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  1. Inaktiver User

    AW: Hilfe, mein Mann hat die Krise

    [
    Das einzige, was klar zu sein scheint, ist, dass ich weg muss aus diesem Leben.
    Hat er das genau so gesagt? Du, Redwhife, musst weg aus seinem Leben?

    Wenn das für ihn so klar zu sein scheint, warum aber nicht erst einmal vorübergehend?

    Wieso diese Engültigkeit von seiner Seite aus, wenn er doch offensichtlich noch garnicht 100 %ig (so habe ich es verstanden)über seine Motive Bescheid weiß?

  2. Inaktiver User

    AW: Hilfe, mein Mann hat die Krise

    [QUOTE=Inaktiver User]...das klingt alles so hopplahopp und unumstößlich (kopfschüttel) brrrrr...!

    Aber diese absolute, eindeutige Konsequenz.....! Und - Konsequenz aus was eigentlich.....?
    Wenn er sich finden muss, eine Sinnkrise hat oder sonst irgendwas - wo ist sein Kampf um Eure Liebe? Den vermisse ich empfindlich!!!
    Hat er denn alles vergessen, was Euch zusammenführte???
    Sieht so aus. Oder hat er hat den Kampf mit sich alleine geführt und verloren. Keine Ahnung. Er hat sich "entliebt", still und heimlich.


    Und bevor man nun gleich alles hinschmeißt (Haus verkaufen, Trennung) könnte er ja auch vorübergehend zu seinen Eltern ziehen und nach ein paar Wochen noch einmal bilanzieren.
    Merken, wie es sich wirklich anfühlt ohne "Euch".
    Ich wünschte, es wäre so. Aber die Hoffnung lähmt mich auch, weil sie mich abwarten lässt, wo ich Entscheidungen treffen muss. Vielleicht tut sich noch was in den nächsten Wochen. So ein Haus verkauft man ja nicht "mal eben so". Das dauert. Momentan scheint er sich so einzurichten, dass er mir möglichst aus dem Weg geht.

    Irgendwas stört mich an diesem Szenario. Find´ich unwirklich.
    Ja, mich stört auch was. Es fehlt etwas.

  3. Inaktiver User

    AW: Hilfe, mein Mann hat die Krise

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wie darf ich mir "kläglich" vorstellen?

    Hat er seinen Unmut geäußert oder war er verblüfft oder befremdet?
    Ich frage deshalb genauer nach, weil, wäre ja möglich, dass er denkt, er könnte Dir auf Dauer eine bestimmte Form der Leidenschaft nicht bieten?
    War Euer Austausch über solche Dinge offen?
    Mit kläglich meine ich, dass meine leidenschaftlichen Ansätze entweder durch seine völlig leidenschaftlose Reaktion oder durch blöde Sprüche ausgebremst wurden.

    Wir haben offen darüber geredet und er sagte, Leidenschaft sei nicht sein Ding. Mein Wunsch danach überfordere ihn. Im Urlaub haben wir das dann trotzdem geschafft - lag aber wahrscheinlich daran, dass wir eben gerade einen riesigen Berg bewältigt hatten und einfach die Zügel loslassen konnten.

    Wie lange hat die Krise gedauert?
    Ziemlich genau ein Jahr, von August 2005 bis August 2006. Es begann damals mit dem Streit um das Kinderthema, der mich sehr lange sehr genau überlegen ließ, ob ich diese Ehe noch will oder nicht. Dann folgten Arbeitslosigkeit und Sinnkrise auf meiner Seite. Die Krise endete mit einer von mir halbherzig begonnenen Internetaffäre (ich habe den Mann nie gesehen), in der es um pure Leidenschaft (geschrieben) ging. Mein Mann hat mich "erwischt" und kannte, bedingt durch meine blöde Angewohnheit, Tagebuch/blog unter einem ihm bekannten Nickname zu schreiben, eine Menge Details. Er hat mich auf dem Weg in den Urlaub (16 Stunden Autofahrt) mit seinem Wissen konfrontiert und mir heldenhaft verziehen. Er sagte damals, er sehe das ganze als Chance für unsere Beziehung, weil er zum einen verstanden habe, was mir fehlt und wir so auch endlich ganz offen miteinander reden könnten. Ich habe anfangs gedacht, das geht auf keinen Fall, ich schämte mich in Grund und Boden. Aber er hat mich so lange "beredet", bis ich nachgegeben habe. Und was folgte, war der reine Wahnsinn. Wir haben uns die folgenden 2 Wochen fast aufgefressen und sind kaum noch aus der Kiste rausgekommen.

