Antworten
Seite 3 von 5 ErsteErste 12345 LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 43
  1. Inaktiver User

    AW: Beziehungsprobleme: In der Schweiz bleiben oder zurück mit Kind nach Deutschland

    Liebe TE,

    Der Arbeitsmarkt in der CH ist (noch) konservativer als in D. D.h. es ist sehr ungewöhnlich, dass ein Mann/Vater Teilzeit arbeiten kann, und in vielen Branchen bekommt man eben auch als Frau nur schwer einen Teilzeitjob, ausser vielleicht in sozialen Berufen, andererseits aber nur einen sehr teuren Kitaplatz, wenn überhaupt.

    Ich denke, wie die Vorschreiberinnen schon erwähnt haben, macht es Sinn für Dich, eine Liste mit pro`s und con`s für alle Varianten zu erstellen und dann überlegen. Evtl. könntest Du auch in Erfahrung bringen, wie es in D mit Deiner Qualifikation wäre, einen Job zu bekommen, und last not least was Du damit in D verdienen würdest.
    Den Vorschlag von mediierten Gesprächen mit Deinem Partner finde ich auch nicht schlecht.

    Ich lese im Eingangspost, dass Ihr "immerhin" noch am weekend etwas gemeinsam unternehmt etc. Insgesamt entsteht bei mir nicht das Bild einer komplett zerrütteten Beziehung, sondern eher das einer beidseitigen Überforderung, seitens Deines Partners auch eines gewissen Unwillens zur Auseinandersetzung mit Rückzug. Andererseits schreibst Du durchaus, dass ihr Euch nach einer Zeit von Funkstille "aussprecht", d.h. zeitversetzt finden Gespräche statt?

    Mir scheint, das zeitweise räumliche Ausweichen Deines Partners könnte durchaus eine Art kreative Zwischenlösung sein, die ein komplettes disaster verhindert, so dass man Aufatmen und entspannt an einer Lösung stricken könnte. Ich stelle mir das nicht mal so schlecht vor.

    Insgesamt scheinst Du aber ausserhalb von Deinem Partner komplett allein auf weiter Flur zu sein und das nagt wahrscheinlich ziemlich an Dir, zusammen mit der Corona-Situation. Ich möchte mir garnicht vorstellen, wie das alles auch noch mit einem anstrengenden Kleinkind ist.

    Ich wünsche Dir gute Erkenntnisse und Unterstützung!
    Geändert von Inaktiver User (09.04.2021 um 06:13 Uhr)

  2. User Info Menu

    AW: Beziehungsprobleme: In der Schweiz bleiben oder zurück mit Kind nach Deutschland

    Ich kenne deine beiden anderen Themen noch. Vor allem das mit den anderen Frauen.

    Und wenn dein Partner nicht gerade eine 180-Grad-Wende hingelegt hat, dann würde ich dir tatsächlich dazu raten, nach Deutschland zurück zu ziehen.

    Es hat ja schon vor der Geburt eures Sohnes nicht alles gepasst.

    Dein Mann wird beruflich sicher nicht zurückstecken. Du wirst irgendwann bedauern, diesen tollen Job aufgegeben zu haben.

    Dein Sohn spürt den Stress und die unangenehme Stimmung, auch wenn er es nicht in Worte fassen kann.

    Wenn du ohnehin nach Deutschland Heimweh hast und hier mehr Unterstützung vor Ort, dann zieh wieder um. Oder schau zumindest schon nach Teilzeitstellen. Und zieh dann um.

    Du wirst dann mehr Kraft haben. Wenn du schon diejenige bist, die sich hauptsächlich um das Kind kümmert, dann ist es auch wichtig, dass es dir gut geht. Und dass du eigenes Einkommen hast.
    Du sollst die Pylone umfahren, nicht umfahren.
    Modern wird manchmal auf der ersten Silbe betont.

