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    geschockt AW: Liebe und Alltag

    Zitat Zitat von TH14 Beitrag anzeigen
    ...
    [editiert]

    Warum muss denn eine 75 Jahre alte Rentnerin überhaupt noch arbeiten? Damit wir Vollzeit arbeiten können, um später genug Rente zu bekommen?

    Wobei ich arge Probleme hätte, eine Senioren zu beschäftigen. Dann lieber doch die junge Frau ais Rumänien?

    Ich muss zugeben, ich arbeite mit fast 60 Jahren immer noch 40 Stunden die Woche - und mehr, wenn notwendig, weil ich später im Rentenalter mit meiner Rente gut auskommen möchte.
    Geändert von skirbifax (27.09.2020 um 07:46 Uhr) Grund: Zitat angepasst, Bezug gelöscht

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    AW: Liebe und Alltag

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Das fällt mir auf - mir kommt das "ineffizient" vor - das finde ich schon für zwei Personen.

    Als Studentin vor langer Zeit hatte ich schon eine Waschgemeinschaft, weil man alleine doch keine sortierten Maschinen voll bekommt.
    Ja, es ist auf den ersten Blick ineffizient, was aber einmal an den persönlichen Ansprüchen liegt. Er trägt nur exakt gebügelte Hemden aus Baumwolle oder Leinen- hat aber an die 70 Hemden und kann daher sammeln.

    Ich hasse das Bügeln und trage daher privat vorzugsweise Blusen aus bügelfreiem Polyester-Chiffon oder Kaschmirpullis.

    Beruflich habe ich den Luxus mir täglich frisch gewaschene und gebügelte Kleidung aus dem Spind zu holen.

  3. Inaktiver User

    AW: Liebe und Alltag

    Ganz allgemein gesehen - wenn du den Grossteil der Arbeiten übernimmst, und er sich an den gedeckten Tisch setzen kann, dann ist ein finanzieler Ausgleich fällig.

    Warum übernimmt er den Grosseinkauf nicht mit Auto? Oder ihr beide gemeinsam? Donnerstag Abend ist immer ein guter Zeitpunkt, nicht mehr so viel los.

    Und sowieso - ich sehe "Hausarbeit" nicht mehr als Ärgernis, sondern ich machs mir schön.

    Auch das gemeinsame Essen am Abend - ich werde meistens bekocht - das ist mein Highlight zum Ausklang des Tages.

    Klar versuche ich, die Essenswoche ein weinig zu planen.

    Und es hat sich bewährt, den Grossputz so am Donnerstag zu machen, damit man am Freitag ins Wochenende starten kann.

    "Sieht" er denn auch, was gemacht werden muss? Damit fängts ja scho an ...
    Geändert von Inaktiver User (27.09.2020 um 01:47 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Liebe und Alltag

    Zitat Zitat von daisymiller2 Beitrag anzeigen
    Auch heute noch habe ich das Gefühl, dass Frauen ihre Liebe viel mehr "kostet" und Männer wesentlich deutlicher davon profitieren.
    Darüber bin ich gestolpert, liebe daisy.

    Da ist was dran.

    Es sei denn, beide können an den Honigtopf ran.

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    AW: Liebe und Alltag

    Frau Keks, das finde ich nicht nett. Meine Putzfrau arbeitet schon 20 Jahre für mich und hat mich zur Hochzeit ihrer Tochter eingeladen. Wir sprechen zwar keine gemeinsame Sprache aber bekommen es irgendwie hin. Ich habe das mit ihrer Grösse und ihrem Alter eher im Spass gesagt, weil ich damit ausdrücken wollte: sie ist sicher nicht der Putzteufel, den ich gerne hätte. Und billig ist sie auch nicht. Aber man wird irgendwann mal zur Familie und ich würde ihr nicht kündigen wollen. Sie und ihr Mann haben gerade wegen Corona viel weniger Aufträge und sie ist froh, dass wir da keine Angst haben.

    Man kann auch alles von einer hässlichen Seite sehen. Sie kommt aus einem armen Land und beide ihrer Kinder haben hier studiert und können gut Karriere machen und sie und ihr Mann putzen eben, weil sie keine neue Sprache mehr lernen konnten in ihrem Alter. Aber sie wollten ein besseres Leben für ihre Kinder. Und das haben sie auch hin bekommen und ich finde das toll.

    Das als Antwort auf alle die Leute, die keine Fremde in der Wohnung haben wollen. Am Anfang sind sie Fremde und dann irgendwann nicht mehr. Sie und ihr Mann wollen arbeiten, weil sie ihren Kindern ein so richtig gutes Leben gönnen und ich glaube, es macht sie auch stolz, dass sie das noch kann. Ich habe sie mal vor Kurzem gefragt, wie alt sie ist und sie sagte 75. Ich dachte, sie wäre so alt wie ich, 57.

    Ich wohne nicht in Deutschland sondern in den USA und sie ist hier nicht dokumentiert. Aber sie hat ihre Kinder hier bekommen und sie irgendwie durch ein Studium gebracht und beide sind Rechtsanwälte. Ich verstand einfach nicht das "Fremdeln" mit den Putzleuten. Die beiden haben ihre Familie aus einem gefährlichem und wahnsinnig armen Land in die USA gebracht und manchmal wünsche ich mir auch jemand, dem ich einen Einkaufszettel geben kann aber das funktioniert eben bei uns nicht weil ich kein Spanisch spreche und sie kein Englisch.

    Aber, sie hat so ein gutes Verhältnis zu ihren Arbeitgebern, dass sie mal für 6 Monate nach San Francisco gezogen ist, um eine ehemalige Arbeitgeberin bei der Chemotherapie zu unterstützen. Ich bewundere so jemand. Und nicht als "Dienstkraft" sondern als Menschen. So bin ich auch aufgewachsen. Dass man mit mehreren Kindern manchmal Hilfe braucht, dass die Menschen, die einem dann helfen auch alle ihre Geschichte haben und mit genauso viel Respekt behandelt werden wie sie mir begegnen.

    Ok, ich rege mich zu sehr auf. [editiert]
    Geändert von skirbifax (27.09.2020 um 07:49 Uhr) Grund: Verstoß gegen 14.1

  6. 27.09.2020, 08:06

    Grund
    Fragen, Anmerkungen und Kritik zur Moderation bitte per PN

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    AW: Liebe und Alltag

    Zitat Zitat von ninfa Beitrag anzeigen
    Auch uns geht es ähnlich. Am Ende einer Arbeitswoche sind wir müde und ausgelaugt und ich nehme an, es liegt tatsächlich am Alter - wir sind beide Ende 50. Bis vor einem Jahr waren wir noch regelmäßig im Schwimmbad und mit Freunden Radfahren - jetzt fehlt uns dafür die Kraft. Gut, die Corona-Krise hat uns beide durch Überstunden auch arg gebeutelt.
    Das kann ich nicht verstehen. Du stehst ja mit dieser Ansicht nicht allein da.

    Ich bin 51, mein Freund 57. Aber trotz jeweils 40 Stundenwoche sind wir ständig unterwegs. Im Sommer nach der Arbeit grundsätzlich draußen am See und im Winter Skifahren oder Saunen. An Wochenenden gibt es auch immer Ausflüge oder Kurzreisen.

    Natürlich gibt es Arbeitstage, da ist man platt und will nur noch Ruhe. Aber selbst an den Tagen hilft uns ein Picknick abends an der Isar oder der Gang in die Sauna.

    Hausarbeit findet unter der Woche praktisch nicht statt, außer Kochen. Er kauft ein, kocht und ich räume danach die Küche auf.

    Samstags putzen wir oder ich allein oder auch mal nicht, je nach Laune oder Bedarf

    Der Grundtenor bei uns ist, wir haben eine schöne Zeit zusammen. Putz- und Reparaturarbeiten werden nach Bedarf erledigt. Trotzdem sind es keine Arbeiten, die wir widerwillig machen.

    Seit dem jeweils die Kinder erwachsen und aus dem Haus sind (wir haben unsere Kinder mit jeweils anderen Partnern) liegt der Fokus auf Genießen und die freie Zeit außerhalb der Arbeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Dabei entscheiden wir uns täglich spontan, Wochenendausflüge oder Urlaub auch mal vorab geplant.

    Ich habe mich, trotz Vollzeitjob, nicht so entspannt gefühlt, wie als ich noch Teilzeit und Kinder hatte bzw. zu versorgen hatte.

    Deshalb meine ich, ist es auch eine Typfrage, welche Prioritäten man setzt. Ich habe für mich entdeckt (und habe auch so einen Partner), dass das Privatleben nicht mehr so durchgetackert sein muss, wie zu der Zeit, als ich mit dem Vater meiner Kinder diese großgezogen habe.

