Antworten
Seite 1 von 19 12311 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 187
  1. User Info Menu

    Unglücklich in der Ehe - Lohnt es sich zu kämpfen?

    Hallo! Ich brauche einmal euren Rat, bitte, da ich aktuell nicht weiter weiß. Meine Geschichte ist kompliziert, ich hoffe, es wird nicht zu lang...


    Mein Mann und ich, beide Mitte 30, sind seit 10,5 Jahren zusammen und seit 6 Jahren verheiratet. Wir haben zwei Kinder, 3 und 5 Jahre alt. Wir leben in einer mittelgroßen Stadt in einer mittelgroßen Wohnung und arbeiten momentan beide in Vollzeit.
    Wir haben geheiratet, als ich zum ersten Mal schwanger war und alles war toll. Schwierig wurde es mit der Geburt des 2. Kindes. Mein Sohn war ein anspruchsvolles Baby und musste quasi durchgehend getragen/gestillt/beruhigt werden. Ich habe beide Kinder (naiverweise) sehr schnell hintereinander bekommen, war 3,5 Jahre durchgehend zuhause. In dieser Zeit ging es mir nicht gut. Obwohl ich immer Mutter werden wollte, war ich alleine mit den Kindern zuhause unglücklich. Ich habe versucht das Beste draus zu machen, habe mich mit anderen Müttern getroffen und mir ein Bein ausgerissen, um für meine Kinder da zu sein. Ich war am Ende dieser 3,5 Jahre ausgelaugt und ausgebrannt. Hilfe von meiner Familie hatte ich nicht, mein Mann hat gearbeitet und nicht verstanden, warum ich so unglücklich bin.


    Nun habe ich vor 2 Jahren eine neue Ausbildung angefangen, da ich mich nochmal komplett umorientieren wollte. Das war ein Riesenglück für mich und ich liebe den neuen Job. Ich liebe es arbeiten zu gehen, gefordert zu werden und mich beweisen zu können. Das Problem ist allerdings die Erschöpfung. Zwei vollzeitarbeitende Elternteile mit zwei kleinen Kindern, das ist unglaublich fordernd. Wir versuchen, irgendwie durch unseren Alltag zu kommen und haben dabei einige Probleme. Ich bin noch nie ein entspannter Mensch gewesen, aber aktuell bin ich einfach nur dauergestresst. Arbeiten, Kinder abholen, Essen machen, Aufräumen, Kinder ins Bett bringen (dauert ewig) und dann vielleicht noch ne Stunde Freizeit bevor man schlafen geht. Am Wochenende von morgens bis abends unterwegs im Kinder-Bespaßungsmodus mit Family oder Freunden - was toll ist, aber Ruhe kehrt eben nie ein. Nebenbei versuchen wir, mit täglichen Wut-und Trotzanfällen der Kinder klarzukommen, dazu kommen schlechte Nächte, da aktuell leider beide Kids ins Elternbett kommen.



    Seit der Geburt vom 2. Kind haben mein Mann und ich Probleme. Erst bezog sich das nur auf den Sex, der quasi erst einmal komplett ausfiel. Das finde ich bei einem so anspruchsvollen Kind aber normal. Irgendwann pendelte sich das wieder ein und wir hatten wieder Sex. Seit ca. 2 Jahren ist die Situation so, dass wir "Phasen" haben: manchmal wochen- oder sogar monatelang gar keinen Sex, dann wieder wochenlang mehrmals die Woche. Das liegt an meiner launischen Libido. Ich habe Probleme mit der Schilddrüse (seit dem 2. Kind) und habe monatelang teilweise kein Verlangen. Dann plötzlich wieder sehr intensiv. Mein Mann, der eigentlich immer könnte, nimmt es hin und freut sich, wenn ich mal wieder eine "gute Phase" habe.
    Seit ca. 4 Monaten mag ich aber gar nicht mehr. Ich möchte keinen Sex mehr mit ihm und ich stelle auch die gesamte Beziehung in Frage.