  3. Inaktiver User

    AW: Beziehungsprobleme: In der Schweiz bleiben oder zurück mit Kind nach Deutschland

    Zitat Zitat von Dowhatyoulove Beitrag anzeigen
    Ich hatte einen super Job. Seitdem unser Sohn geboren ist, musste ich komplett zurückstecken. In der Schweiz gibt es nur 16 Wochen Elternzeit. Ich wollte 10 Monate und musste kündigen, weil das nicht ging. Mein Mann ist selbstständig und ist seit Geburt unseres Sohnes (er ist jetzt fast 2) super busy und stürzt sich noch mehr in die Arbeit. Ich habe studiert und hatte einen super bezahlten Job. Den habe ich aufgebebn und seitdem kämpfe ich um einen neuen Job. Corona macht es gerade nicht einfacher. Ich habe bereits viele Bewerbungsgespräche gehabt aber immer hapert es daran dass ich keine 100% arbeiten gehen kann. (ich schaue für 60%).

    Da wir uns viel streiten, hat sich mein Mann eine separate Wohnung genommen und wir jonglieren hin und her. Manchmal hat er so ein bisschen Zeit für sich und ich habe dann in meiner Wohnung etwas Ruhe. Natürlich bleibt unser kleiner Sohn meistens bei mir, er braucht Struktur und sein gewohntes Umfeld, manchmal nimmt mein Mann ihn eine Nacht zu sich, damit ich mal eine ruhige Nacht durchschlafen kann. 50% der Zeit sind wir dann zusammen in meiner Wohnung und schlafen alle hier.
    Schade, dass es so gelaufen ist, aber vermutlich war es absehbar.

    Wie ist das Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht in der Schweiz geregelt? Würde dein Mann einem Umzug zustimmen und müsste er dies? Wie kannst du die Klärung der Situation auch in Hinblick auf die rechtliche Situation und den Vater deines Sohnes klug angehen? Übrigens Streiten, Ausflippen, Abhauen oder sich Anschweigen gehört für mich nicht zu einem wohlwollenden Klima in dem gemeinsam nach Lösungen gesucht wird. Ggf. musst du dir auch notieren, dass ihr keine Gemeinsamkeit in der Erziehung Eures Sohnes finden könnt, um das gemeinsame Sorgerecht und vor allem das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu bekommen. Sollte dies nicht klappen, wirst du dir wohl andere Lösungen überlegen müssen.

    Einfach nur emotional oder nach deinen Wünschen sich richtend, ist die Situation allerdings auch nicht zu klären. Du bist Ehemann und Kind als intelligente, erwachsene Frau eingegangen und dies beinhaltet nun mal auch Verpflichtungen, die ggf, sogar gesetzlich bindend sind.

    Ist dein Mann in exponierter Position? Ich kann dir wirklich nur raten, dir anwaltliche Hilfe zu holen. Ich glaube nicht, dass dir hier allein deine Wünsche passend zu deinem Leben weiterhelfen, hier geht es um mehr was klug anzugehen ist. Es tut mir sehr leid, aber ich muss schon sagen, dass ich wirklich sehr viel Reife vermisse insgesamt, wie diese Beziehung angegangen und wie sie gelebt wird. Es tut mir echt leid um euer Kind. Berufliche Qualifikation ersetzt offenbar keinerlei soziale Intelligenz. Ich würde mich dringend mit destruktiven Beziehungsmustern beschäftigen und mich darauf vorbereiten, dass dieses Problem nicht so einfach durch Wegzug zu lösen ist. Das hat das Zeug dazu, dass die Anwälte und ggf. das Jugendamt ein Wörtchen mitreden. Letzteres würde ich versuchen zu vermeiden, da es allgemein gar keinen guten Ruf hat und eine sehr hohe Fehlerquote.

    Und noch etwas, wenn es der Mann war, der allen hinterherschaut, kann es sein, dass er längst 3 andere hat? Warum hast du alle Warnsignale ignoriert? Das war doch dann von Anfang an klar, dass er nicht der treusorgende Familienmensch sein wird, der seinen kleinen Kreis schützt und für sie da ist. Es war dann klar, dass er viel Freiraum für außerhäusige Aktivitäten benötigt.

