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  1. Avatar von Sandra71
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    In Österreich gibt es die Verschuldensscheidung.
    Das Schuldprinzip wurde in Deutschland glücklicherweise abgeschafft.

    Zitat Zitat von Scheherezade Beitrag anzeigen
    Es gibt auch Paare die nicht zusammen leben - ohne den getrennt-Status anzugeben.
    Die führen dann vor Gesetzt eine Schein-Ehe.
    Falls du die Ehepaare meinst, die getrennt sind und sich nicht scheiden lassen (wollen), das hat mit Scheinehe überhaupt nix zu tun. Einen Zwang, sich scheiden zu lassen, gibt es in D nicht.


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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Ein Onkel von mir, der Jurist ist, sagte damals:"Es gibt keinen Ehevertrag, den ich meinen Söhnen UND meinen Töchtern empfehlen könnte". Das drückt es gut aus - für den "klassischen/häufigsten/..." Fall, war das alte Recht schon ausgewogen.
    Ich denke, dein Onkel hat gemeint, dass der Ehevertrag für seine Tochter anders ausfällt als für seinen Sohn - je nachdem, was in den Augen des Juristen abgesichert gehört. Für eine Frau ist es wichtig, dass heute z.B. die Kindererziehungszeiten nicht nur ihr angerechnet werden, sondern dass der Ehemann, wenn er der Haupternährer dann ist, zusätzlich einen Beitrag in ihre Rente einzahlt. Ansonsten fehlen ihr womöglich einige Rentenpunkte, so dass sie eine niedrigere Rente erhält als wenn sie in diesen Monaten voll gearbeitet hätte.
    Auch die Frage nach Erwerbstätigkeit der Frau und Mutter kann für einen Mann wichtiger sein als für eine Frau. Bleibt sie trotz Absprache weiterhin zu Hause und "weigert" sich, wieder eine bezahlte Tätigkeit aufzunehmen, müsste der Mann umgehend sich trennen und die Scheidung einreichen. Und die Kinder bleiben womöglich auf der Strecke. Mit einem Ehevertrag und ihrer Pflicht zu arbeiten kann er zumindest dieser "plötzlichen Abweichung" entgegenwirken.
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

    Sorge dich nicht, lebe!




    Bunny Maja Lukas (14.2.)
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  3. Registriert seit
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von Sandra71 Beitrag anzeigen
    Das Schuldprinzip wurde in Deutschland glücklicherweise abgeschafft.



    Falls du die Ehepaare meinst, die getrennt sind und sich nicht scheiden lassen (wollen), das hat mit Scheinehe überhaupt nix zu tun. Einen Zwang, sich scheiden zu lassen, gibt es in D nicht.
    Ich meine überhaupt nix Spezielles.
    Wenn man das Thema googelt, also den Paragraphen, dann kommt ein ganzer Schwall von Anfragen und Auslegungen entgegen.

    Das ist wohl alles ziemlich kompliziert.
    Da wird einerseits vom gemeinsamen Haushalten geschrieben, dann fallen auch Begriffe wie "Zweckehe".

    Das alles hatte ich vorher nie gehört.

    Wie Sasapi so schnell behaupten kann sie kenne sich da aus wundert mich.

    Ehrlich gesagt bin ich ganz froh vorher nicht diesen Paragraphen studiert zu haben.
    Vielleicht wäre ich dann auch eher für einen Vertrag gewesen, einen zusätzlichen Ehevertrag.
    Der Mensch ist nichts
    anderes, als wozu
    er sich macht
    Jean Paul Sartre

  4. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Ich denke, dein Onkel hat gemeint, dass der Ehevertrag für seine Tochter anders ausfällt als für seinen Sohn - je nachdem, was in den Augen des Juristen abgesichert gehört.
    Nein - er hat gemeint, dass das für Männer und Frauen (vom typischen und häufigsten Rollenbild ausgehend) schon ausgewogen ist, denn sonst hätte er ja etwas für beide fair und richtig gefunden, was von den damaligen gesetzlichen Bestimmungen abweicht.


