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    Zukunft und Lebensziele?

    Hi,

    Ich bin mir ziemlich unsicher, wo ich nun eigentlich ansetzen soll, um mein Problem zu schildern, aber ich fange am besten erst einmal ganz vorne an.

    Seit 4 Jahren bin ich mit meinem Freund zusammen. Ich bin 25, er ist 32. Als wir uns kennenlernten, waren wir beide Studenten. Mittlerweile hat er sein Studium beendet und ich gehe so langsam auf das Ende (meines Studiums...) zu.
    Nach seinem Studienabschluß war für meinen Freund klar, dass er sich nicht irgendwo um eine Festanstellung bewerben wollte, sondern weiter als Freiberufler arbeiten wollte, was er schon seit vielen Jahren gemacht hatte. Ihm ging es dabei vornehmlich darum, seine Zeit frei einteilen zu können und auch weiter mit schon vorhandenen Kunden zusammenarbeiten zu können.
    Irgendwann in dieser Zeit sind wir auch zusammengezogen (ca. 2 Jahre her). Mir fiel schnell auf, dass er die meiste Zeit in unserer gemeinsamen Wohnung verbrachte, teilweise schlief wenn ich nachmittags/abends nach Hause kam und eher selten in seinem angemieteten Büro war. Klar, das ist sein gutes Recht und hat mich eigentlich nichts anzugehen, aber ein paar Diskussionen kamen durchaus mal auf, die er aber allesamt abwinkte: "Heute lohnte es sich nicht ins Büro zu fahren" oder "Ich habe letzte Nacht lange an einem Auftrag gesessen, deshalb musste ich heute bis 12 Uhr ausschlafen.".

    Die Sache ist: in diesen zwei Jahren hat sich an seinem Verhalten nicht viel verändert, es ist eher "schlimmer" geworden. Mittlerweile hat er zwar erkannt, dass es so nicht weitergehen kann, aber diese Erkenntnis besteht nun schon seit einem Jahr. Er hat etwas unternommen: war bei einer psychotherapeutischen Beratung und hat sich selbst die Diagnose ADS gestellt, die auch mit Hilfe eines Fragebogens vom Therapeuten unterstützt wird. Für ihn besteht darin der Grund allen Übels: er fühlt sich antriebslos, lässt sich schnell ablenken, kann sich nicht konzentrieren und ist müde. Sein nächstes Ziel ist es nun, sich medikamentös behandeln zu lassen und damit seine Probleme zu lösen.

    Für mich wirkt das alles nur wie eine Ausrede. Das mag hart klingen und tut mir eigentlich auch leid, aber ich kenne ihn lange genug. In meinen Augen ist es eine Möglichkeit, seine Schwächen zu legitimieren, um sagen zu können: "Ich bin faul, aber kann es nicht ändern". Ich möchte dabei gar nicht anzweifeln, dass seine Diagnose teilweise richtig und korrekt ist und er Hilfe braucht, aber ich habe oft genug den Eindruck, dass er sich darin suhlt.
    Es ist mittlerweile auch fast gar nicht mehr möglich, mit ihm über seine Probleme zu sprechen, weil er sich grundsätzlich von mir angegriffen fühlt. Ich habe oft versucht ihm klarzumachen, dass er in meinen Augen einfach nicht genug tut, um seine Probleme zu mindern. Klar, man kann das nicht alles von heute auf morgen abstellen, aber wenigstens kleine Schritte und Taten wären mir sehr wichtig. Es gibt so viele Dinge, die man tun könnte.... laut seiner Aussage hat er alles versucht und es hat wenig gebracht, ich sehe davon ebenso wenig.
    Auch seine finanzielle Situation sieht nicht sehr rosig aus: die Ersparnisse sind fast aufgebraucht, jeden Monat höre ich wieder neues Gejammere darüber, wie wenig Geld doch reinkommt, aber es ändert sich nichts.

    Ich habe sehr lange Verständnis für seine Schwächen gehabt, habe oft mit ihm darüber gesprochen und habe ihn getröstet, dass das doch alles nicht so schlimm ist. So langsam entwickelt sich aber ein kleines Grollen in mir: ich frage mich doch mehr und mehr, warum er trotz eines abgeschlossenen Studiums und einer "freien" Woche in etwas genauso viel verdient wie ich mit meinem kleinen Nebenjob. Dabei geht es mir erst einmal gar nicht so um die materialistischen Dinge: ob er nun einen alten Kleinwagen oder einen Porsche fährt, ist mir nicht wichtig. Aber ich finde es vornehmlich einfach traurig, dass er seine Möglichkeiten nicht nutzt. Das habe ich ihm auch gesagt. Seine Antwort: "Was soll ich denn tun? Ich versuche doch alles."

    Irgendwie kommt bei mir auch immer der Gedanke an die Zukunft auf: ich habe schon Vorstellungen davon, wie mein Leben in 10-15 Jahren aussehen soll. Ich würde gerne mein eigenes Haus haben, vielleicht auch eine Wohnung in einer ruhigen, schönen Gegend. Wenn es soweit ist und der Richtige an meiner Seite ist, würde ich auch gerne eine Familie gründen. Wenn ich mit meinem Freund über unsere Zukunft bzw. seine Pläne für die Zukunft spreche, hat er nicht viel zu sagen. Mal abgesehen von "Ist doch ok so wie es ist" und "Kinder machen Krach und ich will keine Verantwortung".
    Ja, wir haben eine ganz schöne Wohnung, für die Zeit als Studentin ist es gut. Aber wenn ich mir vorstelle, den Rest meines Lebens hier zu verbringen, wird mir schlecht.... es ist eine eher schlechte Wohngegend, die Arbeitslosigkeit hier ist sehr hoch, nachts ist der Lärm von der Straße zu hören.

    Mittlerweile habe ich mehr und mehr das Gefühl, dass die ganze Beziehung darunter leidet. Aktuell kann ich mir nicht mehr vorstellen, dass wir in 5 Jahren noch zusammen sind - vor 3 Jahren war ich mir noch 100% sicher, dass ich für immer mit ihm zusammenleben will.
    Zum einen hat sich seitdem meine Sicht der Dinge verändert: ich weiss, dass ich im Leben etwas erreichen kann und will es auch. Erst ein guter Studienabschluß, ein schöner Job, ein wenig in der Karriereleiter aufsteigen. Einfach so wie viele wollen und auch tun.
    Zum anderen sehe ich aber auch nicht, dass sich etwas tut. Wenn er sich z.B. dazu entschieden hätte, noch einmal eine Umschulung zu machen - OK, dann wäre ich auch bereit ihn mit meinem bescheidenen Studi-Lohn so gut es geht zu unterstützen, aber ich sehe einfach nur Tag für Tag, dass einfach überhaupt nichts passiert.

    In den letzten Wochen geht es sogar so weit, dass es mich anwidert, ihn hier herumgammeln zu sehen. Es ist ein sehr schwierig zu beschreibendes Gefühl, aber ich ertrage diese ganze Situation einfach nicht mehr.
    Ist es arrogant, fies, hinterhältig, gemein oder was auch immer, wenn mir Gedanken an eine Trennung immer wieder im Kopf herumschwirren?
    Soll ich ihm noch eine Chance geben (so etwa die 10. also)?
    Was kann ich von meiner Seite aus tun?

  2. Inaktiver User

    AW: Zukunft und Lebensziele?

    Hallo,

    habt ihr den vorher (auch vor dem Zusammenziehen) nie über eure gemeinsame Zukunft und eure Ziele und Wünsche gesprochen?

    Kam der Wunsch nach Kindern und einem "geregelten" Leben bei dir erst jetzt auf oder hast du den schon länger?

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    AW: Zukunft und Lebensziele?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Hallo,

    habt ihr den vorher (auch vor dem Zusammenziehen) nie über eure gemeinsame Zukunft und eure Ziele und Wünsche gesprochen?

    Kam der Wunsch nach Kindern und einem "geregelten" Leben bei dir erst jetzt auf oder hast du den schon länger?
    Du musst bedenken, dass ich 20 war, als wir zusammengekommen sind. Damals war ich gerade von zuhause ausgezogen und hatte erst einmal im Kopf, alleine klar zu kommen, mein Leben zu organisieren, im Studium nicht zu scheitern...
    Wenn wir daüber die Zukunft geredet haben, gab es für ihn das Ziel sein Studium zu beenden, was er auch recht zügig und zielgerichtet durchgezogen hat. Er hatte auch gewisse Vorstellungen, was er danach machen wollte - ich konnte niemals ahnen, dass das alles im Sande verlaufen würde und sich so entwickeln würde, wie es aktuell ist.

    Gleichzeitig entwickelten sich meine Ziele auch erst recht langsam. Mit 20-21 war vielleicht der Wunsch nach dem geregelten Leben irgendwo im Hinterkopf, aber ich war viel zu unsicher, um mir ihn als klares Ziel stecken zu können. Es hätte ja auch alles anders kommen können.

  4. Inaktiver User

    AW: Zukunft und Lebensziele?

    ich verstehe eigentlich nicht so recht, wo zum start dein problem lag. ich bin auch freiberufler, ich arbeite auch von zu hause aus, es passiert sehr häufig, dass ich bis tief in die nacht arbeite, und ja, dann schläft man am nächsten tag lange. das liest sich für mich erst mal ziemlich normal.

    es liest sich für mich so, als sei dein lebenstil eben anders: du willst morgens pünktlich mit hübschem kostümchen in ein schickes büro stöckeln. deinem freund 'faulheit' zu attestieren, nur weil er einen anderen lebens- und arbeitsstil hat, finde ich nicht in ordnung.

    dein freund kann so faul nicht sein, er hat, wie du schriebst studium und nebenbei freiberuflichkeit durchgezogen, die ersparnisse kommen ja auch von irgendwoher und wohnung und angemietetes büro muss auch die ganze zeit bezahlt worden sein. er macht also durchaus was. nur nicht in deinem rhythmus und so wie du es für richtig hälst.

    du kennst den mann seit vier jahren. ist dir nie aufgefallen, dass er anders tickt als du - oder hat es dir früher nichts ausgemacht?

  5. Inaktiver User

    AW: Zukunft und Lebensziele?

    Zitat Zitat von johanna08
    Du musst bedenken, dass ich 20 war, als wir zusammengekommen sind. Damals war ich gerade von zuhause ausgezogen und hatte erst einmal im Kopf, alleine klar zu kommen, mein Leben zu organisieren, im Studium nicht zu scheitern...
    Wenn wir daüber die Zukunft geredet haben, gab es für ihn das Ziel sein Studium zu beenden, was er auch recht zügig und zielgerichtet durchgezogen hat. Er hatte auch gewisse Vorstellungen, was er danach machen wollte - ich konnte niemals ahnen, dass das alles im Sande verlaufen würde und sich so entwickeln würde, wie es aktuell ist.

    Gleichzeitig entwickelten sich meine Ziele auch erst recht langsam. Mit 20-21 war vielleicht der Wunsch nach dem geregelten Leben irgendwo im Hinterkopf, aber ich war viel zu unsicher, um mir ihn als klares Ziel stecken zu können. Es hätte ja auch alles anders kommen können.

    Ich verstehe.
    Es gibt viele junge Menschen die mit 20 noch nicht so recht wissen wo es hingehen soll und sich die Zukunftsvorstellungen noch entwickeln. Andere wissen es vielleicht schon früher. Ist ja kein Problem.

    Auf der anderen Seite hätte man ja trotzdem mal miteinander sprechen können dass man sich diese Dinge vielleicht vorstellen könnte und hier schon abklären inwieweit man harmoniert und zusammenpasst...

    Er ist ja doch ein wenig älter als du und war in seiner Planung vielleicht schon gefestigter als du?

    Ich weiß nicht was für eine Kommunikation ihr sonst so habt.
    Fest steht für mich nur: jetzt habt ihr unterschiedliche "Lebensentwürfe"...

    Du willst ein Haus, Kinder... er wil das nicht. Wie wichtig sind dir diese Dinge?
    Würdest du damit klarkommen, dass er sich ein anderes Leben vorstellt als du? Willst du auf deine Wünsche verzichten ihmzuliebe?

    In seinem Alter wird er schon genau wissen, was er vom Leben erwartet und klare Ziele haben und seine Einstellung zu diesen Dingen wird sich wohl nicht mehr drastisch ändern.

  6. Inaktiver User

    AW: Zukunft und Lebensziele?

    In den letzten Wochen geht es sogar so weit, dass es mich anwidert, ihn hier herumgammeln zu sehen. Es ist ein sehr schwierig zu beschreibendes Gefühl, aber ich ertrage diese ganze Situation einfach nicht mehr.
    Ist es arrogant, fies, hinterhältig, gemein oder was auch immer, wenn mir Gedanken an eine Trennung immer wieder im Kopf herumschwirren?
    Nö, finde ich nicht.

    Ihr habt unterschiedliche Ziele im Leben und Du solltest Dir vor Augen halten, dass sich Menschen nicht ändern.

    Du klinst nicht, als würdest Du Dich seinem Lebensstil anpassen wollen - also wird es irgendwann auf eine Trennung hinauslaufen.

    Beende Dein Studium und suche Dir einen tollen Job ....irgendwo, ohne ihn - :o))

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    AW: Zukunft und Lebensziele?

    ...und ich will keine Verantwortung".
    Also ich kann Deine Gedanken an eine Trennung völlig nachvollziehen.

    Er übernimmt nicht die Verantwortung für sich - so verstehe ich Deine Schilderung seiner ADS-Problematik - er will auch keine Verantwortung für eine evtl. zukünftige Familie... das passt nicht zusammen mit Deinen Plänen.

    Ich würde die Option Trennung scharf ins Auge fassen.

    Alles Gute,

    Tabea57
    Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
    Aber macht!


    ausgeborgt von Uli_F-2009

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    AW: Zukunft und Lebensziele?

    @soona
    wo hast du denn das mit den stöckelschuhen und kostüm rausgelesen??? finde ich etwas daneben, deine antwort.

    es kann doch durchaus sein, dass sich mit der zeit und zunehmendem alter herauskristallisiert dass die lebensstile der beiden nicht mehr so richtig zusammen passen.
    dann kann sich entweder der eine dem anderen anpassen oder man findet einen kompromiss der beiden zusagt oder - aus die maus.
    ich sehe es eher so dass johannas freund die arbeit nicht erfunden hat, deswegen auch kinder ablehnt (vernünftig, wenn nicht genug kohle reinkommt) und sich einen persilschein von seinem therapeuten geben lassen hat. er ist halt so, kann man nichts dran machen. und vielleicht ist er ja auch wirklich so.
    wenn das johanna nicht passt - und das scheint ja der fall zu sein - würde ich mich an ihrer stelle trennen. zum 10. und letzten mal. denn das zeitfenster auf kinder und haus im grünen steht nicht ewig offen. ist doch so

    gruß, fio.
    I slipped into the embrace of my wraparound shades.
    T.C.Boyle

    Don`t trust a perfect person and don´t trust a song that´s flawless.
    21Pilots

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    AW: Zukunft und Lebensziele?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ich verstehe eigentlich nicht so recht, wo zum start dein problem lag. ich bin auch freiberufler, ich arbeite auch von zu hause aus, es passiert sehr häufig, dass ich bis tief in die nacht arbeite, und ja, dann schläft man am nächsten tag lange. das liest sich für mich erst mal ziemlich normal.

    es liest sich für mich so, als sei dein lebenstil eben anders: du willst morgens pünktlich mit hübschem kostümchen in ein schickes büro stöckeln. deinem freund 'faulheit' zu attestieren, nur weil er einen anderen lebens- und arbeitsstil hat, finde ich nicht in ordnung.
    Im Kostümchen ins Büro stöckeln?
    Sorry, aber das hat mich jetzt echt zum Lachen gebracht.

    Von mir aus kann er zum "Gruftie" werden und den ganzen Tag schlafen. Von mir aus kann er auch jeden Tag am FKK-Strand liegen und von dort seine Arbeit verrichten.... darum geht es doch überhaupt nicht.

    Es geht darum, dass er einfach sehr wenig arbeitet. Dieses "Ich habe lange an einem Projekt gearbeitet" mag zwar manchmal stimmen, oft genug sind es aber nur Ausreden. Das sieht er nicht anders. An 4 von 5 Tagen kommt er nach Hause und sagt "Heute habe ich mal wieder gar nichts geschafft". Das sind keine Beobachtungen meinerseits, sondern Aussagen seinerseits.

    Vor etwa einem Jahr hat mich ein Kollege von mir (Nebenjob) angesprochen, ob ich nicht jemanden für ein Projekt kenne. Die Anforderungen passten genau zu den Interessen und Talenten meines Freundes, alles passte wie die Faust aufs Auge. Er war auch zunächst sehr interessiert, ich habe ihm die Telefonnummer gegeben, unter der er Kontakt aufnehmen sollte. Um es kurz zu machen: er hat nie dort angerufen. Der Grund damals: "Ich hab da noch was anderes, was sich vielleicht ergibt und irgendwie habe ich es dann auch vergessen". Die Sicht heute (seine Worte): "Das war total dumm, dass ich das damals nicht gemacht habe".

    dein freund kann so faul nicht sein, er hat, wie du schriebst studium und nebenbei freiberuflichkeit durchgezogen, die ersparnisse kommen ja auch von irgendwoher und wohnung und angemietetes büro muss auch die ganze zeit bezahlt worden sein. er macht also durchaus was. nur nicht in deinem rhythmus und so wie du es für richtig hälst.
    Die Ersparnisse kommen von irgendwoher, ja. Nämlich von seinen Eltern, Großeltern und durch einen recht glücklichen Umstand, durch den er 25.000 EUR bekommen hat (und dafür keinen Finger rühren musste). Davon hat er in den letzten 2 Jahren gelebt.
    Laut seiner eigenen Aussage ist dieses Geld mittlerweile so gut wie aufgebraucht und er kommt so langsam in Bedrängnis, weil er mehr ausgibt als er einnimmt. Das hat rein gar nichts mit irgendwelchen Lebensansichten oder Einbildungen zu tun, sondern es sind Fakten.

    Der einzige Unterschied zwischen uns sind die Ansichten, wie man die Situation verbessern kann. Er: "Ich hab da noch was in Aussicht, vielleicht klappt das ja irgendwie....". Ich würde an seiner Stelle sofort anfangen Bewerbungen zu schreiben, um wenigstens noch einmal ein wenig Geld in die Kassen zu bekommen - Chancen eingestellt zu werden hätte er definitiv, aber er möchte nicht in Vollzeit arbeiten....

    du kennst den mann seit vier jahren. ist dir nie aufgefallen, dass er anders tickt als du - oder hat es dir früher nichts ausgemacht?
    Wie schon geschrieben: die erste Zeit unserer Beziehung hat er noch studiert, hat nebenbei gearbeitet und ich habe ihn immer als sehr engagiert erlebt. Erst als er mit dem Studium fertig war, gab es eine Art Bruch mit wöchentlichem "Aber nächste Woche fange ich richtig an...", wozu es so wirklich nie gekommen ist. Mag sein, dass es an dem finanziellen Polster lag, das er immer im Rücken hatte.

  10. Inaktiver User

    AW: Zukunft und Lebensziele?

    Zitat Zitat von johanna08
    Im Kostümchen ins Büro stöckeln?
    Sorry, aber das hat mich jetzt echt zum Lachen gebracht.
    das war der sinn. ansonsten war es eine saloppe übersetzung für 'regelmäßiges leben/arbeiten plus karierre machen' (wink an fiorina)

    Es geht darum, dass er einfach sehr wenig arbeitet. Dieses "Ich habe lange an einem Projekt gearbeitet" mag zwar manchmal stimmen, oft genug sind es aber nur Ausreden. Das sieht er nicht anders. An 4 von 5 Tagen kommt er nach Hause und sagt "Heute habe ich mal wieder gar nichts geschafft". Das sind keine Beobachtungen meinerseits, sondern Aussagen seinerseits.
    gut, das habe ich so zuvor nicht bei dir rausgelesen. da klang es in meinen ohren eher so, als störe dich das wie und wann er arbeitet. nicht, dass er nicht arbeitet.

    Der einzige Unterschied zwischen uns sind die Ansichten, wie man die Situation verbessern kann. Er: "Ich hab da noch was in Aussicht, vielleicht klappt das ja irgendwie....". Ich würde an seiner Stelle sofort anfangen Bewerbungen zu schreiben, um wenigstens noch einmal ein wenig Geld in die Kassen zu bekommen - Chancen eingestellt zu werden hätte er definitiv, aber er möchte nicht in Vollzeit arbeiten....
    auch das kann ich verstehen. kann das allerdings sein, dass du den mann auch ein wenig unter druck setzt? unbewusst? mit diesem du würdest sofort, er müsste aber und so weiter? (ich spreche da aus erfahrung, ich habe mal mit einem mann gelebt, der normal 9-5-arbeitete, während ich eben freiberuflich tätig war. er hat mir ständig vorwürfe gemacht wegen unregelmäßigem lebenstils und angeblicher faulheit. tatsächlich arbeitete ich mehr als er und verdiente auch mehr)

    wenn er zunächst so engagiert war und das mit ende des studiums aufhörte, dann muss es dafür ja einen anderen grund geben als angeborene faulheit. ich kenne mich da nicht so aus, er wirbt man sich ADS? irgendwas liegt da doch anders im argen.

    in jedem fall sind eure lebensstile anscheinend gerade unterschiedlich. frage ist jetzt: willst du und könnt ihr wieder auf einen nenner komen? frage eins würde ich an deiner stelle als erste beantworten.

    trennung wegen unterschiedlicher lebensstile ist nicht fies und nicht gemein (ich würde niemals mit einem manager oder geschäftsführer zusammen sein können - wegen der unterschiedlciehn lebenstile) fies wäre es aber durchaus, wenn du versuchst ihn auf deinen lebenstil zu trimmen ...

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