    Wir haben sehr viel über das gesprochen, was passiert war und uns mehr als einmal gegenseitig bekundet, wie wichtig wir uns sind und dass wir glücklich sind, uns wiedergefunden zu haben.

    Heute sagt er, er sei damals schon überrascht gewesen, wie wenig ihn meine Affäre berührt habe und wie schnell er "vergessen" konnte. Im Nachhinein meine er, er habe mich schon damals nicht mehr geliebt, sich das aber nicht eingestehen wollen.
    Geändert von Inaktiver User (25.07.2007 um 17:02 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Hilfe, mein Mann hat die Krise

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Hat er das genau so gesagt? Du, Redwhife, musst weg aus seinem Leben?

    Wenn das für ihn so klar zu sein scheint, warum aber nicht erst einmal vorübergehend?

    Wieso diese Endgültigkeit von seiner Seite aus, wenn er doch offensichtlich noch garnicht 100 %ig (so habe ich es verstanden)über seine Motive Bescheid weiß?
    Nein, so hat er es nicht gesagt. Das ist meine Wortwahl. Er hat gesagt, "er muss das jetzt tun" (mich verlassen). In vorübergehend sieht er keinen Sinn. Und seine Motive sind "ich liebe Dich nicht mehr" und "ich sehe für unsere Beziehung keine Zukunft mehr".

    Er hat keine Ziele, wo es hingehen soll. Erstmal Ballast abwerfen und dann weitersehen. So sehe ich das.

  5. User Info Menu

    AW: Hilfe, mein Mann hat die Krise

    Hallo Du,

    das sind aber ziemlich schlimme Hammer-Aussagen, die Du da in Deinen letzten 2 postings - in dem vorletzten genau - wiedergibst.
    Du musst doch sehr verletzt sein?

    Seine Liebe im Nachhinein zu revidieren finde ich übel, total gedankenlos. Das verbittet sich doch auch menschlich irgendwie. Er ist doch nicht gezwungen, Dir so wehzutun - man muss ja nicht alles aussprechen, was einem durch den Kopf geht?

    Ich hatte mir es - um meines Seelenfriedens Willen - bei dieser Trennung vor 2 Jahren selbst so "erklärt", dass der Mann mich zwar geliebt hatte, aber von einem Tag auf den anderen den Verstand verloren hatte. Sozusagen. Ich wollte mir nicht meine Vergangenheit wegnehmen lassen.
    Im Nachhinein stellt es sich mir natürlich ganz von selbst differenzierter dar.
    Aber in der Situation - noch zusammen wohnen und aktiv die Trennung vollziehen müssen - war mir nicht danach, noch mehr Boden unter den Füßen zu verlieren. Jedenfalls die Vergangenheit wollte ich gesichert wissen.

    Liebe Grüße
    Neko

  6. Inaktiver User

    AW: Hilfe, mein Mann hat die Krise

    [QUOTE]
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Mit kläglich meine ich, dass meine leidenschaftlichen Ansätze entweder durch seine völlig leidenschaftlose Reaktion oder durch blöde Sprüche ausgebremst wurden.

    Wir haben offen darüber geredet und er sagte, Leidenschaft sei nicht sein Ding. Mein Wunsch danach überfordere ihn.
    Ich bin sicher, dass das für ihn eine Art Damokles-Schwert ist. Er weiß, was Du eigentlich begehrst, und er weiß auch, das ist nicht sein Ding.
    Bestimmt fürchtete er, dass Du Dir das irgendwann, mittelfristig woanders holst.


    Ziemlich genau ein Jahr, von August 2005 bis August 2006. Es begann damals mit dem Streit um das Kinderthema, der mich sehr lange sehr genau überlegen ließ, ob ich diese Ehe noch will oder nicht.
    Puh......!
    Eine Krise, die ein ganzes Jahr dauert, bei einer gemeinsamen Zeit von insgesamt 4 Jahren - das finde ich RIESIG lang. Ehrlich gesagt zu lang.
    In diesem Jahr müsst Ihr ja beide viel durchgemacht haben. Dass Ihr bis jetzt überhaupt zusammen geblieben seid, grenzt an ein kleines Wunder.

    Dann folgten Arbeitslosigkeit und Sinnkrise auf meiner Seite. Die Krise endete mit einer von mir halbherzig begonnenen Internetaffäre (ich habe den Mann nie gesehen), in der es um pure Leidenschaft (geschrieben) ging. Mein Mann hat mich "erwischt"
    Das wird ihn jetzt im nachhinein in seiner Ansicht bestätigen, dass es keinen Sinn mehr hat.
    Für Dich war dieses virtuelle Ding sicherlich eine Art Überlebens-Anker in jenen rauhen Zeiten und ich verstehe Dich auch Dein Handeln damals. Sicherlich spielt auch Trotz mit rein.