    Für eine Frau ist es wichtig, dass heute z.B. die Kindererziehungszeiten nicht nur ihr angerechnet werden, sondern dass der Ehemann, wenn er der Haupternährer dann ist, zusätzlich einen Beitrag in ihre Rente einzahlt. Ansonsten fehlen ihr womöglich einige Rentenpunkte, so dass sie eine niedrigere Rente erhält als wenn sie in diesen Monaten voll gearbeitet hätte.
    Das schrieb ich schon mehrfach - das Rentenargument überzeugt mich überhaupt nicht.
    Erstens gibt es Versorgungsausgleich im Fall der Trennung, zweitens bekommt sie 3 Rentenpunkte pro Kind und schließlich gibt es auch heute noch Witwen/Witwer-Rente.

    Auch die Frage nach Erwerbstätigkeit der Frau und Mutter kann für einen Mann wichtiger sein als für eine Frau. Bleibt sie trotz Absprache weiterhin zu Hause und "weigert" sich, wieder eine bezahlte Tätigkeit aufzunehmen, müsste der Mann umgehend sich trennen und die Scheidung einreichen. Und die Kinder bleiben womöglich auf der Strecke. Mit einem Ehevertrag und ihrer Pflicht zu arbeiten kann er zumindest dieser "plötzlichen Abweichung" entgegenwirken.
    So etwas kann man doch nicht im Voraus festlegen - eben weil man nicht weiß, was kommt.
    Ich weiß nicht, wie viele Kinder kommen werden, ich weiß nicht, ob die besonderen Betreuungsbedarf haben, ich weiß nicht, ob mein Mann dann wirklich seinen Teil an Hausarbeit und Kinderkümmerung übernimmt, vielleicht ist er auch beruflich so eingespannt und erfolgreich, dass strikte Arbeitsteilung beiden nützt, ...

    Nie und nimmer würde ich als Frau unterschreiben, dass ich wieder erwerbstätig sein werde (selbst wenn ich das fest vorhabe) bzw. so gestellt werde, als wäre ich erwerbstätig, egal was ist.
    Und dann sitze ich da mit kranken Zwillingen, während er 60 Stunden arbeitet und gut Geld verdient - und er findet das erst gut, aber wenn es zur Trennung kommt, habe ich Pech?

    Das muss man in der Ehe schon immer wieder neu absprechen - und das ist genau so eine Frage, bei der man nicht weiß, wie die Situation sein wird - und bei der ich lieber einen Richter darauf schauen lasse, wie die Situation denn nun ist, als dass im Ehevertrag an einen möglichen Fall gedacht wird, während alle anderen Möglichkeiten ausgeblendet werden.


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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    ......Erstens gibt es Versorgungsausgleich im Fall der Trennung, zweitens bekommt sie 3 Rentenpunkte pro Kind .....
    Die Rentenpunkte der "Mütterrente" fließen in den Versorgungsausgleich ein, d.h. : haben Eltern 2 Kinder, werden beiden Expartnern im Scheidungsfall je 3 Punkte gutgeschrieben - die verbleiben nicht bei demjenigen, der den Hauptanteil der Erziehungsarbeit geleistet hat .... da kann aktuell sogar lange nach der Scheidung noch eine Neuberechnung des Versorgungsausgleichs beantragt werden (weil es zum Zeitpunkt der Scheidung diese "Mütterrente" noch nicht gab - hab ich gerade durch )


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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von nachgefragt Beitrag anzeigen
    Die Rentenpunkte der "Mütterrente" fließen in den Versorgungsausgleich ein, d.h. : haben Eltern 2 Kinder, werden beiden Expartnern im Scheidungsfall je 3 Punkte gutgeschrieben )
    So ist es. Und für einen Rentenpunkt gibt es übrigens 30 Euro Rente im Monat.