    Ein unheimlich entspanntes Gefühl.
    Der Humor ist die Maske der Weisheit. Maskenlos ist die Weisheit unerbittlich. - Dürrenmatt -

  8. Inaktiver User

    AW: Liebe und Alltag

    Wirklich wundervoll. Auch ich lebe ein locker flockige Leben, wollte es aber hier nicht ausbreiten, weil ich das für die TE nicht hilfreich finde.

    Was mir den Alltag erleichtert, ist die Technik. Roomba Saugroboter statt Putzkraft, Waschtrockner mit Zeitschaltung = kein Bügeln. Das spart mir schon enorm viel Zeit. Das Bad halte ich mit kleinen Routinehandgrifen in Ordnung, ist Gewöhnunssache. Einkäufe nebenbei, mir hilft die Einkaufszetteiapp. Die meiste Zeit im Haushalt verbringe ich mit Kochen, und das ist schon wieder entspannend. Könnte auch liefern lassen.

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    AW: Liebe und Alltag

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen

    ... So bin ich auch aufgewachsen. Dass man mit mehreren Kindern manchmal Hilfe braucht, dass die Menschen, die einem dann helfen auch alle ihre Geschichte haben und mit genauso viel Respekt behandelt werden wie sie mir begegnen.

    Ok, ich rege mich zu sehr auf. [editiert]
    Was für eine Geschichte!

    Aber so etwas kann man wirklich nicht ahnen, wenn du nur etwas darüber witzelst hier. Da kannst du auch niemandem einen Vorwurf machen.

    Mir wäre allerdings schon klar, dass, wenn jemand mit 75 noch putzt, der jenige auch Geld braucht. Und dass da bestimmt keine wunderschöne Geschichte hinter steckt und dessen Leben sicherlich eher sehr beschwerlich ist oder war.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Liebe und Alltag

    Zitat Zitat von Admaro Beitrag anzeigen
    Das kann ich nicht verstehen. Du stehst ja mit dieser Ansicht nicht allein da.
    Ob man sich ausgelaugt fühlt oder nicht, das ist doch keine Meinung - sondern ein Gefühl.
    Insofern musst du da auch nichts verstehen, höchstens nachfühlen können oder eben auch nicht.

    Ich bin 51, mein Freund 57. Aber trotz jeweils 40 Stundenwoche sind wir ständig unterwegs. Im Sommer nach der Arbeit grundsätzlich draußen am See und im Winter Skifahren oder Saunen. An Wochenenden gibt es auch immer Ausflüge oder Kurzreisen.
    Happy you.
    Wir versuchen das auch, aber Urlaub hat auch wieder gewisse Stressfaktoren. Das Ganze will ja organisiert werden, man muss packen, auspacken etc.
    Ja, vielleicht sollte mich das alles nicht stressen. Tut es aber teilweise. Und wenn ich z.B. mehrere Wochenenden nacheinander unterwegs war, will ich irgendwann gar nix mehr.

    Samstags putzen wir oder ich allein oder auch mal nicht, je nach Laune oder Bedarf
    Wie das, wenn ihr "immer" unterwegs seid?

    Putz- und Reparaturarbeiten werden nach Bedarf erledigt. Trotzdem sind es keine Arbeiten, die wir widerwillig machen.
    Ich machen Putzarbeiten tatsächlich widerwillig, sicherlich macht es das auch schwerer. Aber sie gerne zu machen - da hab ich noch keinen Weg gefunden.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

  11. Inaktiver User

    AW: Liebe und Alltag

    Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber ich kenne das Problem.


    Wir sind auch zu zweit und haben auch das Problem, dass häufig etwas liegen bleibt. Meine langfristige Lösung dafür ist: Nicht mehr ganz so ländlich wohnen!


    Heute (!) würde ich so wohnen wollen, dass der nächste Supermarkt, am besten auch die Apotheke, fußläufig liegen, dann kann man ganz anders planen. Außerdem: Arbeitswege optimieren, also so wohnen, dass möglichst wenig Zeit für Arbeitswege verloren geht.


    Ich glaube auch, Du unterschätzt die Putzfrau: Klar brauchst Du eigentlich nicht jemand, der die Böden wischt, sondern jemand, der sieht, dass die Gewürzschublade ausgesaugt werden sollte - aber: Das Bodenwischen kostet Dich auch Zeit!

    Zeit, die Du nach Anstellung einer Putzfrau für andere Dinge (Gewürzschublade....) zur Verfügung hättest.



    Alternativ: Auf 50% reduzieren und Dich mit Deinem Mann so zusammensetzen, dass er Dich finanziell absichert, was den Verlust angeht.

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