    Und noch was: Ich würde von solch einem Menschen rein gar nichts mehr fordern an normalem Verhalten. Eher loben, wenn er tut was ich will bis ich habe was ich will und gleichzeitig körperlich total auf Abstand halten. Sonst im Alltag freundlich positiv verhalten und nicht mehr wirklich ernst nehmen, dies natürlich nicht offen zeigen. Diskussionen würde ich mir echt sparen. Damit dürftest du für dich und deinen Sohn bei seinem Charakter das Gegenteil erreichen, niemals würde ich mich ihm als seine Feindin zu erkennen geben.

    Aber ich würde Tagebuch schreiben und die Entwicklung des Sohnes festhalten, sodass du immer quasi Nachweise hast und belegen kannst.
    Geändert von Inaktiver User (09.04.2021 um 08:36 Uhr)

  4. User Info Menu

    AW: Beziehungsprobleme: In der Schweiz bleiben oder zurück mit Kind nach Deutschland

    Dankeschön...

    So ist es. Es ist nicht zuerrüttet, wir sind beide sehr überfordert. Als Familie "funktionieren" wir sonst recht gut. Ich habe nur das Gefühl, dass die Last mehr auf mir ist. Ich bin diejenige, die zurückstecken muss, dass alles funktioniert. Ich muss meine Wünsche und Träume hinten anstellen - das finde ich nicht fair unddieses Grundgefühl trage ich mit. Ich probiere ja etwas zu ändern, indem ich mich bereits seit Monaten in Deutschland und der Schweiz bewerbe. Ich hatte mehrere Gespräche bei namenhaften Unternehmen aber immer scheitert es daran, dass ich nicht 100% arbeiten kann. Ich bin gezwungen mich auf 100% Stellen zu bewerben, weil es keine qualifizierten Teilzeitstellen gibt. Und wenn ich mich mal auf eine 50-60% Stelle bewerbe, heisst es, ich sei überqualifiziert und würde mich langweilen langfristig. Es ist so frustrierend für mich.

    Zu uns als Paar: Wir haben bereits mal eine Paartherapie gemacht, die gute Erkenntnisse gebracht hat für uns beide. Ich denke es liegt vor allem an der Art wie wir streiten. Das Problem dabei ist (aus meiner Sicht), dass er vom Spielfeld geht. Er droht so oft mit dem Bezuehungsaus, das ist total zermürbend für mich. Wenn er sich zurückziehen und sagen würde, er braucht Ruhe und wir reden nach 2-3 Tagen dann ordentlich miteinander - okay. Aber er geht und sagt danach: Es hat alles keinen Sinn mehr. Wir sind nicht kompatibel. Vielleicht liegt da das Problem. Er stellt andauernd unsere Beziehung in Frage. Ist doch klar, dass ich das auch irgendwann tue.

  5. User Info Menu

    AW: Beziehungsprobleme: In der Schweiz bleiben oder zurück mit Kind nach Deutschland

    @ #23 no princess:

    Ich bin rechtlich bereits gut beraten und möchte lieber eine Lösung als Paar suchen. Es geht doch hier auch gar nicht mehr um den Streit den wir vor Jahren hatten? Da sind wir beide längst drüber hinweg. Er ist loyal und er hat auch keine anderen Frauen.

    Es geht auch nicht darum hier aufzurüsten und mich gegenüber ihm zu verstellen und insgeheim einen anderen Plan zu verfolgen. Ich möchte die Thematik erhrlich und aufrichtig mit ihm klären und eine Lösung für unseren Streit finden. Und wenn das nicht geht, muss ich mich umorientieren und das kann ich nur da, wo ich auch zuhause bin und Unterstützung habe.
    Hier hatte ich mir mehr eigene Erfahrungen von TEs gewünscht oder eben Entscheidungshilfen.

  6. Inaktiver User

    AW: Beziehungsprobleme: In der Schweiz bleiben oder zurück mit Kind nach Deutschland

    du schreibst -wo du unterstützung hast-

    wie ist das zu verstehen? dass du zu deinen eltern ziehst und dann mit ihnen zusammen die betreuung des kindes vonstatten geht?

  7. Inaktiver User

    AW: Beziehungsprobleme: In der Schweiz bleiben oder zurück mit Kind nach Deutschland

    Zitat Zitat von Dowhatyoulove Beitrag anzeigen
    . Es ist nicht zuerrüttet, wir sind beide sehr überfordert.


