Ich bin dieses Weihnachten leicht kulturpessimistisch geworden, ich hab für mehrere Anfangsteens Geschenke gesucht. Es war eine Qual. Rosa und blau interessiert mich auch nicht sonderlich. Meinetwegen sollen sie gern Dinge für Mädchen und Jungs machen. Ich selbst war ein erzkonservatives rosa Kind. Aber doch bitte gern halbwegs intelligent oder gar spannend.
Such mal ein Buch für eine 12 jährige: 98% Liebesgeschichten in denen die Hauptfigur heulend zuhause sitzt und ihren Liebeskummer mit Nagellackspielen besiegt und am Ende Muffins backt.
O-Ton meine Nichte, die 13 ist, und vier solcher Bücher von der Verwandtschaft bekommen hat: Ich mag Krimis.
Alle Harry Potter hat sie schon durch. Ich hab ihr dann meine aus den 80ern aus dem Speicher geholt und geschenkt. Ihr waren die vermufften Dinger lieber als die Kitsch Verballhornung, die Kinder behandelt als wären sie doof.
Ist eine Marktlücke momentan.
Mit wenigsten einem Mindestmaß an intelligenten Spielzeug für Mädchen geht ja auch in rosa oder glitzern, würde sich momentan eine Menge Geld machen lassen. Goldiblox ist restlos ausverkauft. Das Zeug, was sonst noch auf dem Markt ist, ist nur noch hirnverbrannt (andere Wörter fallen mir nach 2 Tagen sinnloser Suche im Weihnachtskaufwahnsinn nicht ein).
Lego vermarktet nur noch für Jungs, die eine Serie für Mädchen geht ums Verlieben, das Nagelstudio und…dreimal darfst du raten: Muffin backen! Yea!
* es gab dann einen Drachen von mir![]()
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28.12.2013, 21:04
AW: Seid Ihr Feministinnen, was versteht Ihr darunter?
Geändert von _Farmelli (28.12.2013 um 21:08 Uhr)
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10.06.2014, 22:22
AW: Seid Ihr Feministinnen, was versteht Ihr darunter?
Emanzipation für beide Geschlechter hört erst dann auf, wenn beide es zulassen. Ich habe geheiratet und Kinder bekommen, aber es sind alle für die Ordnung zuständig, jeder kann kochen, Wäsche waschen ect. Da muss Frau eben fordern und den Mann auch tun lassen. ich bin seit über 35 Jahren verheiratet. Ich hätte niemals meine Arbeit oder meine Karriere aufgegeben und habe es letztlich "nur" auf Grund einer Krankheit, zZ vorübergehend meine Arbeit mal sein gelassen. Die Krankheit hängt mit meiner Jugend zusammen und hat nichts mit Arbeit, Ehe oder Kindern zutun. Im Gegenteil, sie kam dadurch erst später. Und mein Mann arbeitet ja auch. Dadurch, daß alle mitmachen, wie in einer WG beinahe, eröffnet sich viel Freizeit.
Aber wie ich zu Anfang schon sagte, Emanzipieren muss sich der Mann auch. Und die Frau muß aufhören Paschakinder zuerziehen, oder der Vater kleine Engelchen(ja sind auch klischees, wie soll ich das aber verständlich erklären)
Genderdenken wird doch leider Genereration für Generation weiter gereicht.
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10.06.2014, 22:46
AW: Seid Ihr Feministinnen, was versteht Ihr darunter?
Herr van Dyck
Sie irren.
Wenn sie solche Beobachtungen so gemacht haben wollen, mag ich das nicht bestätigen.
Ich arbeite im Kindergarten. Es sind selten Jungen in der Puppenecke, es sei denn dort sind nur Jungen. Die Spiele sind dann andere, zBs spielen Jungen dann Pizzabäcker oder Arbeiter. Mädchen spielen Arzt oder Familie. Selten ist das Geschlechterübergreifend. Jungen sind darauf aus, das schnellste Dreirad zubesitzen oder die längste Schaufel.
