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    Was hat Emanzipation mit Emanzipation zu tun

    Emazipation der Frauen ist ursprünglich abgeleitet aus dem allgemeinen Emanzipationsbegriff und definiert im groben Umriss die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung der gesellschaftlichen Gruppe der Frauen gegenüber der Gruppe der Männern.

    Wie der Vorstrang gezeigt hat definieren einige Frauen Emanzipation als ein Gefühl der persönlichen Zufriedenheit und Freiheit und deklarieren sich unter dieser Vorgabe als emanzipiert.

    Für mich ergeben sich durch eine solche Sicht unterschiedliche Schlüsse.

    • Die Gleichberechtigung ist erreicht, und alles was Frauen gelingt oder nicht gelingt ist ihre persönlich Angelegenheit.

    • Die Gleichberechtigung ist nicht erreicht aber sie ist auch nicht relevant für das persönliche Gefühl der Emanzipation, da Frau ihre persönlichen Ziele erreichen kann.

    Daraus wiederum stellt sich die Frage, wie realistisch die Sicht auf die aktuelle gesellschaftliche Situation ist, wenn z.B. vor allem aus der persönlichen Zufriedenheit Rückschlüsse auf die gesamtgesellschaftliche Situation geschlossen werden.

    Wir haben eine rechtliche Gleichstellung.
    Aber wo ist die gesellschaftliche Gleichestellung?
    Wo können Frauen in allen Bereichen auf die gleiche Weise beruflich Karriere machen wie Männer?
    Wo werden die Leistungen von Frauen gleich bewertet wie die von Männern?
    Noch immer sind überwiegend Frauen Opfer häuslicher Gewalt.
    In Deutschland werden Frauen gehandelt und zur Prostitution gezwungen.
    Es sind Religionen gestattet, die die Frauen als minderwertig gegenüber Männern darstellen und diese Religionen werden auch gelebt.

    Was hat persönliche Emanzipation mit der gesellschaftlichen zu tun und kann man sie von einander getrennt betrachten.
    Geändert von maxima8 (22.09.2006 um 14:55 Uhr)

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    AW: Was hat Emanzipation mit Emanzipation zu tun

    Die Girlies denken doch, wenn sie jetzt den Kerlen auf den Hintern schauen und über Knackärsche reden, dann wäre das der Gipfel der Emanzipation.

    Die Frauen wollen sich wohlfühlen. Warum sollten sie sich um Ungerechtigkeiten kümmern, die sie nicht betreffen. Wir sind eine Spaßgesellschaft und jeder ist sich selbst der nächste.

  3. gesperrt

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    AW: Was hat Emanzipation mit Emanzipation zu tun

    Frauen wollen sich wohlfühlen oder so wie man ihnen erzählt, dass sie sich zu fühlen haben.
    Ein Bild aus der neuen Emma zeigt die Mannequins der ELLE von 1948 die wie ganz normale Frauen aussehen.
    http://www.sisterl.de/Bilder/frauen_1_kl.jpg
    Die "emanzipierte" Frau von heute hat sich einen Körper aufschwätzen lassen, der sich scheinbar nur noch aus Problemzonen zusammen setzt und möglichst nur noch einen bmi von unter 18 aufweist.
    Viele Frauen bringen es scheinbar ohne Probleme fertig ganz offenen oder subtilen Zwängen ausgesetzt zu sein und sich trotzdem emanzipiert zu fühlen.

  4. Inaktiver User

    AW: Was hat Emanzipation mit Emanzipation zu tun

    Emanzipation heißt nicht, dass sich Frauen morgen genauso miserabel benehmen dürfen, wie sie es heute den Männern vorwerfen, die es gestern taten!

    Aber genau da seid ihr heute.

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    AW: Was hat Emanzipation mit Emanzipation zu tun

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Emanzipation heißt nicht, dass sich Frauen morgen genauso miserabel benehmen dürfen, wie sie es heute den Männern vorwerfen, die es gestern taten!

    Aber genau da seid ihr heute.
    abgesehen davon, dass du arg verallgemeinerst - hast du recht! "emanzipation" sollte nicht heißen so zu werden wie die männer, von denen sich die frauen emanzipieren wollen (auch verallgemeinert, um im "bild" zu bleiben)...
    ************************
    Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
    ************************

  6. gesperrt

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    AW: Was hat Emanzipation mit Emanzipation zu tun

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Emanzipation heißt nicht, dass sich Frauen morgen genauso miserabel benehmen dürfen, wie sie es heute den Männern vorwerfen, die es gestern taten!