    Mein Mann ist ein sehr spezieller Typ. Im Gegensatz zu anderen Männern ist er offen und bereit zu langen, intensiven Gesprächen. Wir können "gut" streiten und uns wieder vertragen. Aber seit einer gewissen Zeit gibt es ein Problem, das sich nicht legt und ich weiß nicht, wie ich langfristig damit umgehen soll. Mein Mann hat wahrscheinlich ADHS. Das hat er schon immer vermutet. Ich habe das lapidar hingenommen und es nie ernsthaft als Problem wahrgenommen. Seit einiger Zeit aber vermute ich, dass viele Probleme in unserer Beziehung darauf zurückzuführen sind, dass er ADHS hat. Ich habe mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt, also ADHS bei Erwachsenen, und bin recht sicher, dass er es hat. Nun würde ich es aber gerne offiziell diagnostiziert haben: einmal möchte ich die Bestätigung eines Arztes, andererseits wünsche ich mir, dass er so Zugang zu einer Therapie/Beratung bekommt: wie kann man mit ADHS im Alltag umgehen, was für Hilfen gibt es, Therapieansätze, Medikation etc. Für mich ist das ein Riesenthema und mittlerweile belastet es mich extrem. Grund dafür ist, dass ich mich im Alltag oft alleine gelassen fühle: für fast alles Organisatorische bei uns bin ich zuständig und das obwohl ich genauso Vollzeit arbeite wie mein Mann. Ich kümmere mich um alles, was die Kinder angeht: ich besorge ihre Kleidung, Schuhe, Geschenke. Ich kümmere mich um Kita-und demnächst dann wohl auch Schulkram. Ich gehe auf Elternabende, ich bereite Geburtstagspartys vor und plane unsere Ausflüge am Wochenende. Ich kümmere mich um U-Untersuchungen etc. Mein Mann kümmert sich meiner Meinung nach um wenig. Wenn in der Wohnung was repariert werden muss, ruft er beim Vermieter an. Wenn was überwiesen werden muss, macht er das. Den Haushalt teilen wir uns auf. Aber es geht einfach um das Planen. Ich habe tausend Sachen im Kopf und muss an alles alleine denken. Mein Mann erwartet, dass ich ihn dann an Termine erinnere. Wir haben einen gemeinsamen Google-Kalender, aber das nützt oft nichts. Ich kann ihn am Morgen dreimal daran erinnern, dass ich abends beim Elternabend bin, er vergisst es meistens dann doch. Er erwartet von mir, dass ich ihm die Klamotten der Kinder raussuche, da er das alleine nicht hinbekommt. Er erwartet von mir, dass ich ihm sage, wann er das neue Wandregal aufbaut, da ich ja immer alles plane. Alleine planen kann er nicht. Am Wochenende haben wir oft Streit, weil wir oft zu spät irgendwo ankommen, weil er zu spät aufsteht oder in letzter Sekunde noch ein Hemd bügelt/sich rasiert oder auf Toilette muss. Es gibt aktuell einfach so viele Dinge, die mich aufregen und wo ich dann wieder nur an ihm meckere, z.T. auch vor den Kindern. Er reagiert dann jedes Mal genervt, ändern tut er aber nichts.


    Wegen der Thematik ADHS haben wir nun schon einige Male gestritten: er sieht keinen Sinn darin, sich diagnostizieren zu lassen. Warum sollte er, es würde ihm doch eh nichts bringen? Und dass, obwohl ich ihm schon hundert Mal erklärt habe, dass ich mir wünsche, dass er es für uns, bzw. für mich tut: ich wünsche mir die Diagnose, ich wünsche mir Beratung und Hilfe. Ich kann ihn aber nicht zwingen, dahin zu gehen, das muss er schon selbst wollen. Einmal hat er bei einer Beratungsstelle angerufen, nachdem ich ihn ewig gedrängt habe, da haben sie ihm gesagt, dass es eine ewig lange Warteliste gibt, und er immer wieder in regelmäßigen Abständen anrufen muss, um irgendwann einen Termin zur Diagnostik zu bekommen. Seitdem hat er natürlich nicht wieder angerufen.


    Wir haben momentan keine Nähe, weder körperlich noch emotional. Wir sind beide ausgebrannt und ausgelaugt. Wir verbringen aufgrund der Kinder viel Zeit miteinander, aber als Paar zusammen kaum. Bis vor einem halben Jahr ca. haben wir uns noch wenigstens regelmäßig Zeit genommen, abends ne Serie oder einen Film zu gucken und über den Tag zu reden. Das machen wir mittlerweile auch nicht mehr. Jeder bringt ein Kind ins Bett und dann geht jeder sein Ding machen. Es fühlt sich an, als ob man mit seinem Bruder oder einem Freund zusammenwohnt.

    Ich habe im Streit schon mehrmals gesagt, dass es so keinen Sinn macht, dass sich sowieso nichts ändert, dass man sich ja auch scheiden könnte. Dann kommt meistens von ihm die Aussage, dass er an sich arbeiten will, aber ändern tut sich nichts. Wegen dem ADHS passiert nichts. Im letzten Streit sagte ich, dass ich eine Ehetherapie machen möchte. Er stimmte zu, sich darauf einzulassen, obwohl er von Therapie absolut nichts hält (auch ein ewiges Steitthema). Jetzt ist es Wochen her und ich frage mich, ob das überhaupt Sinn macht, sich darum zu bemühen. Es ist in unserem ohnehin eh schon extrem stressigen Familienalltag schwer, Zeit zu finden. Wenn er dann aber sowieso nicht an so etwas glaubt, muss man das überhaupt versuchen? Abgesehen davon, ist es schon wieder etwa, um das ich mich kümmern muss, von seiner Seite passiert da ja nichts.


    Aktuell bin ich emotional sehr aufgewühlt. Seit Wochen frage ich mich, wie das weitergehen soll. Ich bin immer ein Mensch der zu anderen gesagt hat, dass man nur wegen seiner Kinder nicht zusammenbleiben darf. Dass Kindern das schadet, wenn Eltern zusammenbleiben, obwohl sie nicht glücklich miteinander sind. Aber ich habe trotzdem Angst, die Familie zu zerstören. Ich bin selbst Scheidungskind und sowohl meine beiden Geschwister als auch ich haben daraufhin vermutlich bleibende Schäden davongetragen (psychische Probleme bei allen dreien). Ich will meine Kinder nicht traumatisieren, ihnen aber auch nichts Falsches vorleben, bzw. dauernd vor ihnen streiten. Mein Mann ist ein guter Mensch und ein sehr liebevoller Vater. Ich vermisse aber trotzdem etwas und will nicht bis zu meinem Lebensende in so einer Ehe gefangen sein.


    Vor ein paar Tagen ist etwas passiert, was mich noch mehr durcheinander gebracht hat: ich war abends mit Freundinnen was trinken. Ich war nicht sturzbetrunken, hatte aber einen guten Pegel. Es war ein toller Abend und ich hatte richtig Spaß. Dabei habe ich auch einen Mann kennengelernt, mit dem ich mich nett unterhalten habe. Wir haben nur ein bisschen geflirtet, mehr nicht. Trotzdem hat mich das die Tage danach nicht losgelassen. Dann schrieb er mich plötzlich an. Wir hatten keine Kontaktdaten ausgetauscht, aber er hatte mich aufgrund von Erzählungen ausfindig machen können. Um es kurz zu machen: wir schrieben einen Tag hin und her. Er war offen und sagte, er wolle eine Affäre (er hat Frau und Kinder). Als ich ihm sagte, dass ich nicht einfach so meine Ehe aufs Spiel setze, beendeten wir das Gespräch. Ich bin froh, dass es so geendet ist und dass ich stark genug war, nein zu sagen. Auf der anderen Seite war ich schwach genug, mit diesem Mann zu flirten und habe für eine Sekunde tatsächlich darüber nachgedacht, alles stehen und liegen zu lassen und mich mit dem zu treffen. Es war so ein schönes Gefühl, von einem Fremden begehrt zu werden, Komplimente zu bekommen. Mein Mann kritisiert mich meistens nur und weist mich darauf hin, wie ich mich besser kleiden/schminken/frisieren soll. Mein Selbstbewusstsein ist eigentlich total im Keller (das hat aber nicht nur mit meinem Mann zu tun!).


