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  1. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Alkoholproblem beim Partner ansprechen

    Zitat Zitat von einzigARTig Beitrag anzeigen
    Ob er leidet, wissen wir nicht, denn er redet ja nicht mit ihr darüber...und dass sie leidet, weiß er nicht, denn sie redet nicht mit ihm darüber.
    Dann sollte sie tatsächlich den Anfang machen.

  2. Avatar von schafwolle
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    AW: Alkoholproblem beim Partner ansprechen

    Zitat Zitat von einzigARTig Beitrag anzeigen
    Ist da nicht auch Schweigepflicht, so dass nichts, was innerhalb der Gruppe besprochen wird nach außerhalb getragen werden darf?
    Leiter solcher Gruppen, zB Psychotherapeuten oder andere professionelle Helfer, unterliegen
    zwar einer strafrechtlichen Schweigepflicht, aber Mitglieder einer Gruppe sind nicht vor dem
    Vertrauensbruch durch andere Mitglieder geschützt. Ganz unabhängig davon, ob eine etwaige
    Vereinbarung unterschrieben wird.

    Daher verstehe ich schon, dass die TE befürchtet, in einer Gruppe in ihrer Nähe erkannt zu
    werden.

  3. Avatar von bifi
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    AW: Alkoholproblem beim Partner ansprechen

    Natürlich sind Teilnehmer einer Gruppe an die Schweigepflicht gebunden (mit Unterschrift: moralisch, ethisch - Vereinbarung keine Namen zu nennen).
    SHG's nennen sich z.B. Anonyme Alkoholiker.

    Mit Verlaub, das sind Anfangsschwierigkeiten, oder auch ein Hinweis, dass die Abstinenzentscheidung noch nicht wirklich getroffen wurde.
    "Schau lange und genau auf die Dinge, die dich erfreuen - zumindest länger als auf die Dinge, die dich ärgern."
    Sinonie - Gabriele Colette


    Denken und Sein werden vom Widerspruch bestimmt
    Aristoteles - Griechischer Philosoph

  4. Avatar von Sugarnova
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    AW: Alkoholproblem beim Partner ansprechen

    Was mir noch einfiel - vielleicht diese Gedanken in einen Brief verfassen und persönlich übergeben?

  5. Avatar von Sugarnova
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    AW: Alkoholproblem beim Partner ansprechen

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Leiter solcher Gruppen, zB Psychotherapeuten oder andere professionelle Helfer, unterliegen
    zwar einer strafrechtlichen Schweigepflicht, aber Mitglieder einer Gruppe sind nicht vor dem
    Vertrauensbruch durch andere Mitglieder geschützt. Ganz unabhängig davon, ob eine etwaige
    Vereinbarung unterschrieben wird.

    Daher verstehe ich schon, dass die TE befürchtet, in einer Gruppe in ihrer Nähe erkannt zu
    werden.
    Aber dann "outet" sich der Tratscher doch auch.

    Und selbst wenn - dann ist die Katze aus dem Sack. Wobei ich nicht glaube, dass das passieren würde ...

    Willst du, Lustrum, alles unter einen Teppich kehren? Und irgendwann deinen geliebten Partner verlieren?


  6. Registriert seit
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    AW: Alkoholproblem beim Partner ansprechen

    Liebe Lustrum,

    in deinem Eingangsbeitrag schreibst du, dass du selbst mal in der Situation warst, dass du eine existierende Situation gegenüber deinem Partner aus Scham nicht zugeben wolltest und bei Nachfragen dicht gemacht hättest.

    Wie hätte dir dein Partner damals helfen können? Auf welche Weise hätte er an dich herantreten müssen, ohne dass du dich bedrängt gefühlt hättest? Bei welcher Verhaltensweise von ihm hättest du dich geöffnet?

    Wenn du darüber nachdenkst, dann kommst du vielleicht auch an deinen Partner heran, ohne ihn in eine Ecke zu drängen.


  7. Registriert seit
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    AW: Alkoholproblem beim Partner ansprechen

    Ich werde wohl beide Gruppen besuchen, Al-Anon und offene AA-Treffen. Wisst ihr, dass ich erkannt werde, ist mir mittlerweile schon ziemlich egal. Das ist tatsächlich meine geringste Sorge an dem Ganzen. Ich kenne mich halt selber – in einer Gruppensituation bekomme ich den Schnabel noch weniger auf. Aber zumindest könnte ich zuhören, wie andere damit umgehen und daraus hilfreiche Schlüsse für mich ziehen.

    Zitat Zitat von Karla48 Beitrag anzeigen
    Bitte gehe zu einer Beratungsstelle. Bzw. rufe dort an und vereinbare einen Gesprächstermin.
    Ich hab mir Nummern herausgesucht und werde dort anrufen und einen Termin für ein Beratungsgespräch vereinbaren. Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann wäre das der Mut, meinen Partner offen zu fragen, ob er mich dazu begleiten möchte. Falls er nicht will, werde ich alleine hingehen. Im Vier-Augen-Gespräch mit einem Außenstehenden kann ich mich noch am ehesten öffnen.

    Zitat Zitat von Eva2 Beitrag anzeigen
    manche müssen wirklich erst ganz unten sein um sich einzugestehen, dass sie alkoholkrank sind.
    Nicht jeder muss Tiefpunktalkoholiker werden - viele schaffen den Absprung auch vorher
    Genau das ist meine Hoffnung – dass er noch die Kurve kriegt, ohne am Boden aufzuschlagen.

    Zitat Zitat von Tasmania66 Beitrag anzeigen
    Aus meiner Erfahrung heraus ist es bei einem funktionalen Alkoholiker sehr schwierig, ein Problembewusstsein zu erreichen, da in unserer Alkoholkultur die Grenze zwischen toleriertem Alkoholtrinken und Alkoholsucht von außen meist so gesehen wird: Sucht ist es dann, wenn der Trinker nicht mehr funktioniert.
    Tasmania, danke für den Einblick in den Leben. Es tut mir leid, dass du so unter/mit deinem Ex leiden musstest.

    Gerade wegen seiner familiären Vorbelastung (und seinem beruflichem Hintergrund) denke ich, dass er sich keinen allzu großen Illusionen über sein Trinkverhalten hingibt. Er weiß ganz genau, dass er sich auf Raten zu Tode säuft. Es ist ihm nur egal. Nicht ganz egal, da er bewusst die Finger lässt von hochprozentigem Alkohol, da er nicht zu viel Alkohol zu Hause hat und lieber öfter einkaufen fährt (das sagt er auch offen - wenn er anfängt, kennt er kein Halten und säuft, bis er nicht mehr kann), da er sein Leben auf die Reihe kriegen will. Dieses morbide, fatalistische, aber doch irgendwie am Leben hängende kann ich sehr gut nachvollziehen, da ich ähnlich ticke.

    Zitat Zitat von Eva2 Beitrag anzeigen
    Die TE fragte wie sie in Dialog kommen kann, so habe ich das zumindest verstanden.
    Ich kenne mich ganz gut, ich kenne ihn ganz gut, ich kenne unsere Dynamiken - ich weiß einfach zu gut, dass dieses Gespräch ein Rohrkrepierer wird und nach 3 Sätzen werden wir uns beschämt/hilflos anschweigen und dann wieder zur Tagesordnung übergehen. Und so tun, als wäre nie was gewesen. Daher MUSS ich mir dieses Szenario so durchdenken. Welche "Strategie" ich nutzen soll:
    - rational: die Fakten aufzählen, die biologischen Konsequenzen darstellen. Diese Kommunikationsart liegt uns am meisten. Nur erreicht man da emotional nicht viel. Er wird sagen, dass ihm das alles bewusst ist.
    - emotional-unterstützend: er ist krank, ich stelle meine uneingeschränkte Unterstützung zur Verfügung. Da ich ein leichtes Helfer-Syndrom habe, wäre das authentisch.
    - emotional-leidend: meine Sorgen im Zentrum. Liegt mir aber nicht, mich als "Opfer" darzustellen.
    - emotional-zickig: ihn anfahren, dass seine täglichen Räusche echt nicht prickelnd sind und mich richtig nerven. An sein schlechtes Gewissen appellieren: "Du bist genau wie dein Vater!" (das wäre wohl der schlimmste Vorwurf für ihn - er tut ALLES anders als sein Vater - außer das Trinken, da sind sie gleich). Diese manipulative Drama-Tour liegt mir persönlich halt überhaupt nicht. Aber vielleicht hinterlässt gerade so ein emotionaler Ausbruch mehr Eindruck bei ihm - eben weil ich das NIE mache.

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    2 Tipps, etwas aus der Co-Schiene auszusteigen, oder zu verlangsamen: Rede da drüber.
    Rede mit deinen Freunden/Familie drüber, dass du findest, der "X" trinkt zuviel. So wie wenn du sagen würdest, "ich mach mir sehr Sorgen weil der X zu viel arbeitet."

    Nimmt das Drama und erleichtert dich. Und du brauchst nichts vertuschen etc.
    Vielen Dank für deine lieben Worte! Stimmt, so könnte ich das tatsächlich gegenüber Freunden kommunizieren. „X ist Alkoholiker“ bleibt mir im Hals stecken… So könnte ich wenigstens mit meiner besten Freundin darüber reden - es lag mir schon mehrmals auf der Zunge, hab's mir aber dann verkniffen. Sie wäre ein toller Gesprächspartner!

    Und ja, mir ist vollumfänglich klar, dass ein Alkoholiker sein Leben lang Alkoholiker bleibt. Dass aus der Alkoholsucht kein Weg zurück mehr zum kontrolliertem Trinken möglich ist. Dass diese Programmierung im Hirn irreversibel ist und auch nach jahrelanger Abstinenz wieder anspringt, wenn er zu trinken beginnt. Ich kenne die wissenschaftlichen Paper auf diesem Gebiet.

    Zitat Zitat von Sugarnova Beitrag anzeigen
    Ach Lustrum, willst du wirklich eine Lebenstraum opfern? Für diese Krankheit? Oder deine? […] Redet ihr an sich nicht miteinander? Also auch nicht über den Alltag?
    Ob ich für Ehe/Familie wirklich geeignet bin, weiß ich noch nicht. Wir können umso leichter ins Gespräch kommen, je weniger es uns persönlich betrifft. Wir reden und diskutieren viel über Gesellschaftspolitik etc. Aus diesen abstrakten Diskussionen wissen wir über die Ansichten des Anderen. Ansonsten lege ich nicht so großen Wert auf Worte, was für mich zählt sind die Taten. Wir sprechen tatsächlich wenig in der "Ich"-Variante über Persönliches. Ich hab einen klassischen unsicher-vermeidenden Bindungsstil, er ebenfalls bzw vielleicht unsicher-ängstlich. Aber entgegen allem, was man hier von mir liest, führen wir eine zugewandte, liebevolle Beziehung. Halt anders, als es andere Menschen machen würden, aber trotzdem glücklich (bis auf den Alkohol).

    Relativ am Anfang unserer Beziehung haben wir beide angemerkt, dass wir Ehe und/oder Kindern nicht abgeneigt gegenüber sind. Allerdings habe ich (aus mehreren Gründen) meine Meinung dazu geändert. Das hab ich ihm aber noch nicht gesagt.

    Zitat Zitat von einzigARTig Beitrag anzeigen
    Ob er leidet, wissen wir nicht, denn er redet ja nicht mit ihr darüber...und dass sie leidet, weiß er nicht, denn sie redet nicht mit ihm darüber.
    Das trifft den Nagel auf den Kopf.

    Zitat Zitat von vloubout Beitrag anzeigen
    Liebe Lustrum,

    in deinem Eingangsbeitrag schreibst du, dass du selbst mal in der Situation warst, dass du eine existierende Situation gegenüber deinem Partner aus Scham nicht zugeben wolltest und bei Nachfragen dicht gemacht hättest.

    Wie hätte dir dein Partner damals helfen können? Auf welche Weise hätte er an dich herantreten müssen, ohne dass du dich bedrängt gefühlt hättest? Bei welcher Verhaltensweise von ihm hättest du dich geöffnet?