Ich weiß, dass es Jungen gibt, die zu Hause Puppen haben oder einen Kuschelbären. Den bringen sie nie mit.Nur weil es mal ein Mädchen gibt, das das beste Dreirad für sich holt, oder Jungen die sehr gerne mit Mädchen spielen, heißt das nicht, dass das Verhalten der Jungen/Mädchen anerzogen ist.
Gender gerecht zu werden heißt ja auch nicht, alle Menschen sind gleich, sondern alle Menschen sind gleich viel wert und sollen die gleichen Chancen haben.
Ungleiche Chancen ergeben sich aber schon durch die unterschiedliche Bildung der Eltern und den daraus folgenden Umgang mit Medien, Bücherei, Einbringung der Eltern und nicht unbedingt weil ein Kind ein Junge oder ein Mädchen ist.
Deshalb ist es genaugenommen nicht gut und nicht richtig eine Frauenquote wo auch immer einzu führen.
Jedenfalls haben Jungenspiele und Mädchenspiele nichts mit Gender-Konventionen zu tun.
Lesen Sie das doch bitte in aktueller Pädagogik nach, oder bemühen Sie sich über die aktuellen Genderrichtlinien.
Und noch eine Sache. Gehirne von Frauen und Männer sind!erwiesener Maßen unterschiedlich, weshalb mal das eine vom Mann das andere von der Frau besser getan werden kann. Und? Zur Menschheit gehören mindestens zwei Geschlechter.
Was beim Säugetier unterschiedlich ist, soll beim Säugetier Mensch nicht so sein? Weil der Mensch das Anders sein evt mit aller Kraft unterdrückt?
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11.06.2014, 02:13Inaktiver User
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24.11.2014, 15:26
AW: Seid Ihr Feministinnen, was versteht Ihr darunter?
Zitat von Inaktiver User
Der Satz hätte von mir stammen können.
Alsooooooo: ich will als Frau einfach nicht in eine Schublade gepresst werden. Dieses Schicksal gönne ich auch keinem Mann. Ich möchte leben, wie´s mir gefällt, ohne mich rechtfertigen zu müssen. Ganz allgemein wünsche ich uns Frauen mehr Rückgrad und mehr Selbstbewusstsein und den Mut, das eigene "Ding" durchzuziehen. Damit kehrt dann automatisch auch die Ruhe, die Zufriedenheit und die Lebensfreude ein.
Ach ja: Wir sollten uns das "Kümmern" und das "Sorgen machen" um andere abgewöhnen. Es ist eine schlechte Angewohnheit.
Lg
VogelbeereAlleinsein ist schön, Einsamkeit nicht.
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24.11.2014, 16:55
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24.11.2014, 19:53
AW: Seid Ihr Feministinnen, was versteht Ihr darunter?
Ja, wenns darum geht, dass sich wirklich um jemand "gekümmert werden muss" und tatsächlich Hilfe benötigt.
Ich kenne aber viele Frauen, die sich in einer Art und Weise um einen Mann- also, meist den eigenen - "kümmern" und sich "Sorgen um ihn" bzw. um seine Probleme machen- obwohl er der Meinung ist, völlig in Ordnung zu sein und kein Problem zu haben....also Sachen wie: "Wie gewöhne ich ihm das tägliche Bier ab?" ( Er ist volljährig, darf also täglich Bier trinken. Warum soll ich ein Problem meines Partners zu meinem Problem machen?)
Wenn mich das tägliche Bier stört, dann kann ich genau DAS sagen.....und erklären- also, entweder Du fährst Deinen Bierkonsum runter oder ich bin weg.
ich könnte nur regelmäßig meine 20 Jahre jüngeren Kolleginnen, die eine Putzfrau engagieren, damit SIE am Wochenende mehr Zeit für ihren Freund haben, die Putzfrau die GEMEINSAME Wohnung von Kollegin und Freund putzt und SIE dann die Putzfrau allein von ihrem Einkommen bezahlt....anstatt das man das gemeinsame Chaos auch gemeinsam beseitigt.....für diesen Blödsinn verprügeln.
