Ich stell mal eine These in den Raum -> ist er vielleicht asexuell? Ich hatte mal mit jemandem Kontakt, der sich sehr ähnlich verhalten hat. Sex hat er der damaligen Freundin zuliebe mitgemacht inkl dem Duschen danach und er mochte es absolut nicht, den Intimbereich zu berühren. Für ihn ging das nicht.
Das war einer der Gründe, warum seine Beziehung nach vielen Jahren auseinander ging. Fiel mir gerade beim lesen ein.
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15.06.2020, 13:18
AW: an sich gute Ehe, aber ohne Sex und ohne Körperkontakt
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15.06.2020, 13:18
AW: an sich gute Ehe, aber ohne Sex und ohne Körperkontakt
Das vermute ich auch schon stark.
Weißt Du liebe TE, nachher harrst Du noch ein paar Jahre aus bevor Du Dich trennst und iwann einen neuen aufregenden Mann an Deiner Seite hast, der es gar nicht erwarten kann Dich in Deiner Intimgegend anzufassen und zu verwöhnen und dann denkst Du Dir "Wieso habe ich mich eigentlich nicht schon viel früher getrennt?"
Du kannst doch dann trotzdem mit Deinem (Ex)-Mann befreundet bleiben! Ihr würdet euch ja weiterhin schätzen.
Vergeude bitte nicht wertvolle Lebenszeit an der Seite von jdn, der Dich nicht mit Haut und Haar begehrt.
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15.06.2020, 13:20Inaktiver User
AW: an sich gute Ehe, aber ohne Sex und ohne Körperkontakt
Zitat von mir gekürzt
Du siehst das schon recht klar. Würde eine Sexualtherapie für euch in Frage kommen? Dein Mann hat meines Erachtens ein Problem mit dem Leben von Sexualität. Ich denke, dass er da belastende Erlebnisse und Verknüpfungen damit hat, sodass er dem Sex ausweicht. Allein sein, will er vielleicht nicht, reden aber ggf. auch nicht.
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15.06.2020, 13:20Inaktiver User
AW: an sich gute Ehe, aber ohne Sex und ohne Körperkontakt
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15.06.2020, 13:21
AW: an sich gute Ehe, aber ohne Sex und ohne Körperkontakt
Das Gefühl, dass Deine Antwort ans Publikum so ausfallen würde, hatte ich bereits sehr schnell gewonnen. Obwohl Du von Veränderung sprichst, neigst Du immer noch sehr dazu, an der "Friendzone"-Konstallation festzuhängen.
Die Vertrautheit mit einem Menschen kann ja eine wunderbare Komfortzone sein. Es fehlen da viele Höhepunkte, aber auch Unangenehmes, Beängstigendes fällt fort. Vor allem die enorme Anstrengung, sich auf einen anderen Menschen nochmal einlassen zu sollen.
Zugleich ist es ja auch so "wichtig", erotische Antriebe zur Seite zu drängen, am besten solche „archaischen“ Gefühle nicht zuzulassen, noch besser sie ad acta zu legen. Noch viel einfacher ist es, weil Frauen seit Jahrtausenden gelehrt wird, so sei es richtig für eine Frau. Welche Schande hingegen zuzugeben, da sei noch ein Funke (wenn es überhaupt reicht) an Begehren und Sehnsucht und dann auch noch Lust auf geschlechtliche Vereinigung.
Neben verlogenen Moralismen obwaltet ja auch noch beständig das Vorsichtsprinzip.
Nicht zuletzt müssen die materiellen Belange bedacht werden. Allerdings fehlt da bei der TE die Auskunft, schließlich hat sie einen Job, der sie ausfüllt. Daher halte ich bei diesem Punkt ein, bin auch gerne bereit, ihn zurückzunehmen.
Dennoch reichen ja bereits die anderen Auskünfte. Seelische Ruhe vor Unerwartetem ist aber kein wirklich gutes Ruhekissen. Es ist das scheinbare Glück der Ruhe, welches an die Stelle eines gelebten Lebens zu treten hat.
Schließlich hat die TE auch nur 2 Möglichkeiten zugelassen: Bleiben oder gehen. Dass es keinen Sinn ergibt, mit ihm über Sexualität zu sprechen, davon bin ich überzeugt. Ihn zu verändern als Option, das sehe ich überhaupt nicht und würde es nicht einmal versuchen wollen.
Aber wenn ich nunmal einen Bruder oder Freund an meiner Seite habe und ihn auch genau dort belassen möchte, warum nur ist dann die dritte Option undenkbar? Der nette asexuelle Freund an meiner Seite: Warum sollte er von mir verlangen dürfen, in Askese zu leben? Vielleicht deshalb, weil die bestehende Bindung durch eine neue ersetzt werden könnte?
Ich glaube, das ist durchaus ein springender Punkt. Ich sehe eine „Sex-Beziehung“, wie mehrfach von mir beschrieben, eben nicht nur als „Sex-Beziehung“, würde mich nach Ganzheitlichem sehnen. Das muss nicht unbedingt Ehe bedeuten, auch nicht, mit diesem geliebten Menschen zusammenleben zu müssen. Aber es könnte natürlich geschehen, dass die Sehnsucht nach dauerhaftem Zusammensein die Oberhand gewinnt, das Bestehende dann eher als lästig erscheint.
Ich glaube, genau das fürchtet die TE. Moralische Bedenken dürfte sie weniger haben – sie sieht das Bestehende als gefährdet an. Dafür nimmt sie in kauf, die in ihr schlummernde sehnsuchtsvolle Frau zu „töten“.
Da können wir ihr nicht weiterhelfen. Ich hoffe jedoch, dass sie die Zusammenhänge nicht nur begreift, sondern auch spürt, was da falsch ist.
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15.06.2020, 13:23Inaktiver User
AW: an sich gute Ehe, aber ohne Sex und ohne Körperkontakt
gekürzt von mir.
Du schriebst es schon mehrmals, ich glaube Dir auch. Nur, warum bist Du denn nicht auf eins der Angebote, oder alle, eingegangen?
Was hattest Du zu verlieren? Überwinde einmal Deine Angst und die Hemmungen, trau Dich Erfahrungen zu machen, gute oder schlechte, egal. Hauptsache leben.
In 10 Jahren wirst Du Dich ärgern, wenn Du jetzt nicht loslegst und Erfahrungen machst, die Dir angboten werden.
Viel Spaß dabei.
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15.06.2020, 13:25
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15.06.2020, 13:27Inaktiver User
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15.06.2020, 13:28
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15.06.2020, 13:37
AW: an sich gute Ehe, aber ohne Sex und ohne Körperkontakt
@Petersilie
Was war in den mehrjährigen Trennung mit euch beiden?
hattest du da keine Sexualpartner? Er auch nicht?
Warum bist du nach 2 Jahren zurück?
Das ist der Kasus Knacktus.
Dann: habt ihr in all den vielen Jahren nie mal darüber gesprochen, warum er sich nach dem Sex so verhält?
Ich springe nach dem Schnackseln auch sofort auf und wasche. mich. Weil ich sonst zu Blasenproblemen neige.
Finden zwar alle auch immer ungemütlich, aber wer mich liebt, weiß um den Grund und unterstützt mich da sogar.
Außer seinem "steh ich nicht so drauf" nie ein tieferes Gespräch?
Das ist auch ein Zeichen dafür, dass ihr nebeneinander her lebt. Und der Sex ist nur ein Symptom. Ein Indikator.
ich bin mir auch noch sehr im Unklaren, was du dir von deinem Thread hier erhoffst?
Zuspruch ?
Wofür - zum durchhalten oder zum gehen?


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