Antworten
Seite 3 von 10 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 95
  1. User Info Menu

    AW: Selbst zahlen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und was meinst du?

    Wer mit Sexentzug / Liebesentzug drohen kann, hat die wahre Macht?

    Man hätte die Liebe ja so gerne als machtfreien Raum. Und manchmal gelingt es ja auch.
    Derjenige hat mehr Macht in einer Paarbeziehung, der weniger liebt, weniger begehrt, der freier ist, zu berechnen, weil er weniger bedürftig ist.

    Der, der mehr liebt, mehr begehrt, ist IMMER der machtlosere, auch wenn er u.U. sehr viel mehr verdient.

    Ideal wäre natürlich, beide begehrten sich gleich stark.
    Real tritt so ein Idealfall nie ein, zumal das Mehr und Weniger auch über die Zeit schwanken kann, so dass phasenweise mal der eine, mal der andere Partner der machtlosere ist.

    Dass in der Regel Männer für Frauen zahlen, ist meiner Ansicht nach Folge instinktiv disponierter Erwartungshaltungen.

    Bei Tieren wählen meist die Weibchen aus, die Männchen müssen sich beweisen, vorführen, konkurrieren.

    Es wählt in der Natur meist das Geschlecht aus, dass das größere minimale parentale Investment zu leisten hat.
    Das andere Geschlecht konkurriert, führt vor, präsentiert sich aktiv.

    Weil Frauen das größere minimale parentale Investment leisten müssen (mindestens 9 Monate Schwangerschaft und einige Monate STillzeit, wollen sie sich erfolgreich fortpflanzen, eine relativ lange Zeit in der sie zwingend auf Unterstützung angewiesen sind, besonders dann, wenn sich das vielfach in einem Frauenleben wiederholt), pflanzten sich vor allem jene Frauen erfolgreich fort, die sich instinktiv in ressourcenstarke, unterstützungfähige und -willige Männer verliebten.
    So dass die Mehrheit der heute lebenden Frauen immer noch eine Vorliebe für solche Männer mit sich herumschleppet, sogar dann noch, wenn sie, wie in der Gegenwart nicht selten, als selbst Erwerbstätige, gar nicht mehr darauf angewiesen wären, von einem Versorgermann unterstützt zu werden.

    Offenbar vermögen sich Frauen in solche Männer sehr viel leichter zu verlieben, Männer, die glaubwürdig "Potenz" ausstrahlen, die einen Kopf größer sind als die Frau selbst, eben nicht nur rein körperlich, sondern auch symbolisch.

    Das Begehren des körperlich größeren Mannes, das viele Frauen zeigen, ist in sich ja symbolkräftig genug, hat es doch schon lange seinen realen Sinn verloren (ein großer Mann war in unsicheren Zeiten in der Tat ein guter Schützer und Versorger).

    Frauen sind also bestrebt, Männer herauszufiltern aus dem Gesamtangebot, die nicht nur investitionsfähig, sondern auch investitionswillig sind.

    Und Männer sind instinktiv bestrebt, sich sich so zu präsentieren, um attraktiv zu wirken.

    Männer zeigen ihre "Qualität" an, indem sie mehr oder weniger teure Geschenke machen, je nach ihrem Vermögen und ihrer emotionalen Involviertheit und Frauen erwarten das. Je nach Frau und Mann ein mal mehr, mal weniger argloser bzw. bewußt-berechnender Vorgang.

    Je mehr ein Mann in eine Frau zu investieren bereit und in der Lage ist, desto deutlicher wird der Frau seine "Güte" als Mann, seine Tüchtigkeit ( er kann viel erwerben, er hat schon viel erworben und es erfolgreich gegen Konkurrenten verteidigt) seine Involviertheit, seine Bindungsbereitschaft (Wer lässt schon ein teures Investment einfach sitzen, wenn er in mich so viel investiert, dann lässt er mich auch nicht mit den Kindern sitzen, sondern versorgt mich, schließlich bin ich ihm so viel wert, er ist verlässlich an mir interessiet usw.).

    Natürlich muss das werbende, männliche "Güte" (in einem umfassenden Sinne zu verstehen) anzeigende Werbegeschenk nicht immer ein materielles sein , es kann auch ein Gedicht sein, ein Musikstück, ein Brief, irgendetwas sein, was langanhaltendes Interesse, Intelligenz, "Potenz" (wieder in einem weitgefassten Sinne zu verstehen) anzeigt.

