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  1. Inaktiver User

    AW: Ehefrau sprachlos


    Also ob der Dave Gahan auf Droge war, weiß ich nun nicht - eigentlich machte er einen extrem fitten Eindruck. Aber Martin Gore war ja immer schon etwas schräg drauf und diese Mütze... ehrlich! Ich hab mich den ganzen Abend gefragt, was zum Teufel der da auf dem Kopf hat??? Irgendwann war er mal ganz groß auf der Videoleinwand zu sehen (und in einem Filmabschnitt auch noch, glaube ich) - mein Gesicht hätt ich sehen wollen!

    @Neko
    Bitte schön.

    @Unterfeld
    Wissen Deine Eltern, wo Deine Frau grad ist und warum? Stell ich mir nicht so einfach vor, die Situation.

    Es ist toll, was Du von Deinem Sohn erzählst. Hört sich so an, als würdest Du ihn gut aufs Leben vorbereiten. Die richtige Balance zwischen "wehr Dich" und "habe Respekt" zu finden, stelle ich mir unendlich schwierig vor. Ich habe keine Kinder (leider) und kann daher immer nur aus erlebten fremden Familien berichten. Als Außenstehender ist man/frau natürlich immer schlauer und theoretisch bin ich sowieso ganz groß , aber ich erlebe eben häufig immer nur das eine oder das andere Extrem.

    Dass Dein Vater auch schon versucht hat, Deinen Sohn zu "reglementieren", finde ich echt happig. Gut, dass Du das zu verhindern weißt. Gut, dass Du vor allem den Mut dazu hast. Das ist nicht selbstverständlich. Auch nicht, dass trotzdem noch ein relativ gutes Verhältnis zwischen Euch besteht. Alle Achtung.

    Warum Dein Vater mit Tieren und nicht mit Menschen kann, ist eine gute Frage. Vielleicht hat er irgendwann einmal mit Menschen sehr schlechte Erfahrungen gemacht, ist sehr verletzt worden, hat sehr gelitten. Höchst wahrscheinlich hat er es auch nicht anders gelernt, als dass man Konflikte mit Gewalt löst. Die Generation unserer Eltern (ich bin 42) hatte es nicht unbedingt so mit dem Reden. Und die ihrer Eltern schon gar nicht. Vielleicht traust Du Dich ja irgendwann einmal, ihn danach zu fragen? Und vielleicht traut er sich dann, Dir eine ehrliche Antwort zu geben. Wer weiß.

    Je mehr Du von Dir und Deiner Frau erzählst, um so stärker wird in mir der Verdacht, dass Deine Frau auf einer anderen Baustelle zugange ist. Es geht nicht um Dich, glaube ich. Aber Du stehst für etwas/jemanden. Und gegen dieses etwas kämpft sie.
    Es ist eine gute Idee, Dir professionelle Hilfe zu suchen. Und sei es nur, um Dich zu stärken und zu wappnen. Ich fürchte, das schlimmste kommt erst noch.

    Ein schönes WE wünsche ich Dir. Lass Dich nicht ärgern.

  2. Inaktiver User

    AW: Ehefrau sprachlos

    Hallo redwhife,

    meine Eltern wissen, dass meine Frau zur Kur ist... ich hab nur meiner Mutter in etwa was erzählt. Die Kur ist ja eigentlich aufgrund ihrer Krankheit zustande gekommen. Mehr möchte ich nicht erzählen. Auch nicht von meinen, unseren Problemen weil ich keinem die Genugtuung geben möchte, später zu sagen "Siehste, hab ich doch gleich gewusst!" ein großer Teil vom Stress in den ganzen Jahren waren ja gerade meine Eltern... meiner Mutter dämmert langsam, was die beiden alles bei uns dreien kaputt gemacht haben und sie rudert zurück... Vater wär/ist das scheißegal, er kann mich... ! Die ganze Zeit versucht er uns auseinander zu dividieren, ungefähr seit der Kleine da ist, packt er jede Gelegenheit um gegen meine Frau zu sticheln. Sei nicht so sensibel, heißt es dann wenn sie was passendes antwortet... es stinkt mich soo an

