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  1. Inaktiver User

    AW: Gemeinsame Finanzen in der Familie

    Zitat Zitat von Tigi Beitrag anzeigen
    Wir streiten nicht über das Thema Geld - aber irgendeine gute Lösung brauchts ja. Und ich hab da grad keine zündende Idee damits fair für beide ist ����
    Liebe Tigi,

    ich habe mir jetzt wirklich die Mühe gemacht den ganzen Strang zu lesen.
    Mal vorausgesetzt es ist in dem Sinne deines Mannes so zu leben, also du übernimmst den Löwenanteil im häuslichen Bereich.

    Dann habt ihr Beide in schönes Leben.

    Ich glaube, ganz ehrlich gesagt, hier liegt nämlich der Knackpunkt.
    Du hast so offensichtlich ein schönes Leben. Schmeisst zwar den Haushalt, hast aber unterm Strich doch mehr Freizeit, kannst mal so auf der Parkbank sitzen, oder ins Schwimmbad gehen.

    Und: mal vorausgesetzt du machst das mit Haushalt und Kind so einigermassen gut, dass er entspannt in die Arbeit gehen kann: dann geniesse dein Leben.

    Ich würde das mal so ganz direkt ansprechen.

    Es ist nicht das Geld, es ist ein wenig Neid seinerseits. Neid auf etwas was er aber selber nie gerne leben würde.

    Ich finde es wichtig, dass ihr das klärt. Was hast du, er, euer Kind von einem Leben was man nicht voll geniessen kann. Wie albern finde ich. Euch geht es doch soo gut.

    Vielleicht ist es deinem Mann gar nicht so bewusst. Es ist eben ne schöne Summe die du da für dich hast.
    Und - es gibt ja oft auch noch Kollegen oder Freunde oder Familie, die da sticheln könnten......

    So ein Modell kann man nur leben - wenn es Beiden gefällt.

    Ich habe jahrelang so sehr glücklich gelebt, und hatte auch immer "mein Kindergeld".
    Das war ein schönes Gefühl, und außerdem noch: Kinder gedeihen.

    Ich halte das alles für einen wichtigen Punkt in eurer Ehe.
    Wenn du jetzt verhandelst - wirst du immer verhandeln.

    Für meinen Geschmack ist das einen : no deal Situation

    Andere Leute mögen anders leben, aber, bist du andere Leute?
    Und du wirst es kaum glauben, so ein wenig keck und frech für sich einstehen kann viel mehr bewirken als den Rechenschieber raus zu holen.

    Alles Gute für dich, für euch.
    Fürs Erste wäre ich mal nicht mehr so sparsam. Gönne dir was Schönes.
    Und ihm auch, und dem Kind auch.

    Gibt es Schöneres als Geld zu haben, zu wissen, da kommt wieder was rein, und es dann so genüsslich auszugeben? Geht doch Beide mal schön aus, macht euch nen schönen Abend.

    Alles Gute wünscht Daliah-

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    AW: Gemeinsame Finanzen in der Familie

    Daaliah möchte ich zustimmen!
    Denn:
    In Anbetracht der Rechenschieberzahlen aus den Daten der TE:

    Monatliche Einkünfte
    Sie 1500€
    Er 3600€

    In 3 Jahren angespart
    Sie 15.000€
    Er 100.000€

    Abzug der monatlichen, mindestens geleisteten Sparrate der letzten 3 Jahre, haben beide monatliche Restsalden
    Sie 1.083,33 €
    Er 822,22 €

    Davon Auto, Versicherungen, Fitness, Medien-Abos, Sportverein, ggf. noch Haus abbezahlen(?), Urlaub, Ausflüge, Spielzeug(?), Elektronik(?), gesunde Ernährung, Medizin(?), Kantine(?)

    Diese optionalen Elemente eines lustvollen Genusslebens im angemessenen Verhältnis zum Einkommen zu ermöglichen, täte euch sicher gut. Das scheint komplett auf Sparflamme für euch 3 Familienmitglieder zu laufen?


    Dabei wäre gut, wenn jeder seine Wünsche unbewertet nennen kann. Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Z.B.:Wer ist Richter darüber, dass Friseur ist wichtiger wie 4****-Urlaubshotel ist?