    Aber genau da seid ihr heute.
    Toller Satz - und so wahr!

    Natürlich sollten gleiche Leistungen auch gleich honoriert werden, das ist gar keine Frage. Aber der Rest? Ich BIN nun mal Frau und ich bin es gerne und fühle mich dadurch keineswegs "minderwertig", eher im Gegenteil. Als Frau wird man in der Gesellschaft doch eher höflicher, zuvorkommender, rücksichtsvoller behandelt, als ein Mann.

    Ich halte mich durchaus für emanzipiert, spiele nicht das verschüchterte Weibchen und sage meine Meinung und das meist auch noch recht deutlich. Aber ich muß nicht, wie leider vielfach zu sehen und fast schon normal, breitbeinig mit der Bierflasche in der Hand dasitzen, um zu zeigen, dass ich auch kann, was Männer können. (Einmal davon abgesehen, dass das auch bei Männern nicht unbedingt ein ansprechendes Bild gibt.)Das hat mit Emanzipatiion überhaupt nichts zu tun. Es gibt nun mal nicht nur äussere Unterschiede zwischen Männern und Frauen, sondern es gibt diese Unterschiede auch im Denken, im Empfinden. Muß ich meine Empfindungen vergewaltigen, um als emanzipiert zu gelten?

  7. Inaktiver User

    AW: Was hat Emanzipation mit Emanzipation zu tun

    Gute Worte, Regina

  8. Inaktiver User

    AW: Was hat Emanzipation mit Emanzipation zu tun

    Zitat Zitat von maxima8
    Die "emanzipierte" Frau von heute hat sich einen Körper aufschwätzen lassen, der sich scheinbar nur noch aus Problemzonen zusammen setzt und möglichst nur noch einen bmi von unter 18 aufweist.
    Viele Frauen bringen es scheinbar ohne Probleme fertig ganz offenen oder subtilen Zwängen ausgesetzt zu sein und sich trotzdem emanzipiert zu fühlen.
    @maxima
    Wie wahr, wie wahr!
    Aber, von wem lässt die "emanzipierte" Frau sich den Körper aufschwätzen? Das ist die Frage. Heute können wir nicht mehr nur die patriarchalische Gesellschaft dafür verantwortlich machen, sondern auf der grossen Linie auch die Frauen, die sich gegeneinander zum Wohl der Männer ausspielen lassen. Dafür wird dann auch häufig die prekäre ökonomische Lage mancher Frauen als Begründung herangezogen. Weshalb aber in misslichen Zeiten Männer sich nicht von Frauen gegeneinander aufmischen lassen, ist noch nicht beantwortet worden.
    Solange also Frauen sich so sehr über das Äussere definieren (müssen) und sich von anderen Frauen dazu zwingen lassen (dazu gezwungen werden), anstatt über Leistung und Können, werden die Gesetze zu ihren Gunsten nicht mit gesellschaftlicher Relevanz versehen sein.

    Und wenn in einem anderen Strang eine Posterin einen Zeitungsartikel hineinstellt, der anführt dass wir Ältere den Jungen die jugendlichen Attribute wie Kleidung und Benehmen streitig machen, so sehe ich, dass dies leider wieder vornehmlich auf die Frauen abzielt, die möglichst ab 45 auf's Altenteil gehen sollen (keine Miniröcke, keine Disco) und auch in den einschlägigen Lokalen - sofern sie nicht gerade eine Berühmheit wie Fiona Swarovski sind - so behandelt werden; während die reifen Herren in jugendlicher Begleitung freudige Begrüssung des Personals erwarten dürfen, denn ihr Portemonnaie ist ja angeblich gut gefüllt.