    Aber mal ehrlich: Wenn mein Partner sowas machen würde, wäre ich sehr sauer, traurig, verletzt und würde fürchten, dass es wieder passiert, wenn eine Hängepartie ansteht, was bei Euch ja doch eher oft vorkam.

    Verstehen tue ich Dich, aber selbst möchte ich das umgekehrt nicht erleben müssen. Bei sowas bleibt leider ein Beigeschmack übrig.


    Wir haben sehr viel über das gesprochen, was passiert war und uns mehr als einmal gegenseitig bekundet, wie wichtig wir uns sind und dass wir glücklich sind, uns wiedergefunden zu haben.
    Was ist geschehen, dass Ihr Euch doch wieder verloren habt?

    Heute sagt er, er sei damals schon überrascht gewesen, wie wenig ihn meine Affäre berührt habe und wie schnell er "vergessen" konnte. Im Nachhinein meine er, er habe mich schon damals nicht mehr geliebt, sich das aber nicht eingestehen wollen.
    Glaub ich nicht.
    Er wollte SICH nur nicht eingestehen, dass ER Dir nicht auf Dauer geben kann, was DU begehrst.

    Außerdem scheint der Herr ja wohl öfters mal verbal harten Tobak von sich zu geben (siehe Kinderthema)

    Ziemlich harter Stoff, Reddi!

    Eure Ehe muss bis hierhin ziemlich anstrengend gewesen sein.
    Lauft Ihr nicht schon beide krumm?
    Geändert von Inaktiver User (26.07.2007 um 09:58 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Hilfe, mein Mann hat die Krise

    @Neko,

    ich glaube nicht, dass er es gedankenlos gesagt hat. Je länger ich über uns nachdenke und versuche zu verstehen, um so öfter beschleicht mich die Ahnung/Angst, dass mein Mann sich (und uns) schon länger etwas vorgemacht hat.
    Ich bin weniger verletzt über das, was er sagt, als über seine Kompromisslosigkeit.

    @Sannasu

    Kann gut sein, dass es hier einen direkten Zusammenhang zwischen Leidenschaft-Affäre-Angst gibt. Eigentlich hat es mich mehr als gewundert, wie souverän er die ganze Sache weggepackt hat. Ich war so stolz auf ihn! Für mich war das unbeschreiblich groß und sehr erwachsen, was er da getan und gesagt hat.

    Meine Entscheidung, ihn so zu nehmen, wie er ist, inkl. der nicht so recht vorhandenen Leidenschaft, dafür aber mit einer sehr großen Portion Zärtlichkeit, hatte ich getroffen. Wir kennen uns übrigens 6 Jahre insgesamt und feiern bald unseren 5. Hochzeitstag.

    Den ersten Knacks gab es nach 1,5 Jahren, als er zum ersten Mal seine Gefühle in Frage stellte und ich sehr hart und ungebremst von Wolke 7 abstürzte. Seitdem war irgendwie der Wurm drin. Mal mehr, mal weniger.

    Ich will meine Affäre nicht schön reden und ich bin da keinesfalls stolz drauf. Da hat mich jemand aufgesammelt, als ich ziemlich weit unten war und hat mich mit ein paar Worten völlig aus dem Konzept gebracht. Ich habe lichterloh gebrannt und konnte für ein paar Tage nicht mehr klar denken. Im Nachhinein schäme ich mich für meine naive Bereitschaft, darauf einzusteigen und für diese unglaubliche, negative Energie, die mich relativ bewusst meine Ehe aufs Spiel setzen ließ.
    Vielleicht ist meine "Strafe", dass ich jetzt die mittelbaren Konsequenzen tragen muss. Wäre mir das als "Betrogene" passiert, hätte ich ganz sicher nicht einfach so zur Tagesordnung zurückkehren können. Um so größer erschien mir die Reaktion meines Mannes, der das Thema danach auch nie wieder angesprochen hat.

    Was ist geschehen, dass Ihr Euch doch wieder verloren habt?
    Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht so genau. Alltag, Gewohnheit, Bequemlichkeit - sowas in der Art. Das übliche eben. Viele gute Vorsätze, kaum welche umgesetzt.
    Vom Empfinden haben wir uns wieder aufeinander zu bewegt, aber für ihn kam die Entwicklung wohl zu spät.

