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Thema: Frühstück

  1. Inaktiver User

    Frühstück

    Wir haben zwei Kinder und arbeiten beide. Ich bin diejenige, die besser aus den Federn kommt morgens, und so hat es sich mit der Zeit eingespielt, dass ich morgens das Frühstück richte, und zwar Müsli, Tee, Kaffee - und dann Schulfrühstück für zwei Schulkinder mit all dem Gekrame nach Tüten und Dosen. Mein Mann macht eigentlich nichts, mit der Begründung, er stehe dann nur im Weg rum und ich wäre dann so unfreundlich. Ich bin der Meinung, dass man auch ohne im Weg zu stehen morgens eine Menge tun kann, aber offenbar kann ich das nicht rüberbringen, muss jeden einzelnen Handgriff erbitten ("Kannst du mal das Müsli auf die Schüsseln verteilen? Die Schalen in die Spülmaschine stellen?"). Es gibt deswegen immer öfter Streit, weil mich das so nervt, ich das immer wieder sage und sich doch nichts ändert. Ich will nicht immer als die Meckerkuh dastehen, aber ich will auch nicht alles allein machen müssen! Es ist nicht so, dass mein Mann sonst nichts im Haushalt macht. Er weiß durchaus, wie das geht. Aber es ist trotzdem scheinbar unmöglich, für morgens eine einvernehmliche Regelung zu treffen, bei der ich nicht immer diejenige bin, die erst richtet und dann abräumt, und bei der nicht ich diejenige bin, die bestimmt und ggf. meckert. Ich diskutiere das seit Monaten, irgendwas mache ich falsch

    Wer kann mir helfen

  2. Avatar von Sunrise
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    33.892

    AW: Frühstück

    Wie alt sind deine Kinder?
    Bei uns läuft es so:
    den Tisch decke ich meistens abends. Sohn 1 ißt morgens Müsli oder Cornflakes, Sohn 2 Brot, der Liebste ein Knäcke.

    Ganz zuerst kommen die beiden Jungs (11 und 13 übrigens) morgens in unser Schlafzimmer, wo wir dann ein paar Minuten gruppenkuscheln. Die Kinder stehen dann auf, ziehen sich an und gehen runter in die Küche. Der Liebste steht dann auf und kocht den Kaffee, danach macht er sich tagfein.
    Nun komme ich dazu: ich richte die Schulbrote für die Kinder, mach ihnen Apfelschorle und bereite ihnen ein Obst vor, dann mache ich dem Liebsten auch noch sein Pausenmenü und richte ihm seine Scheibe Knäcke mit Käse. Dann setze ich mich hin und trinke Kaffee!

    Die Kinder räumen ihr Geschirr selber in die Spülmaschine und ihre benutzen Lebensmittel in den Kühlschrank bzw Schrank.
    Ich bin keine Zicke, ich bin emotionsflexibel

  3. Avatar von minstrel
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    2.777

    AW: Frühstück

    bei der ich nicht immer diejenige bin, die erst richtet und dann abräumt
    dazu steht hier:

    jeden einzelnen Handgriff erbitten
    Das

    bei der nicht ich diejenige bin, die bestimmt und ggf. meckert
    ist schwierig.
    Du erwartest, dass sich jemand nahtlos in Deine Morgenroutine einfügt. Mit manchem Menschen funktioniert das, andere sind dankbar für einen Handlungsplan (gerade früh am Morgen). Könnt Ihr nicht eine gemeinsame Frühstücksroutine erarbeiten, bei der Du bestimmte Handgriffe ein für allemal an Deinen Mann delegierst?

    Oder erwartest Du, dass er sich FLEXIBEL in eine mäandernde Routine einfügt? Das ist dann vielleicht etwas zu viel verlangt.

    Ich diskutiere das seit Monaten
    Warum "erst" seit Monaten? Wie hat es denn davor geklappt?

    aber ich will auch nicht alles allein machen müssen!
    Warum ausgerechnet beim Frühstück? Ginge es denn tatsächlich schneller, wenn er hülfe?
    Ihr habt doch sicher auch andere Aufgaben, die jeder alleine erledigt.
    Warum bringt Dich ausgerechnet das Frühstück so auf die Palme? Bist Du morgens sehr gestresst? Fühlst Du Dich insgesamt alleingelassen? Macht es Dich einfach rasend, dass er so ein träger Morgenklops ist?
    Gefahr im Küchenschrank

    Er steht im mittleren Regal,
    ganz hinten in der Ecke.
    Wann und wie ist ihm egal,
    so hockt er im Verstecke.
    Er kichert still in sich hinein,
    gibt nicht den kleinsten Mucker.
    Er ist so listig und gemein.
    Der raffinierte Zucker.