    . Er droht so oft mit dem Bezuehungsaus, das ist total zermürbend für mich. - und sagt danach: Es hat alles keinen Sinn mehr. Wir sind nicht kompatibel. Vielleicht liegt da das Problem. Er stellt andauernd unsere Beziehung in Frage. Ist doch klar, dass ich das auch irgendwann tue.
    ihr seid nicht überfordert. eure beziehung besteht nicht mehr.


    so kommt das rüber!

  8. Inaktiver User

    AW: Beziehungsprobleme: In der Schweiz bleiben oder zurück mit Kind nach Deutschland

    Zitat Zitat von Dowhatyoulove Beitrag anzeigen

    Es geht auch nicht darum hier aufzurüsten und mich gegenüber ihm zu verstellen und insgeheim einen anderen Plan zu verfolgen. Ich möchte die Thematik erhrlich und aufrichtig mit ihm klären und eine Lösung für unseren Streit finden. Und wenn das nicht geht, muss ich mich umorientieren und das kann ich nur da, wo ich auch zuhause bin und Unterstützung habe.
    Hier hatte ich mir mehr eigene Erfahrungen von TEs gewünscht oder eben Entscheidungshilfen.
    Ähm, dass das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu klären ist, ist eine eigene Erfahrung.

    Und sonst geht es nicht ums aufrüsten, sondern darum sehr klug vorzusorgen, wenn die ganze Familienplanung schon sehr merkwürdig angegangen wurde. Ich gehe nicht davon aus, dass ihr es packt ein gutes entspanntes Familienteam zu werden so stressig und nervig wie eure Beziehung von Anfang an klingt.

    Dass dein Mann ausgezogen ist, ist auch keine Kleinigkeit. Ich finde es mehr als seltsam, dass du eine derartig schlecht zwischenmenschliche laufende Beziehung als nicht zerrüttet bezeichnest. Du magst das dir vielleicht selbst gut einreden können, ich glaube das leider nicht. Und gut wenn du meinen Worten nichts dir Genehmes entnehmen konntest, dann wirst du vielleicht irgendwann daran zurückdenken. Zumindest dein angeblicher Rechtsbeistand muss ja schon was ähnliches gesagt haben. Sorry, ist mir zu schräg, da bin ich raus. Dir und deinem Kind alles Gute. Dass einige Tipps ziemlich unter dem Radar sind, das scheinst du scheinbar nicht mitzubekommen, dann viel Erfolg mir euren offensiven Auseinandersetzungen, scheint echt gut zu funktionieren.
    Geändert von Inaktiver User (09.04.2021 um 13:24 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Beziehungsprobleme: In der Schweiz bleiben oder zurück mit Kind nach Deutschland

    Hallo Dowhatyoulove,
    wenn ihr schonmal eine Paarberatung gemacht habt, die Euch gut geholfen hat,
    dann macht doch noch mal eine

    Und ich selbst bin auch in einer Beziehung , wo wir unterschiedlich mit Streit umgehen, bloß das ich diejenige bin, die dann erstmal Abstand braucht.
    Das war ziemlich lange ziemlich schwierig.

    Wobei, wenn ich seit 2 Jahren kaum mehr durchgeschlafen hätte, wäre alles sehr schwierig für mich und alle meine Mitmenschen.
    Gruß, S12

  10. Inaktiver User

    AW: Beziehungsprobleme: In der Schweiz bleiben oder zurück mit Kind nach Deutschland

    Zitat Zitat von Silvia12 Beitrag anzeigen
    Wobei, wenn ich seit 2 Jahren kaum mehr durchgeschlafen hätte, wäre alles sehr schwierig für mich und alle meine Mitmenschen.
    Gruß, S12
    Wobei ich da schon sagen muss, dass ein Partner mit normalen empathischen Fähigkeiten, der nicht ganz weltfremd ist, was die Babyjahre anbetrifft, da seiner Partnerin hilft und Nächte abnimmt.

Antworten
Seite 3 von 5 ErsteErste 12345 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •