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  1. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von Macani Beitrag anzeigen
    Wenn einer doppelt so viel verdient wie der/die andere und deshalb nur der weniger Verdiener seine Arbeitszeit reduziert, sollte das schon vertraglich abgesichert sein. Dass nämlich für diese Zeit vom Besserverdiener freiwillige Rentenbeiträge oder etwas Vergleichbares gezahlt wird.
    Ich verstehe diese Fokussierung auf die Rente wirklich nicht. Erstens verstehe ich nicht, warum ausgerechnet in der Phase mit niedrigem Einkommen (in der oft auch noch auf ein Haus gespart wird) freiwillig eine zusätzliche Altersversorgung aufgebaut werden soll. Erstens gibt es Versorgungsausgleich und außerdem pro Kind 3 Rentenpunkte, das ist ja schon einmal etwas!

    Für mich steht da immer die Beeinträchtigung der beruflichen Entwicklung im Vordergrund, die sich dann für Jahrzehnte auswirken kann. Das gilt natürlich nicht für alle Berufe, klar.


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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von Macani Beitrag anzeigen
    Das ist aber nur bei ähnlichem Einkommen sinnvoll.
    Wenn einer doppelt so viel verdient wie der/die andere und deshalb nur der weniger Verdiener seine Arbeitszeit reduziert, sollte das schon vertraglich abgesichert sein. Dass nämlich für diese Zeit vom Besserverdiener freiwillige Rentenbeiträge oder etwas Vergleichbares gezahlt wird.

    Ohne einen solchen Vertrag würde ich heute als Frau beruflich nicht kürzer treten.
    Deswegen sage ich ja, das ist eine mögliche Alternative. Entweder, oder.
    Es geht ja nur darum, nicht einfach davon auszugehen, dass automatisch einer von beiden kürzer tritt und der andere ihn dafür ausgleicht.


  3. Registriert seit
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von Lara55 Beitrag anzeigen
    Ich finde Ehe-und Erbverträge sinnvoll und das sehe ich losgelöst von Romantik. Ehe ist ein Vertrag und da kann auch alles niedergeschrieben werden was im Falle einer Trennung/Tod passiert am Besten beim Notar.
    Vorallem in zweiten Ehen, wo ev Patchwork herrscht oder Vermögen/Immobilien sind.
    Gerade da ist es ungemein wichtig, einen Ehevertrag zu haben. Denn aufgrund der gesetzlichen Regelungen kann es tatsächlich sein, dass die Immobilie und das restliche Vermögen mit dem "falschen" Tod in die Hände der "anderen" Familie gelangt und die eigene "Brut" benachteiligt ist.
    Allerdings halte ich es für ganz, ganz wichtig, Erbsachen vor der Heirat mit dem zweiten Partner mit den betreffenden Kindern zu regeln. Das erspart nämlich unnötigen Streit im Todesfall und das Verbrennen von Geld. Sobald nämlich Anwälte wegen Erbschaft eingeschaltet werden, schmilzt auch ein beträchtliches Vermögen unglaublich schnell dahin.

    Zitat Zitat von Mambi Beitrag anzeigen
    Mich würde es interessieren, ob all die, die hier "pro Ehevertrag" argumentieren, tatsächlich selbst einen haben.
    Wenn nein, warum nicht?
    In meiner ersten Ehe hatte ich keinen Ehevertrag und eine Scheidung. Für jede neue Ehe wird es einen Ehevertrag geben, weil Kind und etwas Vermögen vorhanen und (leider) auch die Erfahrung, dass es bei einer Scheidung stets um Geld geht. Aus diesem Grund bestehe ich auf einem Ehevertrag.
    Der Punkt Finanzen ist damit geklärt und kein weiterer Streitfall in der Ehe.

    Es ist nämlich höchst unromantisch, sich über Geld, Kinder, Arbeit zu streiten und gleichzeitig zu wissen, dass im Fall einer Trennung das bisschen Vermögen futsch ist und der Frust umso größer.

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Ggf. ist das dann aber schon in einer Situation, wo die Interessen eben nicht mehr gleichlaufen.
    Aber wenn ein Kind behindert auf die Welt kommt und gleichzeitig seine Affaire auffliegt, stehe ich da.
    Aber eine Regelung ist bereits vorhanden, selbst wenn diese dann als Grundlage für die Scheidung dient.

