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    gemeinsamer Wohnungskauf und offene Fragen

    Hi ihr Lieben,
    mein letzter Beitrag kam ja bei einigen nicht so gut an, ich hoffe dennoch, dass wir dieses Thema hier losgelöst von dem anderen sachlich und und neutral betrachten können, das wäre mir eine große Hilfe.


    Ich lege gleich los und schreibe auch allgemeine Infos, die vielleicht einigen schon bekannt sind:


    Mein Partner und ich sind seit viereinhalb Jahren zusammen und möchten uns eine neue Wohnung kaufen.

    Derzeit wohnen wir in seiner Eigentumswohnung mit kleinem Balkon im 3. Stock in einem eher hässlichen Wohnblock ohne Aufzug und wir würden sehr gerne ein bisschen mehr Platz im Freien sowie einen barrierefreien Zugang zur Wohnung haben. Soweit sind wir uns sehr einig.


    Mein Freund hat seine Wohnung logischerweise lange vor unserem Kennenlernen gekauft und mittlerweile zu 95% abgezahlt. Ich lebe bei ihm und zahle ihm monatlich einen Betrag X für Betriebskosten, etc.


    In meiner Vergangenheit (sprich Exbeziehung) ist es finanziell leider nicht so gut gelaufen (natürlich auch teilweise selbst verschuldet), weshalb ich mir bisher - so armselig das auch sein mag - nichts erspart habe. Seit ich mit meinem jetzigen Partner zusammenbin, hat sich das gut eingependelt. Ich verdiene gut, habe eben wenig(er) Ausgaben als früher (ich wohnte mit meinem Ex in einer Mietwohnung) und mein Leben gefällt mir. Endlich erspare ich mir was und komme auch gut mit meinem Gehalt aus.


    So, nun will mein Freund seine jetzige Wohnung nicht verkaufen, sondern vermieten und mit 0% Eigenmittel gemeinsam mit mir die neue Wohnung finanzieren. Seinen Teil des Kredites würde er durch die Mieteinnahmen tilgen, meinen Teil müsste ich monatlich von meinem Gehalt abziehen.


    Ich bin etwas unschlüssig. Ich verstehe ihn aus seiner Sicht schon, er hat ja kaum Mehrausgaben mit der neuen Wohnung, aber ich dafür sicher dann 3mal so viel als derzeit. Und ich befürchte, dass das ein finanzielles Ungleichgewicht zwischen uns beiden schaffen könnte.

    Wir reisen gern (also normalerweise ) und gönnen uns auch sonst gerne mal was. Gut essen, trinken, shoppen, etc. Bisher war das alles gut möglich und ich habe mir wie gesagt auch noch etwas erspart. Ich vermute mal, nein, ich weiß, dass ich dann meinem/unserem bevorzugten Lebensstil nicht mehr in diesem Ausmaß frönen könnte, wenn ich einen Kreditbetrag von sagen wir mal 250.000€ abstottern muss.

    Mein Freund argumentiert hingegen folgendermaßen:

    Ich muss eben wissen, ob es mir eine neue Wohnung wert ist, finanzielle Abstriche zu machen, dafür hätte ich ja quasi auch endlich mal Eigentum, auch wenn es nur die Hälfte der Wohnung wäre.


    Wie gesagt, ich verstehe seine Argumente und er hat recht, ich muss wissen, ob es dafürsteht. Aber ich weiß dann halt auch genau, dass es ein bissl brenzlig werden könnte, wenn es um Urlaube, Kurz- und Shoppingstrips geht, weil mein Freund sich das ja nach wie vor alles leisten wird können und ich nicht. Erstens weiß ich nicht, ob es ihn dann nicht nervt, wenn ich dann öfter mal sagen muss: "Tut mir leid, wir können jetzt da nicht übers Wochenende wegfahren, weil ich es sich finanziell nicht ausgeht." und zweitens weiß ich nicht, ob ich es wirklich schaffen werde, mich so einzuschränken, dass ich nicht wieder ins Trudeln (so wie früher) gerate. Ok, das liegt an mir, das habe ich in der Hand, dennoch:


    Ich würde es besser finden, wenn mein Freund seine jetzige Wohnung verkaufen würde (so war es ursprünglich auch immer geplant, er ist erst seit ein paar Wochen umgeswitcht), den Erlös in den Kauf der neuen Wohnung stecken würde und den Rest als Kredit abbezahlt und ich ihm wiederum einen Betrag X quasi als "Miete" gebe.

    Dann gehört die neue Wohnung halt wiederum zu 100% meinem Freund, sollten wir uns trennen, muss ich gehen und mir was eigenes suchen. Dafür habe ich halt monatlich mehr Spielraum und Luft für die Dinge, die wir ja beide so gerne machen.


    Wisst ihr, ich bin 38, ich habe eigentlich schon damit abgeschlossen, jemals Eigentum zu besitzen. Ich habe auch keine Kinder, weshalb es mir nicht so ein dringendes Anliegen ist, Eigentum zu haben, weil ich ja eh niemandem was vererben kann. Lieber lebe ich im Hier und Jetzt gut, erspare mir ein bissl was, sollten härtere Zeiten kommen und gut is. Irgendwann (hoffentlich noch lange nicht!!) werde ich die Hälfte der Eigentumswohnung meiner Eltern erben, d.h. ich mache mir um meine ferne Zukunft keine Sorgen. Ich bin verbeamtet und werde eine sichere Pension haben.


    Also lebe ich JETZT. Wenn ich dann Anteil an der Hälfte einer Wohnung habe, habe ich zwar Eigentum, aber eben nicht mehr so viel zum Leben.


    Wie gesagt, ich finde den Vorschlag meines Freundes nicht unfair, er ist nicht dazu da, mir ein leichteres Leben zu ermöglichen, ich frage mich eben nur, ob es so eine gute Idee ist, auf den Deal einzusteigen oder doch zu sagen: "Ne, dann lass mal, bleiben wir hier in deiner jetzigen Wohnung, da geht es uns doch auch gut."


    Wie seht ihr das?


    Lg

  2. Inaktiver User

    AW: gemeinsamer Wohnungskauf und offene Fragen

    Ihr seid erst 4 Jahre zusammen..... Nicht verheiratet....

    Und anstelle deines Freundes würde ich die jetzige Wohnung auf keinen Fall verkaufen.

    Sie ist bereits zu 95% abbezahlt.

    Er hat also schon eine Immobilie die ihm zu 100% gehört.

    Und das soll er nun tauschen gegen eine neue Wohnung, wieder Schulden.... Warum?

    Nein, das wäre neutral betrachtet richtig dumm von ihm.

    .......

    So, nun zu dir. Ja, kann ich verstehen. Ich würde auch lieber im jetzt leben wollen.

    Vor allem da du zukünftig ja mal ne halbe Eigentumswohnung erbst.

    Wenn dir also nichts an einer neuen Eigentumswohnung liegt, dann sag ihm das auch so. Also du zahlst in der neuen Wohnung Miete an ihn und fertig.

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    AW: gemeinsamer Wohnungskauf und offene Fragen

    Zitat Zitat von andratuttobene Beitrag anzeigen
    Also lebe ich JETZT. Wenn ich dann Anteil an der Hälfte einer Wohnung habe, habe ich zwar Eigentum, aber eben nicht mehr so viel zum Leben.
    du gibst dir die antwort doch schon selbst.
    dein freund kauft die wohnung alleine und du zahlst weiterhin miete.

    du hast abgeschlossen, eigentum zu besitzen? was ist denn daran so erstrebenswert?
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

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    AW: gemeinsamer Wohnungskauf und offene Fragen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Er hat also schon eine Immobilie die ihm zu 100% gehört.

    Und das soll er nun tauschen gegen eine neue Wohnung, wieder Schulden.... Warum?

    Nein, das wäre neutral betrachtet richtig dumm von ihm. .......
    Exakt.
    Viele Dinge fallen mir einfach so zu,.......Augen zum Beispiel.

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    AW: gemeinsamer Wohnungskauf und offene Fragen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ihr seid erst 4 Jahre zusammen..... Nicht verheiratet....

    Und anstelle deines Freundes würde ich die jetzige Wohnung auf keinen Fall verkaufen.

    Sie ist bereits zu 95% abbezahlt.

    Er hat also schon eine Immobilie die ihm zu 100% gehört.

    Und das soll er nun tauschen gegen eine neue Wohnung, wieder Schulden.... Warum?

    Nein, das wäre neutral betrachtet richtig dumm von ihm.
    Nun ja, ER ist ja die treibende Kraft für den gemeinsamen Wohnungskauf.
    ER möchte unbedingt seine Wohnsituation verbessern, eben barrierefrei und mit ein bisschen Terrassen- oder Gartenfläche.
    Dass das ein bisschen mehr kostet als die aktuelle Wohnung, liegt auf der Hand. Wenn einem das wert ist, muss man investieren, ansonsten ist es natürlich vollkommen legitim, zu sagen: "Ich hab Eigentum, ich brauch nix neues, ich bleib hier."

    Und ja, ich wünsche mir auch eine "schönere" Wohnung, aber nicht um jeden Preis und ich würde es schon gleich dreimal nicht von ihm verlangen.

    .......

    So, nun zu dir. Ja, kann ich verstehen. Ich würde auch lieber im jetzt leben wollen.

    Vor allem da du zukünftig ja mal ne halbe Eigentumswohnung erbst.

    Wenn dir also nichts an einer neuen Eigentumswohnung liegt, dann sag ihm das auch so. Also du zahlst in der neuen Wohnung Miete an ihn und fertig.
    Ja, das habe ich eh auch so vorgeschlagen. Das kommt für ihn nicht (mehr) in Frage.

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    AW: gemeinsamer Wohnungskauf und offene Fragen

    Zitat Zitat von Loop1976 Beitrag anzeigen
    du gibst dir die antwort doch schon selbst.
    dein freund kauft die wohnung alleine und du zahlst weiterhin miete.
    Das eben will er nicht mehr. Usprünglich war angedacht, dass er seine Wohnung verkauft, mit dem Erlös die neue finanziert und und für den Rest eben einen Kredit aufnimmt, den ich quasi dann auch zur Hälfte tilge, weil er ja dann Miete von mir verlangen kann.
    Keine Ahnung, wieso er jetzt da um geschwenkt hat.

    Und ich sags nochmal: Wenn er sagen würde, er hat eine abbezahlte Wohnung und sieht nicht ein, eine neue, teurere zu kaufen, weil er keine Schulden mehr machen möchte, würde ich das verstehen. Er will ja aber eine "bessere" Wohnung.

    du hast abgeschlossen, eigentum zu besitzen? was ist denn daran so erstrebenswert?
    An Eigentum? Ehrlich, das hab ich auch noch nie verstanden. Aber es ist in meinem Umfeld/in meiner Umgebung schon so, dass Eigentum offenbar sehr erstrebenswert ist. Wer kein Eigentum besitzt, ist ein Mensch zweiter Klasse. Aber das ist mir wurst. Ich hab nie Eigentum gehabt, habe leider zu spät angefangen, zu sparen und habe keine Kinder. Ich brauche nicht unbedingt Eigentum. Nicht um jeden Preis.

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    AW: gemeinsamer Wohnungskauf und offene Fragen

    Du bist berneamtet, das ist schon mal eien sichere Sache.

    Welchen Betrag müsstest Du als Kredit aufnehmen und wieviel müsstest Du im Monat denn abzahlen?

    lg luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: gemeinsamer Wohnungskauf und offene Fragen

    Also ich verstehe deinen Freund komplett!

    Du bist (so lese ich deine Selbstauskünfte hier zumindest) da total anders drauf.

    Und ja, du musst wissen, was du willst und zu welchem konkreten und ideellen Preis - da hat er Recht. Und du weißt es ja auch oder?

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    AW: gemeinsamer Wohnungskauf und offene Fragen

    Zitat Zitat von andratuttobene Beitrag anzeigen
    Nun ja, ER ist ja die treibende Kraft für den gemeinsamen Wohnungskauf.
    dann soll ER was kaufen

    ER möchte unbedingt seine Wohnsituation verbessern, eben barrierefrei und mit ein bisschen Terrassen- oder Gartenfläche.
    dann soll ER was kaufen.

    Dass das ein bisschen mehr kostet als die aktuelle Wohnung, liegt auf der Hand. Wenn einem das wert ist, muss man investieren, ansonsten ist es natürlich vollkommen legitim, zu sagen: "Ich hab Eigentum, ich brauch nix neues, ich bleib hier."
    man? wer ist das?

    Und ja, ich wünsche mir auch eine "schönere" Wohnung, aber nicht um jeden Preis und ich würde es schon gleich dreimal nicht von ihm verlangen.
    nun, du möchtest dir das nicht leisten. also gibt es keine neue wohnung. es sei denn, er finanziert das und du zahlst miete.

    Ja, das habe ich eh auch so vorgeschlagen. Das kommt für ihn nicht (mehr) in Frage.

    was kommt denn für ihn in frage?
    redet ihr miteinander? habt ihr schon eine wohnung in aussicht?
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

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    AW: gemeinsamer Wohnungskauf und offene Fragen

    Zitat Zitat von andratuttobene Beitrag anzeigen
    An Eigentum? Ehrlich, das hab ich auch noch nie verstanden. Aber es ist in meinem Umfeld/in meiner Umgebung schon so, dass Eigentum offenbar sehr erstrebenswert ist. Wer kein Eigentum besitzt, ist ein Mensch zweiter Klasse. Aber das ist mir wurst. Ich hab nie Eigentum gehabt, habe leider zu spät angefangen, zu sparen und habe keine Kinder. Ich brauche nicht unbedingt Eigentum. Nicht um jeden Preis.

    warum erwähnst du es denn, wenn dir das eh nicht wichtig ist und dir die meinung anderer egal ist?
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
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