    Ich hätte gern ein Familieneinkommen in unserem Haushalt wie ihr. Uns fehlen ds noch ein paar Hunderter. Aber wenn ihr es nicht genießt?

  3. User Info Menu

    AW: Gemeinsame Finanzen in der Familie

    Wir hatten schon die unterschiedlichsten Modelle:


    unverheiratet, kinderlos, gemeinsame Mietwohnung

    Wir hatten ein 3 - Kontenmodell, das Gemeinschaftskonto wurde von uns prozentual gefüllt und davon Miete + Nebenkosten + Haushaltsausgaben bezahlt. Diese drei Dinge haben wir prozentual nach Einkommen aufgeteilt.

    Einkaufen, Alltag, Urlaub haben wir 50:50 aufgeteilt und ~ abgerechnet.


    unverheiratet, 1 Kind, gemeinsame Mietwohnung

    Ich bin in Elternzeit und dann Teilzeit und habe ausgerechnet, was mir an Gehalt + Renteneinzahlungen etc. trotz Elterngeld + Kindergeld + Rentenpunkte entgeht und habe davon 50 % meinem Mann in Rechnung gestellt. Das hat er mir monatlich überwiesen. Wir hatten dann beide gleich viel weniger.

    Alles andere blieb wie oben - Ausgaben fürs Kind wurden wie Einkaufen, Alltag, Urlaub 50:50 abgerechnet.


    verheiratet, 1 Kind (später 2), erst Mietwohnung dann gemeinsames Haus

    Wir haben dann das Gemeinschaftskonto zum gemeinsamen Gehaltskonto erklärt, da die Abrechnung unübersichtlich wurde.

    1. Gemeinschaftskonto: Hier gehen ALLE Einnahmen rein. (Gehälter, Kindergeld, Nebenerwerb, alles)

    Davon bezahlen wir alle Ausgaben, die wir als Gemeinschaftsausgaben definiert haben. Haushalt, alle Ausgaben fürs Kind, Ausgaben fürs gemeinsame Haus, gemeinsames Sparen, ... eigentlich fast alles. Die einzelnen Posten sind nicht in Stein gemeißelt, manche Ausgaben besprechen wir auch immer mal wieder. Wir haben tatsächlich auch alle Sparleistungen und zusätzliche Altersvorsorgezahlungen als "gemeinsam" definiert, da diese bei Scheidung sowieso geteilt werden würden.
    Ebenfalls diskutiert und am Ende übers Gemeinschaftskonto: persönliche Versicherungen (z.B. BUs), da diese uns als Familie absichern.

    Überschuss geht auf ein gemeinsames Tagesgeldkonto.

    2. + 3. Persönliche Konten

    Jeder bekommt von gemeinsamen Gesamteinkommen einen Betrag zur freien Verfügung. Davon müssen alle wirklich persönlichen Ausgaben bestritten werden und alles womit der Partner nicht einverstanden ist Wie überteuerte Anschaffungen, die sonst eigentlich Gemeinschaftsausgaben wären.
    Kleider, Ausflüge (allein), Handys, Schuhe, Spenden (ich spende mehr als er nötig findet)

    Die Höhe des Betrags ist NICHT gleich hoch.
    Dies ist ein Zugeständnis daran, dass mein Mann ja branchen- und berufswahlbedingt sehr viel besser verdient als ich. Wir haben einfach die gleiche prozentuale Aufteilung gelassen wie damals bei der Miete. Er kann also weiterhin mehr für sein Zeugs ausgeben. Die Prozentwerte werden nicht angepasst, schließlich kann ich ja gerade keine Karrieresprünge machen.


    Ich finde es wichtig, dass sich jeder Partner gerecht behandelt fühlt. Das kann auch mal kompliziert werden, bis man ein Modell gefunden hat, welches dann im Alltag einfach läuft.

