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  1. Inaktiver User

    Unterschiedliche Auffassungen von "Zärtlichkeit"

    Hallo ihr alle,

    jetzt hab ich mal ein Problem(chen), bei dem ich ein wenig Unterstützung bzw. Gedankenaustausch brauche.

    Ich bin seit 1 1/4 Jahr mit meinem Partner zusammen, wir leben seit gut einem Jahr mit meinen Kindern aus voriger Ehe zusammen.

    Unser Umgang miteinander ist liebe- und rücksichtsvoll, beim Sex stimmts auch...

    Ich streichle ihn sehr gerne, es ist mir ein inneres Bedürfnis, meine Zuneigung durch "die Hände fließen zu lassen". Das genießt er auch immer sehr.

    Aber ich sehne mich danach, diese "Zärtlichkeiten" auch mal zu empfangen, d. h. gekrault oder gestreichelt zu werden. Und das "bekomme" ich von ihm nicht, bzw. kaum.

    Meine Versuche, mit ihm darüber zu reden, waren stets nicht sehr fruchtbar. Ich habe es mit den bekannten "Ich-Botschaften" probiert, war auch schon recht verzweifelt vor Sehnsucht nach Zärtlichkeiten und habe es ihm auch so schon rübergebracht.

    Die Erkenntnisse und Ergebnisse unserer Gespräche darüber:

    Er ist immer recht betroffen davon, daß mir in unserer Beziehung etwas "fehlt"...

    aber ändern tut sich nichts. Kurzfristig zeigen sich immer leise Anzeichen von "Mühe geben", aber dann wars das auch schon.

    In diesen Gesprächen hat sich herauskristallisiert, daß er eine andere Auffassung von Zärtlichkeit und Zuneigung-Ausdrücken hat als ich: er kuschelt sehr gerne und oft und wir schlafen immer in Löffelchen-Stellung ein, das ist für ihn das Höchste und ich genieße das auch sehr.

    "Durch die Hände" -Zärtlichkeit zu geben ist ihm irgendwie fremd und er kann das auch, wenn er es denn mal macht, nicht genießen, so daß es ganz schnell wieder in Vergessenheit gerät.

    Aber "nur Kuscheln" ist mir nicht genug! Ich habe eine starke Sehnsucht nach Berührung, die mich manchmal so sehr überfällt, daß mir die Tränen laufen, wenn ich sie nicht spüren kann.

    Habe ich zu große Erwartungen?
    Wie kann ich mit meiner ungestillen Sehnsucht umgehen?
    Welche Möglichkeiten habe ich denn noch als mich "abzufinden"?

    Versteht mich nicht falsch, ich liebe diesen Mann sehr und nichtsdestotrotz bin ich sehr glücklich mit ihm. Und ein "Aufgeben" unserer Beziehung kommt für mich auf keinen Fall in Frage.

    Danke für eure Antworten!
    magnummysterium

  2. User Info Menu

    AW: Unterschiedliche Auffassungen von "Zärtlichkeit"

    @magnummuysterium

    Deine Erwartungen sind in der Tat ziemlich hoch - MEINER Meinung nach jedenfalls.

    Nicht nur, dass Du das Glück hast, einen Kuschel-Typen an Deiner Seite zu haben, der mit Dir engumschlungen einschlafen kann - NEIN, das reicht Dir nicht, ER muss auch noch streicheln, kraulen etc.

    *** Ironie on: Wovon träumst Du eigentlich nachts? *** Ironie off.

    Sorry, aber dafür fehlt mir echt das Verständnis...

    Da habe ich offensichtlich ebenfalls eine andere Auffassung von Zärtlichkeit.

    Gruß

    Echtefuffzig
    Wer die Welt verändern will, sollte bei sich selbst anfangen!

  3. Inaktiver User

    AW: Unterschiedliche Auffassungen von "Zärtlichkeit"

    tja...

    frau kann wirklich aus allem ein Problem machen oder?

    Ist es das echt wert? Er mag das nicht so - punkt. Alles andere paßt doch - ohne dir zu Nahe treten zu wollen - die meisten Männer sind nicht so gut im Streicheln ausserhalb von sex - wenn ich den Rücken gekrault haben will, dann sage ich das - mein Mann macht das dann und gut, aber von allein?

    Kauf dir eine Katze, die kuscheln auch gern - sorry aber wenn die Beziehung oke ist, dann mecker nicht deswegen.


    Lilie

  4. User Info Menu

    AW: Unterschiedliche Auffassungen von "Zärtlichkeit"

    Ich denke auch: Man (frau) kann nicht alles haben. Sei zufrieden. Es gibt nicht den perfekten Partner, der alle unsere Wünsche erfüllt.

    Und wenn Du ihm einfach täglich (oder wie oft Du es halt möchtest) sagst: Streichelst Du mich bitte mal? Da-und-da, so-und-so? Wird er doch bestimmt machen? Du kannst nicht erwarten, dass er es von sich aus tut, wenn er es nicht braucht/nicht so kennt. Da musst Du ihn bitten. Versuch es, er macht es bestimmt, für die Frau die er liebt! Bei meinem Mann klappt das ganz wunderbar, es sei denn, er ist so todmüde, dass er schon mitten im Satz einschläft...aber dann frage ich eigentlich auch nicht.

    *seufz* die Männer haben einfach andere Bedürfnisse als wir, und es gehört manchmal eine große Portion Kraft dazu, das auszuhalten. Sie sind nicht wie wir und wir sind nicht wie sie, glaub mal, dass er auch Bedüfrnisse hat, die Du nicht erfüllen kannst...:-)

    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


  5. Inaktiver User

    AW: Unterschiedliche Auffassungen von "Zärtlichkeit"

    @magnummysterium

    Wie wäre es, wenn ihr "zärtliche Berührung" als ein offizielles Partner- Ritual zelebriert? Sagen wir erstmal 1x die Woche nach Vereinbarung. Du bist die Empfangende, er der Gebende, du darfst dir 30 Minuten lang genau die Art von Berührungen von ihm wünschen, die dir gut tun.

    Im Gegenzug darf er sich ein eigenes Ritual wünschen, bei dem er der Empfangende ist und du die Gebende. Vielleicht eine Massage, oder was auch immer. Ihm wird schon was einfallen. Allerdings nicht am selben Tag, sonst entsteht leicht so ein Revanchier-Zwang.

    Wäre das eine Option?

    LG Nugat

  6. Inaktiver User

    AW: Unterschiedliche Auffassungen von "Zärtlichkeit"

    Hallo @all,

    danke für eure Antworten.

    Ich habe ja selber befürchtet, zu hohe Ansprüche zu haben...

    Es noch mal schwarz auf weiß zu lesen, macht es mir doch recht DEUTLICH - mehr als mein Gedankenkarussell.

    Aber andererseits bin ich schon der Meinung, daß der Partner sich bemühen kann, dem anderen etwas Liebes zu tun, etwas, was der andere offensichtlich BRAUCHT und darum bittet - wenn man sich damit keinen Zacken aus der Krone bricht...

    Tu ich ja schließlich auch, ich kuschele ihn zum Einschlafen, weil er diese Nähe braucht - ich brauche sie da nicht so dringend, mache es aber, weil ich ihn liebe und möchte, daß er sich wohlfühlt.

    Ist es denn dann zuviel verlangt, daß er auch das "seine" tut für mich, wenn ich ihn darum bitte? Sozusagen als "Gefallen"?

    Wenn ich ihn bitte, mir mal den Rücken zu kraulen, läuft das so ab, daß er das eher lustlos tut, ich fühle mich dann, als wäre meine Bitte eine große Zumutung gewesen.

    Ist es aber nicht, es ist nur eine kleine Geste!

    @lilie:

    Eine Katze kann mir nicht den Rücken kraulen, sie lässt nur kraulen....

    Kuscheln kann ich mit ihm genug!

  7. Inaktiver User

    AW: Unterschiedliche Auffassungen von "Zärtlichkeit"

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ist es denn dann zuviel verlangt, daß er auch das "seine" tut für mich, wenn ich ihn darum bitte? Sozusagen als "Gefallen"?

    Wenn ich ihn bitte, mir mal den Rücken zu kraulen, läuft das so ab, daß er das eher lustlos tut, ich fühle mich dann, als wäre meine Bitte eine große Zumutung gewesen.

    !
    also ich werde auch nicht gerne um zärtlichkeiten gebeten. denn ich tue es von mir aus oder gar nicht.
    zärtlichkeit kommt aus dem gefühl heraus, für mich zumindest und wenn ich quasi "gezwungen" werde, dann finde ich das nicht wirklich gefühlvoll, somit lasse ich es bleiben.

    unterschiedliches zärtlichkeitsbedürfnis kann arg an der beziehung rütteln, aber man kann lernen damit umzugehen und du hast ja einen mann der zumindest gerne kuschelt, das sollte doch eigentlich schon dein bedürfnis befriedigen

    lg
    lara

  8. Inaktiver User

    AW: Unterschiedliche Auffassungen von "Zärtlichkeit"

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ist es aber nicht, es ist nur eine kleine Geste!
    So ist es aus Deiner Sicht - und so definierst Du es Dir hin und behauptest, dass das allgemeingültig sei.

    Das Argument gilt auch genau umgekehrt:
    Warum auch immer ist es für ihn keine Kleinigkeit, sondern es fällt ihm schwer.

    Woher ich das weiß?

    Ganz einfach - andernfalls würde er das ja einfach machen.

    Gruß, Leonie

  9. Inaktiver User

    AW: Unterschiedliche Auffassungen von "Zärtlichkeit"

    Hallo Magnum,

    das mit der Katze war nicht ernst gemeint - entschuldige!

    Wenn dir soviel daran liegt, das er dich streichelt, dann laß doch dein gekuschel bei ihm auch mal sein - vielleicht merkt er dann was du meinst?

    Er braucht diese Nähe und du gibst sie ihm - dann laß das doch mal ausfallen...wenn er dann fragt was los ist, dann sag ihm du brauchst umgekehrt dies und das und er will das auch nicht oder macht es nur ungern.

    Sonst wüßte ich auch nicht was noch zu tun wäre - aber es gibt sicher schlimmeres als das denn ansonsten bist du ja glücklich

    Lilie

  10. Inaktiver User

    AW: Unterschiedliche Auffassungen von "Zärtlichkeit"

    Lilie,

    solche Vorschläge finde ich völlig kontra-produktiv - wir sind doch nicht auf dem Zärtlichkeitsbasar!


    er kuschelt sehr gerne und oft und wir schlafen immer in Löffelchen-Stellung ein, das ist für ihn das Höchste und ich genieße das auch sehr.

    Ihr fällt das Kuscheln nicht schwer, sie genießt es - sie braucht es nur nicht so sehr.
    Ihm fällt das geforderte Streicheln aber offensichtlich schwer.

    Was sollen da solche künstlichen Retourkutschen?
    Wenn mich jemand so behandeln würde, würde bei mir die Klappe runtergehen.

    Gruß, Leonie

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