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    AW: Seid Ihr Feministinnen, was versteht Ihr darunter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mein Mann und ich haben Nachwuchs bekommen - eben WEIL wir uns das beide, und zwar auf Augenhöhe, gewünscht haben.

    Und dazu musste nun weiss Gott keiner den anderen "mit in irgendein Boot ziehen" - das klingt nämlich fast so, als müsse der eine den anderen erstmal dazu überreden, die gemeinsame Verantwortung für ein Kind mit zu übernehmen.
    Das es im einzelnen noch oft klappt bestreite ich gar nicht. Mir geht es um das Gesamtgesellschaftliche. Und da ist mittlerweile ein Punkt erreicht, an dem sich beide Geschlechter emanzipieren. Leider in verschiedene Richtungen. Das Problem ist, das sich aber beide Geschlechter brauchen, auf Dauer.
    So wurde mit der Emanzipation der Frauen diese in vielerlei Hinsicht "ins Boot geholt". Gute Sache, habe ich nix gegen! Aber da sollte man sich mittlerweile um die ganze Gesellschaft kümmern. Finde ich.
    Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
    -
    Schau auf deine Haut und lies
    Such wo meine Zunge war
    Such mein Lied in deinem Haar
    Willst Du mein Gefühl verstehen
    Mußt Du Dich in Dir ansehen
    Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
    (c) ASP
    -

  2. User Info Menu

    AW: Seid Ihr Feministinnen, was versteht Ihr darunter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Glaubst Du im Ernst, dass es vor fünfzig oder hundert oder fünfhundert Jahren weniger überforderte Eltern gegeben hat?
    Hm... ich weiß nicht genau wie ich es audrücken soll. Damalige Überforderung bezweifle ich nicht. Aber ich glaube es war... "anders". Die Dinge welche die Überforderung auslösten, waren größtenteils Dinge die mittlerweile geändert sind. Trotzdem ist diese Überforderung da, in einem maß das erschreckt (mich zumindest), wenn wir uns Sozialstaat nennen und davon reden in einer moderneren Welt zu leben.
    Das es keine Überforderung mehr geben wird, irgendwann, ist natürlich illusorisch. Aber wenn die alten Überforderungsgründe abgebaut wurden, Überforderung aber noch da ist, muss es ja Neue geben. Und das interessiert mich näher. Mir fallen da einige Gründe ein, für Mann und Frau, die sich aus dem immer mehr wachsenden Kapitalismus ergeben.
    Es stimmt einfach so einiges nicht.
    Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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    Schau auf deine Haut und lies
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  3. Inaktiver User

    AW: Seid Ihr Feministinnen, was versteht Ihr darunter?

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Mir geht es um das Gesamtgesellschaftliche. Und da ist mittlerweile ein Punkt erreicht, an dem sich beide Geschlechter emanzipieren. Leider in verschiedene Richtungen.
    Also das sehe ich nun tatsächlich ganz anders als du, Satyr.

    Verglichen mit unseren Eltern und Großeltern empfinde ich das heutige Verhältnis zwischen Mann und Frau wesentlich entspannter, gesprächsbereiter und gegenseitig verständnisvoller.

    Man muss ja nicht unbedingt die Bri (in der verschiedene Generationen miteinander diskutieren) als DEN Maßstab für das Leben „vor der Hütte“ betrachten

  4. Inaktiver User

    AW: Seid Ihr Feministinnen, was versteht Ihr darunter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also das sehe ich nun tatsächlich ganz anders als du, Satyr.

    Verglichen mit unseren Eltern und Großeltern empfinde ich das heutige Verhältnis zwischen Mann und Frau wesentlich entspannter, gesprächsbereiter und gegenseitig verständnisvoller.

    Man muss ja nicht unbedingt die Bri (in der verschiedene Generationen miteinander diskutieren) als DEN Maßstab für das Leben „vor der Hütte“ betrachten
    Schön, wenn Du das so siehst.
    Das macht doch Mut.

    Ich vermute Satyr und ich (denn ich kann vieles nachvollziehen, was er sagt) sind beide eher kulturpessimistisch veranlagt.
    Und ich glaube auch (Satyr?) beide Single. können also nicht mit einer Musterbeziehung aufwarten, sondern vielleicht auch teils mit, ähm, interessanten ... Begegnungen auf dem Single-Markt.