    Alles was ich über ihn und meine Großeltern(seine Eltern) weiß habe ich von meiner Mutter erfahren... die Oma hat meine Mutter wie ein Stück Mist behandelt. Der Opa hat sich immer sehr weit von seiner Frau/Familie abgesetzt, war aber eigentlich OK(das fand ich auch!) wir kannten uns leider nicht sehr lange... mein Vater meint, er war ein Drecks... weil er die Oma+Familie immer im Stich ließ... weiß nich...

    Oma war knüppelhart!

    Ich werde von ihm wohl nichts weiter erfahren. Man kann sich nur begrenzt mit ihm unterhalten, ja... bei Tieren blüht er richtig auf... ich weiß nicht was mir das sagen sollte?!?

    Sollte der Opa versuchen, den Kleinen mal anzufassen, seh ich rot!

    Angst habe ich schon lange nicht mehr vor ihm! Ich glaube, mein Vater hat überhaupt nicht gelernt Konflikte zu lösen, aber Gewalt ist immer NICHT das letzte Mittel bei ihm... und unser einigermaßen entspanntes Verhältnis liegt nur an mir. Innerhalb von 30 Sekunden könnte ich das abtöten... es ist zum Piepen Es gibt Familienmitglieder zu denen unsere Truppe seit 25 Jahren so gut wie keinen Kontakt hat... ich habe sogar schon ein paar Versöhnungen angezettelt weil ich es unerträglich finde. Das z.B. ist der Stil dieser Oma! Mit IHR hatte sich einer der Brüder vor X Jahren mal verkracht, ich fass es nicht! Sie ist seit über 20 Jahren tot! ...
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    Ansonsten hatte ich ein interessantes und erfreuliches Gespräch mit meiner Frau vorhin. Sie hat von ihrem Gespräch mit dem Doc dort erzählt. Es sieht so aus als ob sie in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt und eine(r)m leider noch nicht gefundenen PsychotherapeutIn weiter "begleitet" werden soll. Die Klinik ist dabei die Pläne für die weiteren... naja... "Maßnahmen" zu machen.

    Sie klang sehr locker, hatte gute Laune und war sogar etwas zuversichtlich. Sie hat sogar gefragt wie es mir geht, das gabs lange nicht... im Moment hat sie wohl ihre Akkus geladen... und sie weiß und ist auch selber der Meinung, dass sie weitermachen sollte. Sie sagt sie freut sich auf zu hause und vermisst uns... tja... eigentlich keine großen Sachen für andere Leute. Aber ICH freue mich darüber riesig... lange her, dass ich so etwas von ihr mal gehört habe... sie liebt mich... das ist schön...

    Mann, bringt mich die Frau immer durcheinander...

    Es wäre so toll wenn wir wieder auf die Beine kämen! achja...

    Also, ich wünsch auch ein tolles Wochenende


    Unterfeld*grübel*

  3. Inaktiver User

    AW: Ehefrau sprachlos

    Lieber Unterfeld,

    warum *grübel*? Weil sie Dich immer noch durcheinander bringt? Eigentlich doch toll, oder nicht?

    Es freut mich sehr für Dich, dass Deine Frau so langsam wieder auf Dich zu rudert. Ein gutes Zeichen, wenn sie Dich/Euch vermisst. Ein noch besseres Zeichen, wenn sie sich eine "Begleitung" auch nach der Kur vorstellen kann. Hoffentlich geht sie es gleich an und wartet nicht zu lange, weil es ihr vermeintlich gut geht.

