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    Quarterlifecrisis - Trennung?

    Hallo,
    Ich weiß gar nicht so recht wo ich anfangen soll. Es geht um 2 unterschiedliche Themen, wobei ich glaube das sie stark zusammen hängen.
    Also ich bin fast 25 Jahre alt (in 2 Wochen um genau zu sein). Es fing kurz vor meinem 24. Geburtstag an, das ich auf einmal Panik bekam für manche Dinge zu alt zu sein könnte und das ich einiges verpasst habe. Im Internet gab es dazu den Begriff "Quarterlife-Crisis".
    Plötzlich begriff ich (so doof es klingt) dass ich nicht für immer jung und irgendwie ja schon erwachsen bin. Es ging eine Weile lang gut, doch im Moment bin ich (vermutlich wegen des anstehenden Geburtstags) fast am durchdrehen.
    Ich verfalle in regelrecht depressive Phasen, wo ich das Gefühl habe das die beste Zeit meines Lebens schon vorbei ist - und ich habe sie verpasst.
    Ich habe nie studiert und dementsprechend nie ein Studentenleben gehabt, ich bin nie aus meiner Heimatstadt weggezogen, ich habe nie in einer WG gewohnt, war nie im Ausland, habe mich nie richtig ausprobiert und war vermutlich auch viel zu selten feiern usw.
    Da ich immer in einer Beziehung war, habe ich die Prioritäten anders gesetzt und jetzt wird mir erst klar, das ich so vieles verpasst habe von 18 bis heute. Die meisten meiner Freunde hatten diese Phase und sind jetzt inzwischen schon wieder da raus. Irgendwie habe ich nie richtig darüber nachgedacht, ich dachte immer ich habe noch sooo viel Zeit für alles und bin noch so jung. Aber jetzt wird mir klar das Die Zeit rennt. Jetzt bereue ich es und wünschte ich könnte Die Zeit zurückdrehen.
    Geht das vorbei? Was kann ich tun, das mich das nicht so fertig macht? Muss ich einfach akzeptieren, das man nicht alles haben kann und ich manche Dinge einfach verpasst habe?
    Jetzt komme ich zu meiner Beziehung. Mein freund ist um einiges älter als ich, er ist 33. Wir sind zusammen gekommen als ich 19 war. Seid 2 Jahren wohnen wir zusammen.
    Davon war ich auch in einer langjährigen Beziehung.
    Mein Freund ist liebevoll, treu und ehrlich. Er wäre für viele Menschen der Traumpartner. Natürlich passen wir nicht 100% zusammen (manchmal unterschiedliche Interessen und Ansichten), aber wer tut das schon?
    Es war alles gut, aber seid i h diese Quarterlife Crisis habe zweifle ich auch an der Beziehung.
    Er bedeutet mir wahnsinnig viel und ich weiß das es bescheuert wäre ihn gehen zu lassen. Aber das Gefühl etwas zu verpassen lässt mich einfach nicht los. Wenn wir zusammen bleiben habe ich mich nie ausprobiert, ich werde nie wieder einen anderen Menschen küssen können, ich werde nicht ins Ausland gehen können, ich werde warscheinlich für immer hier wohnen bleiben.. Er fühlt sich wohl so wie es ist und würde am liebsten nichts ändern.
    Dadurch das er älter ist hatte er diese "Austob-Phase", die ich nie hatte. Und es jagt mir schreckliche Angst ein.
    Ich will auf keinen Fall in der nächsten Zeit Kinder bekommen und er soweit ich weiß auch nicht, aber irgendwann wäre er der perfekte Vater und Ehemann. Aber das Gefühl ich müsste noch leidenschaftlich sein und Leute kennenlernen und Erfahrungen sammeln (nicht nur sexuell, einfach generell) macht mich verrückt.
    Ich würde ihn auch niemals betrügen, deswegen wäre die einzige Lösung sich zu trennen. Für etwas Offenes wäre er auf keinen Fall bereit.
    Er würde auch nicht ins Ausland gehen oder umziehen wollen. Ich weiß nichtmals selber ob ich das will, aber er will halt einfach das alles so bleibt wie es ist und wir dann irgendwann eine Familie Gründen usw. Er ist halt vom Typ ganz anders, er will nicht mal "ausbrechen" oder irgendwas und ist durch sein Alter natürlich auch mehr "gebunden". Und ich habe manchmal das Gefühl das mir noch etwas fehlt.
    Jetzt weiß ich nicht ob das alles ein Zeichen ist, das ich ihn nicht mehr liebe und mich lieber trennen sollte? Oder ob es einfach die Angst durch die Quarterlifecrisis ist?
    Ich kann meine eigenen Gefügle nicht deuten, manchmal kann ich nicht einschlafen weil ich Panikattacken bekomme. Dazu kommt jetzt noch Corona, wodurch ich das Gefühl habe das mir ein wichtiges Jahr in meinem Leben geklaut wird.
    Ich will mir meinen freund auch auf keinen Fall "warmhalten", nur weil ich weiß das er ein guter Partner ist. Wenn ich ihn nicht mehr liebe, würde ich mich von ihm trennen. Aber ich will ihm und mir nicht unnötig weh tun; wenn es nur eine Phase ist. Ich kann mein Herz einfach nicht richtig hören.
    Ich kann auch nicht mit ihm darüber reden, er würde es auf jeden Fall persönlich nehmen und sehr verletzt und verunsichert sein. Ich habs schonmal probiert...
    Hatte jemand von euch sowas auch schonmal? Wenn ja, geht es vorbei? Habt ihr euch bei solchen Gedanken getrennt? Denkt man sowas überhaupt wenn man jemanden noch liebt? Wie kann ich meine Angst vor dem älter werden besiegen? Wie kann ich darauf hören was mein Herz mir sagt ohne das der Kopf dazwischen funkt?
    Ich wünschre einfach ich würde mich meinem Alter entsprechend fühlen und mich auf Dinge wie Familie gründen; eigenes Haus haben usw freuen. Und zu schätzen wissen was ich für einen tollen Partner habe.
    Aber was ist wenn ich mir in 10 Jahren denke "hätte ich mich doch noch ausprobiert". Genauso kann es natürlich sein das ich mir denke wenn ich mich trenne "wie konntest du nur so dumm sein?" So oder so möchte ich IHM auch nicht weh tun oder ihn hinhalten...
    Ich weiß nicht was ich tun soll und hoffe auf ähnliche Erfahrungen...
    Danke schonmal im Voraus.

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    AW: Quarterlifecrisis - Trennung?

    Wie geht es denn mit Deinem Job? Ist der interessant? Hast Du da Aufstiegsmöglichkeiten? Du kannst Durchaus noch studieren und kannst mit 25 Dir das Fach bestimmt besser aussuchen als mit 18. Wenn einem der Job so richtig fordert und es einem Spass macht, das ist dann so ähnlich wie gut studiert zu haben.'

    Du arbeitest mit interessanten Leuten zusammen, musst eventuell reisen für die Arbeit usw.

    Also wenn Dein Kapitel Mann schon mit vollem Zufrieden sein ausgefüllt ist, dann muss der nächste Schritt nicht unbedingt Kinder sein. Während dem Studium ist auch nicht die schlechteste Zeit ein Kind zu bekommen und wenn Du richtig Karriere machen willst ist mehr als eines sowiso nicht drin.

    Träum mal eine Weile vor Dich hin und überlege Dir, was Du wirklich sein willst.

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    AW: Quarterlifecrisis - Trennung?

    Leb doch einfach mal dein Leben, als wärst du Single. Geh studieren, zieh in eine WG, mach ein Studienjahr im Ausland. Deshalb musst du dich nicht trennen, ihr zieht eben wieder auseinander und habt für ein paar Jahre eine Fernbeziehung.

    Wenn es die Beziehung wert ist, wird sie es aushalten. Wenn nicht, dann ist es auch in Ordnung und du hast Klarheit (und evtl. Gelegenheit zu neuen sexuellen Erfahrungen).

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    AW: Quarterlifecrisis - Trennung?

    ... .
    Geändert von EwigerBub (10.05.2020 um 17:50 Uhr)

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    AW: Quarterlifecrisis - Trennung?

    Ich hatte das Ding auch, mit 24, als ich in einer längeren Beziehung war und gerade von einem Auslandsaufenthalt zurückkam. Und es kam zur Trennung, das lag aber auch an anderen Dingen.

    Was ich dir sagen möchte: derzeit sind Auslandsaufenthalte, Jobwechsel, Studium etc. ohnehin schlecht plan- und umsetzbar.

    Wenn du das Problem von der anderen Seite angehst und erkennst, dass du viel Zeit hast, die hast du wirklich, und man bestimmte Dinge nicht unbedingt U30 umsetzen muss, weil man dann angeblich zu alt dafür ist, kannst du entspannen. Man muss sich nicht "austoben" um dann die nächsten 50 Jahre monogam mit einem einzigen Partner zu leben im selbstgebauten Haus.
    Es geht anders auch.
    *** live as if you were to die tomorrow - learn as if you were to live forever. (Gandhi) ***

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    AW: Quarterlifecrisis - Trennung?

    Ich hatte mit 25 Jahren, nach Abschluss des Studiums ein ganz ähnliches Gefühl. Und ich hatte vorher wilde Zeiten. Mein damaliger Freund war sehr festgesetzt, wenig flexibel, seine Eltern, die wirklich nett waren lebten einen Ort weiter. Und ich hatte das Gefühl- OMG ich sitze in der Falle. Wenn ich da bleibe werde ich Frau eines Landarztes in der saarländischen Provinz. Und habe mich dann getrennt, der arme Kerl hat nicht verstanden warum. Und ist dann wirklich Landarzt geworden.;))
    Und ich habe ca 10 Jahre später geheiratet, einen Mann der wirklich besser zu mir passt. Und da war ich auch bereit mich zu setteln. In der Großstadt als alte Stadtmaus.

  7. Inaktiver User

    AW: Quarterlifecrisis - Trennung?

    Ich persönlich hatte auch eine Quarter-Life-Crisis und habe das auch bei ausnahmslos allen meiner Freundinnen und Freunde beobachtet. Und ich habe auch einige Paare im Freundeskreis, die ähnlich früh zusammen kommen sind wie dein Freund und du. Die meisten Beziehungen sind aus genau den Gründen dann auseinander gegangen, doch es gibt auch noch drei Paare in meinem Freundeskreis, die sich so früh kennengelernt haben und immer noch glücklich sind. Was diese drei Paare gemeinsam haben, ist aber, dass sie es alle geschafft haben, einander diese Freiräume zu ermöglichen. Manche haben ihre Beziehung für eine gewisse Phase geöffnet, viele waren trotz Partnerschaft im Ausland, haben Party gemacht, in einer anderen Stadt gelebt und in WGs gewohnt. Ich kenne niemandem, bei dem dieses Gefühl was verpasst zu haben einfach so wieder vorbeigegangen ist.
    Es ist zuallererst dein Leben und es ist wichtig, dass du damit glücklich bist. Eine gute Beziehung sollte einem genug Freiräume lassen, wie man selbst für seine Entwicklung braucht. Wenn das nicht mehr der Fall ist, dann schränkt man einander ein und tut sich nicht mehr gut.

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    AW: Quarterlifecrisis - Trennung?

    Danke erstmal für eure ganzen Antworten.
    Es ist wirklich schwer zu erklären. Er lässt mir Freiheiten und lässt mich auch feiern usw aber bei manchen Dingen bin ich mir sicher das er nicht mitmachen würde.. wenn ich 1 Jahr ins Ausland gehen würde würde er das nicht einfach so hinnehmen... genauso blockt er bei dem Thema umziehen immer ab..
    Ich weiß ja auch gar nicht ob ich das überhaupt wollen würde, aber mit ihm fühlt es sich manchmal so festgelegt und steif an, als würde sich nie wieder etwas ändern... aber andererseits bringt er mich zum Lachen und liebt mich so sehr und es wäre verrückt ihn gehen zu lassen..
    Ich weiß gar nicht wo mir der Kopf steht

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    AW: Quarterlifecrisis - Trennung?

    Ich kann dich ein klein wenig verstehen, möchte dir aber Mut machen.

    (Ob deine Beziehung tot gelaufen ist oder nicht, kann ich dir nicht beantworten, das musst du schon selbst spüren und wissen, was du willst)

    Viele deiner Punkte lassen sich doch auch mit Beziehung verwirklichen, da sehe ich eigentlich gar kein Problem. Ich weiß ja nicht, in welcher Branche du arbeitest, aber vielleicht kannst du dich weiterqualifizieren oder sogar nochmal aussteigen und studieren. Hat ein Freund von uns aus gemacht. Da war er schon Ende 20, hat jahrelang in einer Behörde gearbeitet und dann einen Cut gemacht und hat ein Studium begonnen. Finanziell musste er dann natürlich eine Weile den Gürtel wieder enger stellen, aber letztendlich hat es sich für ihn gelohnt.

    Dadurch hatte er natürlich dann auch Kontakt zu (jüngeren) Studenten und kam so in den Genuss von WG-Parties und dem typischen Studentenleben.

    Aber auch ohne gleich alles hinzuschmeißen und nochmal ganz von vorne anzufangen, kannst du ja vielleicht einen Abendkurs belegen oder neben dem Beruf studieren. Wer weiß, was du da für Leute kennenlernst. Vielleicht welche, die Connections zu typischen Studenten haben und mit denen du einfach mal was zusammen unternehmen kannst.

    Oben genannter Freund wollte übrigens auch nochmal ne Weile ins Ausland (trotz Freundin). Er hat dann mit seinem AG vereinbart, dass er ein halbes Jahr Vollzeit arbeitet, sich aber nur ein halbes Gehalt auszahlen lässt - dann hat er ein halbes Jahr frei ebenfalls bei halben Gehalt. Er ist dann für einige Monate nach Australien, hat dort Housesitting gemacht und Land und Leute erkundet.

    Vielleicht kannst du dir aber auch eine andere Arbeitstelle suchen bei einem Unternehmen, das auch Standorte im Ausland hat und mal eine zeitlang dort arbeiten oder zumindest mal für gelegentliche Geschäftsreisen ins Ausland kannst.

    Ich selbst kenn so eine "Krise" zwar nicht, bin auch mit meinem Partner sehr früh zusammengekommen. Bis auf die Sache mit dem Bedürfnis nach fremder Haut kann (und sollte m.M. nach auch) alles mit dem Partner möglich sein. Austoben, Parties, eigene Wünsche erfüllen, man muss dazu aber natürlich miteinander sprechen. Mein Partner hatte nach dem Studium auch den Wunsch, für 2 Monate nach Australien zu reisen. Hat er auch gemacht. Er ist auch öfter mit Kumpels oder ein paar Freundinnen auf Festivals zum Feiern oder alleine 2 Wochen zum Kitekurs in Dänemark. Ich hab da andere Interessen und lebe die mit anderen aus.

    Jetzt mit den Corona-Beschränkungen ist es natürlich etwas ungünstig, aber vielleicht solltest du dir, wenn du dir ansonsten mit der Beziehung und der Liebe zu deinem Partner sicher bist, ein paar Dinge außerhalb suchen. Sprachkurs, neues Hobby (und damit neue Kontakte), mit Freundinnen mal öfter um die Häuser ziehen und feiern, dein Partner kann ja, wenn er dazu so gar keine Lust habe, sich zu Hause einen gemütlichen Abend machen. Er ist ja schon groß.

    Wir und die meisten unserer Freunde sind inzwischen Mitte 30 bis Anfang 40, und auch wenn wir natürlich etwas ruhiger geworden sind was wilde Parties angeht, gehen wir alle noch (trotz der Tatsache, dass viele Kinder im Kleinkindalter haben) noch regelmäßig zusammen feiern oder unternehmen was. Nur weil du jetzt "schon" Mitte 20 bist, ist das Leben noch längst nicht vorbei.
    LG Blueberry82

    mit Mini-Blue seit dem 27.05.2020




    Die Welt besteht aus Optimisten und Pessimisten - letztlich liegen beide falsch, aber der Optimist lebt glücklicher

    Wer etwas will, was er noch nie hatte, muss tun, was er noch nie getan hat.

    Die reinste Form des Wahnsinn ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert (Albert Einstein)

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    AW: Quarterlifecrisis - Trennung?

    Mein Job gefällt mir gut, ich könnte jederzeit auch in einen anderen Bereich wechseln. Theoretisch könnte ich mir da also Abwechslung holen. Einen Grund zu studieren gäbe es deshalb nicht wirklich für mich... ich wünschte nur ich hätte es damals getan, an statt einer Ausbildung

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