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    AW: Unglücklich in der Ehe - Lohnt es sich zu kämpfen?

    Es gab mal Zeiten, da galt Hausfrau und Mutter sein als Vollzeitjob. Zurecht wurde den Männern vorgeworfen, es nicht abzutun mit: die Frau bleibt zu Hause und macht es sich bequem.

    Heutzutage haben beide Elternteile einen Vollzeitjob und Haushalt und Kinder und wundern sich, dass es nicht funktioniert.

    Die "Diagnose", die du da stellst halte ich für Wischiwaschi. Du willst dich an irgendwas festhalten, also kommt dir diese Idee ganz recht. Eine Diagnose kann man behandeln. Kann man verändern.

    Aber vielleicht hat dein Mann einfach nur andere Stärken und Schwächen als du?

    Und vielleicht ist das auch gut so und könnte ergänzend, statt entzweiend genutzt werden?

    Denn offensichtlich kommt er im Job zurecht, er macht seinen Teil der Betreuung- und Haushaltsaufgaben.

    Du bist halt der Kopf des Unternehmens. Das Gehirn. Aber mal ganz ehrlich:
    Kannst du überhaupt loslassen? Kannst du abgeben? Kannst du ihm die Kontrolle überlassen? Auf die Gefahr hin, dass er Dinge anders löst (z.b. den Vermieter anruft)? Dass am Anfang Chaos entsteht, weil ihm die Übung fehlt?

    Wenn ihr euch trennt muss er das alles auch können. DAS scheinst du im ja zuzutrauen.
    Und wärst du auf einmal schwer krank, würde er es wahrscheinlich auch hinbekommen, oder?

    Für mich klingt das nicht nach ADHS. Zumindest nicht der Teil, den du hier beschreibst.

    Dir ist ein stückweit die Liebe abhanden gekommen. Und damit die Geduld und Toleranz gegenüber seinen Schwächen.

    Da solltest und da kann man ansetzen.

    Er ist nicht dein Feind und hier gibt es auch nichts zu gewinnen. Aber viel zu verlieren. Für euch alle.

    Als erstes gilt es anzuerkennen, dass du einfach durch bist. Ko. Gestresst. Anfällig.

    Dann gilt es da nach Lösungen zu suchen. Am besten einer von euch arbeitet Teilzeit (sie Anfang meines Beitrags). Oder halt irgendwas an Hilfe suchen, wie auch immer. Und dann geht wieder ins Gespräch. Wer seid ihr überhaupt, was sind eure Sehnsüchte, Bedürfnisse? Findet euch wieder als neue Menschen, neue Partner. Ihr seid Eltern, ihr habt euch verändert. Geht mit Neugierig und nicht mit Anklage aufeinander zu. Und sortiert euch neu. Eure Aufgaben als Paar. Anhand eurer Stärken. Das heißt aber an deiner Stelle auch: gib die Kontrolle auch ab an ihn.

    An Trennung würde ich noch nicht denken. Wohl aber an ganz viel Urlaub.

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    AW: Unglücklich in der Ehe - Lohnt es sich zu kämpfen?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen

    Liebst du ihn?

    Bei Ja:

    Eheberatung (z. B. Caritas) und unbedingt versuchen eure eingefahrenen Rollen mal zu verlassen.
    Und - keine Interaktion mit anderen Männern

    Bei Nein:
    Rechtsberatung bei einer Anwältin und unbedingt versuchen beruflich stabil zu sein/werden. Umfeld aktivieren zwecks Wohnung, Umzug, Kindernotbetreuung.
    Und - keine Interaktion mit anderen Männern, bist du wirklich wieder sicher im neuen Leben gelandet bist.

    ja oder nein.

    Wenn du es nicht weiß, meiner Meinung nach: nein.
    Ich weiß es grade echt nicht mehr. Vor ein paar Monaten hätte ich wahrscheinlich noch klar ja gesagt, aber jetzt...

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    AW: Unglücklich in der Ehe - Lohnt es sich zu kämpfen?

    Zitat Zitat von Azilal Beitrag anzeigen
    Dass ich es nicht fair finde, bei deinem Mann zu bleiben, nur weil du fürchtest, keinen mehr zu finden, der bereit ist, deine mentalen und anderen Probleme auf sich zu nehmen. (Auch) dein Mann hat Liebe und Zuneigung verdient und hat es nicht verdient, nur als Einsamkeitsvertreiber und Besser-als-nichts Rückhalt von dir hingehalten zu werden.

