Interessant. Ich halte Geld immer für ein Mittel der Machtausübung.
Meine rückständige Sicht der Dinge, offenbar.
Was mich am meisten stutzig macht, ist der Hinweis aufs Jahrhundert, der hier so hoch im Kurs steht. Heißt das, wir hatten ein emanzipiertes Jahrhundert, das nun vorbei ist? Oder heißt das, selbst für den Lebensunterhalt aufzukommen ist für Frauen inzwischen so selbstverständlich, dass keine mehr drüber reden muss?
Damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich schließe mich La Tanga (und den anderen) selbstverständlich in diesem Punkt an: Jeder ist seines privaten Glückes Schmied.
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Ergebnis 11 bis 20 von 95
Thema: Selbst zahlen?
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28.04.2010, 09:33Inaktiver User
AW: Selbst zahlen?
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28.04.2010, 12:23
AW: Selbst zahlen?
Ich habe absolut kein Problem, mich einladen zu lassen. Warum auch? So spare ich doch eine ganze Menge.

Und wenn der Mann das so möchte - umso besser!
Ich muss aber auch niemanden beweisen, dass ich "emanzipiert" bin und auf eigenen Beinen stehen kann.Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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28.04.2010, 18:41
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29.04.2010, 08:52
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29.04.2010, 10:09Inaktiver User
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29.04.2010, 10:50
AW: Selbst zahlen?
Das hängt von der Partnerschaft ab. In langjährigen Beziehungen mit ausschließlich gemeinsamem Geld ist es rein eine Frage des Praktischen.
Beim ersten Date eher eine Frage des "Jagdmodells" (wie will man die Beziehungsanbahnung gestalten).
Und in der Zwischenzeit hat es auch mit Macht zu tun, keine Frage.
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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29.04.2010, 15:37Inaktiver User
AW: Selbst zahlen?
Einspruch!

Ich denke, die Möglichkeit von Kontrolle und Macht bietet das Geld immer. Es ist eine Frage der (guten) Beziehung, ob dieses Mittel nötig ist oder nicht.
Aber so zu tun, als wenn Geld mit Macht etc. nie niemals nichts zu tun hätte, halte ich für weitaus naiver als ... meine Meinung. Und übrigens auch für weitreichender als nur ein halbes Emanzenjahrhundert lang.
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29.04.2010, 15:38Inaktiver User
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29.04.2010, 15:50
AW: Selbst zahlen?
Ach Zitronenmond,
es gibt so viele Dinge, die sich für Machtspiele in Beziehungen eignen...
Wenn beide unabhängig vom Anderen Zugriff auf die gesamten Finanzen haben und damit langfristig leben können spricht das schon sehr dafür, daß sie DIESES Machtspiel nicht spielen.
Aber ansonsten gebe ich Deinem Einspruch statt.
Gruß
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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29.04.2010, 16:02
AW: Selbst zahlen?
Ich finde es immer dann anstrengend, wenn das Thema überhaupt ein großes Thema wird - egal mit wem und in welcher Konstellation.
Wenn eine/r mich unbedingt immer einladen will, finde ich das verkrampft. Wenn jemand unbedingt immer genau seinen Teil zahlen will, genauso. Ich kann anscheinend nur mit Leuten, die das Thema ähnlich locker sehen wie ich - mal zahlt der eine, mal der andere, genau aufgerechnet wird nicht.
Und ich gebe Hans recht, gerade bei gemeinsamem Geld wird es ziemlich unerheblich, wer bezahlt. Ich zahle meist unsere wöchentlichen gemeinsamen Einkäufe auf dem Markt, weil ich mehr Bargeld mit habe. Übe ich jetzt Macht aus?
Gut, ich könnte es und Dinge nicht bezahlen, die ich doof finde, das hätte aber neben Krach nur zur Folge, dass mein Mann halt selbst an den Automaten gehen würde.
Die Ente bleibt draußen.




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