Die Verwendung des Wortes Sekte ist an dieser Stelle falsch, da Anachronismus. Als Sekten werden nur Unterströmungen des Christentums bezeichnet. Letzteres war zu diese Zeit jedoch gerade erst im Enstehen.
Leider muss ich Dir sagen, dass Du Dich insgesamt doch nicht so gut auskennst und viel durcheinandergebracht hast. Dennoch bedanke ich mich bei Dir für das entgegengebrachte Interesse.![]()
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16.01.2011, 14:16
AW: Emanzipation: War Kleopatra Maria?
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16.01.2011, 17:04
AW: Emanzipation: War Kleopatra Maria?
Ja, den Begriff habe ich natürlich absichtlich so gewählt, damit wir eine konkretere Vorstellung von dem liederlichen Lebenswandel der Freunde und Anhänger Kleopatras erhalten:
Swingersekte finde ich einfach anschaulicher als Mysterienkult:
Gern geschehen. Ich bin halt Mann und als solcher natürlich Augustus-Fan und habe mit Kleopatra jetzt nicht so viel am Hut. Und da Du Emanzipation mit Unabhängigkeit gleichsetzt, ich aber Unabhängigkeit mit weltlicher Macht und Autorität für schwer vereinbar halte, haben wir wohl ohnehin eine größere Diskrepanz bei grundlegenden Auffassungen.
Gutes Gelingen weiterhin."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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16.01.2011, 19:02
AW: Emanzipation: War Kleopatra Maria?
Das ist klar. Der Isis-Kult war harmlos. Er verehrte Mutter und Kind.
Ihr Vater Ptolemaios und Julius Caesar waren "Männer von Welt", sagen wir mal, wie Du.
Sie findet nur Anschluß in diese Männerwelt über einen Mann, OK?
Während sich der 18-jährige Augustus, seine engsten Freunde und viele weitere römische Senatoren nicht als Beschützer zur Verfügung stellten, waren Markus Antonius und Phraates ihr durchaus behilflich.
Damals wurde Gleichberechigung durch Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft erreicht.
Der 18-jährige Augustus war zu dieser Einsicht nicht in der Lage. Und warum? Weil er, seine engsten Freunde und Berater sowie diverse römische Senatoren es auf die Alleinherrschaft angelegt hatten.
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16.01.2011, 20:23
AW: Emanzipation: War Kleopatra Maria?
"Isis, auch Iset oder Aset, war in der ägyptischen Mythologie die Tochter des Geb und der Nut, Schwester des Seth und der Nephthys, sowie Schwester und Gemahlin des Osiris. Von diesem empfing sie Horus als Sohn, den sie in der Einsamkeit der Nilsümpfe, versteckt vor dem Gott Seth, zur Welt brachte."
Nut gut, dass Augustus dieser Inzest-Verherrlichung ein Ende gemacht hat.
Danke Augustus!
Und die hätten dann diesen ganzen vorderasiatischen und nordafrikanischen Verstümmelungskulten den Weg nach Europa geebnet:
Schon klar."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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16.01.2011, 20:39
AW: Emanzipation: War Kleopatra Maria?
Inzest kam in vorchristlicher Zeit vorwiegend bei Herrscherpaaren vor.
Das Christentum hat dieser "Verherrlichung" ein Ende gemacht, der Isis-Kult wurde nämlich Jahre nach Augustus in Rom eingeführt und vom Christentum aufgesaugt wie ein Schwamm.
Nein, Ihre Informationen sind überholt. Sie hätten Rücksichtnahme ud Hilfsbereitschaft nach Europa gebracht, denn Kleopatra, Antonius und Phraates gehörten als Maria und Joseph zu Schlüsselfiguren des Christentums.
Der 18-jährige Augustus war dazu nicht in der Lage. Er ließ sich selbst als Gott verehren. Und warum? Weil er, seine engsten Freunde und Berater sowie diverse römische Senatoren es auf eine vererbbare Diktatur angelegt hatten.
Er hat rücksichtslos seine eigene Tochter durch Heiratspolitik unglücklich gemacht. Iulia (Tochter des Augustus) ? WikipediaGeändert von Alles (16.01.2011 um 21:28 Uhr)
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16.01.2011, 21:06
AW: Emanzipation: War Kleopatra Maria?
Hätte Kleopatras Partei obsiegt, dann wäre Europa in Inzest, Polygamie, Mutilation und Astrologie versunken.
"Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist."
Nagut, das wirft tatsächlich kein sonderlich gutes Licht auf ihn. Wobei das sicher Ausnahmen waren:
"Die patria potestas war im antiken Rom die theoretisch uneingeschränkte Verfügungsgewalt (potestas) des pater familias, des männlichen Familienoberhauptes, über die familia. Zu römischen familia gehörten anders als bei vielen anderen Familienformen auch die verheirateten Söhne mit ihren Frauen und Kindern, die Adoptivsöhne, Sklaven, Vieh und das sonstige Besitztum. Die patria potestas war für das Familien- und Eheleben rechtlich konstitutiv, wurde in der Realität des Alltags aber zumindest in historischer Zeit selten durch Exzesse der Terrorisierung durch den pater familias ausgeübt, obwohl Quellen von entsprechenden Einzelfällen berichten. Vielmehr wurde die hervorragende Stellung des pater familias durch die Verfügungsgewalt über das Vermögen und das Leben der familia eher symbolisiert als tatsächlich ausgeübt.""...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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16.01.2011, 21:18
AW: Emanzipation: War Kleopatra Maria?
Augustus hat sich als Gott verehren lassen!