    Und dem gegenüber stelle ich persönlich manchmal die guten Beziehungen meiner Eltern und vor allem eines Großelternpaars, die wirklich glücklich waren.

    Ich finde das Finden und Halten einer Beziehung heute gar nicht so einfach.

  5. Inaktiver User

    AW: Seid Ihr Feministinnen, was versteht Ihr darunter?

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Hm... ich weiß nicht genau wie ich es audrücken soll. Damalige Überforderung bezweifle ich nicht. Aber ich glaube es war... "anders". Die Dinge welche die Überforderung auslösten, waren größtenteils Dinge die mittlerweile geändert sind.
    [...]
    Aber wenn die alten Überforderungsgründe abgebaut wurden, Überforderung aber noch da ist, muss es ja Neue geben.
    Das glaube ich eigentlich nicht. Ich glaube, dass die Überforderungsgründe im Wesentlichen dieselben sind wie vor 50, 500 oder 5000 Jahren.

    Alkoholismus, psychische Erkrankungen, beengte Wohnverhältnisse, Armut, Konflikte in der Partnerschaft, Schreikinder, kranke Kinder, kranke Eltern...

    Ein Überforderungsgrund ist natürlich weggefallen: Man kann den Kindersegen heutzutage begrenzen und muss nicht das zehnte ungewollte Kind austragen. Dafür werden auch weniger Kinder in den Fluss geworfen und auf die Müllhalde geschmissen.

    Mir fallen da einige Gründe ein, für Mann und Frau, die sich aus dem immer mehr wachsenden Kapitalismus ergeben.
    Das könnte allerdings sein. Ich glaube keine Sekunde lang, dass die Verhältnisse vor 50 oder 100 Jahren entspannter waren als heute. Aber in den letzten fünfzehn oder zwanzig Jahren hat sich eventuell doch manches zum Schlechteren gewandelt. Das "soziale" an der sozialen Marktwirtschaft scheint mir zu einem Gutteil verloren gegangen zu sein.

  6. Inaktiver User

    AW: Seid Ihr Feministinnen, was versteht Ihr darunter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Außerdem ist das Argument ziemlich hohl denn ich laufe nicht mit einem Schild durch die Gegend auf dem draufsteht was meine Zukünftige verdienen sollte. In der Regel läuft verlieben bei mir erstmal über ganz andere Kanäle und irgendwann kommt die Sprache auf den Beruf oder den Verdienst und wenn mir grad eine Frau über den Weg läuft mir der ich mir eine Partnerschaft vorstellen kann dann werde ich sie nicht in den Wind schießen nur weil sie vom Gehalte her nicht eine akademische Laufbahn hat. Diese Gedankengänge kenne ich auch überwiegend nur von Frauen.
    Das magst du so sehen.

    Ich finde es jedenfalls armselig wenn Männer am jammern sind und in den Zeugungsstreik treten, weil sie angeblich ein hohes Risiko eingehen wenn sie Kinder zeugen. Täten sie das mit einer Frau mit der Kinder aufziehen partnerschaftlich geregelt wird und die sich genauso in der finanziellen Verantwortung für die Familie sieht könnten sie das ziemlich zuverlässig vermeiden.

    Es gibt genug Frauen die das heute so sehen und leisten könnten - genau die bleiben aber übrig, bekanntermaßen.

    Wer sich dann eine sucht, die das anders sieht weil nur das sein Frauenbild bedient der braucht sich dann aber bitteschön hinterher nicht wundern.

  7. Inaktiver User

    AW: Seid Ihr Feministinnen, was versteht Ihr darunter?

