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    Krise-wo ist der Wurm

    Liebe Community,
    bei uns ist irgendwie der Wurm drin, das gab es schon öfter und hat sich dann wieder weggeschlichen, aber irgendwie ist es jetzt anders, ich habe das Gefühl mehr bei mir angekommen zu sein und möchte einfach mein Ding machen, das Problem ist, dass mein Ding nicht das Ding meines Mannes ist.

    Konkret, ich habe ein Stück Land, ich liebe es dort zu sein, mein Mann hasst es. Gut, sage ich, dann gehe ich allein, sagt er, okay, kein Problem, mach was du machen möchtest. Aber tue ich es wirklich einige Tage länger, komme zurück, schmollt er. Er kommt mich nie, oder nur sehr, sehr, sehr selten besuchen. Vielleicht, wenn er das Kind vorbeibringt. Es scheint schon so etwas wie ein grundsätzlicher Boykott zu sein, ein Prinzip.

    Als Hintergrund, ich bin punktgenau 50, er Mitte 50, wir haben einen Teenie, der gleich aus dem Haus ist, und es auch okay findet, mal mitzukommen und mal nicht. Überhaupt macht er in normalen (Nicht Corona) Zeiten sein Ding und ist nicht immer bei uns, sondern schon gut auf dem Absprung, Er ist auch definitiv nicht das Problem, sondern unser verbindendes Element.

    Das Problem ist unsere Beziehung und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.
    Wenn ich es anspreche, sagt er kein Problem alles gut, aber er schmollt, zieht sich in sein Schneckenhaus zurück, ich versuche ihm dann die Würmer aus der Nase zu ziehen, aber da kommt nicht viel.

    Bis dahin ging es meistens, weil mein Mann beruflich öfter mal länger unterwegs ist, das war dann meine Zeit um rauszufahren. jetzt aber - haha - Corona kann er nicht seinen Job ausüben wie sonst, überhaupt läuft alles beschissener bei ihm, bei mir ist ein guter Lauf, ich machte schon zuvor vieles online, kann also rausfahren und bin dort extrem glücklich. Überhaupt läuft es bei gut (beruflich) und ich habe dort eben auch die Möglichkeit etwas zu machen, was ich in der Stadt nicht so gut machen kann. (In der Stadt fehlt mein ureigner Platz, ein Raum der nur für mich ist, den ich aber aufgrund meiner Geschichte dringend brauche)

    Wir hatten diese Themen schon oft, mein Mann hat es generell einfacher, weil er einfach seine Sachen macht, es ist nicht mal böse gemeint, er ist sehr charmant, interessant und sow weiter. Er ist ein Macher und ein präsenter Typ, nur das Problem ich bin auch eine Macherin, wenn auch leiser oder anpassungsfähiger. Aufgrund meiner Lebensgeschichte habe ich Strategien entwickelt, mein Ding durchzuziehen, auch wenn es nicht offensichtlich ist.
    Mit ihm möchte ich aber eigentlich nicht diese Art von Beziehung, sondern ich erwarte herzliche Unterstützung wie ich sie auch gebe, oder so ähnlich.

    Ich möchte eigentlich noch mehr draußen sein, ich kann es auch, beruflich und finanziell habe ich jetzt auch die Möglichkeit mir etwas Schönes dort hinzustellen, bisher ist es eher sehr bescheiden,
    Ich will das, er findet es Geldverschwendung.


    Danke fürs Lesen, und wenn jemand mir seine Meinung, Sichtweise mitteilen will, freue ich mich sehr

    FrauFreitag
    (don't worry, das ist nur ein Nick )
    Geändert von FrauFreitag (23.04.2020 um 07:18 Uhr) Grund: zu lang

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    AW: Krise-wo ist der Wurm

    Willkommen im Forum!


    Zitat Zitat von FrauFreitag Beitrag anzeigen
    Aber tue ich es wirklich einige Tage länger, komme zurück, schmollt er.
    (...)
    Und wenn es dann heißt, nein, er möchte nicht damit leben, wenn ich viel draußen bin ...
    Aus Deinem langen Text greife ich erstmal das hier auf, weil mir nicht klar ist,
    von welchem Ausmaß hier die Rede ist.

