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    Ich weiß nicht mehr weiter

    Ich bin im Moment sehr traurig und brauche etwas Aufmunterung.

    Begonnen hat es vor drei Tagen in der Früh. Mein Mann hat wieder einmal sehr schlecht geschlafen und ist stundenlang wachgelegen. Ich mache mir deshalb Sorgen um ihn, da ich glaube, dass das auf Dauer auf die Gesundheit geht. Wir haben daher geredet, was ihn so belastet.

    Er meinte zuerst es wäre der Ende November geplante Umzug. Wir hätten dafür noch nichts gemacht. Er würde gern beginnen die Sachen in Kisten zu verräumen. Dann sagte er noch bis zum Umzug dürfen wir nichts mehr ausmachen und müssen uns alle Wochenenden nur auf den Umzug konzentrieren. Ich meinte, das wäre übertrieben, und das noch genug Zeit wäre und ich im Moment da überhaupt keinen Grund sehe um sich Sorgen zu machen. Ich dachte dabei auch sehr an seinen Schlaf und habe auch immer wieder gemeint, dass ist doch kein Grund sich in der Nacht Sorgen zu machen.

    Dann meinte er, das wäre auch nicht der Grund. Er mache sich Sorgen wegen der Finanzierung. Ich bin im Moment arbeitslos und arbeite aber stundenweise. Er meinte, wir müssen nun eisern sparen. Dann meinte er, es wäre besser, wenn ich aufhöre stundenweise zu arbeiten, damit ich alle Zeit für den bevorstehenden Umzug habe. Ich meinte, das wäre unlogisch. Das was ich durch das stundenweise arbeiten verdiene, können wir schwer durch sparsame Lebensweise einsparen.

    Das ging immer so weiter. Dann meinte er, eigentlich wäre der Job schuld, das er schlecht schlafen würde. Dazu muss man sagen, dass er mit diesem Job seit Jahren unzufrieden ist. Wenn ich ihm sage, er soll halt was daran ändern, im Wissen, dass das für uns beide finanzielle Einbußen bedeutet wird er böse. Er wird eigentlich immer böse, wenn er von seinem Job redet und lässt dann alles an mir aus. Zwar immer nur mit Worten, aber es belastet mich auf Dauer auch sehr.

    Geendet hat dieses Gespräch damit, dass er mir vorgeworfen hat, dass ich ihn im Stich lasse, kein Interesse an seinen Problemen habe und jeder Fremder dem er von seinem Schlafproblem erzählen würde, mehr Verständnis aufbringen würde.

    Dann war mal bis gestern Funkstille. Ich war verletzt, weil ich mich so um ihn gekümmert habe und mir dann das anhören musste. Er war auch beleidigt und wir haben nur das nötigste gespochen.

    Gestern abend gab es dann die erste Annäherung. Die Zeichen standen auf Versöhnung. Ich liebe ihn wirklich sehr und diese Situation hat mich sehr belastet. Ich habe ihm von einem Telefonat mit einer Firma von der neuen Wohnung erzählt, bei dem ich mich etwas geärgert habe. Im Nachhinein weiß ich gar nicht mehr ganz warum ich es erzählt habe, vielleicht um zu zeigen, dass ich eben nicht im Stich lasse, sondern an unserer gemeinsamen Sache arbeite. Irgendwie war es wahrscheinlich eher gedanklenlos.

    Er hat sofort den nächsten Wutanfall bekommen, hat lautstark geschimpft. Es ging zwar nicht gegen mich, sondern gegen den Rechtsstaat, von dem er sich im Stich gelassen fühlt usw. Aber wenn jemand neben mir laut schimpft und es gerade keinen aktuellen Anlass gibt, dann beziehe ich das schon auf mich.

    Ich habe mich dann zurückgezogen, in solchen Momenten kann ich nicht anders, habe mich ins Bett gelegt und geweint. Er ist sofort nachgekommen, hat geschimpft, ob ich ihn verarschen will, was das soll, ich soll nicht so hysterisch sein.

    Nachdem ich mich wieder halbwegs beruhigt habe, bin ich wieder zu ihm gegangen. Ich wollte ihm bewusst keine Vorwürfe machen, habe mir gedacht er ist sicher auch traurig und habe bewusst ich-Botschaften verwendet.

    Dann durfte ich mir anhören, was ich für ein Egoist bin. Ich rede nur von mir um ihn kümmere ich mich gar nicht. Ich wäre an allem Schuld. Ich habe so ein Thema angefangen und dann wundere ich mich, wenn er so reagiert. Außerdem hat ein Recht auf freie Meinungsäußerung. Er sieht das Problem nur bei mir.

    Ich habe noch weiter versucht, ruhig mit ihm zu reden. Er hat mir dann erklärt, dass er gesundheitliche Probleme hätte und das hat er zwar nicht ausgesprochen, aber es ergab sich aus dem Zusammenhang, dass die Arbeit und ich der Grund dafür bin. Ich habe dann aufgegeben und bin schlafen gegangen. Es war schon sehr spät.

    Jetzt herrscht wieder Funkstille. Er redet kein Wort zu viel mit mir. Am Abend treffe ich mich mit Freunden und bin nur froh, dass ich ihn nicht treffen muss. Ich bin richtig verzweifelt und weiß nicht mehr weiter.

    Danke fürs lesen, es ist leider etwas lang geworden.

    LG Judith

  2. Moderation

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    AW: Ich weiß nicht mehr weiter

    Zitat Zitat von Violaveilchen
    Ich dachte dabei auch sehr an seinen Schlaf und habe auch immer wieder gemeint, dass ist doch kein Grund sich in der Nacht Sorgen zu machen.
    Hallo Judith,

    ich verstehe, dass Du recht hilflos bist mit der Situation, es ist für Dich sicher schwer, sich in Deinen Mann hineinzuversetzen.

    Ich hatte vor Jahren mit massiven Schlafstörungen zu kämpfen und weiß, wie das ist. Daher kann ich seine Reaktionen evtl. besser verstehen. Bei mir war es damals so, dass ich teilweise wirklich neben mir stand, fehlender Schlaf kann einen grauenvoll zermürben. Und was sicher nicht hilfreich ist, dass Du die Dinge, die ihn belasten, klein redest. Und das hast Du mit obigem Zitat getan, bzw. so kommt es bei ihm an.

    Ich fände es hilfreicher, wenn Du seine Bedenken ernst nehmen würdest und aktiv z.B. anfängst, den Umzug vorzubereiten. Ich finde es übrigens nicht zu früh, bereits 8 Wochen vorher anzufangen, vor allem das "Ausmisten" dauert meiner Erfahrung nach länger als man denkt.

    Außerdem würde ich mich sehr zurücknehmen und ihn abends nicht mit Dingen belasten, die ihn noch mehr beunruhigen.

    Das sind natürlich alles nur kurzfristige Maßnahmen. Ich denke, dass ihr spätestens nach dem Umzug etwas tun müsst, um daran zu arbeiten, dass sich die Situation zwischen Euch langfristig wieder verbessert und dass er an seinen Probleme arbeitet.

    Bei Schlafstörungen hilft übrigens am besten Sport, da baut man viel Stress ab. Außerdem empfehle ich autogenes Training und pflanzliche Mittel wie z.B. Johanniskraut.
    Islabonita

    Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin

  3. Inaktiver User

    AW: Ich weiß nicht mehr weiter

    Hey,
    du Ärmste...

    komm, lass dich erstmal trösten

    Tja, das sind ja sehr sehr umfangreiche Probleme bei euch.
    Was mir spontan dazu einfällt-
    ich habe den Eindruck, als würden da tieferliegende Probleme hinter seinen (vorgeschobenen und extrem zahlreichen) Gründen und daraus resultierenden Schuldzuweisungen (und auch Schlafstörungen) liegen.

    Dein mann scheint mit sich selbst und den (beruflichen) Umständen äußerst unzuffrieden zu sein, macht sich viel Kopp um ungelegte Eier und lässt das an dir aus.

    Und du nimmst das aus falsch verstandenem Verantwortungsgefühl (für ihn oder die Ehe allgemein) auf dich, schluckst, statt Grenzen zu setzen-
    was ihn irgendwie nur in seinem Vorgehenb bestätigt, aber weder das eigentliche Problem löst, noch den/die konflikt(e) klärt.

    Es ist ein Schlagabtausch, bzw Austausch von aufgestauten Emotionen. Er lamentiert, schimpft, du weinst.. das schafft kurz Luft,
    ist für die beziehung aber alles andere als konstruktiv.

    Wie man das konkret angehen könnte..`?

    Mmmmh.. dafür fehlt mir die "langzeit"-Erfahrung.
    Aber wir haben ja einige Ehe-Experten hier, vielleicht melden die sich ja mal zu Wort.

    Puuuhhh... das klingt alles echt sehr verfahren...

    Fühl dich gedrückt!!