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Bedanken dürfen sich die Frauen die in anderen Teilen des Forums verzweifelt schreiben keinen Mann zu finden der Kinder möchte... oder all die Frauen die Singlebörsen unterwegs sind (mehrheitlich meist Frauen).
    Das sie keine/kaum Männer für Familie finden liegt garantiert nicht daran das Männer zu blöd sind ein Kondom zu benutzen, ganz im Gegenteil. Sondern daran das sie in vielen Bereichen die wichtig sind nicht ernst genommen werden.
    Und daran, dass Männer bei der Partnerwahl vielleicht die falschen Kriterien anlegen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich laufe nicht mit einem Schild durch die Gegend auf dem draufsteht was meine Zukünftige verdienen sollte. In der Regel läuft verlieben bei mir erstmal über ganz andere Kanäle und irgendwann kommt die Sprache auf den Beruf oder den Verdienst und wenn mir grad eine Frau über den Weg läuft mir der ich mir eine Partnerschaft vorstellen kann dann werde ich sie nicht in den Wind schießen nur weil sie vom Gehalte her nicht eine akademische Laufbahn hat. Diese Gedankengänge kenne ich auch überwiegend nur von Frauen.
    Klar, eine Frau die Verantwortung übernimmt und finanziell eigenständig ist kann gewisse Kanäle (?) einfach nicht bedienen.

  8. Inaktiver User

    AW: Seid Ihr Feministinnen, was versteht Ihr darunter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Schön, wenn Du das so siehst.
    Das macht doch Mut.

    Ich vermute Satyr und ich (denn ich kann vieles nachvollziehen, was er sagt) sind beide eher kulturpessimistisch veranlagt.
    Und ich glaube auch (Satyr?) beide Single. können also nicht mit einer Musterbeziehung aufwarten, sondern vielleicht auch teils mit, ähm, interessanten ... Begegnungen auf dem Single-Markt.

    Und dem gegenüber stelle ich persönlich manchmal die guten Beziehungen meiner Eltern und vor allem eines Großelternpaars, die wirklich glücklich waren.

    Ich finde das Finden und Halten einer Beziehung heute gar nicht so einfach.
    Dagegen bin ich ein äußerst zufriedener Single.

    Die Ehen meiner Großeltern waren definitiv nicht von besonderer Zuneigung geprägt. Die Frauen hatten in der Nachkriegsgeneration sowieso nicht die große Auswahl und Scheidungen waren gesellschaftlich weitgehend geächtet. Der eine Opa hat bis zu seinem Tod unter seiner tyrannischen Frau gelitten. Beim anderen Paar war die Situation ausgeglichener: Die Abneigung beruhte immerhin auf Gegenseitigkeit.

  9. Inaktiver User

    AW: Seid Ihr Feministinnen, was versteht Ihr darunter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Klar, eine Frau die Verantwortung übernimmt und finanziell eigenständig ist kann gewisse Kanäle (?) einfach nicht bedienen.
    Das glaube ich jetzt eigentlich nicht, dass Frauen die z.B. studiert haben oder wert auf den eigenen Beruf legen, schlechtere Chancen bei Männern haben. Ganz und gar nicht.

    Ich glaube vielmehr, ein Problem ist tatsächlich die Tatsache, dass die Ausbildungszeiten oft lange dauern, dass der Berufseinstieg lange dauert, dass es lange dauert bis ein Leben gefestigt ist ... und erst dann wollen viele Kinder, vorher kommen sie gar nicht dazu, daran zu denken.

    Manchmal fehlt dann der Partner/die Partnerin und es bleibt schlicht nicht mehr so viel Zeit. Manche sind dann zu alt oder fühlen sich schlicht zu alt.

    Darum müsste vielleicht hier ein Umdenken passieren, dass auch junge Leute, die noch in der Ausbidung/Studium sind schon das Gefühl haben "Ja, jetzt könnte es passen, ohne dass es mich bei der "Karriere"-Planung (im Sinne von einfach einen guten Job finden) zu sehr belastet.
    Geändert von Inaktiver User (08.08.2013 um 16:15 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Seid Ihr Feministinnen, was versteht Ihr darunter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Ehen meiner Großeltern waren definitiv nicht von besonderer Zuneigung geprägt. Die Frauen hatten in der Nachkriegsgeneration sowieso nicht die große Auswahl und Scheidungen waren gesellschaftlich weitgehend geächtet. Der eine Opa hat bis zu seinem Tod unter seiner tyrannischen Frau gelitten. Beim anderen Paar war die Situation ausgeglichener: Die Abneigung beruhte immerhin auf Gegenseitigkeit.
    @Parvamater

    Das klingt wirklich fürchterlich... ich kann verstehen, dass man dann einiges anders sieht...

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