    Ich habe den Eindruck, dein Mann nimmt freudig deine guten Phasen (in welcher Hinsicht auch immer) und erträgt die anderen. Auch nicht ganz einfach für ihn, aber du schiebst Eure Probleme flugs mal ihm (und seinem undiagnostizierten ADHS) in die Schuhe. Auch das finde ich nicht fair.
    Naja, ich ertrage schon seit Jahren, dass er mich mit dem Mental Load alleine lässt und dazu noch diverse andere Sachen. Er ist auch kein leichter Mensch, zum Teil schon fast ein Misanthrop und sehr negativ eingestellt im Leben. Er müsste meiner Meinung nach auch ne Therapie machen aufgrund seiner Kindheits-/Jugenderfahrungen - aber das käme ja niemals in Frage..
    Wir ertragen uns also wenn dann gegenseitig. Und ich würde nicht nur mit ihm zusammenbleiben, weil er mich so erträgt wie ich bin. Es geht mir hauptsächlich auch um die Kinder. Aber auch darum, dass er mich wirklich gut kennt, vor allem meine schwierige Vergangenheit. Das ist schon viel wert und wir waren da auch immer auf einer Wellenlänge. Das ist auch viel wert.
    Davon abgesehen war ich auch immer für ihn da und habe versucht, ihn so gut es geht zu unterstützen.

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    AW: Unglücklich in der Ehe - Lohnt es sich zu kämpfen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Keine Ahnung, warum Du so auf ADHS rumreitest. Was nützt eine Diagnose? Da kann er ja noch mehr sagen, dass er ja nix dafür kann.
    Ich will die offizielle Bestätigung, dass er es hat. Er macht es sich meiner Meinung nach zu leicht damit, zu vermuten, dass er es hat. Vor allem geht es mir aber um Unterstützung und Beratung durch Fachleute. Nur die können ihm bzw. uns helfen, mit der jetzigen Situation umzugehen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und in der selbsterfüllenden Prophezeiung zu verharren, Paartherapie bringt nichts, weil er nichts von Therapie hält ist fadenscheinig.
    Ich glaube sehr wohl, dass Paartherapie was bringt, aber nur wenn er da wirklich Lust drauf hat und an sich arbeiten will. Hat er aber nicht. Es bringt nichts wenn er da keinen Sinn darin sieht. Wir waren auch einmal zur Eriehungsberatung. Ich wollte da hin, er nicht, hat es nur mir zuliebe gemacht und im Nachhinein verkündet, dass es ja komplett sinnlos war. Das meine ich damit...

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    AW: Unglücklich in der Ehe - Lohnt es sich zu kämpfen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du sagst, du kannst gut mit deinem Mann reden. Was sagt er denn dazu, dass du den Hauptteil der Mental Load trägst, wenn nicht sogar eigentlich alles?
    Er sagt, er macht doch alles, was ich ihm sage. Er gibt doch seine 50%. Er nimmt das meistens gar nicht an, dass ich die Planung von Dingen alleine übernehme. Erst am Ende eines stundenlangen Streits nimmt er vor, sich zu ändern, um es dann aber nicht zu tun.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie kommt er denn im Beruf klar, wenn er so unorganisiert und vergesslich ist?
    Da kommt er gut klar. Er hat sich eine gute respektable Position erkämpft und ist viel im Home Office, kann flexibel arbeiten. Das führt dazu, dass er teilweise während seiner Arbeitszeit Sport macht (um abzunehmen) oder manchmal sogar zockt, während ich meine 9 Stunden im Büro bin und Stress habe. Ja, natürlich hat er zwischendurch auch mega stressige Tage und ja, auch ich trinke mal einen Kaffee mit Kollegen. Trotzdem kann ich während meines Alltags nicht so viel chillen, er schon...Trotzdem bin ich diejenige, die abends dann noch nach neuen Gummistiefeln sucht, während er im Feierabendmodus ist.

  6. Inaktiver User

    AW: Unglücklich in der Ehe - Lohnt es sich zu kämpfen?

    Zitat Zitat von londonmieze Beitrag anzeigen


    Ich glaube sehr wohl, dass Paartherapie was bringt, aber nur wenn er da wirklich Lust drauf hat und an sich arbeiten will. Hat er aber nicht. Es bringt nichts wenn er da keinen Sinn darin sieht. Wir waren auch einmal zur Eriehungsberatung. Ich wollte da hin, er nicht, hat es nur mir zuliebe gemacht und im Nachhinein verkündet, dass es ja komplett sinnlos war. Das meine ich damit...

    wenn er nicht motiviert ist, vergiss es

    ich habe vor 100 Jahren meinen Noch-Ehemann zur Paarberatung geschleppt, dort geklagt, dass ich schon alles Mögliche gemcht habe, sogar ihm ein Buch über die Lösung von Eheproblemen gegeben habe- der Psychologe fragte ihn: und haben sie es gelesen?