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    AW: Ich weiß nicht mehr weiter

    Ich versuche ja alles um ihn nicht zu belasten. Wir haben vereinbart, am Wochenende einen groben Zeitplan zu fassen, wie wir den Umzug angehen. Das haben wir schon vor diesem Gespräch beschlossen.

    Ich bin sehr umzugs- und wohnungsräumerfahren und habe zum Beispiel die "Familienwohnung", welche meine Oma vor dem zweiten Weltkrieg bewohnt hat, die dann allen Familienmitgliedern als Wohnung gedient hat und aus der jeder nur mit dem was er brauchte ausgezogen ist allein geräumt und das ganze noch ohne Budget. In unsere aktuelle Wohnung sind wir vor 2 Jahren gezogen. Es wird also nicht sehr viel zum wegwerfen geben.

    Und jetzt schon Kisten packen halte ich für zu früh. Die verstellen einem dann nur den Weg und so viel Zeit braucht das auch nicht. Wenn man da ein Monat vorher anfängt, ist man glaube ich gut in der Zeit.

    Ich versuche selbstverständlich am Abend nichts belastendes mit ihm zu besprechen. Die Sache gestern war absolut undramatisch. Es ging um Kosten für die neue Wohnung in Höhe von € 160,-- und das bei einem Auftragsvolumen von mehr als € 50.000. Ich wollte ihn nur über ein Telefonat informieren, dass ich an diesem Tag geführt habe und was ich vereinbart habe. Bei einem echten "Problemhandwerker" hätte ich das nicht zu diesem Zeitpunkt besprochen.

    Ich habe leider im Moment auch einige eigene Probleme. Meine Mutter leidet an MS und hat im Moment einen akuten Krankheitsschub verbunden mit einer ausgewachsenen Depression, weigert sich aber medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Darüber rede ich nur am Rande mit ihm um ihn nicht noch weiter zu belasten. Er zeigt da auch kein Verständnis, wenn ich bei ihr auf Besuch bin und etwas später heimkomme als geplant, hagelt es Vorwürfe. Er behauptet sich furchbare Sorgen gemacht zu haben und meint ich hätte Anrufen müssen. Das geht aber nicht, wenn mir meine Mutter gerade erzählt wie schlecht es ihr geht.

    Dann bin ich arbeitslos, hatte mit den Jobs seit Abschluss meines Studiums großes Pech. Letzte Woche hatte ich ein Vorstellungsgespräch. Er meinte, na mit deinem Lebenslauf wird es schwer werden. Wenn ich mit so jemanden ein Bewerbungsgespräch führen würde, würde ich mir sehr überlegen, was da wohl vorgefallen ist. Aber vielleicht hast du ja glück und er schaut nicht auf den Lebenslauf Da hat er die Nacht davor auch schlecht geschlafen. Er hat sich dann entschuldigt und ich habe das auch akzeptiert, aber irgendwie bleibt doch was hängen.

    Oder Situation nach dem Abendessen, ich räume das Geschirr weg. Er "Ich halte den Job nicht aus, lange mache ich das nicht mehr" darauf ich "Was ist den passiert". Darauf werde ich angeschnauzt, ich wüsste doch eh was los ist und ich soll ihn in Ruhe lassen. Was hätte ich tun sollen? Nicht fragen, dann hätte er gesagt, dir ist es doch egal.

    Danke fürs zuhören!

    LG Judith

  5. Moderation

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    AW: Ich weiß nicht mehr weiter

    Echt schwierig, da etwas zu zu sagen. Wie lange ist das denn schon so? Mit den Schlafstörungen und mit dem Job?
    Islabonita

    Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin

  6. Inaktiver User

    AW: Ich weiß nicht mehr weiter

    Zitat Zitat von Violaveilchen

    Oder Situation nach dem Abendessen, ich räume das Geschirr weg. Er "Ich halte den Job nicht aus, lange mache ich das nicht mehr" darauf ich "Was ist den passiert". Darauf werde ich angeschnauzt, ich wüsste doch eh was los ist und ich soll ihn in Ruhe lassen. Was hätte ich tun sollen? Nicht fragen, dann hätte er gesagt, dir ist es doch egal.
    Oh Mann, das klingt nicht gut...

    Wie lange geht das bei euch schon so-
    (dass du das Gefühl hast) dass du ihm nichts recht machen kannst?

    Ist das Alltag oder schilderst du hier besonders dramatische Situationen, die gelegentlich vorkommen?

    Habt ihr auch noch schöne Augenblicke, wo ihr euch glücklich miteinander fühlt, Zärtlichkeiten, Sex etc??

    Oder seid ihr beide nur noch fertig??


    ...

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    AW: Ich weiß nicht mehr weiter

    Sag mal, kann es sein, daß er gerade einen fetten depressiven Schub durchmacht?
    Vielleicht solltet Ihr beide versuchen, gemeinsam eine Beratung aufzusuchen?

    Wenn mir mein Freund vor einem Vorstellungsgespräch solche Sachen um die Ohren hauen würde, könnte ich mir ein Zusammenleben jedenfalls nicht vorstellen...

    LG
    Polarstern

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    AW: Ich weiß nicht mehr weiter

    Ja wirklich schwierig da etwas auf die Schnelle zu raten.

    Aber beim lesen Deiner Posts überkam mich eine richtige Wut auf Deinem Mann obwohl ich nicht persönlich miterlebe wie er mit Dir umspringt. Ich könnte ihn schütteln und ihm sagen, dass er mich endlich nicht als seinen persönlichen Mülleimer, Fußabstreifer und Sündenbock - für alles was ihm "angetan" wird - missbrauchen soll. Das Gesicht möchte ich dann mal sehen.

    Du lässt Dir alles gefallen, bist schön ruhig und brav um ihn jaaaa nicht zu belasten. Er hört Dir ja nicht mal richtig zu, sondern poltert gleich ungerecht weiter ! So löst weder Du noch er die Probleme die er hat. Eine Kommunikation, ausser den Vorwürfen Deines Mannes Dir gegenüber und Deine Beschwichtigungen kann ich nirgends erkennen.

    Vll. bringt ihn mal eine Reaktion Deinerseits zum Nachdenken : Als Langzeit-Ehe-/beziehungserprobte habe ich folgende Strategie mit Erfolg durchgezogen: wenn die Kommunikation abdriftet in Vorwürfe, Schreien etc. bin ich einfach aufgestanden und gegangen - sofort ! Ich wies darauf hin, dass man mit mir nicht schreit - und wenn "er" sich wieder beruhigt hat, wir gerne sachlich über das Thema weitersprechen können. Hat gewirkt. Nicht sofort - ich musste noch ein paar Mal "weggehen"

    Alles Gute für Dich - lass Dich nicht so behandeln - handle !!
    Gruß

    DD


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    AW: Ich weiß nicht mehr weiter

    Die Schlafstörungen haben vor ca. 4 Jahren angefangen. Da hat gegenüber von unserem Schlafzimmerfenster ein Lokal eröffnet, was bis in die frühen Morgenstunden offen hatte und eine dementsprechende Geräuschkulisse entwickelte. Wir sind dann mit unserem Bett ins Wohnzimmer umgezogen, da hat ihn dann ein Vogel und ein Mann mit starken Raucherhusten vom Schlafen abgehalten. Außerdem haben noch Rückenschmerzen begonnen.

    Er war mit der Wohnzimmerschlafsituation recht zufrieden, ich eher nicht, da ich meistens vor ihm müde werde und dann warten musste bis er schlafen geht, da ich beim Fernseher nicht schlafen konnte.

    Wir haben dann eine neue Wohnung gesucht (die wir noch bewohnen). Da waren dann leider Kirchenglocken die ihn ab 7.00 Uhr aufweckten, was besonders am Wochenende störend war. Dazu kommt, dass er sich bei allen Störgeräuschen sehr ärgert und deshalb nicht schlafen kann. Er verwendet jetzt Ohropax, um dieses Problem in den Griff zu bekommen.

    Die Rückenschmerzen hat er ziemlich in den Griff bekommen, indem er darauf achtet, dass er am Rücken nicht auskühlt.

    Trotzdem sind die Schlafstörungen nicht weggegangen. Es gibt Phasen, da ist es besser und welche da ist es schlechter. Ich habe ihm empfohlen zum Arzt zu gehen und sich ein leichtes Schlafmittel für den Notfall verschreiben zu lassen.

    Die Jobprobleme sind fast eine noch längere Geschichte. 2003 wurde er arbeitslos, weil die Firma seinen Lohn nicht mehr zahlen konnte und er dort auch keine Perspektive gesehen hätte, wenn das Geld aufgestellt werden hätte können. Es war ein Startup, was sich dann auch wirklich wieder erholte.

    Er hatte danach zum ersten Mal in seinem Leben Probleme Arbeit zu finden. Es war gerade eine wirtschaftlich schlechte Zeit und er war zu gut ausgebildet (Dr.) sodass die Firmen Angst hatten er wäre zu teuer.

    Er kam dann bei einem universitätsähnlichem Gebilde vorerst mit Werkvertrag unter, was im zu Beginn auch Spass machte. Dann wurde eine Festanstellung daraus. Es war halt eine Gelehrtengesellschaft mit lauter sehr honorigen Personen, die gegeneinander intrigierten. Er war sehr unglücklich, und hatte immer Angst, dass sein befristetes Dienstverhältnis nicht verlängert werden würde. Es wurde aber verlängert.

    Trotzdem fühlte er sich nicht wohl. In dieser Phase, trat der Geschäftsfirma des startups an ihn heran und teilte ihm mit, dass er was neues auf die Beine gestellt hat und dass er ihn dafür brauchen würde. Er sagte zu und meinte dass er froh wäre, endlich von der staatsnahen Organisation loszukommen.

    Bei dieser Firma ist aber erst richtig unglücklich. Er arbeitet jetzt fast 3 Jahre dort, hat dauernd die Sorge, dass der Firma das Geld ausgeht. Viele Abläufe sind chaotisch. Wenn eine Kunde etwas technisch umgesetzt möchte, muss es passieren, auch wenn im Moment keine Ressourcen frei sind, da man auf die Kunden angewiesen ist. Der Zeitplan der Firma wird nicht eingehalten, es wird immer wieder versucht neue Investoren zu finden, was auch bis jetzt immer gelungen ist. Es könnte aber immer sein, dass sich keine Investoren mehr finden lassen.

    Dafür hat er Kollegen, die er schon sehr lange kennt, länger als es diese Firma gibt. Einer davon ist ein Freund aus seinem Studium. Auch den einen Vorstand kennt er schon sehr lang. Ich glaube eines seiner Probleme ist, dass er in der Firma keine Aufgabe findet und die Aufgabe die er macht ihn nicht befriedigen.

    Eigentlich möchte er dort weg, aber weiß nicht was er statt dessen machen soll.

    LG Judith

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    AW: Ich weiß nicht mehr weiter

    Sicher haben wir auch schöne Momente. Die sind meistens am Wochenende. Da schaltet er dann mit der Arbeit eher ab, ist halbwegs ausgeschlafen.

    Irgendwie haben sich soviele Dinge verändert gegen früher. Nur noch ein Beispiel, letze Woche ging ich 2x ohne ihn aus. Am Donnerstag traf ich Kollegen und wir redeten eigentlich hauptsächlich über die Arbeit. Das wusste ich und ich hätte daher keinen Sinn gesehen ihn mitzunehmen. Es war ein lustiger Abend, wir hatten Spass und ich kam später und gutgelaunt heim. Er hatte auf mich gewartet, dabei mehr Alkohol getrunken als ich, die aus war und man merkte ihm an, dass er es nicht gut fand, dass ich ohne ihn ausging.

    Am nächsten Tag war ich mit meinem Bruder verabredet, er war ausdrücklich eingeladen mitzugehen, er wollte aber lieber zu Hause bleiben, was ich selbstverständlich akzeptiert habe. Er war dann richtig eifersüchtig (nicht das ich was mit einem anderen Mann gehabt hätte, aber das ich allein weggegangen bin und Spass gehabt habe) Er bestand darauf mit mir am nächsten Abend wegzugehen. Ich sagte zuerst, dass ich keine Lust haben würde und mich ausruhen wollte. Am nächsten Tag fragte er mich nocheinmal ganz lieb und ich habe dann zugesagt.

    Den ganzen Abend meinte er, er würde es wissen, dass ich lieber mit anderen Leuten als mit ihm ausgehen würde. Als ich nicht soviel Alkohol trinken wollte, meinte er mit den anderen magst du Alkohol trinken nur mit mir nicht.

    Und früher war er das genaue Gegenteil. Als wir Stammtisch hatten und ich schon spät dran war und gar nicht mehr hin wollte, hat er mich mit dem Auto zur U-Bahn geführt und mich fast bedrängt ihn anzurufen, dass er mich abholen kann. Das habe ich natürlich nicht gemacht, weil ich finde, dass das zu weit geht, weil es für ihn sicher auch nicht lustig ist Mitten in der Nacht loszufahren.

    Oder er macht mir Vorwürfe, dass er seine Freunde nicht trifft und ich mich mit Freunden treffe. Dann sag ich ihm, er soll halt Kontakt mit ihnen aufnehmen. Das will er auch nicht.

    Judith

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