    Gruss Colonna

  9. gesperrt

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    AW: Was hat Emanzipation mit Emanzipation zu tun

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    @maxima
    Wie wahr, wie wahr!
    Aber, von wem lässt die "emanzipierte" Frau sich den Körper aufschwätzen? Das ist die Frage. Heute können wir nicht mehr nur die patriarchalische Gesellschaft dafür verantwortlich machen, sondern auf der grossen Linie auch die Frauen, die sich gegeneinander zum Wohl der Männer ausspielen lassen.
    Stimmt. Man konnte auch die frühere völlig verblödeten Darstellung der Frauen, wie sie bei einigen der "großen" Philosophen betrieben wurde, nie ganz dem Patriarchat überantworten. Immerhin haben zu allen Zeiten immer auch Unterdrückte aller Couleur mit ihren Unterdrückern gemeinsame Sache gemacht. Fast immer mit durchaus nachvollziehbaren Gründen.

    Früher war es, wie Du schon sagtest häufig die ökonomische Situation, die ausschlaggebend dafür war, dass Frauen sich kaum eine eigene Meinung leisten konnten. Und ein Schlag gegen andere Frauen, die für Emanzipation eingetreten sind, war immer auch ein Schlag für den Erhalt der eigenen Privilegien.
    Ich denke, dass Männer sich nicht in misslichen Lagen von Frauen auseinander dividieren lassen, weil Sozialisation sich nicht innerhalb so kurzer Zeit ändern lässt. Noch haben sie Privilegien zu verteidigen und so lange werden sie auch zusammen halten.


    Solange also Frauen sich so sehr über das Äussere definieren (müssen) und sich von anderen Frauen dazu zwingen lassen (dazu gezwungen werden), anstatt über Leistung und Können, werden die Gesetze zu ihren Gunsten nicht mit gesellschaftlicher Relevanz versehen sein.

    Und wenn in einem anderen Strang eine Posterin einen Zeitungsartikel hineinstellt, der anführt dass wir Ältere den Jungen die jugendlichen Attribute wie Kleidung und Benehmen streitig machen, so sehe ich, dass dies leider wieder vornehmlich auf die Frauen abzielt, die möglichst ab 45 auf's Altenteil gehen sollen (keine Miniröcke, keine Disco) und auch in den einschlägigen Lokalen - sofern sie nicht gerade eine Berühmheit wie Fiona Swarovski sind - so behandelt werden; während die reifen Herren in jugendlicher Begleitung freudige Begrüssung des Personals erwarten dürfen, denn ihr Portemonnaie ist ja angeblich gut gefüllt.
    Ich halte das auch für eine Mischung aus müssen und wollen.
    Bei Mädchen ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit ein unglaublicher Druck sich anzupassen. Die Frage ist nur, wer den Druck direkt oder indirekt ausübt.
    Mit wachsendem Selbstbewusstsein verschiebt sich auch die Verantwortung.
    Der Druck der hier herrscht wird bestimmt vom Blick der Männer auf die Frauen, von den Bildern, die die Medien und die Werbung generieren und von den Frauen selbst.

  10. Inaktiver User

    AW: Was hat Emanzipation mit Emanzipation zu tun

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Und wenn in einem anderen Strang eine Posterin einen Zeitungsartikel hineinstellt, der anführt dass wir Ältere den Jungen die jugendlichen Attribute wie Kleidung und Benehmen streitig machen, so sehe ich, dass dies leider wieder vornehmlich auf die Frauen abzielt, die möglichst ab 45 auf's Altenteil gehen sollen (keine Miniröcke, keine Disco) und auch in den einschlägigen Lokalen - sofern sie nicht gerade eine Berühmheit wie Fiona Swarovski sind - so behandelt werden; während die reifen Herren in jugendlicher Begleitung freudige Begrüssung des Personals erwarten dürfen, denn ihr Portemonnaie ist ja angeblich gut gefüllt.

    Gruss Colonna
    Nana, Colonna, du drehst mir ganz schön das Wort im Mund herum. Die Frage der "Juvenalisierung" ist überhaupt nicht geschlechtsspezifisch; ein alter Mann, der den Berufsjugendlichen gibt, ist genauso lächerlich wie eine Fünfzigjährige in der Disco. Dass die reiferen Herren in Lokalen angeblich besser bedient werden, hat mit dem Thema "Juvenalisierung" rein gar nichts zu tun - in Lokalten geht es nur darum, wer viel Geld ausgibt. Eine reiche Erbin mit jungem Lover würde genauso freundlich begrüßt, wenn sie entsprechend konsumiert.

    Aber man kann natürlich aus allem und jedem eine geschlechtsspezifische Diskriminierung herauskitzeln, wenn man die Dinge entsprechend auslegt.

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