"12.↑ Vereinzelte Tempel und Altäre in Italien und den Provinzen weisen bereits auf eine Verehrung des Augustus als Gott zu seinen Lebzeiten hin, unabhängig vom Kult des genius Augusti, jedoch nicht als Divus Augustus, sondern als Divi filius, evtl. auch fälschlicherweise als Divus Iulius (Ittai Gradel: Emperor Worship and Roman Religion, Oxford 2002)."
und
Kleopatras Partei hat das Christentum mitbegründet!
Weitere Greueltaten des Augustus:
Um seine Nachfolge zu regeln, sprang er mit seinen engsten Familienmitgliedern um wie mit Marionetten.
Verbannung:
- 8 n. Chr., ereilte den Dichter Ovid, den Autor der Ars amatoria („Liebeskunst“), das gleiche Schicksal: Er wurde nach Tomis am Schwarzen Meer verbannt. [ = Zensur ]
Das propagandistische Bild vom Princeps als treusorgendem altrömischem Patron, der über das Wohl der Seinen wacht, fand sichtbaren Ausdruck in einem umfangreichen Bauprogramm in Rom (publica magnificentia). Dazu gehörten Zweckbauten wie Aquädukte und eine riesige Sonnenuhr, vor allem aber Repräsentationsbauten wie das Augustusforum, das Marcellustheater und zahlreiche Tempel, die dazu dienten, den Römern Macht und Autorität des Augustus vor Augen zu führen. Der Kaiser spricht in seinem Tatenbericht von 82 Tempeln, die er in einem Jahr habe instandsetzen, Vergil in der Aeneis von 300 Tempeln, die er insgesamt habe bauen lassen.
12 v. Chr. übernahm er wieder das Amt des potifex maximus. Als oberster Priester des römischen Staatskultes konnte er nun auch alle Belange der religio Romana in seinem Sinne regeln.
Als weitere Ehrung beschloss der Senat 8 v. Chr., den Monat Sextilis in Augustus umzubenennen. Als Grund für die Wahl dieses Monats anstelle von Augustus’ Geburtsmonat September wurde angeführt, dass er im Sextilis erstmals Konsul geworden sei und drei Triumphe gefeiert habe. Außerdem markiere dieser Monat, in dem Ägypten erobert worden war, das Ende der Bürgerkriege.[24] Der eigentliche Grund könnte aber gewesen sein, dass der Sextilis direkt auf den nach Caesar benannten Juli folgte.[25]
Am 5. Februar des Jahres 2 v. Chr. verlieh der Senat Augustus schließlich den Titel pater patriae („Vater des Vaterlandes“), auf den er besonders stolz war, denn er war mehr als eine bloße Ehrenbezeichnung. Vielmehr führte er jedermann vor Augen, dass dem Kaiser gegenüber allen Reichsangehörigen die gleiche Autorität zustand wie jedem römischen Familienoberhaupt, dem pater familias, über die Seinen.
Sonst kann man ihm nur noch seinen rücksichtslosen Aufstieg vorwerfen.Geändert von Alles (16.01.2011 um 22:02 Uhr)
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16.01.2011, 21:42
AW: Emanzipation: War Kleopatra Maria?
"Zudem wurde der Kaiser – wie die meisten römischen Caesaren nach ihrem Tod – zum Staatsgott (divus) erklärt. Dem Kult des Divus Augustus wurde ein Tempel zwischen Kapitol und Palatin geweiht. Er oblag einem Kollegium von 21 Priestern, den Augustales, in das nur die höchsten Mitglieder des Senats und des Kaiserhauses berufen wurden."
"An Bord ihrer vergoldeten Prachtgaleere mit Purpursegeln standen als Nereiden kostümierte schöne Mädchen sowie Lustknaben; sie selbst trat als irdische Inkarnation der Göttin Aphrodite bzw. deren ägyptischem Pendant Isis, d. h. in einer geschickten Präsentation spärlicher Bekleidung, dem neuen Dionysos Antonius entgegen. Sie bat ihn, auf ihr Schiff zu kommen und empfing ihn offenbar in einer hocherotischen Atmosphäre. In den folgenden Tagen richtete sie luxuriöse Bankette für Antonius aus und laut den antiken Autoren war sie es, die ihn mit diesem Auftritt eroberte und nicht umgekehrt. Neben der persönlichen Komponente legten freilich auch politische Gründe für beide Seiten eine Kooperation nahe. Für die Bevölkerung stellte Kleopatra ihr Treffen mit Antonius auf eine religiöse Ebene und ließ verbreiten, dass Aphrodite zum Wohle Asiens zu Dionysos käme. Die Untertanen konnten in dieser Begegnung eine irdische Manifestation der sakralen Vereinigung von Aphrodite und Dionysos bzw. von Isis und Osiris sehen, die damals die Hauptgottheiten der östlichen Religionen darstellten.""...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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16.01.2011, 21:56
AW: Emanzipation: War Kleopatra Maria?
Hallo Alaska,
hast Du mal Plutarch gelesen? Er ist ein großartiger Schriftsteller und schildert alles sehr plastisch und mitreißend und das im 2. Jahrhundert nach Chr. ! ich würde ihn als ersten Schriftsteller für Unterhaltungsliteratur bezeichnen.
Was ich sagen will: Er hat seine Phantasie gebraucht und das spärliche, was man von Kleopatra wußte aufs sexuell Anzüglichste ausgebaut.
Das ist ja das Problem, dass jeder das oben geschilderte für bare Münze hält.
Plutarch kann man nicht widerlegen, weil er phantasiert. Man muss eine Gegenerzählung bereitstellen.
Aber man findet auch bei ihm ein paar sehr nette Stellen über Kleopatra.Geändert von Alles (16.01.2011 um 22:49 Uhr)
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16.01.2011, 22:11
AW: Emanzipation: War Kleopatra Maria?
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