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    AW: Essen bei türkischer Schwiegermutter

    ich finde es eher komisch, dass du die mithilfe im haus der schwiegermutter so konsequent verweigerst, obwohl es dir peinlich ist, dich bedienen zu lassen.. wäre es nicht einfacher, nicht darüber nachzudenken, sondern spontan zu helfen?
    das gegenteil von gut ist gut gemeint....

    ***der vorwand derer, die andere unglücklich machen, lautet gewöhnlich nur das beste im sinn zu haben***

    ***vertrauen in die freundschaft besteht darin, dass einem die freundschaft wichtiger ist als das, was man erlangen könnte, wenn man sie verrät. ***

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    AW: Essen bei türkischer Schwiegermutter

    Ich habe generell bei Familienfesten die Beobachtung gemacht, dass alle ins alte Rollenspiel zurückfallen.
    Das ist o.k., solange man damit kein Problem hat, ich habe es nicht und es ist, wie schon geschrieben, oft ganz lustig. Ich mag eben auch nicht, dass meine Mutter, bzw. Schwiegermutter mich bedient.

    Gleichwohl schicken wir z.B. die Männer zum Tische schleppen, sie sind für das Getränke bereit stellen, Weinflaschen öffnen und Gläser füllen zuständig.

    Da lassen wir Frauen uns bedienen. Klare Ansagen sind ganz wichtig.

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    AW: Essen bei türkischer Schwiegermutter

    Also ich würde mir bei den Schwiegeretern auch blöd vorkommen wenn sie mich bedienen würden.

    Du musst doch nicht gleich den ganzen Haushalt schmeißen, hilf doch am Rande mit. Z.B Tisch decken und abräumen und überlasse das "Bedienen" der Schwiegermutter.

    Deinem Mann ist kein Vorwurf zu machen. Das ist eben so Sitte bei den Türken und gut is.

  4. Inaktiver User

    AW: Essen bei türkischer Schwiegermutter

    Ich sehe es so: Wenn man diese Vereinbarung getroffen hat, sollte man sich daran halten.

    Vielleicht mag die Mama Deines Partners das auch so? Und vielleicht gäbe es in der Küche für Dich interessanten Klatsch? Da brauchst Du doch meist gar nicht richtig mithelfen - in meinem Haus treffen sich irgendwie immer alle in der Küche, quatschen, tun oder tun nicht, und gut ist. (Nein, ich bin keine Türkin, aber wenn, wärs mir auch egal.)

    Laß doch die Schwie-Familie, wie sie ist.

    Und mach es bei Dir so, wie Ihr beide das richtig findet.

    Einen Kulturkrieg da anzuzetteln, ist imho unnötig und sinnlos ...

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    AW: Essen bei türkischer Schwiegermutter

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Einen Kulturkrieg da anzuzetteln, ist imho unnötig und sinnlos ...
    Genau!

    Mein Freund, Mr. Fritz, kommt auch aus einem anderen Kulturkreis
    und lässt sich bei Muttern voll bedienen!
    Die besteht aber auch irgendwie drauf: wenn er da was machen wollte, kommt gleich ein "Ach nee, lass mal..."

    Zuhaus bei uns packt er voll an.

    Er ist übrigens ein Mischling, halb Ösi, halb Wessi, genetisch halt;
    aber das Ösitum schlägt voll durch (sprachlich)...

    Nimm's locker, Julia!
    Wenn's Dir so peinlich ist, dann pack eben mit an.
    Wenn Du's genießen kannst, bleib sitzen.

    Lieben Gruß,
    Mrs. Fritz

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    AW: Essen bei türkischer Schwiegermutter

    Nun ja, so einfach ist das nicht. Vorab: Was ich jetzt schreibe, enthält an keiner Stelle ein Werturteil. Aber die Rollenverteilung hat in der türkischen Community in aller Regel einen ganz anderen Stellenwert, als bei uns.

    1. Der Mann würde sein Gesicht verlieren, leistete er im großen (Familien)Kreis Hilfe bei der Hausarbeit. Das ist keine Ausrede. Aber bedingt durch die strenge(re)n sittlichen Vorstellungen (was wiederum auf die soziale Stabilität innerhalb der ziemlich aufeinander angewiesenen Großfamilien/Dorfgemeinschaften /emigrierten Kulturgemeinschaften zurückzuführen ist), gibt es dort sehr strikte Geschlechterunterteilungen nebst ziemlich klarer Vorstellungen davon, was einen Mann, eine Frau ausmacht. Würde er hilfreich aufspringen und Schnittchen herumreichen, würde er in der sozialen Hackordnung absinken. Es wäre wie halbnackt durch die volle Wohnung zu laufen. Das kann man nun gut oder schlecht finden. Fest steht: Es ist kulturell tief verwurzelt und folglich nicht mal eben wegzudiskutieren. (Im übrigen kann es gut sein, dass der Gatte den Konflikt ebenso verspürt und sich beim "Verwöhnt-werden" nicht halb so wohl fühlt, wie viele hier meinen.)