    Es ist in meinen Augen immer besser, bei den hohen Scheidungszahlen ein bisschen Realität bei der Eheschließung walten zu lassen. Gäbe es keine Scheidungen, wäre ein Ehevertrag tatsächlich verzichtbar. Aber gerade heute ist es wichtig, sich vorher über ein paar Eventualitäten gemeinsam Gedanken zu machen.

    Zitat Zitat von Mambi Beitrag anzeigen
    Sollte ich über diese Möglichkeiten hinaus das Bedürfnis haben, mich gegen alle Eventualitäten und Risiken dem anderen gegenüber vertraglich abzusichern, würde ich mir tatsächlich noch mal überlegen, ob ich diesen Menschen heiraten möchte.
    Wahrscheinlich dann eher nicht.
    Alle Eventualitäten packt auch ein diffenzierter Ehevertrag nicht.
    Aber allein die Diskussion über wichtige Punkte wie Kindererziehungszeiten, Rentenausfall und Kompensation durch den anderen, Absicherung der eigenen Immobilien, Rentenausgleich, Erbschaften führt zu einer intensiven Kommunikation, bei der entweder diese Punkte zur beidseitigen Zufriedenheit besprochen und belöst werden. Oder es tun sich Gräben auf, die in späteren Jahren zum Scheitern der Ehe führen würden.

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Kritisch ist es möglicherweise bei Selbständigen, die sich um ihre Altersvorsorge selbst kümmern. Wenn die in Konkurs gehen oder sich im Trennungsfall "armrechnen" bzw. irgendwo "untertauchen", dann hilft auch ein Ehevertrag mit "lebenslangem Unterhalt" nix. Wobei sich letzteres so oder so nur die wenigsten leisten können .
    Der Selbstständige könnte ja auf den nachehelichen Unterhalt verzichten oder den Ausgleich über die Rentenpunkte... Hier trifft es wohl überwiegend Frauen, die angestellt arbeiten und mit einem Selbstständigen (Handwerker, Unternehmer) verheiratet sind. Bei einer Scheidung geben sie die Hälfte ihrer Rentenpunkte ab und landen dann in der Armut, wenn der Mann seine Vorsorge nicht mit ihr teilen muss. Das ist ungerecht und ein Eehvertrag hilft.
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

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  4. Avatar von Nocturna
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von jaws Beitrag anzeigen
    Wenn ich einen Ehevertrag gehabt hätte, wären bei der Scheidung zumindest keine 8.500 € Rechtsanwaltskosten angefallen.
    Oder man trennt sich einvernehmlich. Diese Möglichkeit besteht auch, wenn auch selten.
    In der ersten Ehe hatte ich keinen Ehevertrag. War ok so, weil identische finanzielle Ausgangslage. Um die Scheidung zu beschleunigen hat mein Ex-Mann einige Versprechungen gemacht. Ich habe dann darauf bestanden diese in einer notariellen Scheidungsvereinbarung umzusetzen. Daraus wurde dann die billigst mögliche Scheidung, weil wir uns kein einziges Mal via Rechtsanwalt beharkt haben, bzw hatte ich überhaupt keinen Anwalt genommen.

    In der zweiten Ehe hat mein Schwiegervater auf einen Ehevertrag bestanden, ansonsten würde er meinen Mann enterben. Erst war ich leicht beleidigt, dann ist mir das ganze Sammelsurium von meinem schon erhaltenen Erbe, Mann seinem zukünftigen Erbe, meiner Immobilie, seiner Firma, durch den Kopf gegangen und ich fand die Idee plötzlich ganz charmant. Das ist auch kein vertragliches Monsterwerk mit tausend Paragraphen geworden, sondern eine knappe DIN A 4 Seite. Nennt sich modifizierte Zugewinngemeinschaft.