  8. Inaktiver User

    AW: Hilfe, mein Mann hat die Krise

    Meine Entscheidung, ihn so zu nehmen, wie er ist, inkl. der nicht so recht vorhandenen Leidenschaft, dafür aber mit einer sehr großen Portion Zärtlichkeit, hatte ich getroffen.
    Bei uns ist es eher umgekehrt: Viel vorhandene Leidenschaft, aber eher weniger Zärtlichkeit. Und hiermit tue ich mich immer wieder mal schwer. Hab´keinen Sofakuscheltyp, aber einen erotischen Tiger. Da lebt er alles aus, was ihm sonst eher schweeeer fällt.
    Das Perfekte gibt es eben nicht.

    Den ersten Knacks gab es nach 1,5 Jahren, als er zum ersten Mal seine Gefühle in Frage stellte und ich sehr hart und ungebremst von Wolke 7 abstürzte. Seitdem war irgendwie der Wurm drin. Mal mehr, mal weniger.
    Warum war er sich seiner Gefühle nicht mehr sicher? Aua! Sowas tut doch weh!
    Gab es einen Zeitpunkt, wo Du Deine auch in Frage gestellt hast und es ihm gegenüber geäußert hast?

    Ich will meine Affäre nicht schön reden und ich bin da keinesfalls stolz drauf. Da hat mich jemand aufgesammelt, als ich ziemlich weit unten war und hat mich mit ein paar Worten völlig aus dem Konzept gebracht. Ich habe lichterloh gebrannt und konnte für ein paar Tage nicht mehr klar denken. Im Nachhinein schäme ich mich für meine naive Bereitschaft, darauf einzusteigen und für diese unglaubliche, negative Energie, die mich relativ bewusst meine Ehe aufs Spiel setzen ließ.
    Tja, es wäre besser, wenn er nie davon erfahren hätte. Denn das, was er da zu lesen bekam, hatte sicherlich nachhaltige Wirkung. Dat kriegste nich mehr aus´m Koppe!
    Dit sitzt!
    Zumal, er konnte da ja auch nicht mithalten, weil Du etwas mit jemandem geteilt hast, das er nicht besitzt: Leidenschaft!
    Autsch!
    Ich wäre umgekehrt sehr verletzt und ich könnte es auch nie vergessen. Wäre nachtragend. Hätte aber auch ein Riesenspektakel gemacht und tausend Eide abverlangt, dass das NIE wieder passiert.

    Vielleicht ist meine "Strafe", dass ich jetzt die mittelbaren Konsequenzen tragen muss. Wäre mir das als "Betrogene" passiert, hätte ich ganz sicher nicht einfach so zur Tagesordnung zurückkehren können. Um so größer erschien mir die Reaktion meines Mannes, der das Thema danach auch nie wieder angesprochen hat.
    Also, nun lass mal die Kirche im Dorf. Strafe erscheint mir hier zu dramatisch. Schließlich hat er Dir ja "großartig" verziehn.
    Bin sicher, das ist nicht der springende Punkt. Höchstens kommt er noch hinzu, Auslöser eher nicht.

    Und das mit der Größe sehe ich ein wenig pragmatischer. Ist ja so auch viel bequemer für ihn gewesen. Toll, wer es kann. Ist aber auch eine Riesenportion Selbstschutz dabei. Außerdem ist es (glaube ich) eine Temperamentsfrage.

    Vom Empfinden haben wir uns wieder aufeinander zu bewegt,
    Wenn Deine Sinne nicht völlig getrübt sind, vielleicht darf es Euch noch einmal passieren !?

    aber für ihn kam die Entwicklung wohl zu spät.
    Im Moment sieht es danach aus.

    .....aber wie Du schon sagtest: Ein Haus verkauft sich nicht so schnell.....

    Drück Dich
    Sannasu
    Geändert von Inaktiver User (26.07.2007 um 13:39 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Hilfe, mein Mann hat die Krise

    Liebe Sannasu,

    mir war es auf Dauer dann doch wichtiger, eine beständige Zärtlichkeit zu leben (mit viel Anfassen, Streicheln, Kuscheln, kurzen in-den-Arm-nehm-Intermezzos, Küsschen, Nase-in-Halsbeuge-drücken, aneinander rumschnuffeln... ), als ständig der Leidenschaft hinterher zu hecheln. Aber wie mein Motto schon sagt: siehe unten.