    Wenn du darüber nachdenkst, dann kommst du vielleicht auch an deinen Partner heran, ohne ihn in eine Ecke zu drängen.
    Genau das ist das Problem – er hätte NICHTS machen können. Ich habe erkennen müssen, dass ich ein Problem habe. Dass ich da nicht mehr alleine rauskommen werde. Dass ICH jetzt in die Gänge kommen muss und es nicht einfach weiterlaufen lassen kann.
    Deshalb habe ich ihm dieses Recht bisher auch zugestanden. Wollte keinen zusätzlichen Druck ausüben. Habe gehofft, dass er selber erkennt, dass er was ändern muss. Und darum fällt es mir so unglaublich schwer, mir eine „Strategie“ zu überlegen – eben weil ich weiß, dass der Partner im Grunde nichts tun kann und Druck nur Gegendruck erzeugt.


  8. Registriert seit
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    AW: Alkoholproblem beim Partner ansprechen

    Liebe Lustrum,

    gibt es keine Möglichkeit, deinem Partner zu sagen, wie es DIR geht?
    Kannst du ihm nicht sagen, dass du Ängste um euch und eure Zukunft hast?
    Das geht erstmal nur ohne Schuldzuweisung und ohne Anklagen ...einfach nur deinen emotionalen Zustand offen legen.
    Es wäre auch gut, wenn du IHN fragst, wie es ihm mit euch geht?

    Ich selber bin trockener Alkoholiker ...bei mir haben alle diese Gespräche nix gebracht,
    und auch kein einziger Vorschlag, den ich hier gelesen habe, hat was bewirkt.
    Dennoch fand ich es gut, dass mir gesagt wurde, wie es ihnen mit mir und meinem Zustand geht.
    Zumindest habe ich mal drüber nachgedacht, mich dann aber für den Alkohol entschieden,
    da ich das Leben so nicht ertragen wollte und die Menschen auch nicht.
    DAS wusste ich aber zu dem Zeitpunkt noch nicht.

    Es hat gedauert, und ich musste mich erst kaputt trinken, ehe ich was unternommen habe.
    ich habe Glück gehabt, dass ich das überhaupt noch konnte ...
    Da war keiner der mich "retten" konnte, obwohl etliche da waren ...
    sie mussten mich erst alle verlassen ...
    und dann dauerte es auch noch.

    Es hätte schief gehen können, es hätte mich mein Leben kosten können ...hat es aber zum Glück nicht.
    Als ich "drauf" war, war mir das echt egal.
    Das, was mir damals gesagt wurde, habe ich aber nicht vergessen, und ich bin den Menschen dankbar, dass sie sich überwunden haben und mir gesagt haben, was sie sehen!
    War zwar nicht schön, und ich war damals hochgradig empört ...vergessen habe ich es nicht.
    Alle sagten abschliessend, wenn ich den Wunsch habe, ein trockenes Leben zu haben, würden sie mich unterstützen ...
    was für ein Angebot!
    Ich habe keinen Gebrauch davon machen müssen ...
    ich ging zur Entgiftung, und dann schubste man mich sanft in Richtung Therapie.
    Dort begann mein neues Leben ...vor vielen vielen Jahren ...
    Es ist immer JETZT


  9. Registriert seit
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    AW: Alkoholproblem beim Partner ansprechen

    Zitat Zitat von Lustrum Beitrag anzeigen
    Er weiß ganz genau, dass er sich auf Raten zu Tode säuft. Es ist ihm nur egal. Nicht ganz egal, da er bewusst die Finger lässt von hochprozentigem Alkohol, da er nicht zu viel Alkohol zu Hause hat und lieber öfter einkaufen fährt (das sagt er auch offen - wenn er anfängt, kennt er kein Halten und säuft, bis er nicht mehr kann), da er sein Leben auf die Reihe kriegen will. Dieses morbide, fatalistische, aber doch irgendwie am Leben hängende kann ich sehr gut nachvollziehen, da ich ähnlich ticke.
    Nun, dann ist zumindest ein Problembewusstsein + -eingeständnis schon mal da. Es hängt also an der Motivation.
    Damit kann man doch (vielleicht) arbeiten. :)


    Zitat Zitat von Lustrum Beitrag anzeigen
    Welche "Strategie" ich nutzen soll:

    - rational: die Fakten aufzählen, die biologischen Konsequenzen darstellen. Diese Kommunikationsart liegt uns am meisten. Nur erreicht man da emotional nicht viel. Er wird sagen, dass ihm das alles bewusst ist.
    Die Fakten kennt er. Wenn sie bisher nicht motivierend wirkten, warum sollten sie das jetzt plötzlich tun?
    Fakten und Konsequenzen kann man mit Alkohol wunderbar verdrängen.


    Zitat Zitat von Lustrum Beitrag anzeigen
    - emotional-unterstützend: er ist krank, ich stelle meine uneingeschränkte Unterstützung zur Verfügung. Da ich ein leichtes Helfer-Syndrom habe, wäre das authentisch.
    Ja, kannst Du anbieten, aber nur wenn er umgehend Entzug und Therapie in Angriff nimmt.


    Zitat Zitat von Lustrum Beitrag anzeigen
    - emotional-leidend: meine Sorgen im Zentrum. Liegt mir aber nicht, mich als "Opfer" darzustellen.
    Dein emotionales Leiden darf er ruhig wahrnehmen, das gehört zu den Konsequenzen seines Handelns / Trinkens.

    Problematisch wird es, wenn Du unter der Situation (seinem Trinken) leidest und Deine Gefühle hintenanstellst, weil Dein Mann ja krank ist und Hilfe braucht.

    Du musst dafür sorgen, dass es Dir gutgeht!


    Zitat Zitat von Lustrum Beitrag anzeigen
    - emotional-zickig: ihn anfahren, dass seine täglichen Räusche echt nicht prickelnd sind und mich richtig nerven. An sein schlechtes Gewissen appellieren: "Du bist genau wie dein Vater!"
    ....
    Diese manipulative Drama-Tour liegt mir persönlich halt überhaupt nicht. Aber vielleicht hinterlässt gerade so ein emotionaler Ausbruch mehr Eindruck bei ihm - eben weil ich das NIE mache.
    Schlechtes Gewissen machen funktioniert nicht - kann man sehr gut wegsaufen.
    Emotionales Rumzicken, ohne ernsthafte Konsequenzen (Trennung) überhaupt in Betracht zu ziehen, funktioniert schon dreimal nicht.

    Drama / Emotionaler Ausbruch an sich macht eventuell wirklich Eindruck. Sozusagen ein letzter gewaltiger Schuss vor den Bug: “Wenn nicht umgehend Entzug plus Therapie, dann die Trennung.“
    (Das dann aber auch wirklich so meinen und durchziehen.)


    Zitat Zitat von Lustrum Beitrag anzeigen
    Ansonsten lege ich nicht so großen Wert auf Worte, was für mich zählt sind die Taten.
    Nun, im Moment tut er nichts weiter, als sich selbst und damit Eure Beziehung zu zerstören, indem er nichts gegen seine Sucht unternimmt. Er hat es gemütlich, weil Du es tolerierst.

    Wenn Du das Problem auf den Tisch gepackt hast und er weitertrinkt, damit durch sein Tun zeigt, der Alkohol ist ihm wichtiger als Du - was wirst Du dann tun?


    Zitat Zitat von Lustrum Beitrag anzeigen
    Genau das ist das Problem – er hätte NICHTS machen können.
    Du kannst NICHTS machen, wenn er sich nicht Hilfe holt, weil er das will.

    Du kannst nur gut für Dich selbst sorgen. Du bist noch jung und kannst eine eigene glückliche Familie haben. Wirf diese Chance nicht so einfach weg.

  10. Avatar von Sugarnova
    Registriert seit
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    AW: Alkoholproblem beim Partner ansprechen

    Ich finde die Variante mit dem Brief immer noch gut.

    Es gibt auch bei sowas kein "perfektes" Gespräch. Sowieso.

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