Liebe TE,
kannst Du Deine Arbeitszeit kürzen? Dann würde ich das überlegen und mit dem Partner das Thema Rentensicherung (!) besprechen.
Dein Mann will nicht kürzer treten, das solltest Du akzeptieren.
Es wäre auch der erste Mann, der Freizeit im Haushalt verbringt . . das habe ich während Corona monatelang in meinem gutbürgerlichen Umfeld erlebt!
Warum hast Du kein Auto? Das ist doch gelebte Freiheit, gerade wenn man ländlich wohnt.
lg luci![]()
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Thema: Liebe und Alltag
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26.09.2020, 18:30
AW: Liebe und Alltag
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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26.09.2020, 19:50
AW: Liebe und Alltag
...es kann ja auch ein elektrischer Smart sein und muss nicht gleich ein Problem für die Umwelt sein.
Meine Putzfrau ist 75 Jahre alt und sehr klein. Sie macht alles sauber, was für mich beschwerlich ist bei 1.78m und seit Kurzem tut mir ein Knie weh. Wegen der Schwerkraft ist es so über 1.60m nicht sehr dreckig.
Solche Sachen, dass die Nachbarn reden wenn man eine Putzfrau hat, so was hab' ich noch nie gehört! Habe aber auch immer nur ein einer Grossstadt gewohnt.
Was hat denn Dein Mann vor Eurer Ehe gemacht, um sich zu ernähren, seine Kleidung zu waschen und dass sein Heim nicht total vermüllt ist? Ist er direkt von seinen Eltern mit seiner ersten Frau zusammen gezogen, die ihm den Haushalt gemacht hat und dann irgendwann im warmen Wechsel zu Dir übergesiedelt?
Ich kann es schon verstehen, wenn Du ihn nicht umerziehen willst. Wer hat dazu schon Lust? Da geht dann aller Respekt verloren. Aber ich kann es mir irgendwie schwer vorstellen, dass ein Mann, der jung genug ist noch zu arbeiten, so gar nichts von den sozialen Veränderungen der letzten 60 Jahre mitbekommen hat. Das muss doch paralel zu seiner Lebenszeit passiert sein?
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26.09.2020, 20:10
AW: Liebe und Alltag
Das klingt ein bisschen wie hier bei uns, nur weniger drastisch.
Wir fragen uns hier immer wieder, wie andere das schaffen und kommen zu keinem Schluss.
Ich frage mich auch, ob wir zu viel machen wollen oder zu hohe Ansprüche haben - keine Ahnung. Es sind keine Kinder, kein Haus oder Garten zu versorgen, keine Haustiere. Und doch ist gefühlt immer was. Lange Zeit war vieles für meine Mutter zu tun, auch oft ungeplant, doch auch das ist seit ihrem Tod vorbei.
Vielleicht haben wir verlernt zu entspannen.... eigentlich ist es mir auch ein Rätsel.
Anders als bei dir gibt es aber eher keine Asymmetrie zwischen uns.
Ich bin in Teilzeit angestellt und außerdem noch selbständig, muss mich um mehrere Immobilien kümmern und als gesetzliche Betreuerin einen behinderten Bruder. Mein Lebensgefährte ist in Vollzeit angestellt, hat viele Dienstreisen und außerdem engagiert er sich noch ehrenamtlich und betreibt viel Weiterbildung.
Die Hausarbeit teilen wir ziemlich fifty-fifty auf, wobei ich in manchen Dingen sicher mehr Mental load habe.
Aber das Thema Einkaufen und Staubsaugen liegt komplett bei ihm.
Putzen tun wir, wenn es unerträglich wird. Unsere Putzhilfe ist die letzten Monate wegen Corona nicht da gewesen, hoffentlich können wir sie bald wieder engagieren.
"Projektleitung" für Wäsche habe ich, er macht da, was ich ihm zurufe.
Kochen tun wir gemeinsam, aber nicht jeden Tag.
Papierkram (Geldanlage, Steuer, Versicherung etc.) macht jeder für sich.
Wenn ich das so lese, denke ich: müsste doch eigentlich alles kein Problem sein.
Wir leben hier zum Glück sehr zentral. Kleinkram kaufen wir wenn es sich so ergibt, ein Großeinkauf wird von mir vorbereitet (Einkaufszettel), er macht ihn.
Musst du nicht.Tatsächlich finde ich die Lastenverteilung "unfair", wenn ich neben dem Job noch den ganzen Rest alleine machen muss.
Er hätte stressfreie Jahre gehabt in einem Beruf, der ihn so fordert, dass er nicht reduzieren kann und bei dem immer wieder Ungeplantes anfällt?Uns reicht das Geld gut zum Leben. Was aber, wenn wir uns trennen würden? Er hätte stressfreie Jahre gehabt und weiterhin einen guten Verdienst und eine gute Rente. Ich hätte zwar auch stressfreie Jahre gehabt, müsste aber womöglich im Alter deutlich Abstriche machen. Daher die Frage nach der "Lastenverteilung", bei der beide profitieren und die Lasten tragen.