    Aber Materielles ist nun mal für viele Männer und Frauen das am leichtesten zugängliche, beherrschbare, verständlichste Ausdrucksmittel, hatte ja auch über die Symbolik hinaus einen ganz handfesten Sinn als Hinterlegung von Sicherheit (wenn ein Mann teuren Schmuck schenkte z.B.)

    Wichtig ist: Der Mann muss leisten, muss vorführen, muss VORHER beweisen, letzten Endes, weil Männer das geringere, Frauen das höhere minimale parentale Investment zu leisten hatten, Frauen also sorgfältiger zu wählen hatten als Männer, wurden sie doch lange Zeit für Liebesirrtümer härter bestraft, jedenfalls bis vor Einführung eines femizentrischen Ehe-und Familienrechtes, das die Verhältnisse seit wenigen Jahrzehnten umgekehrt hat.

    Im Zweifelsfalle sassen Frauen da mit hochschwangerem Bauch oder zu stillendem Kind ohne engagierten Schützer und Versorger, der in sie und den Nachwuchs zu investieren bereit war, weil der sich längst verabschiedet hatte.

    Das war lebensgefährlich in Zeiten, die weniger angenehm - zivilisiert waren als unsere Gegenwart mit Vater Staat als Versorgermann und Schützer, mit anderen Worten: die längste Zeit der Menschheitsgeschichte über.

    Deshalb sind solche grundsätzlichen Verhaltensunterschiede nicht einfach nur ansozialisiert, sondern instinktiv begünstigt, lassen sich nicht einfach verändern, so wie unsere Geschlechtergleichrichter glauben.
    Geändert von arouet58 (30.04.2010 um 05:06 Uhr)
    Cum grano salis

  2. User Info Menu

    AW: Selbst zahlen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich sag es ja: immer noch dieselbe Leier.
    Ja.

    Frage: woran liegt das?
    Da wende man sich an die Damenwelt, warum sie das trotz allem immer noch mehrheitlich(!) so handhabt, das der Mann bezahlen soll(!!).

    Heute hab ich es mal im Team ausprobiert, just for fun (sehe die Leut nie wieder, von daher wirklich Banane *g*).
    Nett geplaudert, geflirtet, Hof gemacht etc....so...dann hab ich am Ende keine Anstalten gemacht den Kaffee zu bezahlen, meinte locker flockig, das sie mich doch einladen könnte. Dies aber nach einer kurzen Pause, wo klar war, die Die Frau erwartete, das ich den Kaffee zahle.

    Die Gesichter der Fauen.... (und das 10 mal).....genial allein das war die Sache wert. Zeigte aber auch: Mann hat zu zahlen. Ein Fauxpas wenn er es nicht tut.

    Außerdem, weshalb sollte die Frau diese Bequemlichkeit aufgeben? Es ist schon ganz komfortabel, wenn man eingeladen wird (und speziell hier im Großteil aller Fälle die Person meist eh nicht zurückeinlädt, mangels Wiedersehen bzw. gewollter Kontakt, z.B. Bar oder so).

    Die Rechte der Emanzipation (falls es damit was zu tun hat, war im Anfangsposting erwähnt) nimmt man gern in Anspruch aber die sich daraus ergebenden Pflichten läßt man gerne liegen mit der Begründung von Weiblichkeit.

    Anyway: als Mann nicht zu bezahlen ist fast immer ein Kopfschuß, sofern man was von der Frau will. Besnders dann, wenn man mit Emanzipation kommt

    Klar gibt es auch Frauen, die selbst bezahlen. Wird niemand in Abrede stellen aber ob die so häufig sind, das man das auf dem Zettel haben kann.....ich glaube nicht. Sicherer ist man, wenn mann zahlt.

    Die Frauen wollen sich da nicht ändern. Warum auch?
    Ich wüßte keinen Grund, der sie dazu bewegen könnte.

  3. User Info Menu

    AW: Selbst zahlen?

    Zitat Zitat von Caramon Beitrag anzeigen
    Die Rechte der Emanzipation (falls es damit was zu tun hat, war im Anfangsposting erwähnt) nimmt man gern in Anspruch aber die sich daraus ergebenden Pflichten läßt man gerne liegen mit der Begründung von Weiblichkeit.
    Na, das ist ja der Generalbass der gesamten Emanzipationsdebatte: Männer verpflichten - Frauen berechtigen.