    Peter Sendtko

    Geändert von minstrel (12.09.2007 um 09:57 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Frühstück

    Hallo Rondella!
    Nein Du machst garantiert nichts falsch! Ich habe auch so ein Exemplar von Mann zu Hause und glaub mir ich habe mir daran auch schon die Zähne ausgebissen und es führt auch immer wieder zu Streit....
    Ich könnte mir vorstellen, dass Dein Mann tatsächlich das eine oder andere Mal scheinbar hilflos im Weg rumstand und Du dann gereizt auf ihn reagiert hast, eben weil er nicht einfach mitanpackt und erst auf eine Einladung oder ein Kommando von Dir wartet bzw. eigentlich überhaupt gar nicht mithelfen will und innerlich hofft, dass Du das alleine machst. Das ist nämlich genau so bei uns immer der Fall...Sich aber als Mann dann hinter dem Argument zu verstecken "Frau" wäre dann so unfreundlich finde ich nicht in Ordnung, das ist für mich ein glattes Wegschieben von der Mitverantwortung, er schiebt Dir einfach damit den schwarzen Peter zu, so dass Du denkst: "Oh, liegt es am Ende an mir? Was mache ich nur falsch? Ist mein Tonfall wirklich so schlimm?"

    NEIN! Es sollte ganz selbstverständlich sein, dass Dein Mann mitanpackt, OHNE Dich zu fragen, es ist aus meiner Sicht reine Bequemlichkeit von den Männern, dies der Frau zu überlassen und ihr obendrein noch ein schlechtes Gewissen zu machen!

    Allerdings ist es bei mir noch erschwerend so, dass mein Mann sich für alles andere im Haushalt auch immer bitten läßt, von alleine macht er so gut wie gar nichts....bei uns ist das halt so ein Grundsatzproblem und ich wäre froh, wenn es sich nur auf das morgendliche Frühstück zubereiten beschränken würde...

    Vielleicht solltest Du mit Deinem Mann in einer ruhigen Stunde mal ganz klar absprechen, wer sich morgens um was kümmert. Dann hat jeder seine festen Aufgaben und es gibt keine Diskusssionen mehr. Wenn er allerdings, wie mein Mann, darüberhinaus noch von der seeeehr langsamen Sorte ist, habt ihr ein zusätzliches Problem, dann wirst Du schon bald genervt sein, dass dieses oder jenes noch nicht erledigt ist und machst es am Ende doch wieder lieber selbst.

    Das ist nämlich bei meinem Mann Ausrede Nr. 2: "Du machst doch alles immer so schön schnell, so gut kann ich das doch gar nicht!"

    LG
    Sonni
    Geändert von Inaktiver User (12.09.2007 um 10:24 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Frühstück

    "Ist mein Tonfall wirklich so schlimm?"
    ...
    DAS ist die Ursache für vieles.

  6. Moderation Avatar von Margali62
    Registriert seit
    22.12.2004
    Beiträge
    12.311

    AW: Frühstück

    Ich würde das Schulbrot für die Kids richten und den Kaffee anstellen.
    Tisch decken können die Kids am Abend vorher, incl. Müsli-Tüte auf -den -Tisch- stellen.
    Grundsätzlich würde ich die Bitte äußern , dass jeder seinen Kram in die SpüMa räumt.
    Ich würde es stehenlassen bis zu Sankt Nimmerlandstag.

    Spätestens beim Abendbrot müßte ja das Kind / der Mann den angetrockneten Kram erstmal wegräumen, bevor ein frischer Teller gedeckt werden kann.

    Tischdecken und -abräumen war in meiner Herkunftsfamilie immer Job von uns Kindern.

  7. Inaktiver User

    AW: Frühstück

    Sonni, du verstehst mich Tut mir richtig gut so am Morgen.

    Die Kinder machen sich allein fertig, der Große steckt inzwischen selbst sein Frühstück ein und denkt an seinen Sportbeutel, darüber bin ich schon mächtig froh. Ich bemühe mich, ihnen klar zu machen, dass sie ihre Schälchen selbst wegstellen, aber selbst wenn das nicht immer klappt in der Eile, was soll ich sagen: Kinder scheinen da weit lernfähiger zu sein als Erwachsene

    Stehen lassen geht leider nicht, weil ich mittags kochen muss. Und das Müsli kann man nicht antrocknen lassen, das wird zu Beton. Deshalb möchte ich, dass nach dem Frühstück der Küchentisch und die Arbeitsplatte frei sind. Ist das denn so schwer? Ja. Scheint so. An meinem Tonfall liegt das nicht.

    Es ist nicht "meine" Morgenroutine. Das ist das ja, wovon ich weg will. Früher lief es etwas anders, aus verschiedenen Gründen, aber jetzt ist es so wie es ist und ich bin nicht zufrieden. Und merkwürdigerweise ist es eigentlich nur das Frühstück, das so schwierig ist. Bei anderen Sachen, z. B. Wäsche, gibt es klare Absprachen und das klappt auch. Aber bei anderen ist es ein langer, mühseliger Weg, und das verstehe ich nicht

  8. Avatar von minstrel
    Registriert seit
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    2.777

    AW: Frühstück

    Bei anderen Sachen, z. B. Wäsche, gibt es klare Absprachen und das klappt auch. Aber bei anderen ist es ein langer, mühseliger Weg, und das verstehe ich nicht
    Dann liegt es doch aber mit Sicherheit nicht am guten Willen.
    Als Du ihn gefragt hast, warum das morgens besonders schwierig ist, hat er doch gesagt, er fühle sich überflüssig und "im Weg", oder? Also könnte man da vielleicht ansetzen.

    Da könnte doch ein detaillierter Arbeitsplan tatsächlich helfen. Um 7.30 h räumt X die Schüsseln in die Spülmaschine. Oder Ihr wechselt Euch tageweise ab? Oder Du übernimmst das Frühstück ein für allemal, weil er morgens einfach total verpeilt ist und trittst dafür eine andere Aufgabe an ihn ab?
    Gefahr im Küchenschrank

    Er steht im mittleren Regal,
    ganz hinten in der Ecke.
    Wann und wie ist ihm egal,
    so hockt er im Verstecke.
    Er kichert still in sich hinein,
    gibt nicht den kleinsten Mucker.
    Er ist so listig und gemein.
    Der raffinierte Zucker.

    Peter Sendtko


  9. Inaktiver User

    AW: Frühstück

    Danke für deine Gedanken, Minstrel. Es liegt nicht am fehlenden Willen, und ja: Mich wurmt es morgens so sehr, weil ich mich für alles zuständig fühle und immer in Eile bin und das will ich nicht. Wir hatten mal einen Plan, aber der hat sich nicht bewährt und ging irgendwie wieder verlustig. Mich provoziert es, wenn ich alles gleichzeitig mache und er sitzt da und liest Zeitung. Ich habe es eine Zeitlang akzeptiert, dass ich halt morgens das Meiste mache, aber mit zunehmender Jobbelastung geht das nicht mehr so einfach. Müsste nochmal grundsätzlich geklärt werden, deshalb würde ich mich über weitere Berichte über die Morgenroutine freuen!



  10. Registriert seit
    22.02.2007
    Beiträge
    3.582

    AW: Frühstück

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    deshalb würde ich mich über weitere Berichte über die Morgenroutine freuen!

    Bitte!

    Ich stehe so gegen Viertel vor 6 auf, wecke Kinder Nr. 1 und 2. Während die sich anziehen, mache ich Frühstück und die Pausenbrote. Dann essen wir gemeinsam und ich fahre die Kinder zur S-Bahn. Wenn ich zurückkomme, wecke ich Nr.3. Wenn sie am Frühstückstisch sitzt, wecke ich Nr. 4. Nr. 3 geht zum Schulbus, ich ziehe Nr. 4 an, wir frühstücken, dann bringe ich Nr. 4 in den Kindergarten. Anschließend fahre ich ins Büro (so gegen halb 9). Meine Frau schläft derweil mit Nr. 5 (3 Monate alt).

    Hilft Dir nicht wirklich, gell?

    Bei uns macht immer einer das Frühstück, meist ich. So vermeiden wir morgentliches Gemuffel. Und eine ausgeschlafene Frau verschönt das Leben ungemein

    Hans
    ----------------------------------------------------------------
    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

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