    Was Du über Deine Eltern schreibst, macht mich sehr traurig. Es ist schon seltsam, was Menschen sich gegenseitig antun können, vor allem, wenn sie von Liebe sprechen oder wenn es um Familie geht. Ich habe mich oft gefragt, warum gerade diese Beziehungen so oft von so großen Schmerzen geprägt sind. Dabei ist die Antwort (relativ) einfach: Gerade die Menschen, die man liebt, können einen am stärksten verletzen. Trotzdem bleibt die Frage, warum sie es manchmal offenkundig bewusst tun. Ist es nur, weil sie nicht gelernt haben, über ihren eigenen Tellerrand hinauszugucken? Oder ist es, weil Menschen so unglaublich oft von Rache und Vergeltung getrieben werden?

    Meine Oma z.B. hat sich bis zum Tod meiner Mutter (ihrer Tochter) nicht mit ihr aussöhnen wollen und hat im Nachhinein, glaube ich, sehr darunter gelitten. Sie hat sie fast Zeit ihres Lebens nicht geliebt bzw. konnte es weder zeigen noch in Worte fassen, hat sie lieber gedemütigt, beschimpft und verletzt, wo sie nur konnte. Als meine Mutter im Sterben lag, wartete meine Oma immer noch darauf, von ihr angerufen zu werden. Sie selber wollte auf keinen Fall den ersten Schritt machen. Ich appellierte an sie, sie solle doch endlich Frieden machen, weil ihr Kind sterben würde - sie wurde richtig böse deswegen und tat es nicht. Später, als meine Mutter dann tatsächlich tot war, war das Wehklagen groß. Aber ich hatte das Gefühl, dass sie das zum großen Teil auch "wegen der Leute" tat.
    Als meine Oma 3 Jahre später starb, hat sie mich zum Schluss nur noch mit dem Namen meiner Mutter angeredet - wohl ein Zeichen, dass ihr hartes Herz nachgab. Das "Warum" habe ich bei dem ganzen Drama nie verstanden und ich habe wirklich oft nachgefragt. Es ging um Enttäuschungen und "die Leute" und es hielt über 40 Jahre. Einfach unglaublich aber leider wahr.

    Mir hat mal jemand gesagt, man sollte mit den Menschen, die einem wichtig sind, Zeit ihres Lebens Frieden machen, weil man sonst seines Lebens nicht mehr froh wird.

    Es zeichnet Dich aus, dass Du Dich um ein erträgliches Verhältnis bemühst. Ich denke, Du weißt, dass Du trotzdem aufpassen musst, um aus Deinem Herzen keine Mördergrube zu machen. Vieles, was Du schreibst, klingt sehr weise. Es ist das erste Mal, dass ich hier im Forum das Gefühl habe, aus dem "Fred" eines Fragenden selber unendlich viel lernen zu können. Oder besser: zu lernen. Schön.

  4. User Info Menu

    AW: Ehefrau sprachlos

    Hallo,

    ich lese seit geraumer Zeit mit und bin beeindruckt von Euren klugen Beiträgen.

    Das gehört jetzt zwar nicht zum eigentlichen Thema des Threads, fiel mir aber anlässlich einer kürzlich geführten Diskussion zum Thema familiäre Spannungen mit Eltern/Großeltern ein:

    Ich schätze, Eure Eltern / Großeltern sind Kriegskinder bzw. haben den Krieg als junge Erwachsene miterlebt. Könnten nicht viele Konflikte an familiärer Front aus kriegsbedingten Traumata resultieren? Insbesondere die Unfähigkeit, emotionale Nähe zuzulassen, Liebe zu zeigen. Heute wird jede Nachrichtenmeldung mit dem Zusatz versehen: "Die Opfer werden psychologisch betreut", während die Kriegsgeneration ohne jede Aufarbeitung jahrelange Angst, Überlebenskampf etc. durchmachen musste. Und danach musste alles verdrängt werden, um weiter zu funktionieren. Wenn ich dann von Einzelheiten dieser Schreckenszeit lese (Massenvergewaltigungen, ständige Todesangst als Soldat, ständiges Erleben von Sterben und Leid, Hunger, das Wissen, andere getötet zu haben...) wundere ich mich manchmal, wie viele Menschen dieser Generation es dennoch geschafft haben, ein "normales" Leben zu führen.

    Das hilft im Umgang mit der betreffenden Person nicht unbedingt weiter, ich wollte aber nur darauf hinweisen, dass man oft gar nicht wissen kann, wodurch manche Defizite überhaupt hervorgerufen wurden.

    Damit schließt sich auch der Kreis zu Deiner Frau, Unterfeld: Auch ihre Probleme haben ihre Ursache ja (zumindest tw.) in lange verdrängten schlimmen Erlebnissen. Ich ziehe übrigens gedanklich meinen Hut vor der Art und Weise, wie Du für Deine Frau und Deinen Sohn da bist und wünsche Dir viel Kraft!

    LG

  5. Inaktiver User

    AW: Ehefrau sprachlos

    Moin redwhife

    so wie das bei Deiner Oma und Deiner Mutter ablief ist es wirklich ein Drama... hattest Du versucht, zwischen den Beiden zu vermitteln (weil Du sagst, Du hättest oft Fragen gestellt!?) Hat Deine Mutter nicht versucht einzulenken? Dann war es bestimmt eine ziemlich schlimme Verletzung!? Traurige Geschichte...

    Die Sache mit dem verfluchten ersten Schritt ist wirklich ein Elend! Keiner will sich da aus Stolz "einen Zacken aus der Krone brechen" so etwas kann ich auch nicht verstehen. Mir geht es dann ja selber nicht gut wenn ich mit jemand "verkracht" bin, man kann sich ja schon anmerken lassen wenn man sauer ist(vielleicht sogar zurecht) aber dann so lange Zeit zu "Bocken" ist doch Blödsinn... das kann ich gar nicht...
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Mir hat mal jemand gesagt, man sollte mit den Menschen, die einem wichtig sind, Zeit ihres Lebens Frieden machen, weil man sonst seines Lebens nicht mehr froh wird.
    ...hab ich auch mal irgendwo gelesen, ich glaube das auch.

    "Wegen der Leute" haben ja auch die Schwiegereltern meine Frau so lange "drangsaliert", bei dem Thema kann ich auch nicht folgen... das man wegen fremder Leute Menschen in der Familie schikaniert und sich damit auch selber quält... da komm ich nicht mit. In diesem Punkt sind meine Eltern anders, bloß gut!

    Mein/unser Wochenende war erstaunlich entspannt. Der Sohny geht ja niemanden wirklich auf die Nerven. Ich denke mein Vater ist jetzt, da er demnächst in Rente geht schon etwas weniger nervös. Am Sonntag hat er für uns gekocht(das macht er gern, genau wie ich) und meine Mutter ist im Kinderzimmer mit dem Kleinen auf dem Fußboden herumgerutscht nebenbei hat sie mir noch bei der Wäsche etwas geholfen. Das wollte ich eigentlich nicht aber jetzt freue ich mich doch darüber weil ich in der kommenden Woche dann etwas mehr Zeit habe. Zu tun habe ich trotzdem noch genug... Vater hat sogar mit meiner Frau etwas telefoniert und sie haben über ihre Kuren "geschwätzt" ...war ganz schön...

    Leider war das Wetter ziemlich durchwachsen sodass wir nur am Sonnabend etwas rausgegangen sind. Aber es waren ja nur zwei Tage...

    Am Wochenende war meine Frau dort nochmal in der Stadt in einem Tanzkaffee wir haben telefoniert und sie hat weiter recht gut gelaunt geklungen und sagt, dass sie doch froh ist wieder nach hause zu kommen. Heute vormittag hat sie mich nocheinmal angerufen und gesagt, dass der Zuständige dort mit ihrem Arbeitgeber Kontakt aufgenommen hat wegen des Ablaufs der anschließenden Wiedereingliederung... die Kasse brauchte eine schnelle Antwort... aber ich glaube das wird wohl jetzt auch noch klappen! Dann haben wir die erste Prüfung bald hinter uns... ich bin sehr gespannt, was die Leute meiner Frau mit auf den Weg geben werden.