    Warum war er sich seiner Gefühle nicht mehr sicher?
    Es ging damals um eine ganz blöde Sache (wie immer!). Ich wollte Sex, er nicht. Sehr ausdrücklich nicht. Sehr abweisend nicht. Da das zum ersten Mal so passierte, fragte ich irritiert und sehr vehement nach. Nach sehr langem Mauern und Ausweichen sagte er dann, er sei sich seiner Gefühle nicht mehr sicher, wisse (momentan?) nicht so genau, was er für mich empfinde, ob er mich noch liebe. Dann verfiel er wieder in Katatonie.

    Nach anfänglichem Schock bin ich fast ausgerastet. Natürlich führte das zu gar nichts. Ich habe ihm dann irgendwann gesagt, er soll sich darüber klar werden, sonst müsse er gehen, weil ich in diesem Zustand nicht leben kann, weil zumindest eine Klarheit über seine Gefühle bestehen müsse... Wir hatten gerade geheiratet und schon damals fühlte ich mich wie im falschen Film. Es gab keine definitive Auflösung des Dilemmas. Es wurde, wie die meisten folgenden "?", nicht abschließend geregelt. Er "entschied" sich irgendwann wieder für mich/uns, zeigte mir das mit übertriebener Zärtlichkeit und Unterwürfigkeit(?), was wiederum zu Irritationen auf meiner Seite führte.

    Wahrscheinlich nahm unser Problem schon damals seinen Lauf.
    Jedenfalls bekam er von dieser Zeit an "regelmäßige" Krisen, die nicht immer mich mit einbezogen, immer aber grundsätzliche Probleme beinhalteten (meistens Job, Freizeit, Geld). Da sich diese Krisen von jetzt auf gleich zutrugen, war ich jedesmal wie vor den Kopf gestoßen, da mein Mann von 3 Monaten Glück und Zufriedenheit ohne Ansatz in ein dunkles Loch fiel. Manchmal ließ er sich krank schreiben, verbrachte einen Tag im Bett und die folgenden vorm PC, spielend. Manchmal ging es auch so. Nach der großen Krisenankündigung und einem Gespräch, folgte meist nichts weiter. Da sich aus den Krisen selten greifbare Veränderungen ableiten ließen und ich die Vermutung hatte, hier geht es mehr ums Jammern und Beachtet werden, nahm ich sie irgendwann nicht mehr richtig ernst. Vermutlich ein Fehler.

    Gleichzeitig lief ja mein eigenes Familiendrama ab und vielleicht wollte er zwischendurch auch mal "wichtig" sein.
    Ich glaube, ich habe ihn viel zu selbstverständlich in mein Chaos mit einbezogen und bin - ebenfalls viel zu selbstverständlich - davon ausgegangen, dass er meine emotionalen Defizite und Verletzungen schon ausgleichen wird.
    Ich habe gedacht, wenn ich es nur gut und lang genug erkläre, versteht er es und nimmt es nicht persönlich.

    Gab es einen Zeitpunkt, wo Du Deine auch in Frage gestellt hast und es ihm gegenüber geäußert hast?
    Ja, sicher. Im Dezember 2005 war es definitiv so weit, dass ich nichts mehr ausgleichen konnte und wollte. Ich zog (auch wegen seiner Schnarcherei) in ein eigenes Schlafzimmer um und nahm mir eine Auszeit, um meine Gefühle zu überdenken.
    Ich sagte sowas wie "ich weiß nicht, ob ich Dich noch liebe, es ist so viel kaputt gegangen in der letzten Zeit, ich muss in Ruhe darüber nachdenken" und tauchte ab. Also eine ähnliche Situation wie bei ihm heute. Allerdings mit dem Unterschied, dass ich nicht alles mit einem Mal hinschmeißen wollte.

    Wenn Deine Sinne nicht völlig getrübt sind, vielleicht darf es Euch noch einmal passieren !?
    Meinst Du damit, dass es noch eine Chance für uns geben könnte? Ich bin mir da nicht so sicher. Ich weiß nicht, ob die Zeit für uns arbeitet. Wenn ich eins nicht bin, dann ist das geduldig.

  10. Inaktiver User

    AW: Hilfe, mein Mann hat die Krise

    Weißt Du, was mich wirklich traurig macht? Als wir uns kennen lernten, spürten wir beide eine unglaubliche Magie zwischen uns, die uns verband. Wir dachten ganz häufig das gleiche und verstanden uns ohne Worte. Wir hatten die gleiche Wellenlänge, tickten gleich. Diese Verbundenheit habe ich eigentlich fast immer gespürt. Selbst dann, wenn wir kopfüber in der Krise steckten. Mit ein Grund, warum ich die Hoffnung nie aufgegeben habe.

    Für mich ist mein Mann die Liebe meines Lebens.

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