    2. Daraus ergibt sich leider, dass die TE mit ihrem Gefühl richtig liegt. Es wird von ihr vermutlich tatsächlich erwartet, die klassische weibliche Rolle einzunehmen - um so mehr, weil die Schwiegermutter sowieso und dann als ältere Frau auch für fremde Frauen als besonbdere Respektsperson gilt. Die TE sinkt in der Hackordnung ab, wenn sie es nicht tut. Die Frage ist natürlich, wieviel ihr das bedeutet.


    Ich sehe da nur zwei Möglichkeiten, den Konflikt aufzulösen:

    a) Die TE steht zu der Vereinbarung und erträgt die schalen Blicke der Nachbarin/weiblichen Verwandtschaft.

    b) Die TE passt sich dem - wie sehr auch immer - an. Für mich wäre es sicher kein Problem, Tee zu servieren. Stets darauf achten zu müssen, dass kein Mann ein leeres Glas vor sich stehen hat allerdings schon.

    Irgend jemandem in den Hintern treten zu wollen, geht an der Realität vorbei. Es ist eben eine andere Kultur, mit allen Vor- und Nachteilen. Auch bei uns ist die Emanzipation nicht vom Himmel gefallen. Und wir haben durch Aufklärung und Reformation, Industrialisierung und Urbanisierung einigen "Vorsprung" bei der Auflösung ansonsten dringend gebrauchter verlässlicher, daher starrer Verhaltensmuster. Ebenfalls mit allen Vor- und Nachteilen.

    Wie steht denn der Mann dazu, wie die Schwiegermutter? Kritisiert sie Dich? Hat Dein Mann schon einmal mit ihr darüber geredet? Hast Du schon einmal das Gespräch gesucht?

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    AW: Essen bei türkischer Schwiegermutter

    Sorry, das ist jetzt nicht bös gemeint, aber mein erster Gedanke beim Lesen Deines Postings war, dass es Dir ja anscheinend gut geht, da Du keine anderen Probleme hast...

    Wenn Du bei den Besuchen bei der Schwiegermutter etwas mithilfst fällt Dir ja schließlich kein Zacken aus der Krone und Du gibst damit ja nicht gleich Deine Emanzipation auf...

    Sei doch froh, dass Du so einen tollen Mann hast, der sonst im Haushalt mithilft ohne zu Murren! Das ist viel wert!

    Ich finde, Du machst aus einer Sache ein Problem, die eigentlich gar kein Problem ist...finde ich...

    (Will Dich nicht kritisieren, ist halt meine Meinung... )

  8. User Info Menu

    AW: Essen bei türkischer Schwiegermutter

    das hört sich für mich nach einem Nebenkriegsschauplatz an.
    Schwiegermutter verwöhnt ihre Söhne - kenne ich auch gut von deutschen Familien. Schwiegermutter fühlt sich wohl in ihrer Rolle. Ich finde deine Gedanke respektlos ihr gegenüber, denn sie mag vermutlich ihre Rolle. Sie ist ebenso ein freier Mensch wie du, verwöhnt halt gern.
    Dein Mann lässt ihr die Rolle - finde ich o.k.

    Schade ist, dass du dich um die Küchengespräche bringst.
    Wenn du beim Abräumen hilfst, heißt das doch nicht, dass du gleich deine emazipierte Haltun aufgibst. Da musst ja nicht aus der Erwartung heraus handeln, sondern kannst aus freien Stücken abräumen, wie du es bei anderen Familien auch machen würdest.
    Mach kein Politikum daraus, sondern genieße die Frauengespräche!
    Gruß
    Birgit-Sabine
    _______________________

    Achte auf deine Gedanken, denn sie sind der Anfang deiner Taten

    Wer zu allen Seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein!

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    AW: Essen bei türkischer Schwiegermutter

    Zitat Zitat von Birgit-Sabine
    Wenn du beim Abräumen hilfst, heißt das doch nicht, dass du gleich deine emazipierte Haltun aufgibst.
    Hihi, da hatten wir den gleichen Gedanken!!!