    Antwort: "nunja, ich habe schon mal reingeschaut"
    Psychologe: "wenn Sie es nicht gelesen haben, obwohl es ihrer Frau wichtig ist, dann muss ich Sie schon ernsthaft fragen, ob Sie an einer Rettung Ihrer Ehe interessiert sind"

    nee, war er nicht-hat sich ne andere genommen und die Scheidung eingereicht...zu meinem Glück

    Zitat Zitat von londonmieze Beitrag anzeigen
    Erst am Ende eines stundenlangen Streits nimmt er vor, sich zu ändern, um es dann aber nicht zu tun.
    ja klar, damit Du endlich Ruhe gibst...

    puh- "stundenlanger Streit"- warum tust Du Dir das überhaupt noch an?

    lass das Genörgel, es bringt doch eh nichts...

  7. Moderation

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    AW: Unglücklich in der Ehe - Lohnt es sich zu kämpfen?

    Zitat Zitat von londonmieze Beitrag anzeigen
    Es ist alles so verstrickt und schwierig Was würdet ihr mir raten? Ich wäre sehr dankbar für die Sicht von jemanden von außen...
    Was das ADHS angeht, versuche, das aus seiner Perspektive anzughen, nicht aus deiner. Was könnte ihm eine Diagnose helfen? Sie könnte die Sicherheit geben, daß es nichts anderes/schlimmeres ist. Was könnte eine Behandlung helfen (wenn man eine kriegen kann, das ist nicht selbstverständlich)? Sie könnte Sachen, die ihn nerven, hindern, vor Probleme stellen, einfacher machen. (Ein Kumpel von mir hat dank ADHS-Diagnose und Behandlugn (im Rahmen einer Studie) nach Jahrzehnten das erste Mal geschafft, einen Job länger als 6 Monate zu behalten. Ein herzensguter, sanfter, intelligenter Mesnch, aber ihn auf Spur zu halten, war vor der Therapie ein Job für zwei Bordercollies.)

    Was den anderen Mann angeht: Ich denke, du brauchst ganz dringend Unterstützung und Bestätigung, und fängst an, ein ganz anderes Leben zu brauchen. Wer stolpert, schnappt sich etwas, das ihn aufrecht halten kann. Deine Gedanken ("ich könnte einfach gehen") sind moralisch so neutral wie Träume vor dem Weckerklingeln, aber die sagen dir, daß du nicht bekommst, was du brauchst. (Sind das wirklich "Schmetterlinge"? Oder ist es eine Familie, Kooperation, Anerkennung?)

    Lohnt es sich zu kämpfen?
    Da frage ich mal: Mit wem? Um was? Mit welchen Mitteln? Wie sähe ein Siegszenario aus?

    Habt ihr (noch) die Möglichkeit, euch beide mal unvoreingenommen hinzustellen und darüber zu reden, was euch an der durch deine Arbeit geänderten Situation überfordert und wie ihr damit umgehen könnt -- nicht machen, was nicht gemacht werden muß (vielleicht täte es ihm besser, nicht so viele Termine zu haben, an die er erinnert werden muß, oder das Alexa, Siri, oder wer sonst immer noch da ist, machen zu lassen? Man mag ja Leute nicht besonders, die einen jeden Tag daran erinnern, daß man zur Arbeit gehen, die Tante besuchen, und den Müll runterbringen soll...), einfachere Abläufe für Sachen finden, die gemacht werden müssen, klarere Verantwortlichkeiten schaffen, ... Ohne euch gegenseitig Schuld und Verantwortung zuzuweisen? Könnt ihr euch gemeinsam ein für beide akzeptables Ergebnis vorstellen? Du sagst, er akzeptiert deine Schwächen. Kann er akzeptieren, daß du auch nur ein Mensch bist und Belastungsgrenzen hast?
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Unglücklich in der Ehe - Lohnt es sich zu kämpfen?

    Da ich jetzt zu müde bin, auf einzelne Beiträge einzugehen, antworte ich auf die restlichen Beiträge zusammen (danke übrigens!):

    Bzgl. allgemeiner Entlastung:
    Es stimmt, wir sind extrem gestresst und belastet und das schon seit Jahren. Ich war einfach fixiert auf den Gedanken, früh und schnell Kinder zu bekommen, obwohl ich beruflich noch nicht fest auf den Beinen stand. Dafür zahle ich nun den Preis und mache meine Ausbildung in den jungen Jahren meiner Kinder. Zum Teil müssen sie das also mittragen, obwohl sie nichts für meinen Fehler können :(

    Als mein Sohn geboren wurde, hatten meine Kinder es nicht leicht. Meine Tochter, grade mal 1,5, musste wegen ihrem Bruder stark zurückstecken, ich konnte mich nur wenig um sie kümmern wegen ihm. Momentan kämpft sie mit riesiger Eifersucht, sobald sie das Gefühl hat, er könnte nur ein bisschen von uns bevorzugt werden. Es wirkt schon fast wie ein richtiger Knacks. Wir sind direkt nach der Geburt auch noch umgezogen und mussten renovieren. Es war eine sehr stressige Zeit und ich habe wahrscheinlich das Gefühl, ich muss vieles bei meinen Kindern wiedergutmachen.

    Ich glaube an bedürfnisorientierte Erziehung. Ich lasse ein Kind nicht schreien, nur weil es mir nicht in den Kram passt. Meine Tochter ist unglaublich sensibel und braucht abends die Kuscheleinheiten. Mein Sohn hat grade den Schnuller abgeben müssen und wird grade trocken. Sie sind unter der Woche den ganzen Tag in der Kita, das ist total anstrengend für sie. Da möchte ich sie abends nicht auch noch abservieren, sondern ihnen so lange die Zeit geben, die sie brauchen, auch wenn es mich manchmal in den Wahnsinn treibt. Ebenso wenig möchte ich ihnen den Zugang zum Elternbett verwehren, einfach, weil sie es brauchen. Auch wenn es uns Schlaf kostet.

    Bzgl. Aktivitäten am Wochenende: ja, wir sind viel unterwegs. Aber unter der Woche machen wir nicht viel. Meistens nur von Kita abholen, essen, etwas spielen/fernsehen, dann Bett. Da möchte ich ihnen wenigstens am WE was bieten und zusammen eine schöne Zeit verbringen.

    Da werden manche sagen, ich habe einen hohen Anspruch. Das stimmt auch. Ich habe extrem hohe Ansprüche an mich, als Mutter und als Mensch. Mein Mann ist da nicht so. Er hat kein Problem damit, einen Elternabend zu verpassen. Er kann da sowieso nicht zuhören, er schafft es einfach nicht, sich da genug zu konzentrieren. Er muss auch nicht jeden Abend ein Buch vorlesen oder kann auch mal das Zähneputzen vergessen. Ist ja nicht so wichtig.

    Jemand schrieb, ich solle ihm mehr Verantwortung überlassen. Das würde ich gerne. Manchmal klappt es auch. Aber bei Klamotten zB kann ich mich nicht darauf verlassen, dass er dann zb die viel zu dünne Jacke anzieht bei 8 Grad draußen oder dass er bei strömenden Regen die Gummistiefel vergisst. Soll ich dann deswegen meine Kinder krank werden lassen? Zum Elternabend hab ich ihn einmal geschickt, mit dem Ergebnis dass er mir nicht sagen konnte, worüber gesprochen worden war...

    Ich muss aktuell in Vollzeit bleiben, da ich noch in der Ausbildung bin. Ab nächsten Herbst will ich dann auf 30 Stunden wechseln, damit ich mehr für die Kinder da sein kann. Bei meinem Mann planen wir keine Stundenreduzierung, das würde auch finanziell ziemlich viel ausmachen. Eine Haushaltshilfe ist tatsächlich etwas, worüber wir nachdenken. Entlastung durch einen Babysitter ebenfalls. Allerdings habe ich grade gar kein Bedürfnis nach Paarzeit mit meinem Mann. Im Gegenteil. Seine ständige Anwesenheit nervt mich. Die letzte Woche hatte ich Urlaub und er war durchgehend zuhause, das hat mich wahnsinnig gemacht. Ich wäre einfach gerne mal komplett alleine, will niemanden sehen. Aber das geht nicht, wie soll es denn gehen?

    Wir haben die Eltern meines Mannes, die die Kinder sogar ab und zu mal für einen Tag nehmen könnten. Aber nicht oft, da sie das nicht schaffen würden und es ist bei uns automatisch mit einem schlechten Gewissen verbunden: den Kindern hauptsächlich gegenüber, da wir die Zeit nicht mit ihnen verbringen. Und wie gesagt, an Paarzeit habe ich kaum Interesse gerade, will lieber meine Ruhe ...

    Alle schreiben, ich soll die Finger von anderen Männern lassen, und ich weiß dass das theoretisch vollkommen richtig ist...und trotzdem spüre ich, dass jeder fremde Mann, der mir jetzt ein nettes Kompliment macht, mir gefährlich werden könnte :(

    Wenn ich was vergessen habe, schreibe ich dazu morgen wieder. Jetzt muss ich gleich schlafen gehen.

    Danke schon einmal für alle, die sich meine Geschichte anhören und dazu was schreiben, das hilft bereits

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    AW: Unglücklich in der Ehe - Lohnt es sich zu kämpfen?

    Wie schon gesagt: solltest du dich trennen wird er deinen Kindern regelmäßig die Kleidung rauslegen müssen. Also traust du es ihm nun zu oder nicht oder ist das nur eine Ausrede ihn schlecht zu machen?.

    Die Wahrheit ist: du hast einen extremen Perfektionismus. Und bevor du deinen Mann in Therapie schickst, solltest du dich vielleicht mal damit auseinandersetzen, was dich so treibt.

    Bedürfnissorientiert erziehen ohne selber auf seine Bedürfnisse zu achten und den Partner nicht dafür zu achten und zu respektieren wie er ist wird dir keine ausgeglichenen sondern verzogene Kinder bescheren. Am besten lernen sie nämlich indem sie ihre Eltern spiegeln. Also heißt es auch im Sinne deiner Kinder da ansetzen. Und Grenzen setzen ist gesund und bringt ihnen auch etwas für ihr gesamtes Leben. Und auch von Langeweile aushalten lernen profitieren sie langfristig mehr als von Action jedes Wochenende.

    Das bedeutet ja nicht, dass du auf das Kuscheln am Abend verzichten sollst..Im Gegenteil. Das ist gut und wichtig.

    Aber je mehr Kraft du dir an anderen Stellen schaffst, desto mehr kannst du das dann auch von Herzen geben.

    Und eine Trennung wird dir keine Kraft schenken. Sondern noch mehr Baustellen schaffen. Z.b. die in deinem Kopf, die dann an jedem verregneten Papawochenende Angst hat, ob wohl Gummistiefel angezogen wurden.

    Deshalb ist der Ansatz bei dir und auch bei euch als Paar so wichtig. Eine Trennung kann natürlich weiterhin das Resultat sein. Sollte aber nicht aus einem Zustand der totalen Überforderung heraus erfolgen. Genausowenig wie eine Affäre.

  10. Moderation

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    AW: Unglücklich in der Ehe - Lohnt es sich zu kämpfen?

    Was mir noch einfällt, zum Thema ADHS, und generell aller geistigen Untypisch-heiten

    Irgendwie "anders" zu sein ist weder eine Ursache noch eine Entschuldigung für Rücksichtslosigkeit, Gleichgültigkeit, Respektlostgkeit oder ein Nullsummenspiel gegen einen vorgeblich geliebten Menschen. Anscheinend hat er einen gut bezahlten Vollzeitjob. Anscheinend gelingt es ihm dort, sich zu erinnern, was gesagt wurde, was er tun muß, und bis wann. Vielleicht bringt es ihn an seine absoluten mentalen und emotionalen Grenzen, das 40 Stunden die Woche zu tun. Aber dann ist es immer noch seine Entscheidung, alle seine Kräfte in seine Arbeit zu stecken und nicht in seine Ehe. Und es kann sogar sein, daß das die richtige Entscheidung ist, wenn ihr absolut und alternativlos auf sein Einkommen angewiesen seid, und dann sitzt ihr in einer ziemlich Klemme, zumindest so lange, bis du mit der Ausbildung fertig bist und ernsthaft zum Haushaltseinkommen beiträgst. Es kann auch sein, daß das die Entscheidung ist, die zu der Rolle paßt, der er von sich erwartet zu erfüllen: Jemand, der seine Familie versorgen kann. Manchmal gibt es keine gute Lösung, und man muß gucken, was möglich ist.

    Aber: Wenn du in Gedanken einen Schritt zurückgehst (ich weiß, schwer, wenn einem das Wasser bis zum Hals steht) -- siehst du Anteilnahme, Unterstützung, Wohlwollen, der Wunsch, den Wunsch, einander vor Kummer und Unglück zu bewahren bei euch beiden? Irgendwo unter all dem Streß, und den vielleicht diagnostizierbaren geistigen Eigenarten? Kann er aufhören, boshaft und niedermachend zu sein (bist du boshaft und niedermachend zu ihm?) Könnt ihr aufhören zu streiten? Euch auch mal Raum geben? Ist da ein Bedauern auch auf seiner Seite, daß es so läuft und er es nicht besser machen kann, eine Suche nach Lösungen? Das denke ich, kann dir eine Vorstellung geben, *wofür* es sich lohnen würde, zu kämpfen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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