    Da ihr kein Gemeinschaftskonto als gemeinsames Gehaltskonto wollt, fände ich es für Dich nur wichtig, dass Du auch Deine tatsächlichen Kosten und Ausfälle durch Teilzeit kennst, um diese in die Rechnung mit einzubeziehen. Und nicht noch zusätzliche Ausgaben fürs Kind etc. als Deine Ausgaben gerechnet werden.
    Es ist dumm sich über die Welt zu ärgern. Es kümmert sie nicht

    Gegen das Altern hilft nur jung sterben

  4. Inaktiver User

    AW: Gemeinsame Finanzen in der Familie

    Zitat Zitat von Tigi Beitrag anzeigen
    Wir haben dann irgendwann geheiratet - Steuerklasse 3/5. Er hat jetzt (je netto) 4000 eur mtl und ich 900 (teilzeit) + 200 Kindergeld und er hat mir den Ausgleich den er durch die Heirat mehr hat von 400 Euro überwiesen. Zudem zahlt er die gemeinsamen Kosten (Urlaub und Lebensmittel).

    Das ist so aber jetzt auch nicht fair.

    Jetzt ist Stand: bereinigtes Einkommen er 3600,-/ich 1500,- und er zahlt die gemeinsamen Kosten.

    Mein Mann meint, es passt nicht, dass er alles bezahlt und ich mein Geld komplett für mich habe.
    Puh, hier gehen ja viele Dinge durcheinander.

    Wenn ich mal ganz grob rechne, hatte er also vorher Stkl. I 3.600 netto, Du auf Vollzeit dürftest bei ungefähr 1.500 netto gelegen haben (Annahme 900 netto für 25h StKl V, richtig?).

    D.h. er verdient mehr als doppelt so viel wie Du, ist aber vermutlich auch etwas älter. Unterhaltszahlungen sind seinerseits vermutlich nicht mehr zu zahlen, da der erste Sohn schon groß ist.

    Wenn Du jetzt 900+400+200 bekommst, hättest Du ja in der Tat genauso viel wie vorher, er auch, aber er zahlt, wenn ich richtig verstanden habe, alle Ausgaben. Ich unterstelle mal, Ihr arbeitet beide genauso viel wie vorher (er im Job, Du TZ im Job und Hausarbeit)?

    Auch wenn man gemeinsam wirtschaftet, so ein wenig kann ich ihn da ja schon verstehen. Beide arbeiten gleich viel, Du hast genauso viel wie vorher (oder sogar mehr, da Du ja von Deinem Teil nichts mehr abgeben musst), er nicht.

    Aber vielleicht liege ich auch komplett falsch und habe irgendeine Angabe falsch verstanden?

    Schreib doch mal, wieviel Du vorher eingenommen hast, dann kann man sich ein besseres Bild machen!

  5. Inaktiver User

    AW: Gemeinsame Finanzen in der Familie

    Unser eigenes Modell ist übrigens wie folgt:

    Jeder ein eigenes Konto und beide zusammen ein gemeinsames. Alles, was gemeinsam bestritten wird (Wohnen, Essen, sämtliche Kinderkosten, gem. Auto, Urlaube, Rücklage für Renovierung, neues Auto, usw.) gehen von diesem Konto ab, alle andere Ausgaben (indiv. Kleidung, Geschenke, Anlagen inkl. Altersvorsorge) gehen vom eigenen Konto ab.

    Wir haben beide StKl IV. Das gemeinsame Konto wird nach anteiligem Einkommen gefüttert, Kindergeld, Steuererstattung geht da auch rein.

    Geldanlagen, Altersvorsorge usw. tätigt jeder für sich. Jeder weiß zwar, dass dem anderen im Scheidungsfalle 50% der Zugewinne zustünden, aber unsere Anlagephilosophien sind zu verschieden, wenn das jeder selbst macht, bleibt der Familienfriede gewahrt und beide können ruhig schlafen.

    Wenn wir sehr unterschiedlich verdienen würden UND der Schlechterverdienende zugunsten des gemeinsamen Kindes lange Zeit Teilzeit gearbeitet hätte, dann hätten wir für diese Person noch eine zusätzliche Altersabsicherung aus der gemeinsamen Kasse bestritten (war nicht nötig, da die Unterschiede bei uns so groß nicht sind).

    Trotz in etwa gleicher Einnahmen hat sich unser Vermögen sehr unterschiedlich entwickelt, was hauptsächlich dem unterschiedlichen Anlageverhalten geschuldet ist. Mein Mann gönnt mir das dickere Depot. Und weiß, dass es letztendlich eh alles einmal an die gemeinsamen Kinder fließen wird und er indirekt von meiner Anlagetätigkeit sehr profitiert (Altersabsicherung, Immo zu rechten Zeit gekauft, gute Verträge ausgehandelt, usw.).