    Das macht sie ja so verlogen.

    Männer verlieren unter dem Slogan "Gleichberechtigung" ihre alten Privilegien, behalten aber ihre alten Pflichten.

    Frauen verlieren unter dem Slogan "Gleichberechtigung" ihre alten Pflichten, behalten aber ihre alten Privilegien und gewinnen immer weitere hinzu.
    Cum grano salis

  4. User Info Menu

    AW: Selbst zahlen?

    Zitat Zitat von Caramon Beitrag anzeigen
    Die Rechte der Emanzipation (falls es damit was zu tun hat, war im Anfangsposting erwähnt) nimmt man gern in Anspruch aber die sich daraus ergebenden Pflichten läßt man gerne liegen mit der Begründung von Weiblichkeit.
    Die da wären?

    Tabea
    Bis auf Weiteres a.D.

  5. User Info Menu

    AW: Selbst zahlen?

    Ach, regt euch ab, Jungs.

    Man muss das mal so sehen:
    Was sind schon ein paar Kaffee- und Dinnereinladungen beim KENNENLERNEN gegenüber jahre/jahrzentelanger Haushalts- und Kinderpflegedienstleistungen, die die Frauen nachher völlig unentgeltlich (auch zu eurem Gunsten) ableisten.

    JA - Auch heute noch!!

    Also betrachtet es als mögliche Investition und bleibt cool.


    (Das Zahlverhalten INNERHALB einer Beziehung ist individuelle Verhandlungssache und hängt mit der Berufssituation der beiden Partner zusammen)

    Zitat Zitat von Caramon Beitrag anzeigen
    Anyway: als Mann nicht zu bezahlen ist fast immer ein Kopfschuß, sofern man was von der Frau will. Besnders dann, wenn man mit Emanzipation kommt
    Die weibliche Emanzipationsbewegung hatte NIE zum Ziel, die Flirt- und Kennenlernrituale zu revolutionieren.
    Wer das glaubt, hat nichts verstanden - weder von Frauen noch von Emanzipation.


  6. Inaktiver User

    AW: Selbst zahlen?

    Zitat Zitat von Tabea Beitrag anzeigen
    Die da wären?

    Tabea


    och, ganz banal zum beispiel so: (vor mehr als zwanzig jahren erlebt in wg):
    frau ("emanzipiert"): abwasch, putzdienst, einkaufen (futter wohlgemerkt! nicht shoppen!), kochen - mach ich nicht, ist frauenkram, jahrhundertlange unterdrückung durch die männer!!!!
    schrank tragen, auto reparieren, glühbirne anbringen? - kann ich nicht, hab ich nie gelernt.


    die hatte (wenn auch kurzfristig) ein seeehr bequemes leben.

    das gibts (leider) um dimensionen größer immer noch.

    ich kenne zb. keine frau, die für ihren ex trennungsunterhalt bezahlt....
    (ja klar, frauen verdienen ja auch weniger!) oder für die kids unterhaltspflichtig ist (die kids kriegt der kerl sowieso nicht, erziehung ist müttersache! weil die das viel besser können...)

    usw usw....

  7. User Info Menu

    AW: Selbst zahlen?

    Zitat Zitat von Caramon Beitrag anzeigen
    Weil sie damit nichts anfangen können und stattdessen andere aber ebenso effektive Machtmittel haben.

    Für Geld hat sie ihren Mann...*lakonisch*
    Womit mal wieder bewiesen wäre, dass ich keine Frau bin.
    Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan

    Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.

  8. Inaktiver User

    AW: Selbst zahlen?

    Was sind schon ein paar Kaffee- und Dinnereinladungen beim KENNENLERNEN gegenüber jahre/jahrzentelanger Haushalts- und Kinderpflegedienstleistungen, die die Frauen nachher völlig unentgeltlich (auch zu eurem Gunsten) ableisten.
    da fehlt ja wohl der ironiesmily?????????


    aber klar, männer wissen schon, wie man das geld gewinnbringend anlegt!
    das ist ja ne rendite, die es sonst nirgendwo gibt!!!

    kaffeeeinladung gegen altenpflege....

    wow.

    das werd ich doch gleich mal mit dem strang :"ist ein kaffee ein kaffee?" verlinken! da gings um ne kaffeeeinladung und ihre mögliche bedeutung.
    dieser aspekt wurde dort gar nicht beleuchtet!

