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    AW: "ihm gefallen" und "sich bemühen"

    Ich bemühe mich gerne um/für meinen Partner und freue mich auch sehr, wenn er das für mich tut/mir Wünsche erfüllt. Da steckt jedoch keine gegenseitige Erwartungshaltung dahinter, sondern das passiert freiwillig.

    Ich ziehe gerne schöne Wäsche und Kleidung an, rasiere z.B. immer Beine, Achseln & Co., mache mich gerne zurecht und so hat er mich kennen gelernt: das bin ich.

    Komisch fände ich's, wenn er mich anders kennen gelernt hätte und nun rumjammern würde, dass es doch so toll wäre, wenn ich mal schöne Wäsche tragen würde, um mal bei diesem Beispiel zu bleiben. Ich stell's mir gerade umgedreht vor: er würde auf einmal mit dem Wunsch kommen, dass ich mich NICHT mehr schminken soll, Feinrippwäsche tragen und mich allgemein unauffälliger kleiden soll: DAS würde ich ihm zuliebe bestimmt nicht tun und wenn ich ihm deshalb nicht mehr gefallen würde, dann würde ich mich ernsthaft fragen, was da gerade schief läuft
    Geändert von Kurly (09.07.2008 um 17:06 Uhr)
    Wenn das Leben Dir Zitronen gibt, mach Limonade draus ...

  2. Inaktiver User

    AW: "ihm gefallen" und "sich bemühen"

    Zitat Zitat von Kraaf
    Das Ablehnen einer Idee ist eigentlich harmlos. Sollte man jedenfalls meinen.

    Die Ablehnung als Person ist es nicht. Und die entsprechende Fehlinterpretation des "Doch-nur-die-Idee-ablehnen"-Verhaltens des anderen ist es auch nicht.

    nette Grüsse,
    Kraaf
    Das stimmt.
    Sich als Person abgelehnt zu fühlen oder es zu werden, wenn man Wünsche nicht erfüllt, deutet allerdings auf eine ganz andere Problematik in der Beziehung hin und hat kaum mehr etwas mit Leonies Ursprungsthema zu tun.

    Oder sehe ich die Zusammenhänge nicht?

  3. Inaktiver User

    AW: "ihm gefallen" und "sich bemühen"

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich frage mich, warum sich einige Leute scheinbar einen Zacken aus der Krone brechen, wenn der Partner um etwas bittet, daß evtl. nicht zu 100 % den Geschmack des anderen trifft?

    Um mal beim Beispiel Reizwäsche zu bleiben:
    Wenn frau sonst nur Feinripp trägt und dann halt mal einen Abend (also nur wenige Stunden, wenn überhaupt) Dessous trägt ---> was ist so schlimm daran? Vielleicht gefällt es ihr ja?

    Ich schätze diese Fraktion allerdings eher so ein, daß sie denkt, daß sie ihm jetzt nur noch gefällt, wenn sie soetwas trägt. Darüber wird sie mit ihrem feministischen Freundinnen bei einem Yogi-Tee diskutieren und beschließen, ab sofort aus Protest und überhaupt nur noch Feinripp (hautfarben) zu tragen. Weil - wenn er sie liebt - wird ihn das auch anmachen (müssen)!

    Solange der Wunsch des Partners nicht jenseits der moralischen/körperlichen Schmerzgrenze liegt, sollte es doch wohl mal möglich, ihm einen Gefallen zu tun.

    Eine Partnerschaft besteht aus Geben und Nehmen. Und dann gebe ich halt mal was.

    Statements wie "Er soll mich halt nehmen wie ich bin" haben etwas bockiges (m.E.) an sich. Es geht nur um einen (gelegentlichen) Wunsch und nicht darum, daß gefordert wird, das Leben und alle ethischen Werte über Bord zu werfen und sich komplett umzukrempeln.
    Nach einer Seite lesen muss ich an dieser Stelle spontan ein
    "SEHR GUT"
    in die Runde schmettern.

    Danke, Zeta

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    AW: "ihm gefallen" und "sich bemühen"

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das stimmt.
    Sich als Person abgelehnt zu fühlen oder es zu werden, wenn man Wünsche nicht erfüllt, deutet allerdings auf eine ganz andere Problematik in der Beziehung hin und hat kaum mehr etwas mit Leonies Ursprungsthema zu tun.

    Oder sehe ich die Zusammenhänge nicht?
    Ich glaube eben, dass längst etwas verrutscht oder sich eingeschlichen hat, damit sich die Fragestellungen, die Leonie im Ausgangsposting aus anderen Strängen gegenübergestellt hat, überhaupt so stellen können.

    Kraaf

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    AW: "ihm gefallen" und "sich bemühen"

    Zitat Zitat von Kurly
    Ich bemühe mich gerne um/für meinen Partner und freue mich auch sehr, wenn er das für mich tut/mir Wünsche erfüllt. Da steckt jedoch keine gegenseitige Erwartungshaltung dahinter, sondern das passiert freiwillig.

    Ich ziehe gerne schöne Wäsche und Kleidung an, rasiere z.B. immer Beine, Achseln & Co., mache mich gerne zurecht und so hat er mich kennen gelernt: das bin ich.

    Komisch fände ich's, wenn er mich anders kennen gelernt hätte und nun rumjammern würde, dass es doch so toll wäre, wenn ich mal schöne Wäsche tragen würde, um mal bei diesem Beispiel zu bleiben. Ich stell's mir gerade umgedreht vor: er würde auf einmal mit dem Wunsch kommen, dass ich mich NICHT mehr schminken soll, Feinrippwäsche tragen und mich allgemein unauffälliger kleiden soll: DAS würde ich ihm zuliebe bestimmt nicht tun und wenn ich ihm deshalb nicht mehr gefallen würde, dann würde ich mich ernsthaft fragen, was da gerade schief läuft
    Aber genau darum geht es ja: dem Partner zuliebe etwas tun, was ihm gefällt, man selbst aber normalweise nicht tun würde.

    Wenn man etwas ohnehin für sich selbst auch tun würde (egal ob neckische Verkleidung beim Sex, erotische Unterwäsche, hohe Schuhe tragen, Bruce-Willis-Filme gucken oder zum Fußball gehen), fällt das nicht mehr unter "ihm zuliebe".

    Sich dauerhaft zu ändern, nur um dem Partner zu gefallen, geht mit Sicherheit in die Hose. Aber ab und an etwas aus diesem Grund tun, finde ich normal.

    Sprich, man muss nicht gleich die gesamte kochfeste Baumwollunterwäsche dem Rote-Kreuz-Sack überantworten und hinkünftig nur noch Strapse tragen, weil der Liebste das so gerne sieht. Aber ein oder zwei Garnituren mal austauschen, nur so für bestimmte Gelegenheiten, ist das wirklich so ein großes Opfer?

    Wenn ich mir mal was für mich ganz Schreckliches vorstelle, ein echtes Opfer, dann denke ich z.B. an Formel-eins-Rennen. Hätte ich einen Mann, der darauf steht und dem es viel bedeuten würde, wenn ich mal zu so einem Rennen mitkäme, dann würde ich sagen: erwarte bitte nicht, dass es mir gefällt, ich werde es sicherlich schrecklich finden und vielleicht auch nölig werden. Aber wenn es Dir so wichtig ist, dass ich da mal mitkomme, dann sei es so. Ein Wochenende im Jahr halte ich das Dir zuliebe aus.
    Klar könnte man argumentieren, warum nimmt er dann nicht jemand anderen mit, der wirklich darauf steht. Aber ich kann verstehen, dass man etwas, was einem viel bedeutet, auch gerne mal mit dem Partner zusammen erleben möchte, auch wenn der gar nicht darauf steht.

    Ich war bisher in einer Beziehung damit konfrontiert, dass mein Freund sich für kein Geld der Welt dazu herablassen wollte, etwas mir zuliebe zu tun. Das war und ist mir völlig unbegreiflich. Aber immerhin weiß ich seitdem, dass so jemand nicht zu mir passt.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: "ihm gefallen" und "sich bemühen"

    Zitat Zitat von Malina70
    Wenn ich mir mal was für mich ganz Schreckliches vorstelle, ein echtes Opfer, dann denke ich z.B. an Formel-eins-Rennen. Hätte ich einen Mann, der darauf steht und dem es viel bedeuten würde, wenn ich mal zu so einem Rennen mitkäme, dann würde ich sagen: erwarte bitte nicht, dass es mir gefällt, ich werde es sicherlich schrecklich finden und vielleicht auch nölig werden. Aber wenn es Dir so wichtig ist, dass ich da mal mitkomme, dann sei es so. Ein Wochenende im Jahr halte ich das Dir zuliebe aus.

    Ja. und genau so habe ich z.B. mal die Erfahrung gemacht, dass ein Eishockey-Spiel, live erlebt, eine sehr spannende Sache sein kann. Wäre ich freiwillig niemals hingegangen. Oder ein Spielcasino-Besuch - nix, was ich immer haben müsste (Glücksspiele mag ich gar nicht), aber einfach mal interessant.

    Umgekehrt freue ich mich ja auch, wenn mein Partner etwas für mich macht. Dinge, die er für sich erst mal langweilig findet.
    Vielleicht hat es ja wirklich etwas mit sich-bemühen zu tun, kann sein, aber ich empfinde es nicht so. Sicher ist für mich, dass ich auch etwas davon habe - entweder wider Erwarten doch ein interessantes Event oder aber die Erkenntniss, dass dies jetzt doch nix für mich ist. Auf jeden Fall aber erst mal die Freude meines Partners - und da freu ich mich dann ja auch drüber
    Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
    Aber macht!


    ausgeborgt von Uli_F-2009

  7. Inaktiver User

    AW: "ihm gefallen" und "sich bemühen"

    Zitat Zitat von Tabea
    Ihm gefallen wollen - ja, das ist bei mir so, ich mag es, wenn ich ihm gefalle. Aber ich mag es auch, wenn ich mir gefalle. Und ich weiß, dass er mir auch gefallen möchte. Ist das nicht immer so? Bei Dir nicht?
    nein, das ist bei mir nicht so.

    ich tue viele Dinge ihm zuliebe - aber ich würde nie sagen, dass ich ihm gefallen möchte. Das heißt jetzt natürlich nicht, dass ich ihm nicht gefallen möchte - aber das ist einfach eine Kategorie, in der ich nicht denke. Dass er mir gefällt, dass ich ihm gefalle - das setze ich voraus, sonst wären wir nicht zusammengekommen. Kein Beziehungsthema - noch nie.



    Aber Wünsche einfach abbügeln finde ich nicht sehr schön. Sie hat ihre Gründe? Mir als ihrem Mann würde es sehr helfen, diese Gründe zu erfahren. Es ist ein Riesenunterschied, ob sie einfach keine Lust dazu hat oder sich z.B. zu dick fühlt.
    Einfach keine Lust dazu - ich weiß nicht. Das mit der Wäsche ist ein Wunsch, den kann er sich ja nicht allein erfüllen.

    ... wenn es seine wildeste sexuelle Phantasie ist, sie in Strapsen zu nehmen - tja, diesen Wunsch kann er sich ja wohl schlecht allein erfüllen.

    Also ich - wenn ich mich in den Freund reinversetze - fände eine Begründung und/oder ein Entgegenkommen schon hilfreich. Einfach nur ein "Nein" - dann käme ich mir ziemlich abgebügelt vor.
    diese Diskussion haben wir bei Rudi Ratlos geführt - wenn Du möchtest, kann ich das verlinken.

    Nein, keiner muss seinen Nicht-Wunsch oder das Nicht-Erfüllen-Wollen des Wunsches begründen. Er mag das nicht reicht völlig. Und Punkt.
    Der Wunsch muss ja auch nicht begründet werden. "Das gefällt mir" oder "das kickt mich" ist ja keine Begründung die irgendwie schwergewichtiger ist als "damit fühle ich mich nicht wohl".

    Dass es gut ist, wenn ein Paar dann bei manchen Dingen etwas tiefer schaut, was dahinter steht, was man anderes machen könnte ... , das ist klar.
    Aber auch das muss keiner bei einem konkreten Wunsch.


    Aber ich habe tatsächlich auch nicht den Wunsch, "ihm zu gefallen" oder "für ihn attraktiv/interessant zu bleiben" - wenn damit gemeint ist, dass ich in diesem Sinne extra etwas für ihn tun sollte.

    Was ist so schlimm daran? Ich tue auch für die Kinder etwas "Extra", oder auch für Freunde. Das ist doch auch Beziehungspflege.
    es ist ein bisschen anstrengend mit Euch
    weil Ihr nicht richtig lest.

    Ich habe nicht geschrieben, dass ich für meinen Mann nichts extra tue.
    Aber ich tue nichts extra, um "ihm zu gefallen" oder "um für ihn attraktiv zu bleiben".
    Ich tue viel für ihn - weil er es ist.
    Und ich will nicht, dass sich darauf ausrichtet, wie er mir gefällt.
    Sondern dass er mir Liebes tut, weil ich es bin.


    Ich gehe auch mal zu Dingen mit, die mir nicht so viel bringen (Dorftheater), wenn da eine Freundin mitmacht und ich weiß, dass ihr das viel bedeutet.
    das würde ich "Anteil nehmen an dem, was dem anderen wichtig ist" nennen.
    aber "gefällst Du ihr dann besser?"

    Gruß, Leonie

  8. Inaktiver User

    AW: "ihm gefallen" und "sich bemühen"

    Zitat Zitat von Malina70
    Ich war bisher in einer Beziehung damit konfrontiert, dass mein Freund sich für kein Geld der Welt dazu herablassen wollte, etwas mir zuliebe zu tun. Das war und ist mir völlig unbegreiflich. Aber immerhin weiß ich seitdem, dass so jemand nicht zu mir passt.
    davon, dass jemand dem Partner gar nichts zuliebe tut, sprechen wir doch hier aber nicht - ich jedenfalls nicht.

    sowieso unterscheide ich ja "etwas ihm zuliebe tun" und "ihm gefallen wollen".

    Und zwischen "ihm gar nichts zuliebe tun" und "ihm auch Wünsche erfüllen, wenn ich mich dabei nicht wohlfühle" liegt ja noch - um es mal mit Marilyns Worten zu sagen - einiges dazwischen.


    Und auch wenn ich mich wiederhole: Für mich wäre es ein unzumutbares Opfer, Strapse anzuziehen ihm zuliebe.
    Sowieso würde ich mir so albern vorkommen, dass der Zweck der Übung nicht erreicht werden könnte.
    (Da wir immer Dinge gemacht haben, die wir uns 5 Jahre vorher noch nicht vorstellen konnten, könnte sich das in solchen Zeiträumen vielleicht ändern )





    @ Kurly,

    was wäre denn, wenn Du Dich nicht mehr schminken wolltest?


    Gruß, Leonie
    Geändert von Inaktiver User (09.07.2008 um 22:13 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: "ihm gefallen" und "sich bemühen"

    Zitat Zitat von Kraaf
    Ich glaube eben, dass längst etwas verrutscht oder sich eingeschlichen hat, damit sich die Fragestellungen, die Leonie im Ausgangsposting aus anderen Strängen gegenübergestellt hat, überhaupt so stellen können.

    Kraaf

    hmh,

    das ist aber eine optimische Sichtweise - jedenfalls würden wir dann sehr vielen "ganz normalen" Paaren bescheinigen, dass etwas verrutscht ist.

    Ich glaube, dass die Märchenvorstellungen - gerade beim Sex - dass es immer passen muss, dass es keine Diskrepanzen geben darf ... sehr verbreitet sind. Und damit eben auch die Vorstellung, dass Wünsche erfüllt werden müss(t)en (Tabea57 schrieb ja auch noch zur Begründung, dass ich das mit keinem anderen darf, so dass der Wunsch ganz unerfüllt bleibt, im Gegensatz zum Besuch eines Konzertes).

    Und dann muss ich anfangen, mit Wünschen rumzueiern - der Nicht-Wünschende muss den Wunsch als unangemessen hinstellen ... und schon sind sie verkeilt und es kommt zu dem Gefühl des Abgewiesen-Seins.

    Gruß, Leonie

  10. Inaktiver User

    AW: "ihm gefallen" und "sich bemühen"

    Zitat Zitat von Malina70
    Dem schließe ich mich voll und ganz an. Mir macht es Spaß, dem Liebsten einen Wunsch zu erfüllen, und seine Freude oder schon das Ausmalen seiner Freude freut mich dann auch. Und umgekehrt ist das auch so. Wenn ich weiß, das hat er jetzt nur für mich gemacht, berührt mich das total und freut mich unheimlich.

    Für mich ist das ein Stück gelebte Alltagsliebe.

    Und um noch mal beim Thema Wäsche zu bleiben: ich finde, es gibt Wäsche zum Anziehen und Wäsche zum Ausziehen. Letztere würde ich auch nicht unbedingt täglich tragen. Und darüber hinaus gibt es ja nun auch eine Menge zwischendrin.

    Gruß,

    Malina
    So und nicht anders war das mit der Wäsche meinerseits gemeint.


    So und nicht anders will ich meine Beziehung haben - man bemüht sich bewusst umeinander, mit allen erdenklichen Kleinigkeiten.

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