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    Frage Auseinandergelebt?

    Hallo zusammen,

    ich fürchte der Beitrag wird ein Roman, auch wenn ich versuche, mich kurz zu fassen. Es ist halt einfach eine lange Geschichte. Da ich zu keinem rechten Ergebnis komme, erhoffe ich mir durch eure Persepektive von Außen ein paar Impulse.

    Also los: Ich bin 39, seit 22 Jahren mit meinem Mann (44) zusammen, seit 14 Jahren verheiratet. Er war mein erster Freund, also der einzige Mann in meinem Leben. Wir haben zwei Töchter, 12 und 8 Jahre alt.

    Unsere Beziehung ist aus einer Freundschaft entstanden. Ich mochte an ihm besonders, dass er mich immer zum Lachen brachte, wir verstanden uns gut, und damals, ganz am Anfang, war es auch irgendwie cool, dass er ein paar Jahre älter ist. Vor den Kindern hatten wir ein recht regelmäßiges Sexleben, das ich auch als gut und abwechselungsreich empfunden habe, auch wenn ich in ca. 70% der Fälle nicht zum Höhepunkt kam und Sex immer vorbei war, wenn er gekommen war. Ich war jung, dumm und schüchtern genug, das so zu belassen. Die Beziehung lief insgesamt gut, auch wenn meine Familie nie ganz mit ihm einverstanden war, da er dazu tendierte, sich aus Arbeiten (im Garten, Party-Vorbereitungen und ähnliches) möglichst raus zu halten, und da es in Unterhaltungen oft so rüber kam, dass alles, was er hatte, das Beste uns Tollste war. In seiner Familie galt er als der freche Kasper, und ich bekam Dutzende Male die die lustig und nett gemeinte Frage zu hören: "Ach, wie hältst du das nur aus?!" Ich sah in aber definitiv als Teil meines Lebens, und wir galten im Freundeskreis als unzertrennlich. Leider hatte er schon damals die Angewohnheit, Stress durch Fluchen abzubauen. Wenn zum Beispiel ein Gerät nicht so funtionierte wie es sollte, er etwas nicht so hinbekam wie er wollte, oder irgendetwas schief ging, fuchte er los, und zwar sehr derb. Wenn andere dabei waren, versuchte ich immer, das zu überspielen, aber ob mit oder ohne Dritte fand ich es immer sehr unangenehm und unpassend.

    Nach dem zweiten Kind blieben mir, im Gegensatz zur ersten Schwangerschaft, einige überflüssige Kilos, was dazu führte, dass ich mich in meinem Körper sehr unwohl fühlte. Ich mochte mich nicht zeigen, und fand es auch unangenehm, meinen Mann an mich heran zu lassen, was dazu führte, dass ich mich sexuell zurückzog und Sex vermied, wo immer es ging. Das führte letztendlich dazu, dass wir zuletzt vielleicht noch 3-5 Mal im Jahr Sex hatten. Das sah dann aber in der Regel nur noch so aus, dass wir ein paar Minuten aneinander herum fummelten, bis er steif und ich feucht genug war, und dann folgte Penetration, bis er kam. Er hatte seinen Höhepunkt, ich meine Ruhe. Selbstbefriedigung war mir lieber. Im Laufe der Jahre nahm ich weitere Kilos zu. Mein Mann fragte dazu immer mal wieder, ob ich nicht mal wieder etwas abnehmen oder mit ihm Sport machen wolle, was bei mir das Gefüh bestärkte, ihm so nicht zu gefallen.
    Dazu kamen andere Probleme. Wir hatten wenig Paarzeit. Das Geld war relativ knapp, weswegen wir es uns selten gönnten, mal auszugehen, und Wochenenden oder Urlaub nur zu zweit gab es nicht. Der Haushalt blieb zum großen Teil an mir hängen, auch wenn ich mehr arbeitete als mein Mann. Oft machte ich die Hausarbeit noch bis spät abends, nachdem die Kinder im Bett waren. Ich kümmerte mich um praktisch alles, was nicht Technik oder Auto war, von Kindern und Schule bis Finanzen. Meinen Mann sah ich oft eher als drittes Kind, das ich vor der schlechten Meinung anderer in Schutz nahm, und für das ich mich verantwortlich fühlte. Manchmal war mir sein Verhalten peinlich.
    Mein Mann verbrachte seine Freizeit, abgesehen vom Fitnessstudio, wahlweise auf der Couch oder im Bett. Vor allem nachmittags lag er oft im Bett und schlief, weil er nachts lange Serien schaute und/oder vom Sport k.o. war. Auch für die Kinder war das schon normal, dass Papa entweder auf der Couch oder im Bett lag. Das Fluchen wurde mit der Zeit noch intensiver, auch vor den Kindern. "Verfickte Hurenkacke" war keine Seltenheit. In den letzten zwei Jahren ging dann wirklich nach und nach jeglicher Respekt flöten. Ich bekam Dinge zu hören wie "Tanz an", "Es ist unfassbar wie du nervst" oder "Wie blöd kann man eigentlich sein", es fielen Bermerkungen wie "Scheiß Familie", und unsere große Tochter, die so langsam mit pubertären Zickereien beginnt, wurde von ihm als "Miststück" betitelt.

    2019 begann ich zu merken, dass ich mit meinem Leben nicht zufrieden war. Ich begann im Spätsommer mit Intervallfasten, um mich wieder wohler in meinem Körper zu fühlen und meinem Rücken etwas Gutes zu tun. Langsam begannen die Kilos zu purzeln. Als wir im November 2019 ein großes Familientreffen mit seiner Familie hatten, bekam ich seit langem mal wieder die alte Frage "Ach, wie hältst du das nur aus?", und ich erwischte mich selbst bei dem Gedanken: Gar nicht mehr! Allerdings dachte ich auch, wenn ich mit mir selbst wieder ins Reine komme, dann würde vielleicht auch die Beziehung wieder besser laufen.
    Etwa ab dem Jahreswechsel 2019/20 überfiel mich wohl so eine Art Midlife Crisis. Ich hatte das Gefühl, mein Leben verschwendet zu haben an diesen Mann, und dass ich unter meinen Möglichkeiten geblieben war. Ich haderte damit, dass ich damals nicht den Mut gehabt hatte, dem Kommilitonen, in den ich mich mal verknallt hatte, meine Gefühle zu gestehen, und stattdessen bei meinem heutigen Mann geblieben war. Und vor allem setzte sich das Gefühl durch: ich bin kreuzunglücklich in dieser Ehe. Trotzdem blieb ich bei dem Ziel: abnehmen, mehr Sport machen, meinen Rücken in den Griff bekommen, mich wieder mehr um mich selbst kümmern, mich selbst wieder lieber mögen, und wenn ich dann wieder zufriedener bin, vielleicht auch einfach insgesamt wieder glückicher werden und mein Leben mehr mögen. Mein Mann nahm die ersten Erfolge offenbar nicht wahr. Aufgrund eines Berichts über Intervallfasten meinte er im Frühling zu mir, ob wir das nicht auch mal machen wollten. Ich meinte, das mache ich schon seit Monaten. Er musterte mich von oben bis unten und stellte fest: "Na dann scheint das ja nicht viel zu bringen". Ich erwiderte nur: "Hat bisher 7kg gebracht" und ärgerte mich innerlich sehr.

    Dann jedenfalls stieg aber durch andauernde Respektlosigkeiten im Sommer 2020 der Leidensdruck doch so weit an, dass ich das Gefühl hatte, ich halte das nicht mehr aus. Gleichzeitig wollte ich aber weder meinem Mann weh tun, noch den Kindern eine Trennung zumuten. Und ehrlicherweise hatte ich auch Angst vor dem Alleinsein. In dieser Zeit landete ich in einem anderen Forum, in dem es um Liebe und Sex geht. Dort postete ich im August erstmals ein sexy Foto von mir (ohne Gesicht) in einem dafür vorgesehenen Thread, und die Reaktionen öffneten mir was Selbstwert angeht ein Stück weit die Augen. Sieh an, ich komme ja beim anderen Geschlecht doch noch oder wieder ganz gut an. Es gibt Männer das draußen, die mich völlig umwerfend finden - vielleicht stehen meine Chancen auf eine neue Beziehung doch nicht so schlecht.

    Schlussendlich entschied ich mich im September, mich zu trennen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich über das Forum Kontakt zu einigen Leuten, grötenteils Männern, von denen mir einer immer näher kam. Und ich dachte, wenn ich mich nun bald trenne, dann könnten wir uns ja mal kennenlernen. Und auch insgesamt freute ich mich richtig darauf, frei zu sein und mein eigenes Ding machen zu können, und auch darauf die Fühler nach anderen Männern auszustrecken. Allerdings kam dann immer wieder was dazwischen, wenn ich mit meinem Mann sprechen wollte, mal ein krankes Kind, mal Überraschungsbesuch. Und so wurde es der 28.9., bis ich meinem Mann sagte, dass ich mich trennen wolle.

    Und dann kam das, worauf ich nicht gefasst gewesen war: Er war überhaupt nicht bereit, die Trennung zu akzeptieren, brach völlig zusammen, sprach von Selbstmord, aß tagelang fast nichts, hatte nachts Panikattacken, stellte das Fluchen von heute auf morgen ein, begann freiwillig und unaufgefordert, Hausarbeit zu machen, entdeckte die große Liebe zu mir wieder, machte mir Komplimente und sagte mir, wie sehr er mich liebt. Als ich den Trennungswunsch ausgesprochen hatte, hatte ich ein kurzes Hoch, fühlte mich unheimlich erleichtert und frei, und bat den anderen Mann aus dem Forum um ein Date. Dann aber zeigte sich schnell: Das wird alles nicht gerade einfach, wir brauchen hier irgendwie Unterstützung, vor allem zum Thema Suiziddrohung. Außerdem blieb das schlechte Gewissen wegen der Kinder und der Familie, und so stimmte ich einer Paartherapie zu, und verschob das Date mit dem anderen bis auf Weiteres. Dennoch hatte ich täglich Kontakt zu ihm, und er ging mir nicht mehr aus dem Kopf.

    Und ehe ich mich versah, war ich zweigleisig unterwegs. Paartherapie und Eherettungsversuch auf der einen Seite, Sehnsucht und Sexting auf der anderen Seite. Und dabei immer die Frage: fühle ich mich zu dem anderen so hingezogen, weil es mit meinem Mann nicht mehr läuft, oder läuft es mit meinem Mann nicht mehr, weil ich mich so zu dem anderen hingezogen fühle? Einige Wochen später, Mitte November, spionierte mein Mann in meinem Handy und fand das mit dem anderen Mann heraus. Er forderte natürlich den Kontaktabbruch. Ich brachte es ehrlich gesagt nicht über's Herz, da ich immernoch das Gefühl hatte, dass ich für meinen Mann nur noch freundschaftliche Gefühle übrig hatte, auch wenn wir versuchten, die Ehe wieder zu beleben, während mit dem anderen so viel zu passen schien, und ich fürchtete, mit ihm einen ganz tollen Mann gehen zu lassen. Daher bat ich den anderen nur um eine Pause bis Jahresende, um mich zu sortieren.

    Ich sortiere immer noch... Mir ist völlig klar, dass ich den anderen noch nicht richtig einschätzen kann, weil ich ihn nie getroffen habe. Es kann gut sein, dass das mit ihm nur ein Abenteuer wäre, und ich bin mir bewusst, dass ich mich für oder gegen diese Ehe entscheiden muss, unabhängig davon, was mit dem anderen Mann wird.

    Diese letzten Wochen nutzen mein Mann und ich nun für weitere Paartherapietermine, viele Gespräche, und den Versuch, unser Liebesleben wieder zu beleben. Leider liegt auch hier vieles im Argen. Er tendierte schon immer dazu, wenn ich im sexuellen Bereich etwas ablehnte, mich überreden und überzeugen zu wollen. Ich habe dies in den letzten Wochen thematisiert, und auch, dass es mir wichtig ist, dass Grenzen, die ich setze, auch einfach mal akzeptiert werden, ohne dass ich sie zig mal verteidigen muss. Trotzdem kam es mehrfach vor, dass ich mich gedrängt fühlte, einmal sogar so sehr, dass es meinerseits mit Tränen endete. Vor allem aber merkte ich in den letzten Wochen, dass mich an meinem Mann sexuell nichts mehr reizt. Selbst wenn ich eigentlich Lust hätte und mich nach Sex sehne, laufen bei mir, sobald mein Mann mit mir intim werden möchte, Vermeisungsstrategien an. Ich versuche dennoch offen zu sein und mich auf Experimente einzulassen, aber es fühlt sich alles nur nach Freundschaft+ an. Ich begehre ihn nicht, ich versuche intensive Küsse zu vermeiden, ich fühle mich nicht körperlich zu ihm hingezogen.

    Als ich das am 26.12. morgens offen zugab (also dass ich weiterhin nur freundschaftlich für ihn empfinde und mich nicht zu ihm hingezogen fühle), folgte ein schwerer Tag. Mein Mann war tief verletzt, verbrachte den ganzen Tag auf Abstand im Schlafzimmer, sprach wieder von Suizid, falls ich mich trennen sollte, und davon den Schmerz nur mit Alkohol oder Canabis ertragen zu können (nein, er ist nicht süchtig, trinkt selten Alkohol, war vor vielen vielen Jahren zuletzt betrunken, und hat seit seiner Jugend kein Canabis mehr konsumiert, und auch damals nur gelegentlich). Am Nachmittag sendete er mir aus dem Schlafzimmer Whatsapp-Nachrichten, dass ich mich gar nicht um ihn kümmern würde, und am Abend wollte er dann nichts zu Abend essen, und sagte, er trete in den Hungerstreik, es sei denn ich würde fünf bis zehn Minute mit ihm knutschen. Ich sagte, ich lasse mich nicht erpressen, gab ihm einen Kuss auf die Wange und aß mit den Kindern zu Abend. Am nächsten Tag wurde mir klar, dass er mal wieder aller Verantwortung auf mich abgewälzt hatte: ich bin für sein Lebensglück oder Unheil verantwortlich, nur ich kann all das Leid abwenden, indem ich lieb zu ihm bin. Genau das kotzt mich an.

    Er hat auch schon gesagt, er habe überlegt im Trennungsfall den Kontakt zu den Kindern ganz abzubrechen, weil er es nie ertragen könnte, von einem anderen Mann in meinem Leben zu hören. Außerdem hat er vor, wenn ich mich trenne, den Kindern zu sagen, dass er die Trennung auf keinen Fall will, aber gehen muss, weil ich ihn rauswerfe, obwohl er total unglücklich damit ist. Und er sagte auch, er würde ihnen am liebsten erzählen, was ich mit dem anderen Mann an Sexting-Nachrichten und Fotos ausgetauscht habe, "damit sie mal wissen, was sie für eine Mutter haben". Dabei bleibt er immer stur in der Opferrolle. Der arme Kerl, dessen Leben ich zerstöre. Er denktkein Stück daran, wie es den Kindern damit geht, oder kommt mal auf die Idee, dass er sein Glück in die eigene Hand nehmen könnte.

    Nächste Woche ist der nächste Beratungstermin, und ich stehe nun vor der großen Frage, ob ich diesem Rettungsversuch hier noch mehr Zeit gebe, oder ob ich verkünde, dass ich raus will aus dem Boot (Frage zu Beginn der Beratung: "Sind Sie im Boot?").

    Auf der einen Seite wünsche ich mir einen anderen Partner an meiner Seite, kein drittes Kind mehr, sondern einen Mann, eine Schulter zum Anlehnen, wo ich auch mal schwach sein darf, nicht immer alles tragen muss, der auf eigenen Füßen steht, und zu dem ich mich auch hingezogen fühle, mit dem ich ein erfülltes Liebesleben haben kann, das sich nicht so kalt und mechanisch anfühlt.
    Auf der anderen Seite habe ich ein extrem schlechtes Gewissen, und mein Mann schafft es immer wieder, dass ich mich und meine Bedürfnisse komplett in Frage stelle. Es wird keine friedliche Trennung geben, und ich werde meinen Kindern ein Drama wohl nicht ersparen können. Was wenn sie mitansehen müssen, wie ihr Papa völlig zusammenklappt, womöglich wirklich anfängt zu trinken, oder sich gar etwas antut? Und für ihn will ich das natürlich genauso wenig. Ich bin doch sonst die, die dafür sorgt, dass es allen gut geht, und die alles schultert. Und jetzt soll ich alles sprengen, allen weh tun, "nur" weil mir der Mann, den ich habe, nicht genügt, obwohl er nicht mehr flucht, im Haushalt hilft, sich Mühe gibt aufmerksam zu sein, und mir Komplimente macht. Darf ich überhaupt so empfinden? Sollte ich nicht dankbar sein für die Familie, die ich habe? Ist das die Langeweile und Gewohnheit nach 22 Jahren, die mich Dummheiten machen lässt, und mich glauben lässt, das Gras wäre grüner auf der anderen Seite?

    Mein Bauch sagt, ich bin emotional raus hier, ich kann das zwar vielleicht weiter tragen, aber gut wird es mir dabei nicht gehen, weil ich immer das Gefühl haben werde, verzichtet zu haben. Mein Herz sagt, triff den anderen Mann, und sieh, was daraus wird. Mein Gewissen sagt, du musst die Kinder schützen, und außerdem bist du verflixt nochmal verheiratet und hast dir den anderen und überhaupt alle anderen Kerle aus dem Kopf zu schlagen. Und mein Kopf ist irgendwie ratlos, was ich nun tun soll.

    Was meint ihr dazu, wenn ihr bis hierhin durchgehalten habt? Ich wäre für andere Perspektiven sehr dankbar, gerade da es die einzige Beziehung meines Lebens ist.

    Vielen Dank!

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    AW: Auseinandergelebt?

    meine Liebe, du hast nur ein Leben.

    Dein Mann erpresst dich, die Liebe ist schon länger durch (scheint mir), Sex widert dich an … meiner Meinung nach ist die Trennung überfällig.

    Rechne mit Drama, rechne damit, dass dein Mann gekonnt auf deinen Schlechtesgewissen-Knopf drückt, rechne auch damit, dass dich kein anderer Mann auffängt. Zieh das durch – alleine. Für dein eigenes glückliches Leben.

    (bei mir wär ja schon bei "Verfickte Hurenkacke" , "Tanz an", "Es ist unfassbar wie du nervst" und "Wie blöd kann man eigentlich sein" der Ofen komplett aus gewesen.)

    Keine Frau braucht sowas.

    Zitat Zitat von Hase81 Beitrag anzeigen
    und außerdem bist du verflixt nochmal verheiratet und hast dir den anderen und überhaupt alle anderen Kerle aus dem Kopf zu schlagen
    Wieso? Bist du stockkatholisch oder sonstwie gezwungen, ein Leben lang bei einem Mann zu bleiben, egal wie scheiße der dich behandelt?
    Die Zeiten sind vorbei.
    ************************************************** ******************

    „Nimm Dein Leben ein bisschen in die Hand. Wenn Du es gut behandelst, dann beisst es auch nicht! “
    [Geschenkt von Gustave]

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    AW: Auseinandergelebt?

    Ich denke, eine zumindest vorübergehende Trennung ist unausweichlich.

    Was den anderen Mann angeht, so rate ich dir dringend, den in keinster Weise in deine Entscheidungen mit einzubeziehen. Du kennst den Mann überhaupt nicht, das ist (bisher) nur ein Hirngespinst.

  4. Inaktiver User

    AW: Auseinandergelebt?

    Ach herrje.

    Dein mann ist also auch noch manipulativ erpresserisch unterwegs.

    Der Zug ist abgefahren.... Auf so vielen Ebenen.

    Das mit dem anderen Mann.... Naja.

    Wichtig wäre, daß du die Kraft findest um mit dem Sturm umzugehen.

    Das er die Kinder gegen dich ausspielen will ist unterste Schublade und damit hat er die Basis für alles entzogen.

    Er ist so verzweifelt das ihm mittlerweile jedes Mittel recht ist...

    Das sollte dich in deinem Weg aber noch bestärken und nicht einschüchtern.

    Sei mutig! Für dich und deine kinder

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    AW: Auseinandergelebt?

    Ich war in einer ähnlichen Situation wie Du, bei mir nach 33 Jahren.
    Zuerst würde ich empfehlen, dir vorerst andere Männer aus dem Kopf zu schlagen.
    Sich mit jemanden schreiben, bedeutet keine gute neue Beziehung.
    Nur als Indiz, dass Du nicht weg vom Fenster bist.
    Wenn Du denkst, wenn Du überzeugt bist, allein (wirklich allein) besser dran zu sein, als jetzt mit Mann und Ehe, dann ziehe die Trennung durch.
    Ich kenne auch diese Besäufnisse und die erbärmlichen Suizid-Drohungen. Natürlich ist er verzweifelt. Wahrscheinlich hast Du ihm in den letzten Jahren auch nie deutlich aufgezeigt, dass deine Liebe flöten ist. Aber jetzt Drohungen, das solltest Du nicht zum Anlass nehmen, einzulenken.
    Ich habe damals einen Therapieplatz in einer Klinik für meinen Ex besorgt.
    Und dann kam, was meistens passiert. Dort haben sie ihn "umgedreht". Ich meine das nicht böse. Er musste anders denken, als reinen Selbstschutz.
    Er hat also angefangen, mich zu hassen. Abgrundtief und verzweifelt.
    Die Kinder hat er nicht beeinflussen können. Die haben Augen und Ohren. Und du kannst auch mit ihnen sprechen.

    Also ordne dein Leben neu, so für dich allein mit den Kindern. Lasse dich nicht erpressen. Das Leben ist kurz und sollte nicht vergeudet werden.

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    AW: Auseinandergelebt?

    Liebe TE,

    als erstes, ich stimme deiner Entscheidung zu - die Trennung ist für dich das einzig Richtige.

    Was mir aufgefallen ist, und das passiert bei so vielen Paaren bis es knallt, du hast ihm vorher nicht deutlich genug gesagt, dass sein Verhalten, eure Ehe dich nicht mehr glücklich macht und du ein Gespräch suchst, wo ihr beide mitteilt, was euch stört, fehlt oder euch wünscht.

    Du bist da - wie gesagt - nicht alleine damit.

    Jedoch, dein Mann verhält sich wie ein bockiges Kind, das hast du schon selbst erkannt. Auch seine jetzige Opferrolle, die er auch noch über seine Kinder ausweiten will, in dem er dich in ein schlechtes Licht stellt, zeigt mir, dass eure Gemeinsamkeiten und die Basis eurer Ehe gar nicht mehr vorhanden ist. Es gibt Dinge zwischen Eltern, die gehen nur sie etwas an. Seine Drohung ist m. E. eine leere Drohung. Er spielt Drama. Wenn ihm was nicht gelingt - reagiert er darauf mit den unflätigsten Flüchen; wenn du etwas von ihm willst/er von dir will - gebraucht er Antworten oder Rufe die jenseits von Gut und Böse sind. Immer Drama oder größtmögliche Reaktion oder Aktion. Nun willst du die Trennung, also gibt es hierauf wieder eine größtmögliche Reaktion - und Suizidandrohung ist eine große Reaktion.

    Du bist 39, hast sehr jung Kinder bekommen, du kannst definitiv noch einmal eine lange glückliche Beziehung führen - mit einem anderen Mann. Du bist nicht gefangen in dieser Ehe. Sicherlich heißt es "in guten wie schlechten Zeiten", aber bei euch fehlt doch längst die Basis, auf welcher diese Ehe funktioniert.

    Sprich mit deinen Töchtern deine Sicht der Dinge und gestehe ihnen gegenüber auch die Verletztheit ihres Papa´s zu. Aber auch das sollte mit einem Mindestmaß (von ihm aus) an Respekt passieren.

    Ich frage mich, wie eure Gespräche in der Paartherapie funktionieren, welche Rückmeldung du von der/dem TherapeutIn bekommst?

    Ich komme wie du zu dem Schluss, dass die Trennung für dich und vielleicht sogar für eure Töchter das beste ist. Selbst deine Töchter lernen so, dass in einer Beziehung Respekt wichtig ist. Diesen Mißstand sehen sie ja derzeit zwischen euch.

    Und was den virtuellen Mann betrifft, so sehe ihn als eine Art Ablenkung zu deiner derzeitigen Situation. Nicht mehr und nicht weniger.
    Der Humor ist die Maske der Weisheit. Maskenlos ist die Weisheit unerbittlich. - Dürrenmatt -

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    AW: Auseinandergelebt?

    Zitat Zitat von Hase81 Beitrag anzeigen
    Was wenn sie mitansehen müssen, wie ihr Papa völlig zusammenklappt, womöglich wirklich anfängt zu trinken, oder sich gar etwas antut?
    Auch nicht viel schlimmer als sich anzuschauen, wie er dich jahrelang nicht besonders liebevoll behandelt. Kleine und mittelgroße Mädchen kriegen alles mit: ein Mann, der eine Frau runterputzt, eine Frau, die es mit sich machen lässt und es gewohnt ist, alles alleine zu rocken und sich irgendwie "aufopfert" und die Klappe nicht aufmacht. Nicht gut. Kein gutes Frauenvorbild.

    Zitat Zitat von Hase81 Beitrag anzeigen
    Er hat auch schon gesagt, er habe überlegt im Trennungsfall den Kontakt zu den Kindern ganz abzubrechen, weil er es nie ertragen könnte, von einem anderen Mann in meinem Leben zu hören. Außerdem hat er vor, wenn ich mich trenne, den Kindern zu sagen, dass er die Trennung auf keinen Fall will, aber gehen muss, weil ich ihn rauswerfe, obwohl er total unglücklich damit ist.
    Er versucht dich zu erpressen. Du kannst den Kindern ja erzählen, wie es wirklich ist. Die sind ja nicht doof.

    Klar, einfach wird es nicht. Aber was willste machen? Noch 50 Jahre unglücklich vertrocknen und von Rettern träumen oder dein Leben in die Hand nehmen und ganz ohne Mann (das geht gut!!!!) dein Glück suchen?
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    „Nimm Dein Leben ein bisschen in die Hand. Wenn Du es gut behandelst, dann beisst es auch nicht! “
    [Geschenkt von Gustave]

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    AW: Auseinandergelebt?

    Liebe TE,

    Du hast bereits VOR dem "Kennenlernen" des dating-app-Mannes gemerkt, dass es Dir in Deiner Beziehung nicht mehr gut geht. Also diesen Vorwurf musst Du Dir schonmal nicht machen, dass Du Dich auf Deinen Mann deshalb nicht mehr einlassen kannst, weil "auf der anderen Seite der Wiese das Gras grüner zu sein scheint"...

    ich finde, Du hast Dich jahrelang mit Sachverhalten abgefunden, die anderen Frauen längst zur Trennung gereicht hätten. Ich kann gut verstehen, wenn bei Dir jetzt Gedanken aufkommen, dass Du etwas verpasst, wenn Du Dich nicht trennst.

    Vor Allem werden Respekt, körperliche Anziehung auf Deiner Seite doch nicht besser, wenn Dein Mann nun sich wie ein Kind mit massiven Verlassenheitsängsten aufführt, bzw. er sich in Drohungen äussert. Ich mein, ehrlich gesagt, in einer solchen Situation würden sich bei mir sämtliche Hormone subito ins Nirvana verabschieden.

    Was mich wundert, ist, wie Du Deine Gefühle, Bedürfnisse nicht ernst nimmst, sondern Dich immer wieder dazu zu peitschen scheinst, dass Du der Sache doch noch eine Chance geben müsstest...
    Wie weit willst Du es eigentlich treiben? Bis Du Dich wirklich vergewaltigt fühlst? Du hast schonmal angefangen zu weinen und das Ende der Fahnenstange scheint noch immer nicht erreicht zu sein. Mir wird ganz schlecht, wenn ich das lese.

    Meiner Ansicht nach sind es Schuldgefühle und schädliche Glaubenssätze, die dazu führen, dass Du Dich nicht lösen kannst und wirklich mal auf die andere Seite der Wiese schaust..(.und selbst wenn das Gras dort auch nicht immer so prickelnd wäre...würdest Du wirklich die alten, abgegrasten und bitter schmeckenden Weidegründe wieder vorziehen?)

    Glaubenssätze:
    ich muss ihm doch noch eine Chance geben...
    es geht ihm doch so schlecht...(und ich bin schuld)
    was tu ich den Kindern an, wenn ich mich trenne...(und was tust Du denen erst an, wenn Du Dich NICHT trennst...)
    ich muss hinhalten, weil sonst gibts wieder Streit und Theater...
    ich bin für das Verhalten der ganzen Familie verantwortlich und wenn ich gehe, trage ich die ganze Schuld der Welt auf mir...
    ich habe nicht das Recht, mich um mein Wohlergehen zu kümmern, schon gar nicht, wenn es um sexuelle Wünsche geht...ich muss einfach das ganze Leben nur meine vermeintliche Pflicht erfüllen...

    Ihr habt schon eine Paarberatung. Manchmal wird diese auch zur Trennungsberatung, las ich. Denn es gibt bei der Paarberatung ein "open end", d.h. es steht nirgends geschrieben, dass auf Teufel komm raus die Beziehung wieder passend geklopft werden muss.

    In Deiner Darstellung bist Du sehr klar und weisst doch im Prinzip auch, dass es kein Zurück mehr gibt, sondern nur noch ein Vorwärts, und das möglichst schnell und ohne Dich durch die emotionalen Erpressungsversuche von Deinem Mann mürbe machen und weichkochen zu lassen.

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    AW: Auseinandergelebt?

    Zitat Zitat von free_spirit Beitrag anzeigen
    ich habe nicht das Recht, mich um mein Wohlergehen zu kümmern, schon gar nicht, wenn es um sexuelle Wünsche geht...ich muss einfach das ganze Leben nur meine vermeintliche Pflicht erfüllen...
    Ja, fürchterlich … ist das das kollektive diffuse Erbe von 6534232 Jahren Unterdrückung und Kirche?

    Liebe Hase, es gibt keine Verpflichtung zur Aufopferung, im Gegenteil, dein Leben ist ein einzigartiges Geschenk und du solltest zusehen, es nicht zu verschwenden.

    (ich krieg echt die Pickel, wenn ich sowas lese …)
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    [Geschenkt von Gustave]

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    AW: Auseinandergelebt?

    Lass den Strang am besten ins Trennungsforum verschieben. Das Ding ist durch.

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