  9. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Selbst zahlen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich denke, die Möglichkeit von Kontrolle und Macht bietet das Geld immer. Es ist eine Frage der (guten) Beziehung, ob dieses Mittel nötig ist oder nicht.

    Aber so zu tun, als wenn Geld mit Macht etc. nie niemals nichts zu tun hätte, halte ich für weitaus naiver als ... meine Meinung. Und übrigens auch für weitreichender als nur ein halbes Emanzenjahrhundert lang.
    LunaLimette, vielleicht ist Deine Frage ja einfach nur viel zu kompliziert gestellt?

    Viel einfacher wäre es doch zu fragen: Wer braucht eigentlich Macht? Und wenn dann, über wen?

    Und die nächste Frage wäre, welches Mittel wird dafür gern benutzt?
    Dann ginge es doch gar nicht mehr um dieses „wer zahlt was und wann“ – oder?

    Also ich sehe z. B. auch das Geld nur als Instrument.

    Manch jemand benutzt es, um Macht auszuüben, manch jemand möchte aber damit Gutes - für sich oder für andere - bewirken. Es kommt dabei doch ganz auf den jeweiligen Benutzer des jeweiligen Mittels an. Das Mittel ist doch nur ein Ding und kann allein eigentlich so gar nichts bewirken. Oder?

    Und so oder nur so ähnlich könnten es andere doch auch sehen.
    Jeder halt auf seine Weise und dann auch ganz allein seinem ganz persönlichen Entwicklungsstand geschuldet.

    Und manch jemand kann dann einfach nicht ausscheren, aus seiner „alà arouet-identitè“ , auch wenn diese dann sowieso nur eine instinktiv scheinbar gelebte Identität wäre.
    Geändert von LaTanga (30.04.2010 um 00:29 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Selbst zahlen?

    Zitat Zitat von arouet58 Beitrag anzeigen
    Na, das ist ja der Generalbass der gesamten Emanzipationsdebatte: Männer verpflichten - Frauen berechtigen.
    Mhm, fast. Hab eher den Eindruck, das die Frauen (sofern man von einer homogenen Masse sprechen kann) mittlerweile nicht wirklich weiter wissen bezüglich Emanzipation.
    Die großen Brocken sind beiseite geschafft, was übrig blieb ist nun Kleinzeug und damit beschäftigt sich niemand gerne obwohl wichtig.

    Ausserdem kommt es auch auf die Zeit an. Die Frauengeneration, die erfolgreich kämpfte, hatte einen Sonderstatus, den heutige Frauen nicht mehr haben. Die Generation davor konnte sich selbstverwirklichen, die Kinder bei der Oma parken, die auch nix gesagt hat, weil im alten Stil erzogen und zu allem Ja und Amen sagte. Diese Kinder sind nun erwachsen aber können dieses Lebensmodell nicht übernehmen, weil die jetzigen Omis die Annahme der Kinder verweigern und ihnen nicht so den Rücken freihalten, wie die alten Omis.

    Das macht sie ja so verlogen.
    Passiert mit jeder politischen Bewegung sobald die Luft raus ist.

    Männer verlieren unter dem Slogan "Gleichberechtigung" ihre alten Privilegien, behalten aber ihre alten Pflichten.
    Diese alten Pflichten sind aber auch am Bröckeln. In paar Jahren wahrscheinlich vollkommen weg. Gleichberechtigung ist eine tolle Sache aber keine Einbahnstraße. Ich finde das aber gut, so kommt endlich Bewegung rein bei uns Männern, das viele anfangen nachzudenken über vorgegebene Strukturen und ob das so sein muß.
    Natürlich kommt es dabei zu Problemen.

    Frauen verlieren unter dem Slogan "Gleichberechtigung" ihre alten Pflichten, behalten aber ihre alten Privilegien und gewinnen immer weitere hinzu.
    Ob sie die gewonnen haben weiß ich nicht. Jedenfalls fallen auch bei ihnen Privilegien, es sind so mehr die älteren Semester, die sich daran krallen aber die sterben aus und sind irrelevant. Bei den jüngeren Frauen sieht das knallhart anders aus! Aber so richtig glücklich sind sie nicht scheint mir. Individualität und Gemeinschaft sind diametral gelagert...

Antworten
Seite 3 von 10 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •