Bin ich überheblich wenn ich folgendes sage:
"Ich habe nicht studiert und bin voll berufstätig, um 100% der Haushaltstätigkeiten zu machen und meinem Partner hinterherzuräumen weil er ein anderes Verständnis von Ordnung und Sauberkeit hat. Dann gibt es eine Putzperle - von beiden finanziert. Denn meine Freizeit ist genauso kostbar wie seine."
Was ist daran überheblich?
............ob man als berufstätige Frau ein Studium abgeschlossen hat oder nicht ist dabei nebensächlich - es ging mir um die Tatsache, dass beide Partner den ganzen Tag ausser Haus auf der Arbeit sind.
Ich bin im Gegenzug erschüttert, wenn meine Kollegin (22) ihrem Kerl keinerlei Putzarbeiten zuteilt - weil er es ja nicht so gut kann, nicht machen will.
Wie handhabt Ihr das im Fall, dass beide Partner Vollzeit arbeiten?
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17.07.2007, 14:58Inaktiver User
Hausarbeit teilen oder outsourcen?
Geändert von Inaktiver User (17.07.2007 um 15:08 Uhr)
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17.07.2007, 15:11
AW: Hausarbeit teilen oder outsourcen?
WIE Du es ausdrückst, ist schon ein wenig überheblich.
Durch den Satz "ich habe nicht studiert, um..." hebst Du Dich schon darüber hinweg, überhaupt Arbeiten tun zu müssen, die nicht Deinem Status (Studium) entsprechen. Als müsstest Du es nicht tun. Musst Du grds genau wie jeder andere. Wenn Du es Dir leisten kannst, aufgrund Deines Status, dann spricht nix gegen eine Putzperle. Das, was sie kostet ist sicher weniger als Dein Stundenlohn (wenn es zeitlich wirklich so eng bei Euch ist).
Das HInterherräumen sehe ich genauso kritisch.
Tut er nicht genauso viel im HH, dann muss er das ausgleichen. zB durch eine Putzfee, ganz einfach. Und wenn Du Deinen Teil auch outsourcen willst-why not?
Deine Kollegin verwöhnt ihren Freund. Sowas passiert leider auch heute noch und trägt nicht unerheblich zu unrealistischen Anspruchshaltungen mancher Männer bei.
Heisst aber nicht, dass das auch andere Frauen tun müssen ;)
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17.07.2007, 15:13
AW: Hausarbeit teilen oder outsourcen?
@ tristania: Ich habe zwar nicht studiert, gehe aber auch 100 Prozent arbeiten. Und ich sehe auch nicht ein, warum ich auch 100 Prozent im Haushalt erledigen soll. Ich bin Journalistin und habe einen - meist - sehr anstrengenden Job. Ich komme oft erst um halb sieben am Abend heim, da will ich nicht noch putzen müssen.
Mein Mann ist für die Katzenklos zuständig, ich fürs Bügeln. War früher nicht so, da hat er selber gebügelt, aber seitdem wir Nachwuchs planen und ich Toxo-negativ bin, haben wir uns das so aufgeteilt.
Geschirrspüler bedienen wir beide (aus- und einräumen), die Waschmaschine bediene ich, Wäsche aufhängen passiert (meist) gemeinsam. Mist runtertragen teilen wir uns auf. Einmal er, einmal ich.
Alles andere (saugen, putzen, Bad usw.) macht unsere Perle, die wir gemeinsam bezahlen.
Ja, okay, ich mache trotzdem mehr als mein Mann, aber ich will ihm nicht alles abnehmen. Ich verlange schon, dass er mithilft. Wobei er meistens nicht aufgefordert werden muss.
Und zu Deiner Kollegin: Selber schuld, kein Mitleid. Solange sie sich nicht darüber beschwert... Bei mir käme das auf keinen Fall in Frage.
LG SabineGeändert von sabinemaria (17.07.2007 um 15:21 Uhr)
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17.07.2007, 15:27Inaktiver User
AW: Hausarbeit teilen oder outsourcen?
Oh weh - so war das aber gar nicht gemeint gewesen.WIE Du es ausdrückst, ist schon ein wenig überheblich.
Ich habe während des Studiums selbst alles an unbequemen und schlecht-bezahlten Jobs gemacht......
Es geht nicht nur um den Zeitfaktor - sondern in allererste Linie um die Arbeitsteilung in einer Wirtschaftsgemeinschaft, die nicht die klassische Absprache hat: eine(r) macht den Haushalt, eine(r) schafft die Kohle ran.Als müsstest Du es nicht tun. Musst Du grds genau wie jeder andere. Wenn Du es Dir leisten kannst, aufgrund Deines Status, dann spricht nix gegen eine Putzperle. Das, was sie kostet ist sicher weniger als Dein Stundenlohn (wenn es zeitlich wirklich so eng bei Euch ist).
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17.07.2007, 15:40Inaktiver User
AW: Hausarbeit teilen oder outsourcen?
In solch einem Fall würde ich die Hausarbeit auch teilen, bzw. es nicht einsehen alles alleine zu machen.
Ich mache bei uns den kompletten Haushalt und auch sonst alles, weil mein Mann die nächsten Jahre nur noch zum Schlafen hier ist und wirklich keine Zeit für Haushalt hat und auch nicht sonderlich etwas dreckig machen kann.
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17.07.2007, 15:43Inaktiver User
AW: Hausarbeit teilen oder outsourcen?
Damit könnte ich dann auch leben, das finde ich auch in Ordnung.Ich mache bei uns den kompletten Haushalt und auch sonst alles, weil mein Mann die nächsten Jahre nur noch zum Schlafen hier ist und wirklich keine Zeit für Haushalt hat und auch nicht sonderlich etwas dreckig machen kann.
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17.07.2007, 15:43
AW: Hausarbeit teilen oder outsourcen?
Zitat von sabinemaria
Wir machen ähnlich viel.
Ich hätte gerne eine Perle, aber Männe will nicht. Männe sagt, er ist dafür bereit, mehr im Haushalt zu tun, aber das klappt nicht so wirklich (glaub ich). Ich lehn mich ja auch nicht zurück und gucke, wie er putzt. V.a. wenn er mir dann hinterher zehnmal erzählt, was er alles gemacht hat und Lob dafür will. Ok, das war ein bißchen übertrieben.
Die Ente bleibt draußen.
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17.07.2007, 15:53
AW: Hausarbeit teilen oder outsourcen?
Das ist leider immer wieder Thema, denn wie hier schon erwähnt wurde, gibt es leider immer noch Frauen die es toll finden ihren Männern alles hinterher zu räumen .
Nur leider darf sich im Fall der Trennung dann die nächste Frau mit dem verwöhnten Mann rumplagen wenn sie eine andere Einstellung dazu hat.
Mein Freund hat jahrelang von seiner Ex alles gemacht bekommen, sie hat geputzt, gekocht, eingekauft, hat sich um den Papierkram gekümmert usw. Er hatte in dieser Beziehung kaum Aufgaben oder Pflichten.
Als ich ihn dann "übernommen" habe war das erst einmal ein riesiger Kampf, denn ich habe weitaus interessantere Hobbies und Tätigkeiten statt Putzen in meiner wenigen Freizeit!!!
Manchmal hat mich das so wütend gemacht, dass ich diese Frau am liebsten angerufen und mich dafür bedankt hätte, dass sie ihn so verzogen und unselbständig gemacht hat!!!
Naja, mittlerweile ist es so, dass er einige Aufgaben im Haushalt übernommen hat, ich aber immer noch mehr mache als er, obwohl er mehr freie Zeit hat als ich.
Ich werde weiter daran arbeiten, eines ist aber sicher: wenn ich es mir irgendwann einmal leisten könnte würde ich eine Putzhilfe beschäftigen !!!
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17.07.2007, 15:54Inaktiver User
AW: Hausarbeit teilen oder outsourcen?
Wenn beide berufstätig sind, wird entweder die Hausarbeit geteilt, oder man leistet sich eine Putzfrau. Für mich gibt es da keine anderen Optionen, und darüber würde ich auch mit meinem Freund nicht diskutieren wollen.
Wir haben, nachdem wir ca. eine Woche zusammen waren
beschlossen, dass wir, in feeeeeerner Zukunft, falls wir mal zusammenwohnen wollen würden, uns ganz sicher eine Putzfrau leisten werden, weil wir beide Hausarbeit zutiefst verabscheuen.
Mich würde interessieren, wer dich deswegen als überheblich bezeichnet hat? die Freundin?
Zitat von Inaktiver User
Geändert von Inaktiver User (17.07.2007 um 15:59 Uhr)
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17.07.2007, 15:56Inaktiver User
AW: Hausarbeit teilen oder outsourcen?
Ich bin so erstaunt über das Argument "der macht ja andere Sachen als putzen".Zitat von sabinemaria
Und zu Deiner Kollegin: Selber schuld, kein Mitleid. Solange sie sich nicht darüber beschwert... Bei mir käme das auf keinen Fall in Frage.
Damit habe ich ein Problem, weil ich genau diese Dinge wie Rasenmähen oder Auto versorgen oder renovieren selbst recht gerne mache. Ich bin nicht der Ansicht, dass die Frau den Feudel von Natur aus besser führt.
(Abgesehen davon ist mein Partner in allen häuslichen Belangen ein echt fauler Sack und muss genötigt werden.)


............ob man als berufstätige Frau ein Studium abgeschlossen hat oder nicht ist dabei nebensächlich - es ging mir um die Tatsache, dass beide Partner den ganzen Tag ausser Haus auf der Arbeit sind.
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