  10. User Info Menu

    AW: Essen bei türkischer Schwiegermutter

    Abgesehen davon, dass ich so eine "Abmachung" etwas merkwürdig finde, bringst Du m. E. hier zwei Dinge durcheinander, die nichts miteinander zu tun haben: Deine "Abmachung" mit Deinem Mann und eine Einladung bei Deiner Schwiegermutter zum Essen (und einer für mich damit verbundenen selbstverständlichen Hilfe).

    Mein erster Mann war zwar kein Türke, sonder Südländer und dort gab (gibt) es auch ähnliche Rollenbilder. Obwohl er zu Hause kein Problem damit hatte, bei allem behilflich zu sein und auch mal selbst ein Hemd zu bügeln, Geschirr zu waschen u.ä. und ich nicht ausschließlich mütterlich und umsorgend bin, hätte ICH selbst(!!!) es ihm nie zugemutet(!), bei sich zu Hause Ähnliches wie zu Hause von ihm zu erwarten. Nein, er sollte - wie schon jemand hier geschrieben hat - sein Gesicht wahren können. Und das hatte nichts damit zu tun, dass ich mich hätte verbiegen müssen, zum Hausmütterchen mutieren oder gar unter den Pantoffel hätte stellen lassen müssen!

    Meist war Kochen Aufgabe meiner (Ex-)Schwiegermutter und das Drumrum (Geschirr waschen, Tisch decken etc.) die Aufgabe der anderen anwesenden Mädels/Frauen. Na und? Da habe ich mir keine Zacken aus der Krone gebrochen beim Mithelfen. Im Gegenteil ich habe es auch nicht so empfunden wie Du, dass sich nun alle Herren der Schöpfung bedienen lassen. Nein, für mich war es eine selbstverständliche Mithilfe und ein Zurhandgehen meinen Schwägerinnen gegenüber - genau so, wie ich es bei meinen Eltern zu Hause gemacht hätte, bei einer Esseneinladung bei einer Freundin oder...oder ...oder...

    Es kommt wohl darauf an, welche innere Haltung den Blick auf die Dinge prägt. Mir scheint, Du wollest bei Deiner Schwiegermutter (und gegenüber den anderen weiblichen Familienmitgliedern) auf Teufel komm raus demonstrieren, dass Du Dich einem männlichen Diktat nicht "unterordnen" lässt/willst und dass Dein Mann (trotzdem dass er Türke ist und zu dieser Familie gehört) das nicht von Dir verlangt (="modern"/anders ist). Allerdings merkst Du sehr wohl, dass es wohl die falsche Art ist, es in diesem Szenario zu demonstrieren und Du fühlst Dich unwohl dabei (zu recht!), Dich bedienen zu lassen. Ich hatte eine Schwägerin, die hat sich ebenso verhalten, wie Du;-)

    Die Botschaft die Du an mich aussenden würdest, wäre ein arrogantes und gleichzeitig lächerliches Verhalten, wenn Du so Unabhängigkeit/Gleichberechtigung zur Schau stellen wolltest.

    Manche Dinge haben nämlich nichts mit Logik zu tun, sondern sie sind wie sie nun mal sind, auch wenn sie nicht rational nachvollziehbar gemacht werden können und dazu gehören nun mal gesellschaftliche Spielregeln anderer Kulturen/Mentalitäten.

    Es ist auch eine Form von Respekt und emotionaler Intelligenz gegenüber dem Partner, ihn nicht bloßzustellen und für einen selbst bedeutet das noch lange nicht, jegliche Gleichberechtigung aufzugeben. Trotzdem kann man, man selbst bleiben! Außerdem halte ich Dein Verhalten allen weiblichen Familienmitgliedern gegenüber, die Dich bedienen, für unangemessen und beleidigend.

    Schließlich geht es doch darum selbst zu wissen, was man (an seinem Mann) hat und nicht um einen Gleichstellungs- oder Emanzipationskampf, der im jeweils anderen Kulturkreis zur Schau getragen werden muss.

    Du räumst dieser "Abmachung" und dem, was Du meinst Dir zu vergeben (oder den anderen (=Männern) an Genugtuung zu bereiten) und auch dem, was es für alle wirklich bedeutet m. E. eine viel zu große Bedeutung in Anbetracht einer Esseneinladung der Schwiegermutter bei.

    Ich nehme mal an, Du bist noch sehr jung und/oder noch nicht so lange mit Deinem türkischen Ehemann verheiratet und/oder in Deiner Persönlichkeit noch nicht sehr stark gefestigt?

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