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    Veränderungen der Beziehung durch Krankheit und Schwangerschaft

    Hallo ihr Lieben,

    mit meinem Mann bin ich nun seit 15 Jahren zusammen. Als wir uns kennengelernt haben, litt ich noch stark unter Essstörungen und war untergewichtig. Er hat mir da raus geholfen und ich hatte dann mein Wohlfühlgewicht (Normalgewicht) mit minimalen Schwankungen.

    Nach der Geburt unseres ersten Kindes habe ich plötzlich stark zugenommen. Obwohl ich mich ausgewogen ernährte und Sport machte. Am Anfang sagten mir die Ärzte, dass ich mich nicht verrückt machen sollte, da ich eben ein Kind bekommen habe. Als ich dann aber offensichtlich zu pummelig war, wurde mir gesagt, ich solle weniger essen. Ich habe zu dem Zeitpunkt jede Zutat in meinem Essen abgewogen und Ausdauer- sowie Krafttraining gemacht. Ich wusste einfach, dass etwas mit meinem Körper nicht stimmte. Die Ärzte sahen nur eine dicke Frau, die abends "weniger Pommes essen sollte" (so etwas esse ich gar nicht). So nahm ich in einem halben Jahr über 15 kg zu.

    Erst nach über einem Jahr hat ein Arzt erkannt, an welchem Zustand ich leide und, dass daher auch die extreme Gewichtszunahme kam. Eine Abnahme ist für mich ein Kampf. Trotz strenger Diät und Fitnessstudio war ich froh, wenn ich nicht zugenommen habe. Medikamente halfen mir weiterhin, dass ich nicht zunahm.

    Nun ja, ich wurde wieder schwanger und musste die Medikamente absetzen und auch eine komplette Low Carb Ernährung musste ich reduzieren, damit das Baby natürlich gesund wachsen konnte.

    Durch zusätzliche Hormone (Östrogene und Progesteron über mehrere Monate) und meinem Zustand (Stoffwechselstörung) kamen auf das ohnehin schon vorhandene Übergewicht durch die Schwangerschaft weitere 20 kg hinzu.

    Nun wiege ich also 40 kg mehr als all die Jahre vor den Kindern. Darüber bin ich sehr frustriert und arbeite daran abzunehmen. Es geht allerdings so langsam.

    Mein eigentliches Problem ist aber, dass mein Mann mit jedem Kilo mehr, weniger Lust auf mich hat. Er hat es mir bis vor Kurzem nie gesagt, aber ich habe es gemerkt. Man erkennt ja, dass der Mann nicht mehr so auf einen reagiert, wie damals. Teilweise verstehe ich das auch mit dem Alltag und Kindern.

    Aber da wir seit über einem Jahr nur 2x miteinander geschlafen haben, habe ich ihn gefragt, was denn da los sei. Und so sagte er mir, dass es indirekt auch an meinem Gewicht liegt. Und das mich meine negative Einstellung zu meinem Körper "auch unattraktiv machen".

    Das tut mir sehr weh. Ich würde es verstehen, wenn ich mir keine Mühe geben würde unbedingt abzunehmen und nur Ungesundes essen würde. Aber er sieht doch, wie sehr mich mein Gewicht stört und ich an mir arbeite.

    Wenn ich abends kein Abendbrot essen möchte, dann meckert er. Als ich noch regelmäßig ins Fitnessstudio bin, hat es ihn gestört, weil ich zu wenig Zeit mit der Familie verbringe (ich habe mich wohlgemerkt um unser großes Kind die ganze Woche über nach meinem Feierabend am Nachmittag bis zur Bettzeit vorwiegend alleine gekümmert). Also Unterstützung hätte ich mir auch anders vorgestellt. Nun wollte ich mir ein Crosstrainer kaufen - passt ihm auch nicht.

    Mich macht diese Situation gerade sehr traurig.

    Was denkt ihr dazu?

    Danke für's Zuhören.

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    AW: Veränderungen der Beziehung durch Krankheit und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Marybeth Beitrag anzeigen
    Erst nach über einem Jahr hat ein Arzt erkannt, an welchem Zustand ich leide und, dass daher auch die extreme Gewichtszunahme kam
    Und was hat der Arzt raus gefunden?

    .......

    Bei dir dreht sich (verständlich) alles ums Gewicht.....

    Das kann dein Umfeld wirklich nerven.

    Du bist dabei dich wieder in deiner Haut wohl zu fühlen und abzunehmen.

    Du schreibst aber auch, was für ein Kampf das für dich ist..... Auch hier kriegt dein Mann das alles mit.

    Darf dich dein Mann an deinen "speckröllchen" berühren? Oder zuckst du da schon zusammen?
    Betrunken flirten ist wie hungrig Einkaufen gehen.

    Man geht mit Sachen nach Hause, die man eigentlich gar nicht will
    .

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    AW: Veränderungen der Beziehung durch Krankheit und Schwangerschaft

    Zuallererst einmal solltest du die Aussage deines Mannes als Aussage und nicht als Vorwurf ansehen.

    Dass mit 40 kg Übergewicht die Attraktivität nachlässt, ist vollkommen normal. Was soll er dir denn sonst zur Antwort geben.

    Dein Gewicht hat Gründe. Diese ernsthaft herauszufinden und anzugehen, sollte jetzt im Vordergrund stehen. Vor allem, weil es deiner Gesundheit allgemein nicht zuträglich ist.

    Wie sieht denn momentan dein Plan aus?

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    AW: Veränderungen der Beziehung durch Krankheit und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Wie sieht denn momentan dein Plan aus?
    Schrieb sie doch:

    Wenn ich abends kein Abendbrot essen möchte, dann meckert er. Als ich noch regelmäßig ins Fitnessstudio bin, hat es ihn gestört, weil ich zu wenig Zeit mit der Familie verbringe (ich habe mich wohlgemerkt um unser großes Kind die ganze Woche über nach meinem Feierabend am Nachmittag bis zur Bettzeit vorwiegend alleine gekümmert). Also Unterstützung hätte ich mir auch anders vorgestellt. Nun wollte ich mir ein Crosstrainer kaufen - passt ihm auch nicht.
    (Hervorhebungen von mir)

    Alles Dinge, die er sabotiert.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: Veränderungen der Beziehung durch Krankheit und Schwangerschaft

    Und warum sollst du keinen Crosstrainer kaufen? Unterstützung von seinem Partner zu wünschen ist legitim.
    Gibt es eine Diagnose bezüglich deines Probelms?

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    AW: Veränderungen der Beziehung durch Krankheit und Schwangerschaft

    Schade, dass der eine Post von Marybeth so flüchtig gelesen wurde.

    Es gibt sowohl Diagnose als auch medikamentöse Behandlung.

    Und den Rest hob Agathe hervor.

    Zitat Zitat von Marybeth Beitrag anzeigen
    Erst nach über einem Jahr hat ein Arzt erkannt, an welchem Zustand ich leide und, dass daher auch die extreme Gewichtszunahme kam. Eine Abnahme ist für mich ein Kampf. Trotz strenger Diät und Fitnessstudio war ich froh, wenn ich nicht zugenommen habe. Medikamente halfen mir weiterhin, dass ich nicht zunahm.

    Nun ja, ich wurde wieder schwanger und musste die Medikamente absetzen und auch eine komplette Low Carb Ernährung musste ich reduzieren, damit das Baby natürlich gesund wachsen konnte.

    Durch zusätzliche Hormone (Östrogene und Progesteron über mehrere Monate) und meinem Zustand (Stoffwechselstörung) kamen auf das ohnehin schon vorhandene Übergewicht durch die Schwangerschaft weitere 20 kg hinzu.

    Bist Du den jetzt zumindest medikamentös so gut eingestellt, dass Du mit dem Abnehmen überhaupt eine Chance hast?


    Zitat Zitat von Marybeth Beitrag anzeigen
    Mein eigentliches Problem ist aber, dass mein Mann mit jedem Kilo mehr, weniger Lust auf mich hat. Er hat es mir bis vor Kurzem nie gesagt, aber ich habe es gemerkt. Man erkennt ja, dass der Mann nicht mehr so auf einen reagiert, wie damals.



    Das tut mir sehr weh. Ich würde es verstehen, wenn ich mir keine Mühe geben würde unbedingt abzunehmen und nur Ungesundes essen würde. Aber er sieht doch, wie sehr mich mein Gewicht stört und ich an mir arbeite.

    Dein Mann lernte Dich extrem schlank kennen und fand Dich so und auch mit Normalgewicht anziehend.
    Jeder hat gewisse Vorlieben, Dein Mann tendiert da wohl zu schlanken Frauen.
    Das lässt sich ja nun leider nicht ändern.

    Dass tut weh, ja.
    Du kämpfst um jedes Gramm und fühlst Dich durch sein fehlendes Begehren abgelehnt, ungeliebt.
    Ebenso ist es für ihn eine sehr schwierige Lage, er kann sein Begehren ja nicht per Knopfdruck steuern.
    Euch beiden geht es nicht gut mit dieser Situation.

    Vielleicht fällt es ihm inzwischen sogar schwer, Deine Bemühungen zu sehen und anzuerkennen. Wenn sich nichts bewegt, können da schon Zweifel aufkommen.

    Es ist eine wahnsinnig schwierige Situation, in der Ihr da steckt.


    Zitat Zitat von Marybeth Beitrag anzeigen
    Wenn ich abends kein Abendbrot essen möchte, dann meckert er. Als ich noch regelmäßig ins Fitnessstudio bin, hat es ihn gestört, weil ich zu wenig Zeit mit der Familie verbringe (ich habe mich wohlgemerkt um unser großes Kind die ganze Woche über nach meinem Feierabend am Nachmittag bis zur Bettzeit vorwiegend alleine gekümmert). Also Unterstützung hätte ich mir auch anders vorgestellt. Nun wollte ich mir ein Crosstrainer kaufen - passt ihm auch nicht.

    Mich macht diese Situation gerade sehr traurig.

    Was denkt ihr dazu?
    Das solltest Du unbedingt mit ihm besprechen!
    Was ist denn da los? Ich verstehe das gar nicht.

    Ist er der Meinung, das all Deine Versuche sowieso zu nichts führen?

    Hat er Eure Sexualität für sich abgeschlossen und deshalb kein Interesse daran, dass Du etwas für Dich und Deinen Körper tust?

    Und weshalb bringt er sich als Vater so wenig ein?
    Du bist mit damit auch überhaupt nicht zufrieden; sprecht ihr darüber nicht und sucht nach Lösungen?

    Wie läuft Eure Beziehung denn allgemein so?
    Bei mir steigt ein wenig die Vermutung auf, es könnte eher ein Nebeneinander statt ein Miteinander sein. Könnte das sein?

    Wie geht es Dir mit Eurer Beziehung, wie sie jetzt läuft?
    Wie geht es ihm damit?
    Was verbindet Euch?

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    AW: Veränderungen der Beziehung durch Krankheit und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Marybeth Beitrag anzeigen
    ...mit meinem Mann bin ich nun seit 15 Jahren zusammen. Als wir uns kennengelernt haben, litt ich noch stark unter Essstörungen und war untergewichtig. Er hat mir da raus geholfen und ich hatte dann mein Wohlfühlgewicht (Normalgewicht) mit minimalen Schwankungen.
    Vielleicht ist man(n) auch nach 15 Jahren schlicht müde geworden, sich um die Probleme der Partnerin zu kümmern?

    Von einem Extrem ins nächste, kann schon belastend sein.

    Wer Essstörungen hat, wird sie eigentlich nie so wirklich los (wenn den Fachleuten geglaubt werden kann/darf).

    Löst eine Krankheit plötzliches Übergewicht aus, sollte dem auf den Grund gegangen werden.

    Was es bedeutet, wenn der Partner einem sagt, dass die mangelnde Bereitschaft zum Sex auch "indirekt" etwas mit ihrem Gewicht zu tun hat und der "negativen Einstellung zu ihrem Körper", kann nur der Partner genau beantworten.

    Meint er, die TE tue nicht genug?

    Hhm, dann passt die Ablehnung eines Cross-Trainers aber auch irgendwie nicht.

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    AW: Veränderungen der Beziehung durch Krankheit und Schwangerschaft

    was ist denn sein Vorschlag für dich?

    Was rät er dir?

    Ich verstehe euch beide

    Ich rate sonst nie dazu, aber hier könnte eine von vorne herein zeitlich begrenzte räumlich-emotionale Trennung evtl. Klärung bringen.

    Dir mehr Ruhe für dich.
    Ihm mehr Ruhe für sich.

    Beide könntet ihr nachfühlen, ob euch eure Beziehung es noch wert ist, den anderen wieder anzunehmen. Mit all seinen dunklen und fiesen Seiten.

    Oder ob ihr als getrenntes Elternpaar glücklicher seid.

    Schlag ihm das vor. Könnte bei ihm evtl. bewirken, dass du ein Mensch mit Seele und Nerven bist. Und dass du nicht endlos belastbar bist.

    Zeitraum: 2 Monate.

    Kinder teilt ihr halbe-halbe auf. Entweder wochenweise oder wie es eben am besten passt. Auch dies kann erhellend wirken. Dich entlasten und ihm zeigen, dass Kapazitäten auch bei ihm evlt. begrenzt sein könnten.

    Wie gesagt, ich verstehe ihn! Die Vorstellung mein Sexpartner wöge 40kg mehr ist mir auch unangenehm.
    Aber ich würde ihn wohl mehr unterstützen, als dein Mann dich.

    Daher nochmal die erste Frage: was schlägt er vor/stellt er sich vor?

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    AW: Veränderungen der Beziehung durch Krankheit und Schwangerschaft

    Wir kennen nur die eine Seite.
    Da ist es schwer, sich ein Bild zu machen. Natürlich erscheint er widersprüchlich.
    Aber wie ist die TE das Abnehmen bisher angegangen? Lange Hungerzeiten um dann doch Fressattacke zu erliegen? Nach dem Sport denken, nun könne man ja essen? Sport überbewertet? Vielleicht sieht er es so, dass dan Gesamtpaket nicht stimmt, es immer wieder mal Aktionismus gibt? Und sagt dann, dass der Hometrainer es auch nicht bringt?
    Man weiß es nicht.

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    AW: Veränderungen der Beziehung durch Krankheit und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von overknee Beitrag anzeigen
    Wir kennen nur die eine Seite.
    War schon immer so.

    Bei Essstörungen ist es so eine Sache. Da kommt es schnell von einem Extrem ins nächste.

    Schwangerschaften sind sicherlich nochmal ne andere Liga, aber offenbar schlagen alle Versuche der TE fehl.

    Als Partner stellt sich da schnell die Frage: Wie? Jetzt in die andere Richtung, wo ich doch schon bei der einen geholfen habe? Oh nee, ne?

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