    Bei meiner Schwägerin war der Schwiegervater bereits so krank, dass er den Ehevertrag nicht mehr durchsetzen konnte. Die Ehe ist ein Scherbenhaufen, besteht aber weiterhin, weil der Vertrag fehlt, der die finanziellen Folgen (hier Zugewinnausgleich) für die Schwägerin abfedert.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  5. Avatar von elli07
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    ....Der Selbstständige könnte ja auf den nachehelichen Unterhalt verzichten oder den Ausgleich über die Rentenpunkte... Hier trifft es wohl überwiegend Frauen, die angestellt arbeiten und mit einem Selbstständigen (Handwerker, Unternehmer) verheiratet sind. Bei einer Scheidung geben sie die Hälfte ihrer Rentenpunkte ab und landen dann in der Armut, wenn der Mann seine Vorsorge nicht mit ihr teilen muss. Das ist ungerecht und ein Eehvertrag hilft.
    Ähm, warum betrifft dieses Armutsrisiko nur die Frauen ? Diese Situation ist doch der Normalfall bei der "Hausfrauenehe": die Frau erwirbt keine bzw. nur minimale Rentenpunkte während der Erziehungszeit, bei einer Scheidung muss der Mann seine Punkte teilen..... Ich denke, das kommt häufiger als die angestellte Frau, die einen bankrotten Selbständigen geheiratet hat. Nur regt sich im Fall der Hausfrau keiner drüber auf, sondern findet das nur recht und billig. Was es ja auch grundsätzlich mal ist. Oder würde jemand einer Hausfrau den Verzicht auf Rentenpunkte andienen ? Der nacheheliche Unterhalt ist inzwischen vom Gesetz her so oder so eingeschränkt.

    Gruß Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)


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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Es braucht keinen Mustervertrag, sondern einen für genau _diese_ Eheleute und deren Vorstellungen, Ziele, Wünsche passenden. Das ist doch individuell und unter Erwachsenen verhandelbar.

    Mit anständiger rechtlicher Beratung über die Konsequenzen der zu treffenden Vereinbarungen für beide Seiten.

    Man sollte sich aber auch immer bewusst sein, das jede Entscheidung, jede Regelung, jede Vereinbarung nicht nur Rechte und Vorteile, sondern auch Pflichten und Nachteile mit sich bringen.

  7. Avatar von Syriana
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von Mambi Beitrag anzeigen
    Mich würde es interessieren, ob all die, die hier "pro Ehevertrag" argumentieren, tatsächlich selbst einen haben.
    Wenn nein, warum nicht?
    Ich bin da mal ganz offen.
    Eheverträge finde ich sinnvoll. Wir haben dennoch keinen.

    Ich habe darauf nicht bestanden, weil ich in jedem Fall immer und ausnahmslos ganz klar den Vorteil hätte, sollten wir uns trennen. Ich habe meinem Mann sogar klar gemacht, was ggf. auf ihn zukäme, würden wir uns scheiden lassen. Er befand es dennoch nicht für nötig, einen entsprechenden Vertrag abzuschließen. Seine Entscheidung.

    Ganz abgesehen davon, ja, ich weiß...das ist unglaubwürdig, ich bin mir dennoch sicher, dass ich im Falle einer Trennung fair sein würde. Kinder haben wir keine, ich kann überdies sehr gut für mich selbst sorgen und verdiene gut.

    Wir haben eine Patientenverfügung und ein Testament.
    ECSTACY
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    It is in your innermost flowering.
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    Hast mir gezeigt, dass wenn ich glaub`
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  8. Registriert seit
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Da Abtreibung für mich keine Option ist und keine Verhütung absolut sicher ist, würde ich das nicht unterschreiben.

    Es geht hier aber nicht um dich....

    Kannst du dir nie vorstellen, dass andere Menschen Dinge ganz anders sehen wie du? Und dass die auch Recht haben?
    Weil es sowas wie "Recht haben" nicht gibt?


  9. Registriert seit
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Ähm, warum betrifft dieses Armutsrisiko nur die Frauen?
    Ich habe "überwiegend Frauen" geschrieben, damit klar ist, dass die Kombination "selbstständig" verheiratet mit "angestellt" bei einer Scheidung erhebliche Nachteile für die Angestellten in Bezug auf die Rentenpunkte haben kann bzw. hat. Übel wird es, wenn der Selbstständige sich arm rechnet. Und das tun die meisten, wenn es um eine Scheidung geht, weil sonst oft der Betrieb insolvent geht.