Finde ich jetzt nicht unbedingt. Oder schiebt er da was vor?
Finanziell könntest du für die Tatsache, dass du ihm "den Rücken freihältst", dich doch von ihm bei der Rente "entschädigen" lassen, oder?
Sodass quasi deine fehlenden 20%, die du für den Haushalt machst, "ersetzen" lässt?
Ich habe angefangen, mehr loszulassen. So manches geht dann eher."Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“
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26.09.2020, 20:56Inaktiver User
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26.09.2020, 20:58
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26.09.2020, 20:59
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26.09.2020, 21:06Inaktiver User
AW: Liebe und Alltag
Ich auch nicht mit jemandem der sich vorsätzlich unnötige Arbeit und Schwierigkeiten auflädt und sich dann wundert daß die Liebesbeziehung darunter leidet.
Hatte ich schon, zu spät ausgestiegen weil mir damals nicht bewusst war daß es so etwas überhaupt gibt.
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- Grund
- Provokation
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26.09.2020, 21:54
AW: Liebe und Alltag
Du meinst, weil dein Arbeitsweg so gering ist und du einen guten Job hast seit langer Zeit? Wie muss ich mir das genau vorstellen, dass es bei dir immer nur gemütlich zugeht? Hast du nie Karriere angestrebt? Nie irgendwelche Ziele verfolgt und dafür gekämpft? Nie einen Umbruch im Unternehmen miterlebt bzw.mit gestaltet?
Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.
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26.09.2020, 22:57
AW: Liebe und Alltag
Auch uns geht es ähnlich. Am Ende einer Arbeitswoche sind wir müde und ausgelaugt und ich nehme an, es liegt tatsächlich am Alter - wir sind beide Ende 50. Bis vor einem Jahr waren wir noch regelmäßig im Schwimmbad und mit Freunden Radfahren - jetzt fehlt uns dafür die Kraft. Gut, die Corona-Krise hat uns beide durch Überstunden auch arg gebeutelt.
Allerdings arbeiten wir auch sonst beide Vollzeit, bei uns herrscht keine Asymmetrie: mein Partner wäscht und bügelt seine Wäsche allein - und ich meine eigene Wäsche, wir kochen und kaufen abwechselnd ein, arbeiten zusammen im Garten. Putzen tue ich allerdings - bis auf die Fenster - allein, dafür bringt er regelmäßig Grünschnitt, Laub und Altglas zu den Sammelstellen, holt Getränke, kümmert sich um die aufwendige Teichpflege (Koiteich) und die Haustechnik, streicht den Zaun oder schneidet die Hecke. Er tut also genug.
Wir benötigen einfach mehr Zeit um zu regenerieren. Ich hätte gerne mehr Kraft für die Hausarbeit, aber ich brauche einfach mehr Ruhe und ihm fehlt immer mehr die Kraft für die schweren Gartenarbeiten.
Wir bewohnen auch ein kleines Haus mit einem ebenso kleinen Garten, aber wir wohnen am Stadtrand, fünf bzw. 10 Minuten für ihn von der Arbeitsstelle entfernt und wir haben den Luxus drei Supermärkte, einen Bäcker und einen Getränke- und Gartenmarkt fußläufig erreichen zu können. Das ist sehr bequem und spart Zeit und Kraft.
Das Haus in dieser Lage habe ich aber gezielt für den jetzigen Lebensabschnitt ausgewählt und gekauft- ich wollte im Alter zurück in die Stadt und wenigstens einen Supermarkt um die Ecke haben. Zwei Jahrzehnte hatte ich vorher sehr idyllisch und unpraktisch auf dem Dorf ohne Bäcker und ohne Tante Emma-Laden gelebt, habe aber eben gesehen, wie abhängig die dort lebenden Senioren von ihren Kindern waren. Ich wollte daher im Alter auf jeden Fall zurück in die Stadt.
Ich überlege gerade auch, meine Stunden zu reduzieren oder eine Putzhilfe zu suchen. Mein Partner kann seine Stunden nicht reduzieren, er hat sich schon erfolgreich nach Hilfe im Garten umgesehen.
Dafür werden wir uns eben an anderer Stelle einschränken müssen - aber das wäre uns persönlich ein gepflegtes sauberes Haus und ein schöner Garten, in dem wir sehr wohl fühlen, schon wert. Es ist letztlich eben doch eine Frage des eigenen Anspruchs. Da wird jede ihre Prioritäten anders setzen!
Liebe Grüße
Ninfa
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- Grund
- Verstoß gegen 14.1
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26.09.2020, 23:33


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