    Jetzt ist es doch ewig lang geworden und das, obwohl ich richtig viele Sachen ausgelassen habe
    Ich weiß grade einfach nicht, wie es weitergehen soll...Ich will die Ehe eigentlich nicht aufgeben. Dieser Mann kennt mich in und auswendig und akzeptiert meine Schwächen. Er hat mir durch schwere Zeiten geholfen. Ich bin ein sehr komplizierter Mensch, mental nicht gerade 100% gesund. Ich weiß gar nicht, ob ich jemals wieder jemanden finde, der mich so nimmt wie ich bin. Ich will unsere Familie nicht zerstören. Aber der Gedanke deprimiert mich, dass ich nie wieder Schmetterlinge empfinde. Nie wieder von jemanden begehrt werde. Andere Paare kuscheln, küssen und halten Händchen, wir machen gar nichts mehr. Wir haben auch schon mal darüber geredet, eine offene Beziehung zu führen, aber nicht wirklich ernsthaft. Aber selbst wenn er dem zustimmen würde, würde das unsere Probleme lösen?

    Es ist alles so verstrickt und schwierig Was würdet ihr mir raten? Ich wäre sehr dankbar für die Sicht von jemanden von außen...

  2. Inaktiver User

    AW: Unglücklich in der Ehe - Lohnt es sich zu kämpfen?


  3. User Info Menu

    AW: Unglücklich in der Ehe - Lohnt es sich zu kämpfen?

    Ich würde ein Worst-Case-Szenario durchgehen. Ganz pragmatisch erst mal ohne Gefühle.

    Angenommen, Ihr lebt ab heute getrennt und lasst Euch in einem Jahr scheiden. Was kommt auf Dich zu?
    Du hast vermutlich dann die Kinder, wirst weiter Vollzeit arbeiten, allein mit den Kindern wohnen, und bist dann auch noch für die Überweisungen zuständig. Was ändert sich für Dich?

    Was ADHS angeht - meine Kinder sind beide betroffen, sogar nicht zu knapp. Ich habe also Erfahrung.Nähme Dein Mann Medikinet, würdest Du ihn im Rebound erleben, fokussiert wäre er dann im Job und ggf. am Wochenende. Dann kannst Du gemeinsames Essen aber haken, mit Medikinet haben die meisten Menschen keinen Appetit. Sprich: selbst wenn er etwas gegen die Krankheit macht, könnte es gut sein, dassEuer Familienleben davon nicht profitert.

    Woran es bei Euch hakt ist eine familiäre Gesamtentlastung. Mit zwei kleinen Kindern ist das schwer. Da fällt mir gerade auch keine gute Lösung an. Die ADHS-Therapie, auf die Du Dich so fokussierst, wird die Entlastung aber aus meiner Sicht nicht bringen...

  4. User Info Menu

    AW: Unglücklich in der Ehe - Lohnt es sich zu kämpfen?

    Zitat Zitat von londonmieze Beitrag anzeigen
    Ich bin ein sehr komplizierter Mensch, mental nicht gerade 100% gesund. Ich weiß gar nicht, ob ich jemals wieder jemanden finde, der mich so nimmt wie ich bin
    Nicht gerade nett diesem Mann gegenüber.

  5. User Info Menu

    AW: Unglücklich in der Ehe - Lohnt es sich zu kämpfen?

    Hallo und herzlich willkommen londonmieze,

    jeder der selbst Kinder hat weiß, wie stressig das sein kann.

    Beim Lesen ist mir eine Sache aufgefallen. Du hast ihm schon hundertmal gesagt....

    Mir drängt sich da der Eindruck auf, dass ihr den Stress in dem ihr beide steckt, jeweils am Anderen abarbeitet. In gewisser Weise formulierst du mit der selbstgestellten Diagnose ADHS auch die Aussage, dass die Gründe für eure Probleme bei ihm liegen und er sich zu ändern hat, damit du wieder glücklich bist.

    Nun, so einfach ist das nicht. Ich sehe euch beide in einer Abwärtsspirale, in der ihr euch gegenseitig nach unten zieht.

    Diese könnt ihr nur durchbrechen, wenn ihr einen Weg heraus aus den Vorwürfen findet und euch wieder als Team betrachtet.

  6. Inaktiver User

    AW: Unglücklich in der Ehe - Lohnt es sich zu kämpfen?