    Auf jeden Fall hat sie nun z.B. auch vor, mit uns gemeinsam anstatt abends immer fernzusehen dann lieber etwas Sport zu treiben... das wollte ich schon die ganze Zeit gerne aber sie konnte sich immer nicht dazu aufraffen. Scheinbar merkt sie jetzt dort, das ihr der Sport doch sehr gut tut. Ich möchte zwar auf keinen Fall, dass sie abnimmt aber mir selber könnte das nicht schaden und auch dem Sohny nicht. Meine Frau ist eh sehr schlank, aber das sieht sie anders... Du kannst Dich ja vielleicht in sie hineinversetzten, Redwhife!? Mir gefällt sie wie sie ist, auch wenn sie letztens etwas zugenommen hat

    Eigentlich bin ich inzwischen recht zuversichtlich, dass wir uns in den Griff bekommen werden. Mal sehen, wie es dann mit meinen "Scheißgesprächen" weitergeht... ich werde die auf jeden Fall versuchen fortzusetzen... auch wenns wehtut... vielleicht wird mein Schatz auch von sich aus mal ein Gespräch anzetteln, anscheinend hat sie ja bemerkt, dass das manchmal hilft... nächste Woche bin ich vielleicht schon etwas schlauer. Aber die ersten paar Tage wird wohl auch etwas Hektik sein, sie hat dann erstmal viele Termine abzuklappern.

    Heute bin ich ziemlich geschafft vom Wochenende, habe auch mal wieder (wie so oft) so gut wie nicht geschlafen. Aber ich bin etwas erleichtert, dass alles im Moment den Umständen entsprechend gut klappt!

    Vielen Dank für die vielen Blumen im letzten Absatz, weiß gar nicht, wie ich dazu komme ...was kann man denn hier bei mir lernen wo ich selber so ziemlich ratlos bin?

    Aber ich gebe die Blumen gerne zurück ...ich habe auf jeden Fall hier schon sehr viel mitbekommen, schönen Dank mal so zwischendurch für alles!

    Dieses Wochenende brauchte ich mich nicht so sehr um den Frieden bemühen... es war wirklich schön so... jetzt bin ich wegen der Ereignisse wieder durcheinander, mann lernt immer wieder was dazu und andauernd gibt es irgendwelche Überraschungen...

    liebe Grüße und eine schöne Woche

    Unterfeld



    Hallo johna,

    danke für Dein(e) post!

    Über das Thema mit den Kriegskindern, -Teilnehmern und -Opfern habe ich schon sehr viel nachgedacht. Ich glaube auch, dass das sehr viele und tiefe Narben hinterlassen hat. Mein Vater ist mitten im zweiten Weltkrieg geboren während der Opa an der Front und die Oma später mit ihren dann vier mehr oder weniger kleinen Kindern auf der Flucht aus Schlesien war... Keiner kann sich das jetzt vorstellen wie hart das Leben war und dass es jeden Tag am seidenen Faden hing. Jedes mal wenn ich darüber nachdenke, bin ich froh, nicht dabei gewesen zu sein!!!

    Für Liebe war da sicherlich lange Zeit kein Platz und man kann sich wirklich nur wundern, dass die allermeisten Leute danach doch noch ein einigermaßen normales Leben hinbekommen haben. Mein Vater war zwar noch ein Kleinkind damals aber auch später mit seiner dann (zwangsläufig?) sehr harten Mama hatte er garantiert nichts (oder nicht viel) zu lachen. Aber sie haben immerhin überlebt, deshalb gibt es mich!

    Da gab es keine Nachsorge... für niemand. Ich glaube schon, dass sich das bei vielen auswirkt.

    Wenn mein Vater vielleicht so etwas mit sich herumträgt und sich immer schlecht jemanden anvertrauen kann und evtl. deshalb viele Dinge tut, wie er sie tut, wirkt sich das ja sehr auf uns aus... auf die ganze Familie. Wir hatten immer große Probleme mit ihm... auch speziell meine Frau und damit wieder auch ich...naja...

    Scheinbar (ich sehe ja die Zahlen) lesen doch recht viele diesen "Fred" ...schön wenn das einigermaßen interessant ist. Am Anfang hatte ich befürchtet, dass mir gar niemand was antwortet

    schöne Grüße,

    Unterfeld
    Geändert von Inaktiver User (15.05.2007 um 08:38 Uhr)

  6. User Info Menu

    AW: Ehefrau sprachlos

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Auf jeden Fall hat sie nun z.B. auch vor, mit uns gemeinsam anstatt abends immer fernzusehen dann lieber gemeinsam etwas Sport zu treiben... das wollte ich schon die ganze Zeit gerne aber sie konnte sich immer nicht dazu aufraffen. Scheinbar merkt sie jetzt dort, das ihr der Sport doch sehr gut tut. Ich möchte zwar auf keinen Fall, dass sie abnimmt aber mir selber könnte das nicht schaden und auch dem Sohny nicht. Meine Frau ist eh sehr schlank, aber das sieht sie anders...
    Unterfeld
    Super, ich freu mich für Dich,unterfeld!!!!!!!
    Hoffe, es kommt alles gut, auch wenn es wohl Zeit braucht.

    Olaf

  7. Inaktiver User

    AW: Ehefrau sprachlos

    Hallo Olaf,

    Ja, ich freu mich auch wenn auch noch verhalten weil das ja erstmal nur ein paar Telefongespräche waren... was dann wirklich abgeht, sehe ich erst noch wenn wir wieder zusammen sind. Aber zuversichtlich bin ich sowieso immer sonst wär mir wahrscheinlich auch schon "die Feder aus der Mütze geflogen".

    Wie ich lese läuft es ja in Deiner Mission auch den Umständen entsprechend ziemlich optimal... ich hoffe für Dich, dass es so bleibt und besser wird!

    viele liebe Grüße,

    Unterfeld

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    AW: Ehefrau sprachlos

    Hallo!

    Ein paar von den Klicks war ich als stille Mitleserin. Hatte irgendwie nix zu sagen. Euer Gespräch über die Elterngeneration fand ich sehr interessant, auch wenn ich ein paar Jährchen jünger bin als ihr. Meine Familie ist nämlich auch so, und auch meine Eltern sindnoch ziemlich direkt vom Krieg betroffen gewesen (Flüchtlingskinder wg Vertreibung, Kriegsgefangenschaft des Vaters, etc.). Wäre wirklich mal interessant zu wissen, wie es in anderen Familien aussah die nicht solche Erfahrungen gemacht haben. Ich sehe auch nicht, wie ich mich mit ihnen aussöhnen kann - rein technisch. Ich kann meinen Frieden machen oder es so gut es geht versuchen (klasse, eine Therapeutin meinte zu mir, es geht eh nicht ganz - diesmal war ich allerdings nicht als Patientin da sondern es war ein Seminar an der Uni). Aber zum Aussöhnen müssten doch eigentlich beide mitmachen, oder? Grad mein Vater ist aber, tja, ich finde, in der Hinsicht einfach richtig verrückt oder paranoid und wird auch ausfallend (ansonsten ist ganz normal, intelligent und witzig, sehr tierlieb übrigens auch, und mit Menschen hat er auch eine Engelsgeduld - aber in Bezug auf Familie...). Naja, ich habe keinen Hass mehr wie früher. Aber es macht mich wahnsinnig traurig und die Vorstellung, dass meine Eltern, grad mein Vater, mal so, mit dieser ganzen Verrücktheit, ins Grab sinken und mich damit zurücklassen ist echt wie so ein Messer im Herz.

    Nun lausche ich erstmal weiter... liebe Grüße Euch,
    Neko

  9. Inaktiver User

    AW: Ehefrau sprachlos

    Hallo neko

    man sagt ja, die Freunde (die Haustiere ja auch!) kann man sich aussuchen, die Familie aber nicht.

    Weißt Du was mir in Hinsicht auf meinen Vater später sehr geholfen hat? Ich habe einfach viele seiner Maulereien nicht mehr ernst genommen und ihn in diesen Phasen oft auch einfach ignoriert... das ging als Kind natürlich nicht weil er dann erst so richtig in Fahrt gekommen wäre.

    Die Sache habe ich übrigens auch mit meiner Frau so besprochen und ihr das ans Herz gelegt. Aber sie kann es einfach nicht so... wenn er was stichelt, platzt sie eigentlich auch zurecht... aber wie soll man das lösen wenn man sich überhaupt nicht vernünftig unterhalten kann??? Mein Vater merkt ja nicht einmal, dass irgendwas schlecht gelaufen ist!

    Und wenn meine Mutter nicht wär, hätten wir schon min. 10 Jahre Funkstille... naja, das ist schwer zu beschreiben... ich (und meine Mutter auch etwas) versuche(n), es wenigstens erträglich zu machen und zumindest Kontakt zu halten... was war das zeitweise schon für Theater... grundlegend ändern kann man wohl wirklich niemand, da spreche ich aus Erfahrung! Aber jetzt mit ziemlich viel Abstand gelingt es mir immerhin mich etwas zu entspannen und die Vergangenheit relativ nüchtern zu betrachten... viele unerfreuliche Sachen vergisst man ja auch einfach... so gehts mir auch.

    Oben habe ich ja geschrieben, dass wir entgegen meiner Erwartungen ein recht fröhliches Wochenende hatten, da bin ich sehr überrascht, ausnahmsweise mal angegehm. Einen großen Auftritt hätte ich wahrscheinlich momentan auch nicht verkraftet, kann auch sein, dass meine Mutter dem Vater ein paar Regeln angesagt hat, das macht sie manchmal und er versucht, sich daran zu halten... gelingt ihm aber nicht immer. Mit meiner Oma (Mutters Mutter) ist er auch immer auf Konfrontation aus... bestimmte Leute reizen ihn irgendwie zu, ... wie soll ich sagen ... "Abfälligkeiten" er scheint sich dann überlegen zu fühlen und muss bösartig "stänkern" es ist zum Kotzen!

    Zitat Zitat von neko
    Aber es macht mich wahnsinnig traurig und die Vorstellung, dass meine Eltern, grad mein Vater, mal so, mit dieser ganzen Verrücktheit, ins Grab sinken und mich damit zurücklassen ist echt wie so ein Messer im Herz.
    Das kann kann ich Dir sehr gut nachfühlen! Du kannst ja ab und zu versuchen, Dich etwas anzunähern... so von Zeit zu Zeit, viele Leute werden mit zunehmenden Alter auch gesetzter und abgeklärter... halte wenigstens losen Kontakt und dann wirst Du vielleicht merken wann mal ein günstiger Zeitpunkt für diese, zumindest ansatzweise Aussöhnung wäre... aber klar, es müssen sich schon beide Seiten dafür interessieren. Ich glaube da arbeitet die Zeit für Dich... ab und zu ein klitzekleines Signal... dann muß der andere nicht allzusehr über seinen Schatten springen und alle wahren ihr Gesicht(darum geht es ja auch manchmal, wa?)

    Dafür drücke ich Dir die Daumen, ich glaub schon, dass das wichtig wäre! Wenn doch der Hass schon nicht mehr da ist!?

    Viele liebe Grüße+viel Glück

    Unterfeld

  10. Inaktiver User

    AW: Ehefrau sprachlos

    So wie du muß sich wohl mein Mann grade fühlen

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