    Bei zwei Kinder kommen also insgesamt 180 Euro Rente zusammen. Würde sagen, davon kann niemand leben.


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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen

    sondern dass der Ehemann, wenn er der Haupternährer dann ist, zusätzlich einen Beitrag in ihre Rente einzahlt.

    Was soll denn den Familien noch alles aufgebürdet werden, sind sowieso schon abgehängt und werden trotz Grundgesetzschutz überhaupt nicht geschützt, sondern stets in die Verantwortung genommen (ist ja auch leicht für den Staat, Eltern machen alles für die Kinder) und nun sollen sie auch noch selbst wegen Kindererziehungszeiten in die Pflicht genommen werden.

    Dabei ist das die Aufgabe der Gesellschaft, hier für einen moderaten Ausgleich zu sorgen.
    Es gibt keinen Weg zum Glück -

    glücklich sein ist der Weg.

  8. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Das schrieb ich schon mehrfach - das Rentenargument überzeugt mich überhaupt nicht.
    Erstens gibt es Versorgungsausgleich im Fall der Trennung, zweitens bekommt sie 3 Rentenpunkte pro Kind und schließlich gibt es auch heute noch Witwen/Witwer-Rente.
    Aber eben nur, wenn beide dauerhaft als Angestellte arbeiten oder ihn einem vergleichbaren Versorgungswerk sind.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  9. Avatar von huppsi
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von Sugarnova Beitrag anzeigen
    Jap, und das wurde ja damals als "Errungenschaft der Emanzipation" verkauft. Die bösen "Erstfrauen", die dem Manne die Zweitehe versagen, weil er sich eine zweite Familie schlicht nicht leisten kann.
    Ist ja auch Emanzipation, also Gleichberechtigung. Jeder Ehepartner ist für seine finanzielle Absicherung verantwortlich, so dass man im Falle einer Trennung alleine wirtschaften kann. Halte ich für absolut fair. Wenn Frauen trotzdem ihren Beruf aufgegeben, jahrelang zu Hause sind und dann Teilzeit arbeiten, ist das ihr eigenes Risiko. Was spricht dagegen, sich da mit dem Mann abzuwechseln? Und wenn beide gemeinsam entscheiden, die klassische Rollenverteilung zu leben, dann kann man das Ganze vertraglich absichern. Dass eine Frau, nur weil sie mal verheiratet war, ihr Leben lang Unterhalt bezieht, ist doch wirklich von vorgestern.


  10. Registriert seit
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von huppsi Beitrag anzeigen
    Ist ja auch Emanzipation, also Gleichberechtigung. Jeder Ehepartner ist für seine finanzielle Absicherung verantwortlich, so dass man im Falle einer Trennung alleine wirtschaften kann. Halte ich für absolut fair. Wenn Frauen trotzdem ihren Beruf aufgegeben, jahrelang zu Hause sind und dann Teilzeit arbeiten, ist das ihr eigenes Risiko. Was spricht dagegen, sich da mit dem Mann abzuwechseln? Und wenn beide gemeinsam entscheiden, die klassische Rollenverteilung zu leben, dann kann man das Ganze vertraglich absichern. Dass eine Frau, nur weil sie mal verheiratet war, ihr Leben lang Unterhalt bezieht, ist doch wirklich von vorgestern.

    Wenn man heute eine Ehe schließt, ist das geltendes Recht - als ich heiratete, war die Gesetzeslage eine andere .... und schwuppdiwupp war die Ehe umgestellt auf die neue Rechtsprechung und der alte Vertrag ausgehebelt - leider war das in der Scheidungsphase ...... wir hatten also nach altem Recht die klassische "Hausfrauenehe" gelebt im Einvernehmen und dann durfte ich mit knapp 50 dem neuen Gesetz entsprechend den Neustart ins Erwerbsleben starten .....

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