    Zitat Zitat von ja-aber Beitrag anzeigen

    Woran es bei Euch hakt ist eine familiäre Gesamtentlastung. Mit zwei kleinen Kindern ist das schwer. Da fällt mir gerade auch keine gute Lösung an. Die ADHS-Therapie, auf die Du Dich so fokussierst, wird die Entlastung aber aus meiner Sicht nicht bringen...
    auf dieser "Gesamtentlastung" sollte meiner Meinung nach der Focus erst einmal liegen....

  7. User Info Menu

    AW: Unglücklich in der Ehe - Lohnt es sich zu kämpfen?

    Zitat Zitat von Azilal Beitrag anzeigen
    Nicht gerade nett diesem Mann gegenüber.
    Wie meinst du das?

  8. User Info Menu

    AW: Unglücklich in der Ehe - Lohnt es sich zu kämpfen?

    Zitat Zitat von ja-aber Beitrag anzeigen

    Angenommen, Ihr lebt ab heute getrennt und lasst Euch in einem Jahr scheiden. Was kommt auf Dich zu?
    Du hast vermutlich dann die Kinder, wirst weiter Vollzeit arbeiten, allein mit den Kindern wohnen, und bist dann auch noch für die Überweisungen zuständig. Was ändert sich für Dich?
    ..
    Das hab ich auch schon überlegt. Ich würde im Alltag noch mehr Stress haben, da er dann ziemlich wahrscheinlich in seine Heimatstadt ne halbe Stunde entfernt ziehen würde. Dann müsste ich ja alles alleine bewältigen. Klar, hätte ich dafür auch mal ein Wochenende frei, aber das gleicht den vermehrten Stress unter der Woche ja nicht aus..

  9. User Info Menu

    AW: Unglücklich in der Ehe - Lohnt es sich zu kämpfen?

    Zitat Zitat von ja-aber Beitrag anzeigen

    Was ADHS angeht - meine Kinder sind beide betroffen, sogar nicht zu knapp. Ich habe also Erfahrung.Nähme Dein Mann Medikinet, würdest Du ihn im Rebound erleben, fokussiert wäre er dann im Job und ggf. am Wochenende. Dann kannst Du gemeinsames Essen aber haken, mit Medikinet haben die meisten Menschen keinen Appetit. Sprich: selbst wenn er etwas gegen die Krankheit macht, könnte es gut sein, dassEuer Familienleben davon nicht profitert.

    ...
    Das klingt ernüchternd...

  10. User Info Menu

    AW: Unglücklich in der Ehe - Lohnt es sich zu kämpfen?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen

    Mir drängt sich da der Eindruck auf, dass ihr den Stress in dem ihr beide steckt, jeweils am Anderen abarbeitet. In gewisser Weise formulierst du mit der selbstgestellten Diagnose ADHS auch die Aussage, dass die Gründe für eure Probleme bei ihm liegen und er sich zu ändern hat, damit du wieder glücklich bist.

    Nun, so einfach ist das nicht. Ich sehe euch beide in einer Abwärtsspirale, in der ihr euch gegenseitig nach unten zieht.

    Diese könnt ihr nur durchbrechen, wenn ihr einen Weg heraus aus den Vorwürfen findet und euch wieder als Team betrachtet.
    Danke für den Hinweis. Ich weiß, dass es sich so anhört, als ob ich nur bei ihm die Probleme sehe und nicht bei mir.
    Das stimmt aber nicht. Ich weiß, dass ich nicht leicht bin und meine eigenen Baustellen habe. Daran arbeite ich aber wie verrückt seit Jahren. Ich war bereits zweimal in einer Therapie und einmal sogar stationär aufgrund meiner psychosomatischen Probleme. Das ist alles schon ein paar Jahre her. Trotzdem war ich in Therapie und gehe meine Probleme aktiv an. Ich suche aktiv nach Lösungen und Hilfe. Er nicht. Er erwartet, dass ich mit dem Ist-Zustand klarkomme. Er hat ja keine Probleme mit seinem ADHS, nur ich.

    Bei einer Ehetherapie müssten wir ja auch beide an uns arbeiten. Es kommt aber null Initiative von ihm und das macht mich fertig..

Antworten
Seite 1 von 19 12311 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •