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    Perspektive nach schwierigem Anfang?

    Hallo zusammen

    Ich bin in eine dumme Geschichte geraten mit einem liebenswerten, sehr schüchternen, an sich wunderbaren, aber beziehungsunerfahrenen und eher komplizierten Mann (42).

    Er war erst hell begeistert von mir, hat mich angebaggert, wollte eine Beziehung - bis ich soweit war, dann her er einen Rückzieher gemacht.

    Seither, seit Mitte Jan. hat sich fast jedes Wochenende Folgendes abgespielt: tägliches Telefonat von ca. 1 Stunde oder mehr, dann am Mittwoch von ihm die Ansage, dass es doch nicht gehe mit uns, dass er sicher sei, keine Beziehung haben zu können, dass er mich aber trotzdem treffen möchte auf freundschaftlicher Basis und Verabredung für Samstag. (Sofern wir nicht schon für Sa verabredet waren.) Am Samstag dann erst Distanz und höflich-freundlicher Umgang, bis es dann doch zu Zärtlichkeiten kam und er bei mir übernachtet hat. (Wir haben bisher jedoch noch nicht miteinander geschlafen.)

    Dann sagte er am Sonntag jeweils, dass er sich eine Beziehung doch vorstellen könne, dass er hoffe, dass wir die Kurve noch kriegen würden und am Montag liebe SMS von ihm, am Dienstag auch noch und die allabendlichen Telefonate sowieso... bis zum Mittwoch, wo wieder alles beendet wird...

    Nachdem das vorletzte Wochenende sehr intensiv war (wir waren von Samstagvormittag bis Sonntag zusammen) sagte er, dass er nun nicht wieder davonlaufen könne, er sei mir viel zu nahe. Und nun hat er am Samstag wieder alles beendet, diesmal endgültig.

    Er hat dann aber doch wieder bei mir übernachtet (ich gebs zu, dass ich ihn zu Zärtlichkeiten verführt habe), meine Nähe sei dummerweise viel zu schön.

    wenn ihr euch fragt, wieso ich das mitmache. Wenn er nicht gerade im Davonlaufmodus ist, ist er zwar etwas kompliziert, aber ansonsten ein wunderbarer Gesprächspartner, ein toller Kumpel, zärtlich, aufmerksam, interessant, intelligent, ich geniesse einfach seine Gegenwart.

    Ja, ich weiss schon, wie ich dieses Muster durchbrechen könnte, nämlich indem ich einfach den Kontakt abbreche. Dummerweise ist er mir ziemlich ans Herz gewachsen und ich habe ihn wirklich sehr liebgewonnen. Ebenfalls habe ich nicht das Gefühl, dass er mit mir spielt, sondern fühle mich, abgesehen von seinem ewigen Hin und Her, sehr nett und respektvoll behandelt. Ich möchte mich eigentlich gerne auf ihn einlassen, sein Hin und Her ist der einzige Wermutstropfen.

    Aber ich weiss nicht, ob es überhaupt noch Sinn macht, auf eine Besserung zu hoffen. Eigentlich dachte ich nein, aber gestern habe ich Bekannte besucht und diese haben mir dann gesagt, ihre Beziehung hätte im Grunde auch so angefangen, er wollte von Anfang an, sie wollte mal, dann nicht, dann doch wieder und nun sind sie seit Jahren verheiratet und haben drei Kinder. Und von einer guten Freundin weiss ich noch, dass sie ihren jetzigen Mann am Anfang ein halbes Jahr lang nur alle drei Wochen getroffen hat, weil er einfach nicht wusste, ob er mit ihr eine Beziehung will und erst nach einem halben Jahr hat er sich auf sie eingelassen.

    Tja, ich möchte nicht etwas wegen mangelnder Geduld (war früher meine Schwäche) wegwerfen, was doch noch Zukunft hätte. Und 6 Wochen sind doch auch keine lange Zeit, oder? Und ich hatte auch schon Beziehungen, die sehr kompliziert anfingen, und dann plötzlich eines Abends verbindlich (und richtig gut) wurden.


    Gibt es Paare, die sich nach einer schwierigen Anfangsphase doch noch gefunden haben?

    Liebe Grüsse

    Schnecke
    Geändert von Schneckentempo1 (25.02.2008 um 17:57 Uhr)

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    AW: Perspektive nach schwierigem Anfang?

    Hallo Schneckentempo,
    für mich wirkst Du ja eher bißchen wie ein Beziehungs-Eilzug.

    Ich habe gerade Deine Frage hier gelesen und wollte Dir auch antworten. Dann sah ich Deine letzten Thread-Überschriften und bin ratlos.

    Also hier die Frage, die mir spontan in den Sinn kam:

    Ist Dir Dein eigenes Leben eigentlich zu langweilig?

    In der Hoffnung, das Feedback möge Dir hilfreich sein
    Aglaja
    Handeln Sie mit Leidenschaft, aber denken Sie klar!
    Hannah Arendt

  3. Inaktiver User

    AW: Perspektive nach schwierigem Anfang?

    Sechs Wochen sind zwar keine lange Zeit, aber bei so viel Hin und Her doch recht belastend, oder?? Ich bin der Meinung, dass man schon recht früh merkt, ob man mit jmd. eine Beziehung möchte oder nicht. Und selbst DANN kann es mitunter schwierig sein. Aber das was du schreibst hört sich nicht gut an. Er sollte sich erst mal überlegen, was er möchte. Er muss ja nicht zwingend jedes spontane Gefühl (will mit dir zus. sein, will sich lieber zurückziehen, geht nicht, passen nicht zusammen, will doch mit dir zusammen sein)... unmittelbar aussprechen. Er könnte ja selber mal abwarten, wie sich die Dinge entwickeln.
    Aber jedesmal wieder "Schluss zu machen", um dann wieder anzukommen, finde ich ziemlich heftig und irgendwie auch lieblos.

    Du musst ja wissen, wie viel du aushalten kannst, entsprechend verhältst DU dich. Es gibt ja keine Verpflichtung, den Kontakt abzubrechen, solange du noch nicht total fertig bist deswegen. Aber du musst für dich genau schauen, wo die Grenze ist, wann es eben anfängt, am Selbstbewusstsein zu kratzen.

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    AW: Perspektive nach schwierigem Anfang?

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Du musst ja wissen, wie viel du aushalten kannst, entsprechend verhältst DU dich. Es gibt ja keine Verpflichtung, den Kontakt abzubrechen, solange du noch nicht total fertig bist deswegen. Aber du musst für dich genau schauen, wo die Grenze ist, wann es eben anfängt, am Selbstbewusstsein zu kratzen.
    Salve Sevi

    Also am Selbtbewusstsein kratzt sein Verhalten nicht mal, da ich das Gefühl habe, dass es ihm selber nicht sehr gut geht dabei.

    Das Problem ist eher, dass sein Verhalten nicht logisch ist und das kratzt an den Kräften. Ich weiss wirklich nicht, was er von mir will: seine Ruhe? Dass ich um ihn kämpfe? Dass ich ihm zeige, dass ich nur ihn will? Beispiel: wir wollen mal an Ostern was machen zusammen. Als ich ihn gefragt habe, ob wir immer noch was machen wollen (auf freundschaftlicher Basis halt und damit ich mir die Zeit frei halten soll), sagte er, ich hätte bis dann eh einen anderen und wenn nicht, würde er gerne mit mir was machen, dann solle ich ihn einfach anrufen und ihm sagen, wann er wo sein solle und er werde dort sein.

    Wie gesagt, sein Selbstbewusstsein ist grundsätzlich in Ordnung, aber in Bezug auf Frauen ist es absolut katastrophal und ich weiss wirklich nicht, ob er mich nicht will oder ob er eigentlich doch wollte (Aussagen wie "du wärst eigentlich meine Traumfrau"), aber dringend die Versicherung braucht, dass ich ihn auch will. Gestern sagte er, ich hätte ja eh in zwei Wochen einen anderen und als ich sagte, dass ich eigentlich ihn wollte und nun nicht so schnell zu einem anderen gehen könnte, war er ziemlich erstaunt und sagte, er hätte mich in diesem Punkt anders eingeschätzt.

    Komisch..

    Schnecke

  5. Inaktiver User

    AW: Perspektive nach schwierigem Anfang?

    Soso, sein Selbstbewusstsein ist in Ordnung, und er behandelt Dich respektvoll. Entschuldige, wenn ich mich gerade mal weglache. Wirklich, Schneckentempo, Deine Menschen(un)kenntnis ist unbezahlbar.

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    AW: Perspektive nach schwierigem Anfang?

    Hallo !

    Du bist an einen Beziehungsängstlichen geraten .
    Warum lässt Du so mit Dir umgehen ?

    Einen Garantieschein gibts nicht ,für niemanden .

    Such Dir jemanden ,der will .Und nicht so was .

    Dexxa
    Die Liebe leben

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    AW: Perspektive nach schwierigem Anfang?

    Zitat Zitat von Schneckentempo1
    sein Hin und Her ist der einzige Wermutstropfen.
    Aber ein ganz gravierender. Ich hätte da die Befürchtung, das son Verhalten bei ihm Programm ist und jedesmal wenns "eng" wird, er sich vom Acker macht und alles weitere dem Partner überlässt. Abtörnend.

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    AW: Perspektive nach schwierigem Anfang?

    Zitat Zitat von Wwwichbinsde
    Aber ein ganz gravierender. Ich hätte da die Befürchtung, das son Verhalten bei ihm Programm ist und jedesmal wenns "eng" wird, er sich vom Acker macht und alles weitere dem Partner überlässt. Abtörnend.

    Wenn es so wäre, dann wäre es wirklich abturnend. Andererseits, wie bereits gesagt, kenne ich im Bekanntenkreis etliche Paare, die einen schwierigen Anfang hatten, so z.B. sie verlassen wurde, weil er zur Ex zurück ist und sie dann nach einem Jahr doch zusammen gekommen sind, wo sie ein halbes Jahr warten musste, bis er sich endlich entscheiden konnte etc.

    Er hat mir mal gesagt, er sei eben am Anfang so, wenn er sich dann aber entschieden hätte, dann würde ihn nichts mehr davon abbringen können. Dies mag durchaus stimmen, denn er war sieben Jahre mit einer kranken Frau zusammen und hat sie immer unterstützt.

    Früher bin ich in solchen Fällen einfach zum Nächsten gegangen, der mich wollte (wenigstens kurzfristig), aber immerhin habe ich bis heute keine langfristige Beziehung, also muss ich auch mal was anderes versuchen.

    Dass ich übrigens einfach jemanden nehme, bloss um nicht alleine zu sein, stimmt nicht ganz. Immerhin gibt es im Moment drei Männer, die sich mehr oder weniger intensiv um ein Date bemühen, anruefen, simsen, mailen. Komisch, ausgerechnet jetzt.... (Aber sie interessieren mich eben im Moment nicht...)

    Kennt ihr das Gefühl denn nicht, dass es einfach Klick macht und ihr wisst, dass ihr ihn (oder sie) gerne wollte. Natürlich ich will nichts erzwingen, aber auch nicht gleich weglaufen.

    Am Selbstbewusstsein kratzt es übrigens wirklich nicht gross, das Verhalten meines OdB, lediglich an den Kräften. Es ist sehr kräfteraubend, sich immer wieder auf eine neues Situation einzustellen. Er ist übrigens grad wieder dran, unseren Ausgang vom Samstag zu planen, Tisch im Lokal reservieren, Film aussuchen, Kinokarten reservieren, Lokal für einen Drink vor dem Film aussuchen. Wieso macht er dies bloss für eine Frau, mit der er partout nie eine Beziehung haben kann, die jedoch trotzdem seine Traumfrau wäre??

    Ich habe mir vorgenommen, ganz bestimmt nicht den Frühling über auf ihn zu hoffen (dazu ist das Leben in dieser Jahreszeit viel zu schön) und denke, ich werde Ende März definitiv einen Schlussstrich ziehen, wenn er immer noch hin und her rennt bis dann.

    Grüsse

    Schnecke
    Geändert von Schneckentempo1 (26.02.2008 um 10:08 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Perspektive nach schwierigem Anfang?

    Zitat Zitat von Schneckentempo1
    Früher bin ich in solchen Fällen einfach zum Nächsten gegangen, der mich wollte (wenigstens kurzfristig), aber immerhin habe ich bis heute keine langfristige Beziehung, also muss ich auch mal was anderes versuchen.
    Manchmal ist es wirklich ratsam, eingeschliffene Verhaltensweisen und Beziehungsmuster über Bord zu werfen, und mal was ganz Anderes zu versuchen. Meiner Meinung nach, wäre es, auch aus einem Selbsterhaltungstrieb heraus, jedoch ratsam, was Anderes mit einem Richtigen zu versuchen. Nach Allem, was du in diesem Forum bereits über Ihn geschrieben hast, scheint er leider kaum ein Richtiger zu sein... just my two cents.

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    AW: Perspektive nach schwierigem Anfang?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Manchmal ist es wirklich ratsam, eingeschliffene Verhaltensweisen und Beziehungsmuster über Bord zu werfen, und mal was ganz Anderes zu versuchen. Meiner Meinung nach, wäre es, auch aus einem Selbsterhaltungstrieb heraus, jedoch ratsam, was Anderes mit einem Richtigen zu versuchen. Nach Allem, was du in diesem Forum bereits über Ihn geschrieben hast, scheint er leider kaum ein Richtiger zu sein... just my two cents.
    Kann sein, dass er wirklich nicht der Richtige ist.

    Allerdings ist es mir in der Vergangenheit ein paar Mal passiert, dass ich einen Mann kennen gelernt habe, der total begeistert war und mich unbedingt wollte, nicht nur kurz, sondern wochenlang oder gar monatelang. Dann ging es einige Zeit und er wollte doch nicht mehr und war sehr schnell weg, teilweise sind solche Beziehungen ohne jeglichen Anstand beendet worden.

    (Für einen Freund war ich sechs Monate lang die Grösste und er wollte mich unbedingt und dann nach sechs Monaten hat er mir eines Abends gesagt, er wolle nicht mehr, ich solle gleich meine Sachen packen, Gespräch zwecklos und als ich Wochen später nochmal mit ihm sprechen wollte (die Trennung hatte ich längst akzeptiert), hat er mir gleich mit der Polizei gedroht, obwohl ich ganz nett und zurückhaltend ihn um ein Gespräch gebeten habe. Das Gleiche ist mir dann noch einmal passiert.

    Also so viel Vertrauen in Männer, die gleich sicher sind, dass sie wollen, habe ich auch nicht mehr.

    Schnecke

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