Entweder, man will gemeinsam eine Putzfrau, weil man seine Zeit lieber anderweitig verbringt, dann wird sie aber auch gemeinsam bezahlt. Aber ich zahle doch nicht die Putzfrau, wenn ich genauso viele Stunden arbeite wie mein Partner, alles mit der Begründung- der Haushalt ist doch meine Sache?
Gibts denn ein Putz- und Bügel- Gen? Haben alle Männer eine Staubtuch-Allergie?
Da findet eine gewaltige Rolle rückwärts statt, finde ich.
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25.11.2014, 08:06
AW: Seid Ihr Feministinnen, was versteht Ihr darunter?
Ich gehe davon aus, dass die Frauen heute ihre Entscheidungen FREIWILLIG treffen. Diese Entscheidungen müssen niemanden gefallen.
Lass sie doch. Sie wollen das so, das kann man doch einfach akzeptieren. Wieso muss man anderen Menschen seine Einstellung aufzwingen?ch könnte nur regelmäßig meine 20 Jahre jüngeren Kolleginnen, die eine Putzfrau engagieren, damit SIE am Wochenende mehr Zeit für ihren Freund haben, die Putzfrau die GEMEINSAME Wohnung von Kollegin und Freund putzt und SIE dann die Putzfrau allein von ihrem Einkommen bezahlt....anstatt das man das gemeinsame Chaos auch gemeinsam beseitigt.....für diesen Blödsinn verprügeln.
Es ist für mich kein Schritt "Rückwärts", wenn jede Frau machen kann, was sie will...Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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25.11.2014, 13:11
AW: Seid Ihr Feministinnen, was versteht Ihr darunter?
Ja, aber nicht, wenn z.B. ausschließlich von den Frauen verlangt wird, den Beruf aufzugeben, um sich um die eigene Brut zu "kümmern". In meiner Generation war dies noch ausschließlich den Frauen vorbehalten. Kindererziehung war weiblich. Die Konsequenz: drohende Altersarmut, weil die Rente nicht stimmt.
Oder Angehörige, die zum Pflegefall werden. Wer pflegt diese zu Hause? Etwa der Sohn? Nein, fast immer noch ausschließlich die Tochter oder die Schwiegertochter, die auch heute noch oft ihren Job dafür aufgeben. Erst jetzt wird diese Pflege auch finanziell honoriert, welche jahrelang ganz selbstverständlich von Frauen eingefordert wurde. Frauen hatten sich eben zu "kümmern". Leider mit allen Konsequenzen, weshalb ich auch schrieb, es sei eine schlechte Angewohnheit. Gott sei Dank hatte ich diese Schlußfolgerungen früh kapiert und deshalb - habe zwei Kinder - nie meinen Job aufgegeben.
Lg
VogelbeereGeändert von Vogelbeere (25.11.2014 um 13:18 Uhr)
Alleinsein ist schön, Einsamkeit nicht.
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26.11.2014, 20:22Inaktiver User
AW: Seid Ihr Feministinnen, was versteht Ihr darunter?
Ich würde schon sagen, dass ich eine Feministin bin.
Alles was mir von außen als typisch oktroyiert wird, an "angeblich" weiblichen Eigenschaften,
widerspreche ich ohne wenn und aber, wenn es nicht zu mir gehört.
Nein, ich habe nicht automatisch einen Kinderwunsch, weil ich eine Frau bin.
Nein, ich habe noch nie einem Mann die Socken hinterher geräumt.
Nein, es ist mir nicht das wichtigste eine geleckte Wohnung zu haben, nur weil ich eine Frau bin;
und Nein ich fühle mich nicht als Schlampe, weil ich dem Bild einer putzenden Ordnungsfanatikerin nicht entspreche.
Und trotzdem fühle ich mich als Frau, trage gerne schöne Wäsche und Kleider und gehe gerne zum Friseur und hatte auch schon mal jüngere Liebhaber. Ich glaube daran, dass es auch männliche Schlampen gibt und sie kein Deut besser/schlechter sind als ihre weibliche Variante.



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