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    mein freund und sein Drogenproblem

    Hallo!
    Ich habe hier schon mal vor einigen Monaten bezueglich des Hashkonsums meines Freundes gepostet.
    Wir sind seit einem Jahr zusammen, wohnen seit 7 Monaten zusammen.

    Er hat sicher sechs Jahre lang fast taeglich gekifft, Oktober letzten Jahres aufgehoert, weil ich es nicht mehr ertragen konnte und er mich nicht verlieren wollte. Das ging auch ganz wunderbar, bis er an Sylvester am Joint zog, und seitdem geht es irgendwie bergab mit uns.

    Ende Januar gestand er mir unter Traenen, dass er immer noch ein Hash Problem haette. Wir haben darueber geredet, er meinte, dass er seine Freunde erst mal nicht sehen will.
    Sieht sie aber immer noch, und ich bin misstrauisch.

    Montag nach der Arbeit (um 22.00 nach 12 h Arbeit) smst er, dass er kurz im Fitnesscenter vorbeifaehrt zum Duschen (wir haben kein Bad in der Wohnung), das macht er manchmal. 45 min spaeter schreibt er, dass er noch ein bisschen Gewichte gehoben hat, und auf dem weg sei, und 45 spaeter war er dann zu hause.( es dauert keine 10 min von dort bis nach hause.
    Am naechsten Tag ist mir dass eingefallen, dass er gar keine Trainingsklamotten mithatte, und es sehr unwarscheinlich klang, nach 12 Stunden Arbeit als Koch noch verschwitzt Gewichte zu stemmen.

    Am abend darauf schaute ich in seine Jackentasche und fand einen Brocken Hash. Fuer mich brach die Welt zusammen, ich war mir sicher, dass er mich schon lange belogen hat, war total fertig und plante schon, auszuziehen. Ich hab ihn dann geweckt, und gefragt, fuer wie dumm er mich haelt. Er tat ueberrascht und unwissend. Als ich das Hash in der Jackentasche erwaehnte, wusste er nicht, wovon ich sprach, und es die Tasche, die er jeden Tag benutzt. Er meint, ich mache aus einer Muecke einen Elefanten, und fuer ihn war die Sache gegessen.

    Nur habe ich immer noch dieses Gefuehl des betrogen seins in mir, und weiss gar nicht, wie ich ihm glauben soll, und was ich glauben soll.

    Gibt es hier jemanden, der mir einen Rat geben kann?

    Liebe Greusse
    Sus

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    AW: mein freund und sein Drogenproblem

    Ich gehöre nicht zu den Frauen, die raten, eine längere Beziehung sofort zu beenden, wenn Probleme auftauchen. Aber in deinem Fall ist meine Meinung ganz klar- trenne dich! Vielleicht wacht er ja noch auf, weil er dich nicht verlieren will. Ich würde aber ganz konsequent auf die strikte Beendigung jeden Drogenkonsums bestehen. Lass dir nicht einreden, das machen doch alle, sei kein Spießer, ist nicht schädlich. Drogen sind schädlich, verändern das Bewußtsein, machen abhängig und sind blödsinnige Geldausgaben.

    Du scheinst ein verantwortungsvoller Mensch zu sein. Bleib das auch. Mein Rat, setz ihm die Pistole auf die Brust, Drogen oder ich.

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    AW: mein freund und sein Drogenproblem

    Hallo Nina-Catharina
    Das hab ich mir auch schon ueberlegt, hatte es auch vor knapp einem halben Jahr gesagt, als ich merkte, dass ich nicht mit seinem Drogenkonsum klarkomme. Er hoerte auch auf, und wollte mich um keinen Preis in der Welt verlieren, moechte auch nach wie vor aufhoeren. Aber fast alle seine Freunde rauche taeglich, und es ist ja klar, dass man da schnell mal am Joint zieht.
    Er wuerde halt gern so ab und zu mal etwas rauchen, aber ich glaube nicht, dass ihm das gelingt.
    Ich wuerde ihm halt so gerne wieder vertrauen koennen, es ist nur so schwer. Seiner Ex Freundin hat er 2-3 Jahre lang gesagt, dass er aufgehoert hat, und taeglich heimlich gekifft.
    Sie hatte ihn auch vor die Wahl gestellt, entweder Hash oder sie....und er waehlte beides. Und sie hat es bis zum Schluss nicht gemerkt. Daher denke ich, dass er ziemlich gut sein muss, im vertuschen und luegen.

  4. Inaktiver User

    AW: mein freund und sein Drogenproblem

    Zitat Zitat von Espresso24
    Ich wuerde ihm halt so gerne wieder vertrauen koennen, es ist nur so schwer.

    Daher denke ich, dass er ziemlich gut sein muss, im vertuschen und luegen.
    Ähem, wo soll denn da begründetes Vertrauen herkommen?

    Das geht doch gar nicht.
    Mein Rat: Such dir eine eigene Wohnung und dann schau mal, wie es weitergeht. Ich finde nicht, dass du dich unbedingt gleich trennen solltest, aber Distanz fände ich schon für dich sinnvoll, damit du dich auch mal mit was anderem beschäftigen kannst.

    Viel Glück!


    PS: Es ist auch immer schlau, sich zu fragen: Was habe ich davon, dass die Situation so ist? Welchen Vorteil bietet mir das? Das kann sehr erhellend sein.

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    AW: mein freund und sein Drogenproblem

    Hallo Espresso,

    die Sache mit dem Drogenkonsum kenne ich auch. Und ich habe für mich entschieden, dass ich nicht für das Verhalten meines Freundes verantwortlich bin. Die Haltung, ich oder Drogenkonsum, die finde ich nicht fair und würde sie umgekehrt als eine unzulässige Einmischung betrachten.

    Um nicht missverstanden zu werden: ich halte von Drogen garnichts und bin mir über die Gefahren klar. Aber ich halte sehr viel von dem Recht, sein Leben selbst gestalten und notfalls auch zerstören zu dürfen. Auch Scheitern muss erlaubt sein.

    Ich liebe meinen Freund sehr und bin gern mit ihm zusammen. Vieleicht wird sich das, auch durch den Drogenkonsum, mal ändern. Dann muss ich eben gehen. Aber ich werde keine Ultimaten stellen, sondern nur entscheiden, ob ich zu den Bedingungen, die da sind, bleiben will.

    Dieser Standpunkt ist mir übrigens nicht immer leicht gefallen.
    Aber mehr als der Drogenkonsum deines Freundes würde mich die entwürdigende Lage stören, in die ihr beide geraten seid. Lügen und Kontrollen, gebrochene Versprechen und verlohrenes Vertrauen,das finde ich schlimmer als einen, vieleicht im Scheitern begriffenen, Lebensentwurf. Und das Spüren einer Abhängigkeit ist beschämend genug. Drohen und erpressen wird deinem Freund da nicht helfen. Glaube ich.

    Mein Rat wäre: geh, wenn du sein Verhalten nicht ertragen kannst und bleibe, wenn du ihm seine Entscheidungen lassen kannst und findest, dass eure Beziehung auch dir genug gibt. Aber mach es nicht von u. U. nicht einzuhaltenden Versprechen abhängig.

    Lieben Gruß,
    Susbo.

  6. Inaktiver User

    AW: mein freund und sein Drogenproblem

    @Susbo


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    AW: mein freund und sein Drogenproblem

    Dein Freund hat doch schon gekifft als du ihn kennenlerntest?!
    Wieso hat dich das nicht davon abgehalten eine Beziehung mit ihm anzufangen wenn du damit so gar nicht klar kommst?
    Brombeerkatze

  8. Inaktiver User

    AW: mein freund und sein Drogenproblem

    Wahrscheinlich hat sie selbst ein Suchtproblem. Es muß ja nicht immer gleich Haschisch usw. sein. Jeder schafft sich seine Probleme so gut er kann.

  9. Inaktiver User

    AW: mein freund und sein Drogenproblem

    [QUOTE=Espresso24

    Ich wuerde ihm halt so gerne wieder vertrauen koennen, es ist nur so schwer. Seiner Ex Freundin hat er 2-3 Jahre lang gesagt, dass er aufgehoert hat, und taeglich heimlich gekifft.
    Sie hatte ihn auch vor die Wahl gestellt, entweder Hash oder sie....und er waehlte beides. Und sie hat es bis zum Schluss nicht gemerkt. Daher denke ich, dass er ziemlich gut sein muss, im vertuschen und luegen.[/QUOTE]

    Hallo Espresso,

    Süchtige lügen und betrügen - da beisst die Maus keinen Faden ab.

    Deine Sache ist es, für dich zu sorgen und dir darüber klar zu werden, was dir wichtig ist.

    Man kann Süchtige lieben und mit ihnen zusammensein, es sind z.T. ganz wunderbare Menschen - aber sie sind halt nicht ganz da

    Den Kampf gegen die Droge kannst DU nicht führen. Das Zeug ist immer stärker.

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    AW: mein freund und sein Drogenproblem

    @ einstern Ich habe kein Suchtproblem, habe aber selbst viele Drogen genommen als ich teenager war, alles, was ich in die Haende kriegen konnte. Damit habe ich aber von einem Tag auf den anderen aufgehoert, und seit dem nie wieder! (das ist neun Jahre her)
    Dass er in den letzten drei Monaten einige Male gekifft hat, ist ja nicht das eigentliche Problem, das schlimme war eben, dass verheimlichen, und dass ich jetzt dieses schreckliche Gefuehl habe, nie die Wahrheit gesagt zu bekommen, und mich etwas verarscht fuehle.
    Es waere sicher auch nicht so schlimm, wenn er ab und zu kifft, wenn er zumindest die anderen Bereiche seines Lebens im Griff haette, z.B. Finanzen...
    Ich habe nicht vor, ihn zu bemuttern, oder ihm vorzuschreiben, was er darf und was nicht (das haette den gegenteiligen Effekt).
    Ich habe ihm gesagt, dass és nicht mein Problem ist, ich habe nicht Kraefte und Energie ihm da gross zu helfen. Aber wenn unsere Beziehung funktionieren soll, brauche ich Ehrlichkeit.
    Liebe Gruesse
    Sus

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