    "Einige Tage länger" heißt, Du bleibst dort länger, als es im Vorfeld mit Deinem Mann
    abgesprochen war?

    Was heißt "viel" draußen? Kannst Du das vielleicht in realen Zeiten benennen?
    Drei Tage im Monat? In der Woche?

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    AW: Krise-wo ist der Wurm

    Hi Schafwolle,

    nein, nicht länger als abgesprochen, ich meinte relativ lange. Heißt, ein Woche, zehn Tage. So etwas. Jetzt war ich zwei Wochen, wobei ich alle drei, vier Tage nach Hause komme.
    Dieses Jahr ist wegen der Corona Zeit eine Ausnahme, sonst bin ich nicht so früh im Jahr da.
    Aber für mich stellt sich im Sommer eigentlich jedes Wochenende die Frage, was tun, ich will raus, er nicht.

    Wenn ich mir ein Sommerhaus hinstelle, was ich gerne möchte, würde es schon bedeuten, dass ich das halbe Jahr gerne 1/2 der Zeit draußen wäre und im Winter vielleicht 1/4 der Zeit. Vielleicht auch die Sommermonate ganz. Er sagt, wenn es dort attraktiver ist, kann es schon sein, dass er mich besuchen kommt, aber er legt sich nicht fest.

    Nun ja, das Problem ist, dass ich gerne mehr draußen bin, am liebsten meistens, aber er überhaupt nicht und was man dann damit macht.

  4. Inaktiver User

    AW: Krise-wo ist der Wurm

    Mir ist auch nicht ganz klar ob "draußen" nun ein Gartengrundstück ist oder ob Du dort auch übernachten kannst?


    Ansonsten habt Ihr denke ich 2 Probleme:

    1. Das Kommunikationsproblem. Da habe ich auch keinen Rat, außer, dass auf Kommunikation bestehen nichts bringt.
    2. Das Grundstück. Da verstehe ich ihn ein wenig - Du sagst, vor Corona ging es.
    Das heißt, er ist jetzt gerade besonders eingeschränkt, und genau in dieser Zeit, wo er nicht kann wie er möchte, drehst Du auf und genießt Dein Ding. Das kann schon so rüberkommen, als wären Dir seine Einschränkungen egal.

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    AW: Krise-wo ist der Wurm

    warum bist Du überhaupt mit Deinem Mann zusammen?
    Gibt es irgendwelche Gemeinsamkeiten/Interessen?

    Zitat Zitat von FrauFreitag Beitrag anzeigen
    Als Hintergrund, ich bin punktgenau 50, er Mitte 50, wir haben einen Teenie, der gleich aus dem Haus ist, und es auch okay findet, mal mitzukommen und mal nicht. Überhaupt macht er in normalen (Nicht Corona) Zeiten sein Ding und ist nicht immer bei uns, sondern schon gut auf dem Absprung, Er ist auch definitiv nicht das Problem, sondern unser verbindendes Element.
    von mir gefettet

    ist das nicht schon die Antwort per se?

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    AW: Krise-wo ist der Wurm

    Zitat Zitat von FrauFreitag Beitrag anzeigen
    Er ist auch definitiv nicht das Problem, sondern unser verbindendes Element.
    Ich finde, dieser Satz sagt eigentlich alles. Verbindet euch sonst noch etwas?
    Viele Dinge fallen mir einfach so zu,.......Augen zum Beispiel.

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    AW: Krise-wo ist der Wurm

    Ich würde ihm sagen, dass du dir selbst schon auf die Nerven gehst mit dem ständigen Gebohre, ob alles ok ist.
    Dass du damit aufhören wirst und Vertrauen haben, dass er dir sagt, was er braucht.

    Und dann würde ich die positive Energie, die du aus „deinem Ding“ ziehst, mit in die Beziehung bringen.

    Teilen, was geht (Fotos, Erzählungen, Träume, Entscheidungen), gut gelaunt heimkommen, in der Zeit zu Hause mental anwesend und zugewandt und interessiert sein.

    Und tatsächlich Vertrauen haben und Geduld.

    Das wird ja nicht die erste Krise sein, die er durch Schweigen zu überwinden hofft? Wie seid ihr denn in der Vergangenheit da herausgekommen? Findet er irgendwann seine Stimme?
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

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    AW: Krise-wo ist der Wurm

    Zitat Zitat von FrauFreitag Beitrag anzeigen
    ,,,,Er kommt mich nie, oder nur sehr, sehr, sehr selten besuchen. Vielleicht, wenn er das Kind vorbeibringt. Es scheint schon so etwas wie ein grundsätzlicher Boykott zu sein, ein Prinzip....
    Könne man von dir doch auch sagen, oder ? Das mit dem Boykott.... Du rückst von deinen Vorstellungen doch auch keinen Deut ab, wenn ich dich so lese. Ich wollte auch nicht so leben, wie du es beschreibst, nichtmal ansatzweise. Jeder ist anders gestrickt und zusammen geht es manchmal nicht (mehr).

    Zitat Zitat von FrauFreitag Beitrag anzeigen
    ,,, Er ist auch definitiv nicht das Problem, sondern unser verbindendes Element.....
    Es ist immer ein Problem, wenn das einzige(?) verbindende Element in einer Beziehung ein Kind ist, das halt irgendwann aus dem Haus geht. Dann zeigt sich, was denn das Eheparr verbindet, wenn es alleine ist. Wie es um die Paarbeziehung jenseits der Elternschaft bestellt ist.

    Dein Mann kann sich nicht verbiegen, aber du kannst es offenbar auch nicht. Dann trennt euch und jeder kann sein Ding machen. Was wäre daran schlimm ?

    Gruß Eli
    Geändert von elli07 (23.04.2020 um 08:01 Uhr)
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)

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    AW: Krise-wo ist der Wurm

    Nennen wir es doch beim Namen: Du bereitest eigentlich ein LAT-Modell vor. Ist das dann vielleicht eine Trennung auf Raten?

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    AW: Krise-wo ist der Wurm

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    ... Das mit dem Boykott.... Du rückst von deinen Vorstellungen doch auch keinen Deut ab, wenn ich dich so lese. Ich

    Es ist immer ein Problem, wenn das einzige(?) verbindende Element in einer Beziehung ein Kind ist, das halt irgendwann aus dem Haus geht. Dann zeigt sich, was denn das Eheparr verbindet, wenn es alleine ist. Wie es um die Paarbeziehung jenseits der Elternschaft bestellt ist.

    Gruß Eli
    Nun, das muss ich noch sagen.

    Du kritisierst mein Ich, sorry, für mich ist es es schwer immer umzuformulieren und klaro, es geht für mich hier um Ich-Positionen
    nein, Frau Freitag ist keine egomanin

    1. ja man kann da schlafen im Gartenhaus und ich liebe es.
    2. wir haben/hatten viel gemeinsam, wir sind in ähnlichen Berufen unterwegs, wir reisen super gerne und gut zusammen.
    Wir teilen ein Büro, wir haben Sex, wie können uns intellektuell sehr gut austauschen, wir haben gemeinsame Freunde und so weiter
    nur; das ist unser trennendes Element.

    Ich denke, dass ich schon die flexiblere von uns bin, also immer mehr auf seine sachen eingegangen bin, wenn das aber bedeutet, dass ich diesen für mich wichtigen Teil nicht leben kann, ist es schwierig. Es ist eher so, dass ich in letzter Zeit stärker geworden bin, das hat damit zu tun, dass meine Eltern verstorben sind, beide auf einmal und ich plötzlich vor einer krassen Situation stand, stehe und ja auch da war er definitiv nicht so da, wie ich es erwartet hätte. ...

    Meine Erwartungen, schon klar, sind meine Erwartungen. Wir haben es wieder hinbekommen und es ist schon klar, dass seines immer präsenter ist als meines, was an unseren unterschiedlichen Charakteren liegt, ich bin einfach anpassungsfähiger bis zu einem bestimmten Grad.

    Hier ist jetzt genau unser Problem und ja ich brauche ein bisschen input, um meine Position zu finden.
    Klar ist auch, dass er verletzt ist, weil er sich zurückgestoßen fühlt.
    Er hat Verletzungen, wie ich auch, aber er kommt einfach nicht dazu, es auszusprechen...
    Und dann ist für mich schon die Frage, wenn er jetzt immer indirekt droht, wenn du so bist, heißt deinen Traum lebst, dann bin ich weg, ob ich das auf mich zukommen lasse.

    da steht Frau Freitag

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