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    AW: Gemeinsame Finanzen in der Familie

    Pia,

    mir scheint, ihr macht alles richtig und entspannt. Chapeau.

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: Gemeinsame Finanzen in der Familie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (...) grob rechne, hatte er also vorher Stkl. I 3.600 netto, Du auf Vollzeit dürftest bei ungefähr 1.500 netto gelegen haben (Annahme 900 netto für 25h StKl V, richtig?).

    D.h. er verdient mehr als doppelt so viel wie Du, ist aber vermutlich auch etwas älter. Unterhaltszahlungen sind seinerseits vermutlich nicht mehr zu zahlen, da der erste Sohn schon groß ist.

    Wenn Du jetzt 900+400+200 bekommst, hättest Du ja in der Tat genauso viel wie vorher, er auch, aber er zahlt, wenn ich richtig verstanden habe, alle Ausgaben. Ich unterstelle mal, Ihr arbeitet beide genauso viel wie vorher (er im Job, Du TZ im Job und Hausarbeit)?

    Auch wenn man gemeinsam wirtschaftet, so ein wenig kann ich ihn da ja schon verstehen. Beide arbeiten gleich viel, Du hast genauso viel wie vorher (oder sogar mehr, da Du ja von Deinem Teil nichts mehr abgeben musst), er nicht.

    Aber vielleicht liege ich auch komplett falsch und habe irgendeine Angabe falsch verstanden?

    (...)!
    DAS dachte ich eben auch...
    Ich konnte das nur nicht so in Zahlen verfassen

    Wenn es so stimmt, einigerma ßen, dann fährst du doch eh optimal.
    Vielleicht solltest du tatsächlich den Tipp von @Daliah beherzigen, das Geld zu genießen.

  8. Inaktiver User

    AW: Gemeinsame Finanzen in der Familie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Geht doch Beide mal schön aus, macht euch nen schönen Abend.

    Ich denke, dies ist der beste Tipp überhaupt.

    Genießt doch das Leben.

  9. User Info Menu

    AW: Gemeinsame Finanzen in der Familie

    Also die Zahlen sind mir auch zu durcheinander. Ich denke auch, dass hier das Problem des Mannes ist, dass du allein an seinem Mehrverdienst mitprofitieren magst. Das war auch mein letzter Gedanke, also dass du sonst auch nicht mehr hättest. Aber da die Zahlen so durcheinander sind, kann man es nicht konkret sagen. Es kommt mir auch vor als hätte sich die TE arm gerechnet. Mit dem Gehalt und das Bezahlen der meisten Kosten wie kann er da 100.000 € sparen, wohl nur durch ein Depot, und das hätte sie ja auch machen können und nicht aufs Sparbuch. Vielleicht bin ich zu naiv, aber ich habe kein Interesse daran, von meinem Mann zu profitieren, an meiner Altersvorsorge kann ich selbst arbeiten. Dazu muss man nicht Vollzeit arbeiten. Wir halten es ähnlich wie Pia. Mein Partner gibt mehr aus und verdient weniger. Das würde sicher Streit geben, wenn wir alles zusammen hätten, aber ich finde 3-Konten-Modell ideal und würde nie was anderes wollen. Wenn ich dann mal Bock habe, zahle ich auch mal mehr. Den Fernseher würde ich aber den Mann zahlen lassen, wenn er denn will (wie es hier als Beispiel hiess)...

    Mir scheint auch, der Mann sträubt sich eigentlich gegen die Versorgerrolle. Es wird im durchschnittlichen Deutschland noch so erwartet, aber eher von den Mamas und es ist ja auch bequem. Ich find es schon bequem mit 8-jaehrigem Kind Teilzeit zu arbeiten, und das wo kein Mann der Hauptverdiener ist. Wenn ich mit den Vätern rede, denen wäre eine "gleichberechtigte" Beziehung eigentlich auch sehr recht, aber fügen sich eher aus Bequemlichkeit. Es wird so gerne um finanziellen Ausgleich gebettelt, aber Kinderbetreuung wird komischerweise weniger eingefordert.

  10. User Info Menu

    AW: Gemeinsame Finanzen in der Familie

    @Allmann, hart aber realistisch.

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