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Diese Situation ist doch der Normalfall bei der "Hausfrauenehe": die Frau erwirbt keine bzw. nur minimale Rentenpunkte während der Erziehungszeit, bei einer Scheidung muss der Mann seine Punkte teilen..... (....) Der nacheheliche Unterhalt ist inzwischen vom Gesetz her so oder so eingeschränkt.
    Normalerweise ist der nacheheliche Unterhalt eingeschränkt. Allerdings gibt es Ausnahmen, unter anderem kann die Kombination lange Ehe (über 10 Jahre) und älter als 50 Jahre bei der Scheidung dazu führen, dass der nacheheliche Unterhalt länger als nur ein "paar Monate" gezahlt werden muss.
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

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  10. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Hmm, fuer mich ist die Frage "pro oder contra Ehevertrag" eigentlich nicht ganz richtig gestellt (- keine Kritik am Strang, Promethea! ). Bzw., rein sachlich finde ich es eigentlich unstrittig, dass Ehevertraege sinnvoll sein koennen. Dagegen kann man ja nicht wirklich argumentieren. Wie hier schon dargestellt wurde, muss ein Ehevertrag noch nichtmal speziell auf den Trennungsfall abzielen, sondern kann auch innerhalb einer Ehe der Absicherung eines Partners dienen. Und um auch Mambis Frage zu beantworten: Wir haben keinen gesonderten Ehevertrag weil der Rahmenvertrag der Eheschliessung selbst fuer uns passend ist. Ein paar Dinge sind, wenn man so will, noch vertraglich geregelt, sowas wie Patientenverfuegungen, gewisse Erbsachen und so. Ich weiss nicht, ob das "zaehlt", weil es eben kein spezieller Ehevertrag ist.

    Der Ehevertrag selbst ist fuer mich einfach ein Mittel oder Werkzeug, dass man mehr oder weniger geschickt einsetzen kann, und das meine ich wirtschaftlich/rechtlich ebenso wie emotional! Und diese emotionale Seite sehe ich da auch und ich finde, die kann man nicht wegrationalisieren. Es kommt eben darauf an, nicht nur was in dem Vertrag geregelt wird, sondern auch wie damit generall umgegangen wird, wie die Gespraeche ueber den Inhalt ablaufen. Hier gab es ja schon einige Darstellungen von Eheleuten, fuer die das recht leicht war, weil man sich ueber die Grundsaetze einig war. Weil es um Absicherung nicht nur im Trennungsfall ging; oder weil man sich so einig war, dass tatsaechlich das zutraf, was Promethea ansprach: Fuer den unwahrscheinlichen Trennungsfall regeln wir das jetzt mit Achtung und Wohlwollen, damit keiner von uns dann dem inneren Schweinehund nachgibt. Oder auch - das waere jetzt mein Gedanke: Das Familienleben ist dann, egal welcher Trennungsgrund vorliegt, so zerstoert, dass es nur von Vorteil sein kann, dass man sich ueber etliche Entscheidungen nicht den Kopf zerbrechen muss, sondern dann gewisse Automatismen eintreten.

    In dem Strang, der das Thema aktuell ansprach, dand ich den Ehevertrag z.B. nicht gut gehaendelt, ich hoffe, das faellt nicht unter Crossposting. Aber da stellte die TE es ja so dar, dass sie durchaus Dinge auch vertraglich regeln wollte, aber - auch offenbar durch die Rhethorik ihres Mannes - daraus dann eine wochenlange Debatte ueber den schlimmstmoeglichen Trennungsfall wurde und quasi immer nur von Scheidung die Rede war. Ohne jetzt den Fall dieser konkreten TE weiter zu eroertern: Wenn mein Partner beim Aufsetzen des Ehevertrags auch so nur auf Scheidung bedacht waere und - leicht ueberspitzt - fuer den Fall vorzusorgen, dass wir einander nicht mehr das Schwarze unterm Nagel goennen und einander an den Karren fahren wo wir nur koennen.... Das wuerde ich auch als Misstrauensvotum auffassen und damit koennte ich auch sehr schlecht umgehen. Das hat aber nur sekundaer was mit dem Ehevertrag an sich zu tun sondern mit der Frage: "Was glaubt mein Partner, ist der Zweck des Ehevertrages?" In dieser Frage sollte man sich schon einig sein, und das ist durchaus auch eine emotionale, bzw. eine der Kompatibilitaet.


    Lustig vielleicht noch am Rande: Herr Flau ist so ein pauschaler Ehevertrags-Gegner und sieht das auch als reines Misstrauensvotum. In unserem Fall koennte er von einer Regelung, die vom Vertrag der Eheschliessung abweicht, eigentlich nur profitieren. Aber er sieht das tatsaechlich als "unromantisch" und Sargnagel fuer die Beziehung an. Also nur mal so als Anekdote, dass das nicht nur auf die zutrifft, die von einem Ehevertrag sowieso nichts haben. Sollte er mal Dotcom-Millionaer werden, ueberlegt er es sich hoffentlich nochmal.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung

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