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  1. Registriert seit
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    .

  2. Avatar von Ullalla
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Für mich ist das das Wesen der Ehe, dass man sich ganz aufeinander einlässt.
    Es gibt keinen Plan B mehr.
    Und dadrunter hätte ich es auch nicht gemacht.
    Mein Mann auch nicht.
    Und egal, was in den folgenden Jahrzehnten geschieht: man klammert sich an Plan A, komme was wolle, und auch dann, wenn das Unglück über einem zusammenschlägt?
    Toller Plan.
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  3. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Ullalla Beitrag anzeigen
    Und egal, was in den folgenden Jahrzehnten geschieht: man klammert sich an Plan A, komme was wolle, und auch dann, wenn das Unglück über einem zusammenschlägt?
    Toller Plan.
    Dass ich in jeder Ehe geblieben wäre, habe ich nirgends geschrieben.
    Trotzdem ist für mich das Wesen der Ehe, dass es keinen Plan B (sondern nur eine Notbremse) gibt.
    Und das ist überhaupt kein Widerspruch.


  4. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Ich glaube, ich weiß wie ich es erklären kann.

    Es gibt zwar einige Menschen die ziemlich viel Krach mit ihren Herkunftsfamilien haben.

    Ebenso kommt es aber durchaus vor, dass sich in Familien untereinander ohne Vertrag z.B. größere Geldbeträge geliehen werden (und das gut geht), oder dass man sich darauf verlässt, dass im Notfall die Eltern oder erwachsenen Kinder (je nach Alter und Finanzsituation) schon einspringen werden.


    Kaum jemand würde das so ganz allgemein als naiv betrachten.

    Ja, und ein Ehepartner, der ist eben genau so Familie wie Eltern, nicht weniger, also wird er vertrauenstechnisch auch so behandelt.

  5. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ebenso kommt es aber durchaus vor, dass sich in Familien untereinander ohne Vertrag z.B. größere Geldbeträge geliehen werden (und das gut geht), oder dass man sich darauf verlässt, dass im Notfall die Eltern oder erwachsenen Kinder (je nach Alter und Finanzsituation) schon einspringen werden.

    Kaum jemand würde das so ganz allgemein als naiv betrachten.
    Doch.
    Erstens werden bei uns innerhalb der Familie bei größeren Beträgen durchaus Verträge geschrieben.
    (Bei meinem Mann entfällt das, weil wir gemeinsam wirtschaften).

    Und außerdem geht es doch gerade um den Fall der gescheiterten Ehe - sich da auf ein Wohlverhalten des Ex und ggf. auf Zahlungen, zu denen er nicht verpflichtet ist, zu verlassen - das ist am Leben vorbei.


    Ich habe mich darauf verlassen, dass meine Ehe nicht scheitert - zumindest leben wir unter dieser Arbeitshypothese.
    Dann gab es da noch das Eherecht, das auf uns passte - und in dem Fall, dass die Ehe doch gescheitert wäre, hätte ich erstens meine Rechte eingefordert oder gezahlt (rückblickend wäre ich nie unterhaltsberechtigt, aber streckenweise unterhaltspflichtig gewesen, aber das war zur Hochzeit anders geplant) und außerdem hätte ich mir etwas ausgedacht.
    Bei uns verhungert ja keiner.


  6. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Doch.
    Erstens werden bei uns innerhalb der Familie bei größeren Beträgen durchaus Verträge geschrieben.
    (Bei meinem Mann entfällt das, weil wir gemeinsam wirtschaften).

    Du wirst aber doch kaum bestreiten wollen, dass es Familien gibt, wo das ohne Verträge geschieht, und nicht mal wenige?
    Und außerdem geht es doch gerade um den Fall der gescheiterten Ehe - sich da auf ein Wohlverhalten des Ex und ggf. auf Zahlungen, zu denen er nicht verpflichtet ist, zu verlassen - das ist am Leben vorbei.
    Nach meinem Eheverständnis nicht - nur eben: Eheverständnis ist etwas persönliches, relevant ist das in dem Fall ja nur für meine Ehe.

    Ich habe etwas Ähnliches mal in einem Roman gelesen (und bevor einer fragt, ich habe mein Eheverständnis nicht aus Büchern, die Ähnlichkeit ist mir erst durch den Thread aufgefallen):

    19. Jahrhundert (das Buch ist auch aus der Zeit), plötzlich reich gewordene junge Frau heiratet verarmten Erben.

    Nach damaligem Recht ging ihr Vermögen vollständig an den Mann - es war aber durchaus üblich, gewisse Beträge so festzuschreiben, dass sie der Frau allein gehörten, man könnte das einen Ehevertrag nennen.

    In dem Buch bestand die junge Frau (!) selbst darauf, dass das Standardrecht Anwendung findet und ab Heirat alles was sie besitzt offiziell ihrem Ehemann gehört.

  7. Avatar von Vienna__
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Ich habe jetzt mindestens 20 Seiten nachgelesen - Mein allgemeines Resümee: Das Honorar der RAe für FamR ist gesichert - meist um einiges höher bei einer Scheidung inkl. Scheidungsfolgen als im Vergleich das der Notare, bei Abschluss eines aquivalenten Ehevertrages. Muss einfach jeder selbst entscheiden, was er möchte.

    @Scheherazade: @Sasapi hat sehr viel Ahnung, wovon sie spricht. Warum Du ihr das absprechen möchtest, dazu noch in so einer Art und Weise, finde ich unmöglich und vor allen Dingen völlig überflüssig.
    Geändert von Vienna__ (27.02.2020 um 00:34 Uhr) Grund: .

  8. Avatar von Ullalla
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Du wirst aber doch kaum bestreiten wollen, dass es Familien gibt, wo das ohne Verträge geschieht, und nicht mal wenige?
    Nur deshalb, weil es bei manchen Familien gut geht, ist es nicht allgemein zu empfehlen. Kann nämlich auch schiefgehen.
    Abgesehen davon wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass ich meinem Vater keine schriftliche Bestätigung gebe für einen kurzzeitigen Überbrückungskredit.

    Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Und außerdem geht es doch gerade um den Fall der gescheiterten Ehe - sich da auf ein Wohlverhalten des Ex und ggf. auf Zahlungen, zu denen er nicht verpflichtet ist, zu verlassen - das ist am Leben vorbei.
    Nach meinem Eheverständnis nicht - nur eben: Eheverständnis ist etwas persönliches, relevant ist das in dem Fall ja nur für meine Ehe.
    Dein Eheverständnis ist aber kein Schutz davor, im Fall der Fälle eben nicht mit der Gabel dazustehen wenn es Suppe regnet.

    Du bist frisch verheiratet und der Himmel hängt voller Geigen und vielleicht steht ihr beide am Beginn Eures Berufslebens und habt noch keine schützenswerten Reichtümer angehäuft. Da braucht man sicherlich keinen Ehevertrag.

    Aber niemand kann in die Zukunft sehen.

    Und niemand sollte die Illusion haben, genau zu wissen, wie man selbst oder wie der Partner in derzeit noch undenkbaren Situationen reagieren und handeln wird. Ich habe schon genug Geschichten miterlebt, wo das einst himmelhochjauchzende Paar sich bis auf Blut bekämpft hat. Die hätten zur Zeit der Eheschließung auch allesamt weit von sich gewiesen, dass sie dem geliebten Menschen, dem sie so sehr vertrauen, als Feind sehen oder von ihm als Feind bekämpft werden.

    Glücklich die, bei denen diese Situationen nicht eintreten.


    ...
    Nach damaligem Recht ging ihr Vermögen vollständig an den Mann - es war aber durchaus üblich, gewisse Beträge so festzuschreiben, dass sie der Frau allein gehörten, man könnte das einen Ehevertrag nennen.

