisch, geographisch) nicht aufgeben wollen. Weil sie die große Verantwortung scheuen, die Kinder nun einmal mit sich bringen. Weil sich viele gar nicht mehr binden wollen, zumindest nicht in der Jugend, und die wird verlängert bis mindestens 45.
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08.11.2013, 14:57Inaktiver User
AW: "Immer mehr Frauen bleiben kinderlos" - Die Männer nicht?
Das ist nicht unbedingt zwangsläufig so. Bei uns ist es genau so, wie du es beschreibst... und ich hatte nicht mal einen Kinderwunsch. Trotzdem habe ich den Schritt weder bereut noch rotiere ich allzusehr ... wobei ich zugeben muss, dass ich nur ein Kind habe. Das läßt sich mit Teilzeit leicht stemmen.


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