    In dem Buch bestand die junge Frau (!) selbst darauf, dass das Standardrecht Anwendung findet und ab Heirat alles was sie besitzt offiziell ihrem Ehemann gehört.
    sorry, das ist komplett bescheuert
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  9. Avatar von Prilblume
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Ich denke wirklich, dass ist ein Thema, bei dem es kein richtig oder falsch gibt. Die Gründe gegen einen Ehevertrag finde ich genauso nachvollziehbar, wie die dafür.
    Meine Eltern haben z.B. keinen, trotz sehr unterschiedlicher Vermögensverhältnisse aus den Ausgangsfamilien, und obwohl beide immer erwerbstätig waren und keine Hausfrauenehe geführt haben. (Haushalt und Kinderbetreuung machte meine Großmutter, Vollzeit.) Es wäre für sie auch nie in Frage gekommen, sie hätten es ähnlich empfunden wie Saetien und Marta-Agata.
    Wir haben jetzt einen Ehevertrag, von dem nur ich profitiere, weil er dafür sorgt, dass ich meinen Besitz und meine Rente im Scheidungsfall nicht mit meinem Mann teilen muss. Und ich weiß, dass meine Eltern das missbilligen, weil es für sie das Vertrauensverhältnis innerhalb der Ehe entwertet. Diese Missbilligung ist stärker als das Bedürfnis, meinen Besitz, der ja auch irgendwie ihr Familienbesitz ist, in der Familie geschützt zu wissen.
    Ich denke schon auch, dass diese Einstellung meiner Eltern mit ausmacht, dass die Ehe schon seit über 50 Jahren hält. Eine Trennung kam einfach nie infrage, die wurde nie mitgedacht oder angedacht.
    Natürlich ist es keine Garantie, und bei anderen Leuten sieht es anders aus. Aber für diese beiden ist es ein stabilisierender Faktor, keinen Ehevertrag zu haben.
    Und wenn die Ehe nicht gehalten hätte, dann hätte halt einer (oder beide) in einen sauren Apfel beißen müssen, das hätte dann eben zum Paket Ehe auch mit dazugehört.
    Ähnlich wie Scheherazade es sieht: Man kann sowieso nie alles absichern, mit keinem Vertrag, streiten geht immer, dann kann man auch direkt von vorneherein einfach nur vertrauen und mit dieser Einstellung, diesem Vertrauen, seinen Frieden mit der Ehe und mit sich selbst machen. Und wenn das Vertrauen enttäuscht werden sollte, dann ist das eben so, aber dann hat man vorher trotzdem vertraut und ist auf diese Weise bei sich geblieben.

    Es muss jeder für seine eigene Situation selbst wissen.
    >>Auf die Bitte seiner Frau, ihr doch ein wenig beim Abwasch zu helfen, nahm Werner Hubschmidt unverzüglich und außerordentlich konzentriert die Yogaposition „Bogenschütze“ ein, um so seiner Liebsten für die schwere Hausarbeit möglichst viel geistige Kraft zu schicken.<< (Bernd Pfarr)


  10. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Ullalla Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass ich meinem Vater keine schriftliche Bestätigung gebe für einen kurzzeitigen Überbrückungskredit.
    Siehst Du, ich wäre andersherum nie auf die Idee gekommen, das schriftlich zu bestätigen - meine Eltern fänden das ihrerseits ebenfalls absurd.
    Dein Eheverständnis ist aber kein Schutz davor, im Fall der Fälle eben nicht mit der Gabel dazustehen wenn es Suppe regnet.
    Auf eben diesen Schutz lege ich keinen Wert.
    Aber niemand kann in die Zukunft sehen.

    Richtig.
    Und niemand sollte die Illusion haben, genau zu wissen, wie man selbst oder wie der Partner in derzeit noch undenkbaren Situationen reagieren und handeln wird.

    Wenn ich noch nicht mal die Illusion hätte, wollte ich nicht heiraten. Das kann man auch einfach mal so stehenlassen.

    Ich habe schon genug Geschichten miterlebt, wo das einst himmelhochjauchzende Paar sich bis auf Blut bekämpft hat. Die hätten zur Zeit der Eheschließung auch allesamt weit von sich gewiesen, dass sie dem geliebten Menschen, dem sie so sehr vertrauen, als Feind sehen oder von ihm als Feind bekämpft werden.


    Ich habe schon die ein oder andere Trennung von außen gesehen - da war dann viel weniger auseinanderzudividieren, aber böse trennen kann man sich auch mit Mitte 20.
    Eigentlich war die Art, wie sich getrennt wurde, von außen nie überraschend - nicht nur für mich nicht, auf für sonst kaum einen.


    Man kann sich nicht gegen alles im Leben absichern - bei einer Scheidung wäre Geld vermutlich mein kleinstes Problem.


    Ich finde die Zahlen die hier dargestellt werden auch stark verzerrt:

    Aus dem Artikel hier von 2014: Etwa 33 % der Ehen werden geschieden, und davon (zumindest in der Anwaltskanlei in dem Artikel) anscheinend etwa ein Drittel dreckig.

    Das heißt, knapp 90% der Ehen enden gerade nicht mit einer dreckigen Scheidung.

    Das Risiko scheint mir nun nicht so extrem groß zu sein.
    Die Scheidung im Alter kann beide ruinieren - WELT







    sorry, das ist komplett bescheuert
    Das war eben damaliges Eheverständnis.

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